Frage von FranzN, 49

Krankenversicherung der Frau bei Beendigung befristeter Beschäftigung über den Ehemann privat?

Hallo, meine Frau ist momentan gesetzlich versichert, hat einen zeitlich befristeten Job und ist schwanger. Voraussichtlicher Entbindungstermin ist noch vor Ende der befristeten Tätigkeit. Ich bin ebenfalls berufstätig, fest angestellt und privat krankenversichert. Nun die Frage: Muss meine Frau von ihrer gesetztlichen Krankenversicherung in meine private Versicherung wechseln und wenn ja, wann? Meine Frau plant übrigens nach 18 Monaten oder mehr wieder das Arbeiten anzufangen - ist aber noch nicht sicher. Danke Euch schon mal für die Antworten.

Antwort
von flareb, 12

Die Situation sollte so oder so unproblematisch sein.

Bei Entbindung vor Ende der befristeten Tätigkeit ist sie für 1 Jahr ab Entbindung automatisch und ohne Beitragszahlung versichert.

Sollte die Entbindung nach Beendigung der Tätigkeit sein, so wäre sie ja arbeitslos gemeldet und bis zur Entbindung auch ohne Beitragszahlung versichert. Ab Entbindung kommt dann wieder das obligatorische Jahr.

Sollte sie länger als 1 Jahr zuhause bleiben wollen, so müssen Beiträge entrichtet werden. Diese sollten bei der Krankenversicherung angefragt werden.

Theoretisch könnte man deine Frau natürlich auch privat versichern, aus vielfältigen Gründen rate ich jedoch davon ab. Dies wäre zum einen verbunden mit der Beantwortung von Gesundheitsfragen, und bedingt durch die Schwangerschaft können Ausschlüsse entstehen. Ganz abgesehen davon müsste natürlich auch der Beitrag gezahlt werden und sie müsste erst mal grundsätzlich die Gesundheitsfragten "bestehen" und aufgenommen werden.

Antwort
von isomatte, 22

Wenn du privat versichert bist kann deine Frau meines Wissens nicht über dich mitversichert werden,sie bzw.du müssen dann ggf. die Beiträge für ihre bisherige KV - selber zahlen,da kommen min. 160 € pro Monat auf euch zu !

Sie sollte sich rechtzeitig bei ihrer KK - erkundigen.

Sollte dein Einkommen nach Abzug von Freibeträgen und unter Berücksichtigung des zu zahlenden KK - Beitrags euren Bedarf nach dem SGB - ll ( ALG - 2 ) nicht decken,dann könnte ein Antrag auf ALG - 2 beim Jobcenter gestellt werden.

Antwort
von Hundele, 26

Bei mir war es das gleiche.
Im märz bekam ich einBaby, im Mai endete mein Arbeitsvertrag.
Meine Krankenkasse sagte, dass ich solange wie ich Elterngeld bekomme selbst versichert bin.
Danach dann Familienversicherung über Mann, allerdings ist der auch hesetzlich versichert.
Wie das bei privaten Kassen läuft weiss ich nicht.

Antwort
von eulig, 21

sofern sie nicht aufgrund ihres Einkommens freiwillig, sondern pflichtig versichert ist und die Zahlung des Elterngeld vor Beendigung der Beschäftigung beginnt, ist sie wegen Zahlung des Elterngeldes beitragsfrei auch solange weiterversichert.

sobald die Zahlung des Elterngeldes endet, ist sie nicht mehr beitragsfrei weiterversichert.

da du als Gatte in der PKV bist, gibt es zwei Varianten der Weiterversicherung (vorausgesetzt sie erhält kein ALG1).

Variante 1: sie wird als Selbstzahler bei der GKV weiterversichert. da du PKV bist, wird dein Einkommen bei der Beitragserhebung angerechnet (Ehegatteneinstufung).

Variante 2: sie kann sich in einer PKV selbst versichern. unterliegt hier allerdings Gesundheitsfragen, die den Beitrag entsprechend teuer machen können.

bitte berücksichtige, dass das Kind auf jeden Fall mit dir in der PKV versichert werden muss, da du das höhrere Einkommen hast. eine kostenfreie Familienversicherung über deine Frau ist nicht möglich.

