Frage von Argenschreick, 57

Krankenversicherung Mindestbesmessungsbeiträge?

Guten Tag, also ich beziehe am 12.15 Rente. Laut Aussage der AOK erfülle ich nicht die Kriterien einer Krankenversicherung im normalen Sinn sondern muss mich privat versichern. Habe ich gemacht und eine Beitragsübersicht bekommen. Die AOK beruft sich hierbei auf eine gesetzliche Mindestbemessungsgrenze in Höhe von 968,33 € als Grundlage der Beitragsbemessung für die monatl. Beiträge von 169,04 €. Soweit so gut. Nun stellt sich mir die Frage, bei allen anderen Bezügen, Sozialhilfe, Harz IV etc. wird für die Berechnung der Krankenkasse das tatsächliche Einkommen als Berechnungsgrundlage genommen. Mein Einkommen liegt deutlich unter dieser Mindestbemessungsgrenze. Gegenüber den früheren Beiträgen zur Krankenvers. von ca. 75,00 € ergibt sich nunmehr eine Erhöhung von fast 90,00 € die ich nun aufs Auge gedrückt bekomme. Meine Fragen: Ist das eigentlich richtig so? Wo kann man per Antrag hier den Mehrbeitrag zum Ausgleich stellen? Welche Leute geben hier einen Mindesbemessungsbeitrag heraus, den kaum ein Rentner erfüllt? Vielen Dank im Voraus

Antwort
von kevin1905, 35

Laut Aussage der AOK erfülle ich nicht die Kriterien einer
Krankenversicherung im normalen Sinn sondern muss mich privat
versichern.

Ne.

Du erfüllst nicht die Voraussetzungen für die KVdR, so dass du freiwillig versicherter Rentner bist.

Meine Fragen: Ist das eigentlich richtig so?

Ja. Freiwillig Versicherte können kein niedrigeres Einkommen als 968,33 € beziehen.

Wo kann man per Antrag hier den Mehrbeitrag zum Ausgleich stellen?

Nope. Aber wenn deine Rente zum Leben nicht reicht, kannst du Antrag auf Grundsicherung nach SGB XII stellen, dann wird aufgestockt.

Welche Leute geben hier einen Mindesbemessungsbeitrag heraus, den kaum ein Rentner erfüllt?

Doch viele Rentner liegen drüber und die meisten Rentner sind auch pflichtversichert in der KVdR.

Wer aber die zweite Hälfte seines Erwerbslebens nicht zu mind. 90% in der GKV versichert war, kann nicht in die KVdR, ergo ist freiwillig versichert, wenn keine private Krankenvollversicherung fortbesteht.

Du kannst dich bei niemandem beschweren außer bei dir selber für das inadequate Aufbauen einer Altersvorsorge.

Antwort
von DerHans, 28

Wenn du durch den Krankenversicherungbeitrag unter die Schwelle der Grundsicherung kommst, musst du ergänzend Grundsicherung für Ältere oder dauernd erwerbsgeminderte beantragen. Dann bist du auch wieder krankenversichert.

Als freiwillig Versicherter in der Krankenversicherung der rentner ist allerdings das GESAMTE Einkommen die Berechnungsgrundlage.

Also auch Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung und Kapitalerträge werden heran gezogen.

Das musst du dann einmal jährlich belegen.

Kommentar von Apolon ,

 Wenn du durch den Krankenversicherungbeitrag unter die Schwelle der Grundsicherung kommst, musst du ergänzend Grundsicherung für Ältere oder dauernd erwerbsgeminderte beantragen. Dann bist du auch wieder krankenversichert.

Wie das denn, er ist doch schon krankenversichert !

Und die freiwillige Krankenversicherung wird sich auch nicht mehr ändern.

Kommentar von DerHans ,

Dann zahlt er aber NICHT den Mindestbeitrag, sonder ist über die Grundsicherung versichert.

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