Frage von MaraleinBenny, 51

Krankheitsfall in der familie. Wie umgehen?

Also ich fang mal ganz von vorne an und versuch, es so gut wie möglich zu erklären. Meine Mutter ist schon seit eh und je krank, genauer gesagt seit fast 21 jahren, angefangen hat es als sie zu meiner kleinen Schwester schwanger war. Es fing mit Depressionen an, das hat sich mit den Jahren dann immer mehr gesteigert. Sie war immer wieder für Monate im Krankenhaus, deshalb sind meine Schwester und ich großteils bei meinen Großeltern aufgewachsen. Dennoch hatten wir eine schöne Kindheit, uns hats an nichts gefehlt. Als wir noch kleiner waren, haben wirs natürlich nicht verstanden, woher die Wunden am ganzen Körper herkommen. Mittlerweile wissen wir natürlich, dass sie borderlinerin ist und immer wieder Suizidversuche startet. Ihr Zustand wurde Dank vieler Medikamente, ständiger Krankenhausaufenthalte und Therapie etwas besser, sodass sie jetzt ca 2x im Jahr für je 2 Monate im krankenhaus ist. Nun hatten wir aber ein Gespräch mit einem behandelnden Arzt, der uns mitgeteilt hat (also mir und meiner Schwester), dass die Krankheit niemals ganz weg sein wird und sie auch immer wieder Suizidversuche starten wird. Auf diese Nachricht hin, habe ich meine Fachschule abgebrochen und eine Lehre angefangen (damit ich nicht mehr im Internat der Fachschule bin und mehr zuhause). Mittlerweile bin ich aufgrund der Liebe von Österreich nach Deutschland gezogen. Mir gefällts hier, aber die Sorge dass ich zuhause was verpasse ist natürlich enorm. Wie würdet ihr damit umgehen? Was würdet ihr an meiner Stelle tun? Die Zeit genießen bis sie es irgendwann schafft, ihr Leben zu beenden? Oder soll ich mich seelisch schon drauf einstellen? Ich hab diese Frage schon Jahre im Kopf, aber durch den Umzug und 500km Entfernung zwischen mir und ihr, gibt mir das halt jetzt wieder vermehrt zu denken, weil ich halt von zuhause nicht mehr viel mitbekomme, ob die Depressionen wieder mehr werden o.ä. ich bräuchte über 5 Stunden um bei ihr zu sein, sollte etwas passieren. Ich stehe halt dazwischen...mit meinem Freund zusammenleben und in Kauf nehmen dass ich dann nicht da bin? Oder mein Leben erneut hintenanstellen? Wie würdet ihr das händeln?

Antwort
von palaverfred, 23

selbst wenn du wieder zu deiner mutter ziehen würdest, kannst du sie nicht 24 stunden tag für tag beaufsichtigen.

telefoniere und besuche sie , so oft du kannst. lebe dein leben und genieße die zeit.

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