Frage von Svitbert, 81

Krankgeschrieben aufgrund von "Unfall" in meiner Freizeit - Stationsleitung ist wütend?

Am Freitag war ich in einem Freizeitpark und bin dort ca. 1 1/2 Meter gestürzt und auf meinem Arm aufgekommen und bin dann am nächsten Morgen zum Arzt weil es nach einigen Stunden angefangen hat weh zutun.. aufjedenfall bin ich jetzt eingegipst eine Woche krankgeschrieben.

Meine Stationsleitung lästert laut meinem Kumpel hinter meinem Rücken "Jetzt ist er eine Woche wegen einer kleinen Verletzung krankgeschrieben, dann soll er nicht mehr in ein Freizeitpark" usw.

Bei uns ist es Personaltechnisch in der Pflege ganz schlecht vor allem aktuell nicht gerade okay krank zu sein. Theoretisch gesehen könnte ich arbeiten, weil nur der linke Arm nicht funktioniert. Soll ich trotz Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung arbeiten um nicht gemobbt zu werden? Was meint ihr?

Antwort
von PeterSchu, 18

Die Stationsleitung beweist hier eher selbst ihre Inkompetenz:

1. Der Arbeitgeber muss nichtmal über die Diagnose einer Arbeitsunfähigkeit informiert werden. Geschweige denn steht ihm das Recht zu, darüber zu urteilen. Wenn du nur zuhause sitzen würdest, bekämst du vielleicht mal Herzprobleme und dann wäre es ihnen auch nicht recht.

2. Wenn ein(e) Vorgesetzte(r) etwas auszusetzen hat, dann sollte er/sie direkt mit dem Betroffenen reden. Hat er/sie nicht den Mut dazu? Hinter dem Rücken zu reden ist ein Zeichen von fehlender Führungsqualität.

3. Egal ob du nun durch eigenes Mitwirken oder ohne Verschulden arbeitsunfäihg bist - wenn so etwas im Betrieb sofort zu einem Engpass führt, stimmt was in der Personalplanung nicht.

4. Arbeitgeber im Sozialbereich sind scheinbar  recht oft im Umgang mit eigenen Mitarbeitern leider nicht sehr sozial.

Antwort
von johnnymcmuff, 20

Wer den Schaden hat braucht für den Spott nicht zu sorgen.

Wenn Du meinst, dass Du arbeiten kannst, dann gehe arbeiten, aber ich würde es nicht machen, weil man sonst immer meint das Du arbeiten kannst, wenn Du krank bist.

Antwort
von Scaver, 22

Wenn Du krank geschrieben bist, würde ich nicht arbeiten gehen. Passiert etwas, dir oder einem Patienten, kann das echt Ärger geben.

Die Berufsgenossenschaft, Unfallversicherung und auch die Versicherung deines Arbeitgebers gegen Schäden an Patienten werden jede Leistung verweigern und die Erfahrung zeigt, dass sie damit meist auch vor Gericht durchkommen... zumindest wenn der Grund der Krankschreibung Ursache oder auch nur mögliche Ursache oder teilweise Ursache war.

Ich würde eher gegen das Mobbing vorgehen (Chefin zur rede stellen, im Notfall zu ihrem Vorgesetzten gehen oder einen Anwalt einschalten) und nicht deine Gesundheit oder die der Patienten aufs Spiel setzen.

Antwort
von Hacker48, 29

Wenn du keine Schmerzen hast und - abgesehen davon, dass dein linker Arm nicht verfügbar ist - keinerlei Einschränkungen hast, dann könntest du arbeiten gehen. Allerdings ist das - meines Wissens - auch eine Frage der Versicherung, bist du versichert, wenn dir dann etwas passiert?

Grundsätzlich solltest du dich nicht unter Druck setzen lassen. Du warst in deiner Freizeit in einem Freizeitpark - dein gutes Recht. Du hast dich verletzt, aber damit konntest du nicht rechnen, es ist ja nicht so, als müsstest du in einem Freizeitpark davon ausgehen, dass du dir evtl. den Arm brichst. Und jetzt bist du eine Woche krankgeschrieben. Die Bescheinigung liegt deinem Arbeitgeber hoffentlich bereits vor und damit ist die Angelegenheit erledigt. Wenn die Stationsleitung ein Problem hat, soll sie auf dich zukommen. :)

Antwort
von steinbocks, 44

Ich finde das unmöglich von deiner Chefin. Sollst du jetzt gar kein Privatleben mehr haben... Man lebt nicht für die Arbeit. Es gibt wichtigeres und schöneres. Du musst dir überhaupt keinen Vorwurf machen. In einen Freizeitpark gehen ist völlig legitim... Du hättest auch zuhause von ner Leiter fallen können. Also hör nicht auf das Gerede von ihr...

Kommentar von steinbocks ,

Und nein geh nicht arbeiten! Das darfst du mit einer Krankschreibung auch gar nicht, du verlierst sonst den Versicherungsschutz.

Kommentar von Svitbert ,

Ja nicht nur meine Chefin sondern auch die Kollegen die einspringen müssen sind ein Wenig wütend

Kommentar von Hacker48 ,

Sollen sie wütend sein, who cares?

Man kann es ohnehin niemals allen recht machen. :)

Kommentar von steinbocks ,

Dann sollen sie das sein. Das legt sich wieder. Das hätte deinen Kollegen genauso passieren können. Jeder ist mal krank. Das müssen die akzeptieren. Sie werden vllt 1-2 Wochen beleidigt sein aber wenn du wieder da bist dann sind sie wahrscheinlich einfach nur froh nicht mehr einspringen zu müssen.

Antwort
von Zumverzweifeln, 36

Lass die Stationsleitung lästern! Mach ein Selfie mit dem Gipsarm und schick es an die Kollegen.

Gute Besserung!

Kommentar von Svitbert ,

DIe Stationsleitung ist mit einigen Kollegen befreundet und die finden es auch nicht so toll.. ich schicke es lieber keinem :D

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community

Weitere Fragen mit Antworten