Frage von DSpears, 84

Krankgeschrieben nach der Kündigung, von wem erhalte ich das Geld, Arbitsamt oder Krankenkasse?

Hallo an alle Nutzer, ich hätte eine Frage und brauche eure Hilfe. Ich schildere mein Problem. Am 1.06 hab ich aus gesundheitlichen Gründen fristlos gekündigt, am nächsten Tag hab ich mich bei Arge als arbeitslos gemeldet (02.06). Ich hab den Antrag bekommen und damit ich keine sperre erhalte hab ich einen Ärztlichen A-Test bekommen das ich in den folgenden Betrieb nicht mehr arbeiten kann, gleichzeitig hab ich ein Krankenschein bekommen(festgestellt am 2.06, krank seit 01.06 und bis zur 11.06) Ich hab den Krankenschein bei Arbeitsamt abgegeben und bei Krankenkasse. Ende des Monats bekomme ich eine Arbeitsgeberbescheinigung, auf die ich lange gewartet habe und bin sofort zur Arbeitsamt hingefahren um alle Papiere vollständig abzugeben, auf einmal wird mir gesagt, das ich einen neuen Antrag stellen soll auf Arbeitslosen!!! Ich sagte darauf das ich es schon gemacht habe und zwar am 2.06, darauf sagte mir die Madame, da ich krank war, und deswegen hab ich keinen Anspruch mehr! Ich sagte Ok, aber ich war bis um 11 krankgeschrieben d.h müssen die ab 12 dann alles berechnen! Die sagte, neeee da Sie erst heute gekommen sind, werden sie dann ab heute das Geld bekommen! Ich war noch nie Arbeitslos und kenne dort ihre Gesetze nicht und mir hat keiner gesagt sobald ich wieder gesund bin muss ich wieder zur arbeitsam und den Antrag neu stellen! Sie sagte wir haben keine zeit dafür ihnen Bescheid zugeben das Sie den Antrag neu stellen sollen! Dann bin ich zur Krankenkasse hingefahren und wollte einen Antrag auf Krankengeld stellen für den Zeitraum vom 01.06-11.06 wo ich krank war, die sagten das geht nicht, weil Sie am den Tag gekündigt haben, haben Sie keinen Anspruch weil da muss ihr Arbeitgeber sie bezahlen weil sie arbeitsunfähig waren, ich sagte ich hab gekündigt und dann erst den Krankenschein bekommen. Aufjeden fall weiß ich gar nicht mehr was ich machen soll, und wie ich das Geld für diesen Monat (Juni)erhalten kann! Soll ich wieder zur Arbeitsamt gehen und verlangen das die mir ab 12.06 den Arbeitslosen zahlen wo ich nicht mehr krank war? Vielen dank schon mal für ihre Antworten!

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von isomatte, Community-Experte für Arbeitsamt, 35

Du selber kannst nicht fristlos kündigen,dass könnte nur der AG - also musst du deine Kündigungsfrist zumindest einhalten,die du dann ggf.mit Urlaub oder einer Krankmeldung überbrücken kannst !

Aber wenn du an diesem Tag deine Kündigung abgegeben hast und da auch Krank geschrieben wurdest,dann muss der AG - für max. 6 Wochen weiter zahlen,erst danach würde es von der KK - Krankengeld geben.

Solange du Krank geschrieben bist kannst du keinen Antrag auf ALG - 1 stellen,weil du dafür der Vermittlung in Beschäftigung zur Verfügung stehen musst,also hättest du nach deiner Genesung einen Antrag stellen müssen und nicht erst warten bis du die Arbeitsbescheinigung vom AG - bekommen hast.

Denn Anspruch auf ALG - 1 hast du erst ab dem Tag,an dem du dich persönlich bei der Agentur für Arbeit arbeitslos meldest und dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stehst,also bekommst du da nichts mehr rückwirkend gezahlt.

Wenn du an der Anmeldung deinen Krankenschein abgegeben hast,dann hat man dir auch mit Sicherheit gesagt das du diesen hättest beim AG - abgeben müssen bzw. dich erst dann wieder beim Amt melden sollst,wenn du wieder gesund bist und der Vermittlung in Beschäftigung zur Verfügung stehst.

Hätte jetzt mal angenommen weder Anspruch auf Krankengeld noch auf ALG - 1 bestanden,dann hättest du beim Jobcenter ALG - 2 beantragen müssen,da gibt es aber jetzt rückwirkend für den Juni auch nichts mehr,dazu hättest du dich noch im Juni beim Jobcenter melden müssen.

Denn dann hätte der Antrag auf den 1.des Monats rückwirkend gegolten,egal wann du diesen im Juni gestellt hättest.

Und wenn man seinen Beruf aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr ausüben kann,dann kündigt man erst recht nicht von selber,sondern lässt sich erst einmal krank schreiben und dann kommt die Kündigung vom AG - ggf.von selber,hätte dir viel Ärger erspart.

Kommentar von DSpears ,

Vielen Dank, für eine sehr hilfreiche Antwort

Kommentar von Familiengerd ,

Du selber kannst nicht fristlos kündigen

Wenn das nicht nur auf diesen Fall hier bezogen ist, dann ist das selbstverständlich falsch!

dass könnte nur der AG

Im konkreten Fall ist das auch für den Arbeitgeber kein zur fristlosen Kündigung berechtigender Grund (so wenig wie für den Arbeitnehmer).

dann kündigt man erst recht nicht von selber,sondern lässt sich erst einmal krank schreiben

Vollkommen richtig!!

Die Eigenkündigung war der völlig falsche Weg!

Kommentar von isomatte ,

Das war auf diesen Fall bezogen,ein AN - kann z.B. dann fristlos kündigen,wenn der AG - die Arbeitsschutzbestimmungen erheblich missachtet oder mehrfach den Lohn nicht pünktlich zahlt !

In diesem Fall hätte der AG - natürlich auch nicht fristlos kündigen dürfen,nur weil man krank geschrieben ist.

Kommentar von Familiengerd ,

Das war auf diesen Fall bezogen

Okay, das ist richtig.

Die genannten Beispielfälle sind richtig, setzen aber voraus, dass der Arbeitnehmer dem Arbeitgeber durch eine Abmahnung mit Androhung arbeitsrechtlicher Schritte (Kündigung) erfolglos Gelegenheit zum Abstellen seiner Vertragsverletzung gegeben hat.

Kommentar von isomatte ,

Danke dir für deinen Stern !

Antwort
von sassenach4u, 19

Am Tag der ärztlichen Feststellung hast du in keinem Arbeitsverhältnis gestanden und auch nicht im Leistungsbezug beim Arbeitsamt, damit steht dir für den genannten Zeitraum auch kein Krankengeld zu. Das wird nur gezahlt, wenn man in einem Beschäftigungsverhältnis steht oder ALG I bezieht. Das war unklug, erst am 02.06. zum Arzt zu gehen.

Und es war unklug, fristlos zu kündigen, denn wer seine Bedürftigkeit bewusst herbeigeführt hat, bekommt auch kein Krankengeld.

Natürlich meldet man sich, wenn man wieder gesund ist, bei der Stelle, von der man Geld möchte. Du bist doch vorher auch wieder arbeiten gegangen, wenn deine Arbeitsunfähigkeit vorbei war. So ähnlich muss man das sehen- nur ist jetzt das Arbeitsamt dein "Chef" und da meldet man sich.

Ob es nun zu der Sperre bis jetzt kommt, hängt vom Arbeitsamt ab, wie die dein Verhalten werten- also sei nett zu der "Madame"!

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