Frage von hvladi, 46

Krankenversicherungspflicht wenn man kein Geld hat?

Hi, ich habe erfahren, dass man in DE neuerdings verpflichtet ist, sich zu krankenversichern. Sogar dann, wenn man nicht arbeitet und keine Leistungen der KK will! Da habe ich mich gefragt: Was ist eigentlich mit Obdachlosen, die keine 150€ im Monat aufbringen können? Oder was wäre, wenn ich in einem armen Dorf als Selbstversorger lebe, kaum Geld besitze? Wie kann der Staat einen zwingen, so viel Geld zu zahlen?

Antwort
von MAB82, 39

Der Staat kennt nur 2 mögliche Fälle. Entweder du hast das Geld und must zahlen oder du bist bedürftig und bekommst Sozialleistungen inkl. Versicherung.

Antwort
von DieKatzeMitHut, 46

"Neuerdings"? 

Der Staat will einen zwingen so viel Geld zu bezahlen, weil man früher oder später ohnehin wieder Leistungen der Krankenkasse in Anspruch nehmen wird. Oder was willst du bei einem Autounfall tun - darauf hast du nicht unbedingt Einfluss und die Krankenhaus- und OP-Kosten könntest du niemals bezahlen.

Ist man arbeitslos kann man finanzielle Unterstützung beantragen und diese trägt dann auch die Krankenkasse.
Tust , du das nicht, dann baust du eben permanent Schulden auf, die du dann eben abzahlen musst, sobald du irgendwie die Möglichkeit dazu hast.

Antwort
von flareb, 38

"Wenn man keine Leistungen aus der Krankenkasse will"! 

Na, da will ich mal jemanden mit Schmerzen sehen, der freiwillig auf Behandlung verzichtet. 

Vielleicht sollte man aber ein System einführen, in dem sich alle die keine Leistungen wollen eintragen können. Dann müssen eben nur noch alle Ärzte darauf zugreifen können und dies auch verweigern. OK, wir müssten noch ein paar Gesetze ändern, aber wäre denkbar.

Bei solchen Fragen könnte ich .......

Antwort
von Wonnepoppen, 43

Wer soll dann deiner Meinung nach dafür aufkommen, wenn du mal  zum Arzt mußt?

Antwort
von wolfgang1956, 28

Was ist eigentlich mit Obdachlosen, die keine 150€ im Monat aufbringen können?

Jeder, der in Deutschland eine (kleine) Wohnung mieten will, bekommt soviel Sozialleistungen, dass er ein Dach über dem Kopf hat, krankenversichert ist und von den Einkünften aus den Sozialkassen leben kann. Das „Wie“ sei mal offen belassen.

Diejenigen Mitmenschen, die trotzdem zu den Obdachlosen gehören, wollen offenbar nicht in Wohnungen leben. Auch das steht ihnen frei! Inwieweit sie Sozialleistungen erhalten, entzieht sich meiner Kenntnis. Allerdings muss ein Arzt ihnen auch im Krankheitsfall helfen. – Man muss eben lernen, dass nicht jeder (Warum auch immer?) mit unserer Art von Leistungsgesellschaft zurecht kommt und es vielleicht auch nicht will (Auch hier: Warum auch immer?).

Oder was wäre, wenn ich in einem armen Dorf als Selbstversorger lebe, kaum Geld besitze?

Das ist wie mit den Obdachlosen. Es stünde dir frei, so zu leben …

Wie kann der Staat einen zwingen, so viel Geld zu zahlen?

Der Staat zwingt dich zu gar nichts. Wenn du dich erwerbslos meldest und irgendwann zu einem Bezieher sogenannter Hartz-IV-Leistungen wirst, werden diese Beiträge automatisch einer GKV zugeführt. Du bekommst dann nur ca. 400 € für's Essen plus Zusätze für Miete, Strom und Heizung.

Antwort
von Konzulweyer, 41

Wenn du ein arm bist, hast du Anspruch auf Hartz 4. Für deinen Lebensunterhalt und KV kommt der Staat auf. Wenn du noch arbeitsfähig bist, mußt du dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stehen.

Antwort
von eulig, 37

Seit Neuem? Das ist schon seit 2007 so.

Wenn du krank bist oder verunfallst willst du doch sicherlich nicht die Kosten selbst auf einmal tragen, oder? Nein, voller Schutz zum Nulltarif, den gibt nicht so ohne weiteres. 

Autos versichert man ja auch obwohl man nie einen Leistungsfall  hat.

Viele Obdachlose bekommen Sozialhilfe (das ist kein Hertz IV) und sind darüber auch versichert.

Wenn du also mittellos bist, dann beantrage Sozialleistungen. Dann bist du auch versichert.

Antwort
von kreuzkampus, 38

""Wie kann der Staat einen zwingen, so viel Geld zu zahlen?""

KV-Pflicht besteht nur, wenn man kv-versicherungspflichtig berufstätig ist. Bei einer solche Frage drängt sich mir aber auf, dass Du Dich mal mit unserem Sozialstaat beschäftigen solltest. Offenbar hast Du in der Schule nicht aufgepasst.

Kommentar von flareb ,

Auch nicht berufstätige müssen versichert sein! Es ist eine Pflichtversicherung, der Name sagt alles.

Kommentar von kreuzkampus ,

Das stimmt so nicht. Wer nicht versicherungspflichtig berufstätig ist, muss nicht krankenversichert sein . Einfach erklärt:  Herr Aldi ist gewiss nicht krankenversicherungspflichtig.

Kommentar von Apolon ,

@Kreuzkampus,

wo hast du nur diesen Unsinn her.

Jeder, der mit Hauptwohnsitz in Deutschland gemeldet ist, ist verpflichtet eine Krankenversicherung abzuschließen - und diese Pflicht besteht für die GKV seit 2007 und für die PKV seit 2009.

Herr Aldi ist gewiss nicht krankenversicherungspflichtig.

Du meinst wohl Herrn Albrecht - auch dieser ist krankenversicherungspflichtig wenn er in Deutschland mit Hauptwohnsitz gemeldet ist.

Dürfte aber sicherlich in einer privaten Krankenversicherung sein.

Kommentar von kreuzkampus ,

Mea culpa! Ich war in meiner Meinung wohl 7 Jahre zurück.

Kommentar von sassenach4u ,

Si!

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