Frage von FiammeNelCielo,

Krankhaft? Oder nur vorsichtig?

Hallo liebe GF'ler. Neulich wurde ich von einer guten Freundin zu einer Party eingeladen. Neben meinem eigenen engen Freundeskreis waren auch andere Leute da, die ich nur vom Hören und aus Erzählungen her kannte. Normalerweise wäge ich erst nach einigem Zuhören und Beobachten ab, ob ich mich mit einer Person einlasse oder nicht. Da ich sonst nicht oft mit fremden Leuten feiern gehe und somit quasi "gezwungen" bin mit diesen die Zeit zu verbringen, gehe ich damit eigentlich recht locker um.

Obwohl sie auf mich sehr oberflächlich wirkten, womit ich wirklich schlecht klar komme, versuchte ich mich meiner Freundin zu liebe ein wenig zu Integrieren und mit den Leuten ins Gespräch zu kommen. Aber es war dermaßen schwer sich überhaupt in eine Unterhaltung mit einzuklinken zumal sie sich ja alle schon kannten und ich kein Wort verstand wovon sie redeten. Das meiste, was ich zu hören bekam waren einige dummen Kommentare. Diese gingen zwar nicht direkt gegen mich als Person was auch schlecht möglich ist wenn man mich nicht kennt, aber gegen meinen Schmuck, wie ich meine Haare trage, etc. Wenn Menschen, die ich gut kenne über so etwas scherzen habe ich ja grundsätzlich kein Problem damit, doch bei dem ersten Kennenlernen fühlte ich mich da schon echt gekränkt und wenig aufgenommen. Fast so als wäre ich garnicht wirklich erwünscht. Ich muss auch sagen, dass ich diese Leute nicht provoziert habe oder ähnliches, eigentlich habe ich mich recht still verhalten und meistens nur zugehört. Haben sie einfach nur versucht Kontakt aufzubauen und mich zum Reden zu bringen mit Sticheleien oder war das wirklich so abfällig gemeint wie es bei mir ankam?

Irgendwann zeigte ich mich dann auch nichtmehr willig, mich großartig zu Integrieren und hielt mich schlichtweg an meine Freunde, wobei ich das eigentlich versuchte zu vermeiden. Denn ich wollte nicht, dass sie durch mein Geklammere die Chance verpassen die anderen Kennenzulernen. Später war die Stimmung, zumindest bei mir, im Keller und ich ging am späten Abend wieder zurück nach Hause, weil ich es einfach nicht ausgehalten hätte so noch eine ganze Nacht zu verbringen. Das macht mich jetzt noch ziemlich fertig, da ich meine Freunde nicht mehr so oft zu sehen bekomme, da wir alle entweder Beruflich oder Ausbildungstechnisch viel um die Ohren haben und nur selten alle mal Zeit finden zusammen zu kommen.

Ich bin diagnostizierte Sozialphobikerin und daher sehr vorsichtig, auf wen ich mich überhaupt einlasse. Entwickelt hat sich das durch eine Außenseiterkarriere vom Kindergarten bis in die späte Teeniezeit und weil ich keine Vertrauenspersonen neben meinen Eltern hatte. Außerdem fürchte ich mich immer davor, dass hinter meinem Rücken getuschelt wird. Unterhalten kann sich mit mir nahezu jeder der auf mich zukommt, jedoch kann ich mich fremden gegenüber nie richtig "öffnen", was viele auch wieder langweilig finden. Nun wäre meine Frage: Bin ich nur vorsichtig oder ist es einfach krankhaft? Sollte ich mich ändern? Wenn ja wie?