Kommentar von Kunterbunt23 ,

Kleine Korrektur:

bitte berücksichtige, dass das Kind auf jeden Fall mit dir in der PKV versichert werden muss, da du das höhrere Einkommen hast. eine kostenfreie Familienversicherung über deine Frau ist nicht möglich.

Wenn der PKV-Versicherte unter BBG verdient, ist die kostenlose FV des Kindes über die GKV der Mutter möglich- auch wenn er mehr als sie verdient.

Nur wenn der PKV-Versicherte über BBG verdient und der GKV-Versicherte nicht noch mehr hat, ist die kostenlose FV des Kindes ausgeschlossen.

Quelle: §10 Absatz 3 SGB X


Kommentar von Kunterbunt23 ,

SGB V meinte ich. Tippfehler.

Kommentar von eulig ,

danke für deine Ergänzung

Kommentar von Apolon ,

Wenn der PKV-Versicherte unter BBG verdient, ist die kostenlose FV des Kindes über die GKV der Mutter möglich- auch wenn er mehr als sie verdient.

Was allerdings nur dann möglich wäre, wenn er sich von der gesetzlichen Pflichtversicherung befreien lies.

Kommentar von Kunterbunt23 ,

Was allerdings nur dann möglich wäre, wenn er sich von der gesetzlichen Pflichtversicherung befreien lies.

Sehe ich nicht so. § 10 Absatz 3 SGB X regelt dies eindeutig.lies selbst:

https://www.gesetze-im-internet.de/sgb_5/__10.html

Kinder sind nicht versichert, wenn der mit den Kindern verwandte
Ehegatte... des Mitglieds nicht Mitglied einer
Krankenkasse ist und sein Gesamteinkommen regelmäßig im Monat ein Zwölftel der Jahresarbeitsentgeltgrenze übersteigt und regelmäßig höher als das Gesamteinkommen des Mitglieds ist...

Soll übersetzt und im Umkehrschluss heißen: Kind ist FV bei der Mutter in der GKV, wenn Vater (der mit Mutter verheiratet ist) in PKV ist und nicht über BBG verdient oder wenn er über BBG ist, dass Mutter noch mehr Einkommen als Vater hat.

Da steht nirgens was davon, dass dies nur gilt, wenn der pKV-versicherte Vater sich von der Versicherungspflicht hat befreien lassen.

Kommentar von Apolon ,

@Kunterbunt23,

scheinbar hast du meinen Hinweis nicht verstanden!

Wenn das Einkommen des Vaters unter der Beitragsbemessungsgrenze liegt ist er entweder gesetzlich pflichtversichert, oder er hat einen Befreiungsantrag von der GKV-Pflicht gestellt.  § 8 SGB V.

Eine andere Möglichkeit gibt es nicht, da es sich hier um einen Angestellten handelt.

Kommentar von FranzN ,

Danke für die Antwort.

Meine Frau erhält kein ALG1 und sie bevorzugt es in der GKV zu bleiben. Von daher werden wir wohl Variante 1 wählen.

Antwort
von kevin1905, 10

Muss meine Frau von ihrer gesetztlichen Krankenversicherung in meine private Versicherung wechseln und wenn ja, wann?

Niemand muss jemals in die private KV wechseln und die private KV will auch nicht jeden.

Mutterschutz/Elternzeit behält den Versicherungsstatus bei, der unmittelbar davor bestand.

Antwort
von kabatee, 2

Solange sie Elterngeld bekommt ist sie beitragsfrei versichert und das 3 Jahre, wegen der Elternzeit und nachher kann sie ja erstmal stempeln. aber fragt vorher bei der Kasse nach!

Antwort
von Griesuh, 2

Nach Ende der Elternzeit ist sie bei der gesetzl. nicht mehr versichert. Du könntest sie dann in deiner pkv mitversichern und das kostet extra.

Sie könnte sich jedoch auch in der GKV freiwillig weiterversichern, dann müsstet ihr, wenn sie keine sozialversicherungspflichtige Tätigkeit hat, den mind. Beitrag zur GKV auch privat bezahlen.

Klärt das bitte mit der Krankenkasse deiner Frau ab.

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