Frage von streetracer, 45

Krankenversicherung vs. Rentner?

Mein Vater ist nach 45 pflichtversicherten Berufsjahren in Altersrente gegangen. Er erhält eine Rente von 1132 Euro und von einem Minijob 395 Euro. Nun kommt ein Bescheid der TK Versicherung wonach er 229 Euro monatlich als freiwillig versicherter Rentner zahlen soll - was er abzgl. Miete, Auto usw. nicht kann. Welche Möglichkeiten gibt es hier den Beitrag niedriger zu bekommen? Der Minijob wird nun aus gesundheitlichen Gründen wegfallen. Sind echt für jede Hilfe dankbar...

Antwort
von DolphinPB, 21

Ist das Nachfolgende bekannt ?

"Freiwillig versicherte Rentner zahlen auf ihre gesetzliche Rente
grundsätzlich den allgemeinen Beitragssatz von 14,6 Prozent. Hinzu kommt
der Zusatzbeitrag, der von Krankenkasse zu Krankenkasse unterschiedlich
ist. Auf Antrag zahlt der Rentenversicherungsträger einen Zuschuss in Höhe von 7,3 Prozentpunkten des Beitragssatzes. Dies entspricht genau dem Anteil, der bei pflichtversicherten Rentnern automatisch vom Rentenversicherungsträger übernommen wird."

und

"Da bei freiwillig versicherten Rentnern für die Beitragsbemessung die
gesamte wirtschaftliche Leistungsfähigkeit zu berücksichtigen ist, sind
neben der gesetzlichen Rente, ...., auch alle weiteren Einkünfte beitragspflichtig. Dazu zählen etwa Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung oder Kapitalvermögen. Für diese Einnahmen gilt ein Beitragssatz von 14,0 Prozent plus Zusatzbeitrag."

und

"Freiwillig Versicherte Rentner erhalten die Rente ohne Abzug der
Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung. Den Zuschuss zur
Krankenversicherung zahlt die Deutsche Rentenversicherung mit der
monatlichen Rente den freiwillig versicherten Rentnern aus. Versicherte
müssen ihre Beiträge daher, anders als pflichtversicherte Rentner,
selbst direkt an ihre Krankenkasse zahlen."

Antwort
von eulig, 26

wenn er als freiwilliger Rentner versichert ist, dann gehe ich davon aus, dass er die Voraussetzungen für die Krankenversicherung der Rentner nicht erfüllt. wahrscheinlich war er eine Weile in der PKV.

damit bekommt er seine Rente brutto vom Rententräger zzgl. eines Zuschusses ausgezahlt.

als freiwilliger Rentner wird bei der Beitragsberechnung jegliches Einkommen angerechnet. niedriger als der Beitrag der errechnet wurde geht es dann nicht mehr. wenn der Minijob wegfällt, wird der Beitrag sich minimal reduzieren.

würde er die Voraussetzungen erfüllen und in die Krankenversicherung der Rentner kommen, müsste er für den Minijob keine Abgaben zahlen. zudem würden die Beiträge für die Versicherung direkt vom Rententräger einbehalten und samt Zuschuss an die Kasse überwiesen. andere Einkommen wären dann auch nicht beitragsrelevant. aber dies ist ja hier nicht der Fall.

Antwort
von RudiRatlos67, 33

Der KV Beitrag richtet sich nach dem Einkommen und ist nicht zu ändern,  wenn das Einkommen nicht ausreicht bleibt nur der Weg zu wohngeldstelle. Evtl. besteht da ein Anspruch.

Expertenantwort
von DerHans, Community-Experte für Rente, 26

Dass er freiwilliges Mitglied der Krankenversicherung der Rentner ist, zeigt, dass er nicht ausreichend lange pflichtversichert war.

Als freiwilliges Mitglied erhält er einen Zuschuss zur Rente, muss dann aber den vollen Versicherungsbeitrag auf sein GESAMTES Einkommen zahlen.

Kommentar von DolphinPB ,

"zeigt, dass er nicht ausreichend lange pflichtversichert war."

Nein, er war nicht ausreichend gesetzlich versichert, die KVdR bedingt nicht dass er pflichtversichert war.

Antwort
von glaubeesnicht, 24

freiwillig versicherter Rentner zahlen soll -

Warum ist er nicht pflichtversichert? Lies mal hier nach:

https://www.krankenkassen.de/gesetzliche-krankenkassen/krankenkasse-beitrag/rent...

Kommentar von DolphinPB ,

Vielleicht weil er die Voraussetzungen für die KVdR nicht erfüllt ?

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