Frage von drachenpalme, 91

krankheit neu diagnostizieren um rezeptpflichtiges medikament zu erhalten?

hallo community,

komischer titel, aber folgende situation:

ich "leide" unter der hypothyreose (schilddrüsenunterfunktion) und muss das schilddrüsenhormon l-thyroxin in tablettenform zu mir nehmen, täglich. dieses medikament ist rezeptpflichtig und bisher musste ich immer zu meinem hausarzt gehen, das rezept beantragen um anschließend in der apotheke die tabletten kaufen zu können.

nun ist es so, dass ich vor einigen wochen umgezogen bin und mein jetzt ehemaliger hausarzt auf der anderen seite deutschlands liegt. ich kann also nicht mal eben rüberfahren und die angelegenheit erledigen.

ich weiß, dass ich sowieso hier (in berlin) einen neuen hausarzt suchen muss. die frage lautet aber: muss ich mir die schilddrüsenunterfunktion erneut diagnostizieren lassen? also blutuntersuchung und ultraschall der schilddrüse. oder reicht es, wenn ich der neuen arztpraxis einfach meine elektronische versichtertenkarte überreiche? ich überlege, ob auf dieser karte nicht eine art "patientenakte" gespeichert ist wo versehen ist, welche rezeptpflichtigen arzneimittel ich bekommen darf und welche nicht.

ich habe noch ausreichend tabletten für die nächsten 1-2 monate. doch ich will alles möglichst frühzeitig erledigen, sodass ich keine zeit ohne medikament auskommen muss.

über hilfreiche und schnelle antworten bedanke ich mich im voraus.

gruß, drachenpalme

Antwort
von JesterFun, 52

Normal reicht es wenn du mit der Tablettenschachel zu einem neuen Hausarzt gehst und es ihm einfach sagst. Ist der gründlicher, dann würde er eben ein paar Tests machen. Aber wenn du eh die Tabletten eh schon besitzt, dann wird er davon ausgehen das es auch seinen Grund hat. Schließlich sind es keine Drogen oder so. Er stellt dir auch ein paar Fragen. Meistens kennen nur richtige Patieten die antworten. Wird also alles halb so wild.

Kommentar von drachenpalme ,

vielen dank für die schnelle antwort :-)

hast du denn schon erfahrungen machen können und die selbe situation wie bei mir durchlebt? denn genauso bin ich bisher auch von ausgegangen... schachtel und versichertenkarte mitnehmen und einfach die situation schildern...

Kommentar von JesterFun ,

Ich brauche noch ganz andere Medikamente. Ich hatte schon ca. 5 Hausärzte und ich bin jedes mal in die Praxis gegangen und habe frei heraus gesagt "Ich brauche dies, ich brauche das". Danach hab ich alle Fragen beantwortet und dann war die Sache eh schon geritzt. Noch nie hatte ich da meine Probleme.

Antwort
von maggylein, 42

Ein guter Arzt wird sicher mindestens ne Blutuntersuchung machen wollen. Wenn es dringend ist dann wird er dir für den Übergang ne kleine Packung aufschreiben.
Leider (in dem fall für dich gut) gibt es auch immer wieder Ärzte die auf Zuruf irgendwas verschreiben... nett für den Patienten der keine Lust auf Untersuchung hat aber in meinen Augen oft grob fahrlässig

Kommentar von drachenpalme ,

danke für die schnelle antwort :-)

wie gesagt habe ich noch tabletten für 1-2 monate. da es sich zudem um eine krankheit handelt, die mit der zeit immer wieder neu kontrolliert werden muss, um die dosierungsmenge abzustimmen bin ich absolut nicht abgeneigt mir da blut abnehmen zu lassen. guter einwand mit der seriösität, habe ich nicht daran gedacht.

Antwort
von Nashota, 28

Wer weiß, dass er umzieht, sollte sich vorher alle Unterlagen ausdrucken lassen.

Der neue Arzt fordert aber alle relevanten Unterlagen auch bei alten Ärzten an.

Um die Dosierung zu überprüfen, wird regelmäßig Blut abgenommen. Die Verschreibung erfolgt dann automatisch. Bei mir wird mindestens zweimal im Jahr überprüft.

