Frage von Camilaaa, 73

Krankmeldung 1 Woche später abgeben, trotzdem Zahlung von Lohn?

Hallo Leute,

ich habe vor einem Monat bereits meiner Arbeitgeberin Bescheid gegeben, dass ich ca. 3 Wochen ausfallen werde. Seit Fr, dem 04.03. bin ich nun krank und die Krankmeldung werde ich wohl ungefähr eine Woche später, also Mo, den 14. abgeben können. Meine Frage: Hab ich noch Recht drauf mein Lohn bezahlt zu bekommen? Danke im Voraus :)

Antwort
von Familiengerd, 59

Ich nehme an, Du meinst mit "Krankmeldung" die vom Arzt ausgestellte Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung; warum Du sie bei Krankheitsbeginn am 04.03. erst am 14.03. dem Arbeitgeber zukommen lassen kannst, erschließt sich mir nicht (das ist zunächst schon einmal ein möglicher Grund für eine Abmahnung).

Aber zur eigentlichen Frage: "Hab ich noch Recht drauf mein Lohn bezahlt zu bekommen?"

Ja - sobald der Arbeitgeber die Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung erhalten hat.

Solange er keine ärztliche Bescheinigung von Dir vorliegen hat, ist er nach dem Entgeltfortzahlungsgesetz EntgFG § 7 "Leistungsverweigerungsrecht des Arbeitgebers" Abs. 1 Nr. 1 berechtigt, das Entgelt für die nicht durch eine Bescheinigung nachgewiesene Zeit der Erkrankung einzubehalten.

Er muss das so einbehaltene Entgelt aber nachzahlen, sobald ihm die Bescheinigung vorliegt.

Du kannst - wie bereits gesagt - wegen der verspäteten Abgabe eine Abmahnung erhalten, allerdings nicht, wenn Du diese Verspätung nicht zu verantworten hast; ein zulässiger Grund für eine Kündigung (Antwort von blackforestlady) ist das nicht - allenfalls dann, wenn das als Pflichtverletzung schon öfters vorgekommen sein sollte.

Antwort
von MoLiErf, 58

ein Krankenschein muss meines Erachtens binnen 3 Tagen beim Arbeitgeber sein. Es gibt eine Post oder man fragt ob ein Kollege/Kollegin den mal abholen kann... klär das in deinem Betrieb... mündlich gilt da wohl nicht .

Kommentar von Camilaaa ,

Das Problem war bzw ist nicht, dass ich nicht die Möglichkeit habe, den Krankenschein abzugeben. Da meine Chefin lediglich von mir den Zeitraum wissen wollte, indem ich nicht da sein werde und auf die Krankmeldung verzichtet hatte, dachte ich, brauche ich mir keine unnötige Arbeit zu machen und lass es sein. Meine Mutter meinte, dass ich's doch abgeben soll, weil ich dann Recht auf Lohnfortzahlung habe.. Dieser Begriff war mir ein Fremdwort, da ich bisher als Schülerin nur als 450€ Basis gearbeitet habe und mir dessen nicht Bewusst war. Also solche Kommentare wie "es gibt Post" könnt ihr euch sparen. Trtz danke für's "nette" Antworten

Antwort
von blackforestlady, 50

Wahrscheinlich wirst Du wohl die Kündigung erhalten und dann wirst Du Dich wohl arbeitslos melden dürfen. Verantwortung scheint wohl ein Fremdwort zu sein. Wenn man krank ist geht man zum Arzt und holt sich eine AU. Man kann per E-Mail eine Kopie der AU zum Arbeitgeber hinsenden und das Original per Postweg zusenden.Dann hättest Du ein Anrecht, so aber nicht.

Kommentar von Familiengerd ,

Wahrscheinlich wirst Du wohl die Kündigung erhalten

Das ist Unsinn!

Die verspätete Abgabe einer Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung ist kein zulässiger Grund für eine Kündigung.

Verantwortung scheint wohl ein Fremdwort zu sein.

Solche Wertungen sind absolut unzulässig!