Hilfreichste Antwort von niska,
2 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

Deiner Beschreibung nach muss ich dann ja wohl auch eine Sozialphobikerin sein - zumindest der Jugendkarriere nach. Nur mache ich mir nicht endlos Gedanken darüber wie ich besser bei irgendwem ankommen kann oder wie ich ankomme oder besser ankomme, etc.. Ich bin ganz zufrieden mit meinem Freundeskreis und im Alltag hat man ja auch noch genügend Gelegenheiten Leute kennen zu lernen, aber man sollte sich nicht zwingen. Diese Leute stehen einfach nicht auf derselben Wellenlänge wie du, vollkommen egal wie die Sticheleien gemeint waren. Du magst das nicht und das ist auch vollkommen in Ordnung. Dich zu zwingen sich mit diesen Leuten anzufreunden wäre kontraproduktiv.

Du solltest dir vielleicht vor Augen halten, dass es eben einfach oberflächliche Leute gibt und Leute die in ihrem Freundeskreis eine Hackordnung und einen Gruppenzwang haben - gerade für Leute wie dich ist das nichts oder willst du wirklich Teil einer solchen Gruppe werden? War ich auch schonmal, war nix für mich und deshalb halte ich mich auch davon fern.

Antwort von sarah203,
3 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

An deinem Verhalten in dieser Situation kann ich nichts krankhaftes entdecken. Oberflächliche Leute, die nur dumme Sprüche reissen... braucht kein Mensch! Du hast deine Freunde, die dich so nehmen wie du bist - wieso solltest du dich ändern?!

Kommentar von Riccardo,

DH! Genau meine Meinung!

Antwort von toemmel71,
2 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

Naja, das ist ja mal eine ausführlich Beschäftigung mit einem verkorksten Abend. Scheint mir als ob du deine 'soziale Phobie' da mit Gewalt überkompensieren wolltest . 100 neue Freunde am Tag gibt's bei Facebook - und die sind 'zum in der Pfeife' rauchen.

Im Ernst - das Geschehne scheint mir ziemlich normal - die Beschaftigung damit nicht...

Antwort von sunam,
2 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

man das klingt wie aus meiner feder. das ist alles normal du bist nicht krankhaft. mir gehts genauso. ich würd mit solchen leuten gar net erst rumhängen oder dene wenigstens die meinung geigen.

Antwort von Riccardo,
1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

Wir hatten am WE ne nette Party - mein Nachbar und ich machen jedes Jahr ein Sommer/Gartenfest/Grillparty/Kunstevent und bringen so unsere Freundeskreise für 1Abend/1Nacht zusammen. Man geht respektvoll bis liebevoll miteinander um auch wenn man sich nicht/kaum kennt.

Dein Erleben auf dieser Party - nun, ich würde sagen "doofe Leute" mit denen man sich nicht unbedingt abgeben muss, auch als "Nicht-Sozialphobiker". Wie alt bist Du/seid Ihr denn?

Deren Verhalten scheint mir doch sehr unreif, Du wirkst da reifer.

Ich bin ab und zu "gesellig" aber auch gern alleine. man muss nicht mit jedem "gut können", das ist für mich noch nicht krankhaft.

Kommentar von FiammeNelCielo,

Ich bin gerade 20. Auf der Party war alles von 17 bis Mitte 20 dabei. Dazu muss ich sagen, dass einige davon eher die Partygänger waren und schon am frühen Abend reichlich Alkohol floss. Gegen ein Bier oder ein Glas Schnaps habe ich generell nichts, aber Sauforgien und wilde Feiern waren noch nie meine Welt. Sonst wurde ich mit solchen Leuten auch noch nie richtig konfrontiert, zumal ich ihnen im Alltag auch eher aus dem Weg gehe. Die meisten legen, wie ich finde, einfach ein oberflächliches Balzverhalten an den Tag.

Es ist aber schön zu wissen dass es auch anders ablaufen kann, wenn man zwei Personenkreise aufeinander "los lässt". Ich hoffe einfach mal, dass ich das nächste mal auf ein paar herzlichere Leute treffe. Die vom letzten Mal muss ich aber nicht so bald wiedersehen.