Kommentar von drachenpalme ,

was heißt denn "[...]verschreibung erfolgt dann automatisch[...]"? bekommst du also ohne ständig zum arzt gehen zu müssen deine tabletten?

bei mir war es bisher jedenfalls so, dass ich in einem 3-monatigem rhytmus alles kontrollieren lassen musste, sprich blutabnahme und ultraschall. wenn ich aber nicht aus eigenem antrieb hingegangen bin hat mein arzt mich nicht dazu gedrängt die blutabnahme etc zu machen.

er hat es insgesamt alles locker genommen, da er mir gesagt hat, dass ich mit meiner jetzigen dosierung von 50mikrogramm/tablette noch im ganz unteren bereich der möglichen dosierungsmenge liege. (vor gut einem halben jahr habe ich nur 25mikrogramm/tablette nehmen müssen)

Kommentar von Nashota ,

Automatisch heißt, wenn das Ergebnis der Blutuntersuchung vorliegt, ob die Dosis verändert werden muss oder nicht oder nach der Rezeptbestellung, wenn man bei einem Arzt schon mal ein Rezept bekommen hat.

Ultraschall wird bei mir einmal jährlich gemacht. Wer da öfter hinmuss, sollte mal fragen, für was das nötig sein soll oder ob es wirklich nötig ist. Die regelmäßige Blutuntersuchung gibt eigentlich genug Aufschluss.

Kommentar von drachenpalme ,

wenn ich recht überlege hatte ich relativ selten eine ultraschall-untersuchung. naja, bisher gabs keine abnormalitäten bzw. vergrößerung der schilddrüse.

nun gut. war auch damals so, als bei mir die dosis von 25mikrog auf 50mikrog erhöht werden musste. haben mich sofort informiert, nachdem die ergebnisse der blutuntersuchung da waren und dann habe ich eben ab da die höhere dosis verschrieben bekommen.

Kommentar von Nashota ,

Und so wird es auch beim neuen Arzt laufen.

Antwort
von Wiesel1978, 37

Dienstag Hausarzt in Deiner Nähe suchen, Termin machen und schon vorab erwähnen , dass Du Tabletten xy brauchst und die sich gerne an Dr. Haumichweg in Pusemuckel wenden können, um deine Krankenakte einsehen zu dürfen. Patientendaten über Krankheitsverlauf oder ähnliches dürfen nicht auf dem Chip gespeichert werden.

Kommentar von drachenpalme ,

vielen dank für die schnelle antwort.

ich gedenke spätestens nächste woche einen termin zu machen. gut zu wissen, dass derartige daten nicht gespeichert werden dürfen. aber was wird dann darauf gespeichert? bisher musste ich immer die karte abgeben wenn ich das rezept holen gewesen bin. sie konnten dadurch auch erkennen, in welcher dosierung ich das medikament brauche...

Kommentar von Wiesel1978 ,

Das konnten sie nur erkennen, weil durch das Einführen der Karte die Daten die gespeichert wurden ausgelesen werden konnten. Alles was oben in dem Adressfeld steht, wenn Du eine AU bekommst, wird darauf abgespeichert. Diese Information wird ausgelesen und das Programm ist mit einer Datenbank (die nur intern in der Arztpraxis verwendet werden darf) verknüpft und öffnet dann sowohl Deinen Medikamentenplan als auch Deinen Krankheitsverlauf, soweit er dem Arzt bekannt ist ;)

Kommentar von drachenpalme ,

hut ab, klingt ziemlich logisch. da könnte ich mal wieder was neues dazugelernt haben.

na, ich denke dass es sowieso darauf hinauslaufen wird, dass der neue arzt den alten kontaktieren wird.

Kommentar von Wiesel1978 ,

Meist ja, um ein genaues Bild Deines Geundheitsprofils zu haben ;)

Antwort
von oxBellaox, 31

Ich habe auch wegen Hypothyreose hier in Berlin mehrmals den Arzt gewechselt. Je nachdem wie viel zeit seit der letzten Werte-Kontrolle vergangen war, wurden diese dann schon überprüft - in meinem eigenen Interesse. Das L-Thyroxin habe ich sofort verschrieben bekommen.

