Kranker Chef - ich kann nicht mehr?

... komplette Frage anzeigen

5 Antworten

"Hört sich wahrscheinlich total einfach an, aber das ist es nicht. Wie viele Leute haben schon gesagt: Stell dich nicht so an.
Wenn das nur so einfach wäre.
Ich habe das Gefühl, dass es von Tag zu Tag schwerer wird."

Genau, einfach ist immer gut, stell dich nicht so an die Standard-eibnfach-Lösung.

Ist klar. Und weisste was?

Ich hör da schon raus, es überlastet Dicha llmählich mental.

Das ist nämlich verd* nochmal kein einfacher Job, was Du da machst. Und ich hör auch raus, das mitd en Stunden und dem Geld ist doof. Aber was Dich wirklich belastet, das ist was ganz anderes.

Und dass der Umgang mit demenzkranken nicht einfach ist, das weiß JEDER, der  im Job oder der Familie schon damit zu tun hatte.

Überlastungssyndrom, Burnout.. Alle winken ab, meinen "ist ja jetzt modern, so was".. Ne, ist sch#-unangenehm und macht einen echt fertig. Das ist nichtne "nette Mode", es frisst an einem und tut nicht gut.

Was soll ich Dir raten..

Hast Du einen Hausarzt, mit dem Du mal ganz offen darüber reden kannst? Trau Dich.. wenn das kein Überbleibsel von Anno Tuck ist, WEIß der,d ass das kein Spielchen ist.

Und sagt Dir,w s geht.

Und schäm Doch bitte nicht, wenn es wirklich in einer Krankschreibung endet. Es geht jetzt grade um Dich und um Dir Schaden und krankwerden vom Leibe zu halten.

Frag ggf. Deinen Doc auch, wie das mit Geld usw. ist, wenn Du länger als 6 Wochen krank bist.

Aber ehrlich gesagt, meine Meinung: schiet auf ein bisschen Geld (bei nem festen job gibts nach 6 Wochen etwas weniger Lohn), w enn es darum geht, dass Du nicht innerlich Schaden nimmst.

Zuguterletzt: Habe nen Verwandten,d er unterrichtet im Pflegebereich. Der sagt oft, am wichtigsten wäre mit, dass seine Leutchen das auch seelisch verpacken, das sei nämlich gar nicht leicht.

Cosin ist Altenpgfleger, schult nach 15 Jahren jetzt um, da er es einfach nicht mehr packt, er ist echt in ne Depression gerutscht.

Also: pass auf Dich auf!

Alles Gute!

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

OK - das ist natürlich ein sehr herausforderndes Arbeitsfeld, in dem Du da steckst. Die Betreuung von Demenzkranken kann einen schon an die Grenzen führen.

Ist es richtig, dass Du da schon 9 Monate durchgehalten hast? Respekt ...

Du hast aus meiner Sicht ein paar Möglichkeiten:

1. Wenn Du so runter bist, kannst Du Dich natürlich krankschreiben lassen, um wieder zu Dir zu finden und Dich auszubalancieren.

2. Du kannst den Dienst auch kündigen, wenn Du beschließt, dass es gar nicht mehr geht. Gesundheitliche Gründe sind ein respektabler Grund.

3. Bist Du ganz allein auf Dich gestellt? Hast Du einen Austausch mit anderen, die in ähnlichen Zusammenhängen arbeiten? Solch ein Austausch kann sehr wertvoll sein, entlastend, und helfen, die ein oder andere Strategie zu finden, um das nicht allzu aufreibend zu gestalten.

4. Du könntest Dich ein bisschen einlesen in Modelle, die möglichst nervenschonende Arbeitsmethoden vermitteln. Stichwort - Akzeptierend arbeiten. Auf sich selbst achten. Abgrenzen.

Insgesamt musst Du da für Dich die richtige Entscheidung treffen ... 

Wie auch immer Du Dich entscheidest - ich wünsche Dir viel Kraft ...

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Da hat du natürlich richtig die A-Karte gezogen.

Trotzdem ziehe ich meinen Hut vor dir, weil du nicht aufgeben willst und dir vorgenommen hast, die Sache durchzuziehen. Du suchst nach einer Lösung. Das gefällt mir.

Früher beim Bund hatte wir ein Maßband, von dem jeden Tag ein Zentimeter abgeschnitten wurde.

Mache dir doch ein Kalenderblatt, auf dem alle Tage, die du arbeiten musst drauf sind. Jeden Abend, wenn du heimkommst, nimmst du einen dicken Filzstift und streichst den Tag, den du geschafft hast, durch.

So kannst du dich von Tag zu Tag durchhangeln und wirst es auch schaffen.

Kopf hoch! Das wird schon!

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Augen zu und durch. 7 Wochen sind doch relativ schnell rum, vor allem wenn man dabei arbeitet. Drücke dir auf jeden Fall die Daumen :<

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von Gina02
21.01.2016, 11:33

Du hast gut reden! Schon mal längere Zeit mit ´nem Demenzkranken zu tun gehabt? `n Sack Flöhe hüten ist leichter!!!

0

Mit Demenzkranken kommt jeder an seine Grenzen! Sogar geschulte Leute! Wer hat Dir diesen Job vermittelt? Mit der Person musst Du reden und erklären, dass Dich das überfordert! Wird Dir kein Gehör geschenkt und das geht so weiter, wirst Du wirklich krank und zwar psychisch!

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von SiViHa72
21.01.2016, 11:29

Gina hat absolut recht!

Und wer irgendwer anders meint, psychisch "ist doch nichts"- doch,d as ist richtig übel. Man denkt ewig lange "geht noch" und dann hat´s einen und man merkt "ach du sch*"

Lass es nicht dazu kommen!

2