Wir wissen hier nichts darüber, was der Grund für die verspätete Abgabe ist,  Du kannst also nur unsicher spekulieren!

Im Übrigen stellt auch das Entgeltfortzahlungsgesetz den Arbeitnehmer ausdrücklich schuldlos, wenn er die verspätete Abgabe nicht zu verantworten hat (der Gesetzgeber kalkuliert also ein, dass es solche Fälle geben kann)!

Dann hättest Du ein Anrecht, so aber nicht.

Das ist schlicht und einfach falsch!

Der Arbeitgeber darf zwar das Entgelt für nicht durch ärztliche Bescheinigung nachgewiesene Krankentage einbehalten, aber nur solange, wie diese Bescheinigung vom Arbeitnehmer schuldhaft nicht vorgelegt wird; sobald er die Bescheinigung erhalten hat, muss er das einbehaltene Entgelt nachzahlen!

Kommentar von Camilaaa ,

@blackforestlady solche Menschen, die nicht antworten, um zu helfen, sondern um dumme Kommentare abzulassen sind mir einfach ein Rätsel. Für die Zuknft, hör bitte auf Menschen dumm anzumachen, wenn du die Situatuon nicht kennst :) Ich werde zu 100% keine Kündigung erhalten, da muss ich dich leider enttäuschen. 

Und an @Familiengerd ganz lieben Dank :)

Kommentar von PeterSchu ,

Das war wieder mal eine Antwort mit dem erhobenen Zeigefinger, aber ohne rechtlichen Hintergrund. Für eine verspätet abgegebene Bescheinigung kann es allenfalls eine Abmahnung geben. Hier von Kündigung zu reden, heißt, den Teufel an die Wand malen.

Eine Kopie der AU nützt rechtlich gesehen wenig, weil sie nur als Original zählt.

Und ein Anrecht auf Lohnfortzahlung hat man auch dann, wenn die Bescheinigung verspätet abgegeben wird.

Kommentar von Familiengerd ,

Richtig, PeterSchu!!

Antwort
von meini77, 47

Grundsätzlich hast Du während einer Arbeitsunfähigkeit das Recht auf Lohnfortzahlung.

Theoretisch kann der Arbeitgeber Dich abmahnen, wenn die AU-Bescheinigung nicht fristgerecht übergeben wird.

Natürlich kann Dein Arbeitgeber nicht verlangen, daß Du während einer Krankheit in's Büro fährst, um die AU-Bescheinigung abzugeben.

Aber da gibt es Abhilfe: eine Erfindung, die sich schon seit über 100 Jahren bewährt hat: POST!

Kommentar von Camilaaa ,

Für dich mal eine Kopie :))

Das Problem war bzw ist nicht, dass ich nicht die Möglichkeit habe, den Krankenschein abzugeben. Da meine Chefin lediglich von mir den Zeitraum wissen wollte, indem ich nicht arbeiten werde und auf die Krankmeldung verzichtet hatte, dachte ich, brauche ich mir keine unnötige Arbeit zu machen und lass es sein. Meine Mutter meinte, dass ich's doch abgeben soll, weil ich dann Recht auf Lohnfortzahlung habe.. Dieser Begriff war mir ein Fremdwort, da ich bisher als Schülerin nur als 450€ Basis gearbeitet habe und mir dessen nicht Bewusst war. Also solche Kommentare wie "es gibt Post" könnt ihr euch sparen. Trtz danke für's "nette" Antworten

Kommentar von meini77 ,

dass Du einen Job auf 450 EUR Basis machst, konnte doch kein Mensch aus Deiner Fragestellung erahnen! Das ist doch wieder ein völlig anderer Sachverhalt.

Kommentar von Familiengerd ,

@ meini77:

Ob es sich um einen 450-€-Job handelt oder um einen Vollzeitjob, ist für die Verpflichtung zur Krankmeldung  und zur Abgabe einer Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung aber auch völlig belanglos!

Das ist eben kein "völlig anderer Sachverhalt"!

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