Kommentar von drachenpalme ,

wieso hast du so oft den arzt wechseln müssen?

die letzte blutabnahme war vor gut einem monat, höchsten 1 1/2 monaten. ultraschall der schilddrüse war auch drin, alles in ordnung. denkst du, ich müsste dann - wenn ich nächste woche einen termin beim neuen arzt mache - das ganze noch mal über mich ergehen lassen?

danke jedenfalls für die rasche antwort.

Kommentar von oxBellaox ,

Ich war im Sept. 15 beim Nuklearmediziner,  der händigte mir bzw. meinem Hausarzt meine Unterlagen nicht aus. Dummerweise ist mein alter Hausarzt in diesem Zeitraum in Pension gegangen, d. h. ich musste mir auch einen neuen Hausarzt suchen.

Jetzt Anfang April war ich in der Charité (Benjamin Franklin), weil ich massive Einstellungsprobleme habe, die eine momentane Hausärztin nicht alleine in den Griff bekommt.

Die Charité kann ich absolut nicht weiter empfehlen - doktor jetzt wieder allein mit meiner Hausärztin und dem HT-Forum herum.

Ultraschall wurde beim Nuk sowie auch beim Endo gemacht (Sept.15 und Apr. 16) Blutwerte teilweise monatlich - aber das ist mir ganz recht.

Kommentar von drachenpalme ,

tut mir leid, das zu hören. klingt, als hättest du ziemlich viel stress gehabt.

hm. von der charite hört man eigentlich überwiegend positives. überrascht mich doch sehr, zumal ich evtl. auch bald dort studieren könnte.

Kommentar von oxBellaox ,

ja gut, das ist ein anderes Thema. Es ist dort gar nicht auf meine Probleme eingegangen worden. Möchte das auch nicht weiter ausführen. Es ist eben das (Gesundheits-) system was lahmt.

Ich wünsche dir viel Glück und die Tabletten bekommst du überall denke ich. Ein guter Arzt wir aber schon die Blutwerte sehen wollen.

Kommentar von oxBellaox ,

in welchen Bezirk bist du denn gezogen?

Kommentar von drachenpalme ,

lichtenberg. bis auf die charite und 1-2 krankenhäuser, die ich eben spontan gegooglet habe kenne ich auch null allgemeinärzte. am bezirk soll es im endeffekt nicht scheitern. wenn man mir etwas empfelen kann gehe ich gerne dorthin und lass mich überzeugen. ich möchte eine möglichst gute behandlung haben, für die ich meinetwegen durch die ganze stadt fahre.

Kommentar von oxBellaox ,

Such dir bei Jameda nach Bezirk und Bewertung einen Internisten zum Verschreiben und einen Nuk besser Endo zur intensiven jährlichen Kontrolle.

Ich wohne in einem ganz anderen Bezirk und bin wie gesagt selbst am Suchen - empfehlen will und kann ich da nichts wegen der schlechten Erfahrungen.

Kommentar von drachenpalme ,

jameda? werde ich mal auschecken. danke für den tipp!

reicht da nicht der allgemeinarzt für die blutuntersuchung? oder sollte ich mir einen endo oder nuklearmediziner nur in betracht ziehen wenn ich absolute sicherheit haben möchte? bisher hat's bei meinem allgemeinarzt ziemlich gut geklappt...

Kommentar von oxBellaox ,

Wenn der Internist bzw. Hausarzt sich mit der Schilddrüse auskennt und dir das so reicht ... ich war auch bei mehreren Internisten und immer hieß es: Schilddrüse ist in Ordnung - jahrelang. Mein Beschwerdebild sprach aber eine andere Sprache. Deshalb wollte ich zu einem Spezialisten. Wenn du dich ein bisschen durch das HT-Forum liest, dann merkst du, dass das gar nicht so einfach ist.

Antwort
von Miso87, 51

Huhu,

also neu diagnostizieren brauchst du es nicht. Du suchst dir am besten frühestmöglich einen neuen Arzt und schilderst das Problem. Die schreiben dann deinen alten Hausarzt an und fordern deine Unterlagen an und bekommen damit eine Bestätigung:)

Kommentar von drachenpalme ,

vielen dank für die schnelle antwort :-)

hast du denn die erfahrung gemacht, dass es so unkompliziert vonstatten geht? hört sich nach dir ziemlich easy an

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community