Vielen Dank für deinen lieben Beitrag :)

Antwort von Kapuut,
1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

Zu dem Thema das du dich gegenüber anderen Personen nicht öffnen kannst,kann ich nur eins sagen: Du hast noch nicht die Person getroffen die dich dazu birngt.

Du kannst dich ändern indem du Nähe zulässt.(natürlich nur in deiner Geschwindigkeit und nicht in der, der Anderen)

Liebe Grüße

Kapuut(19)

Antwort von Interessierter7,
1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

Hallo, Du könntest versuchen, das Gespräch auf etwas anderes zu lenken, daß Dich interessiert. Die "Doofen Sprüche " waren wohl nur ein Versuch der angetrunkenen Gäste, mit Dir ein Gespräch anzufangen. So ungehobelte Leute gibts halt :-) Nächstens nicht zurückziehen, sondern mit nem leicht frechen Spruch kontern... und dann schauen ob mit den Leutz was anzufangen ist. Sollten Sie nicht auf Deinem Niveau sein, dann Rückzug ;-) Deppen gbts überall, leider !!

Antwort von onomant,
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Ich würde dich einfach mal als etwas schüchtern, zurückhaltend und introvertiert bezeichnen. Ich selbst klinke mich auch eher in ein Gespräch ein als selbst eins anzufangen. Und von Leuten die gleich beim ersten kennen lernen was zu lästern haben würde ich mich zukünftig vernhalten.

Antwort von freezyderfrosch,
1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

Nee. Die meisten Menschen tun eh ein Problem mit sich seiner Toleranzgrenze haben und tun sich nich vom Vorurteilsdenken lösn. Ich denk mir vielleicht, du musst mehr wat Selbstbewusstsein an dir haben und dich ma übber andre lustig machen tun. Ne weitere Theorie is, dat du wirklich eine Art an dir haben tust, die oft dat meiste Kroppzeug belächeln tut, aber dat is nich schlimm, denn so tust du wissen, wer dich so nehmen tut wiede bist- Dadurch ekrennste wahre Kumpel.

Kommentar von Batebi,

Tut tut tut. Fürchterlich...

Kommentar von freezyderfrosch,

Jo, mir iset egal... den Inhalt haste doch inne Kopp drinne oda nit? Ob mit tut tut tut oda onne...

Kommentar von Batebi,

Kannst das machen, wie du willst. Klingt halt extrem dämlich und ist schlicht und ergreifend falsch. Im Dialekt schreiben ist die eine Sache, aber tut wird siebenjährige von ihren Eltern abgewöhnt. An dieser Stelle ein EPIC FAIL von meiner Seite...

Kommentar von freezyderfrosch,

Dat is ruhrdeutsch, watte sachst is mich egal ... komm ma her un trink mit mich ma nen pilsken...dann tuste mich ma kennenlern...un jeder darf sich sein Schreibstil aussuchen wie´er haben will...

Kommentar von Batebi,

Mer kenne ach hesisch babbele. Abber inne geschriebene Texte hat des nix verlore. Des Hochdeutsch isn wertvolles Gut und sollte net verunglimpft wädde, nur weil mir zu faul sin, n oddentlischen Text zu verfasse. Vielleischt brachste ma'n oddentlische Äppelwoi, um zuer Vernunft zu komme.... Ich bin raus.

Kommentar von freezyderfrosch,

Beides sind Sprachen, wo es nur darum geht den Inhalt zu verstehen und nicht irgendwelche Vorbilder für Kinder zu sein - Sprachfreiheit muss es noch geben. Und Dialekte sind vom Aussterben bedroht. Es ist schön, wenn man sie öfters am Leben behalten würde.

Kommentar von Batebi,

DH

Kommentar von Riccardo,

Allmächt , es is amol a Rou im Kartong! Ä jäider soll asu schreim wäi er mooch. Happtsach mer verstäiht si nu.

Kommentar von Riccardo,

aber hier bei gf wird auch gerne "tuhen" geschrieben. ("Was soll ich tuhen?")

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