Frage von Jenni1989xx,

Krankenversicherung bei Kleingewerbe - freiwillig versichern?

Ich hab seit einigen Monaten ein Kleingewerbe, war aber bis jetzt immer über mein Arbeitgeber versichert bei dem ich hauptberuflich gearbeitet habe. Nun möchte ich mein gewerbe zum Hauptberuf machen und rechne da mit einem Einkommen von 1400,-€. Wie ist es jetzt sinnvoll mich mich zu versichern. Einfach freiwilliges Mitglied bei der Aok werden, da ich schon immer dort bin oder speziell eine Krankenversicherung für Selbstständige. Bei meiner Tätigkeit handelt es sich um eine Textertätigkeit. Das mach ich von zu hause aus und mehr als mein Laptop zum arbeiten brauch ich nicht. Direkt bei der AOK kann ich mich als Mitglied anmelden und die schicken mir alles nach Hause. Was meint ihr?

Antwort von railan,
1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

Bleib bei der gesetzlichen Krankenkasse, auch wenn es verlockend ist in jungen Jahren zu einer Privaten zu wechseln. Im Alter kannst du dir sonst die Beiträge nicht mehr leisten und zurück geht auch nur mit Krampf. Allerdings frage ich mich, wie du als Selbstständige mit 1400,- € über die Runden kommen willst. Sind noch andere Geldquellen da?

Kommentar von Jenni1989xx,

Ich bleib ja auch bei der gesetzlichen. Nur muss ich mich ja da freiwillig versichern, da ich ja nicht über mein Arbeitgeber versichert bin.

Kommentar von railan,

Okay, kostet ca. 300-350 Euro.

Antwort von RHWWW,

Hallo,

am besten bei der Künstlersozialkasse (KSK) klären, ob man dort als Künstler versichert werden kann. Dann übernimmt die Künstlersozialkasse etwa die Hälfte der Beiträge. Es gibt keine Mindestbeiträge. Der Nachteil ist u.U., dass man auch Rentenversicherungsbeiträge anfallen (ohne Befreiungsmöglichkeit).

Die Versicherung beginnt frühestens ab Tag der Meldung dort (nicht rückwirkend!).

Noch Fragen offen?

Gruß

RHW

Antwort von kevin1905,

1.400,- € sind dein Gewinn nach Abzug der Betriebsausgaben?

Bei dem Einkommen ist eine Härtefallregelung ausgeschlossen. Beitragsrelevant sind also mind. 75% der monatlichen Bezugsgröße (75% von 2.695,- € = 2.021,25,- €). Davon 14,9% (ohne Krankengeld) zzgl. Pflegeversicherung von 2,05% bzw. 2,3% (über 23 und kinderlos), bist also mit ca. 350,- € im Monat dabei.

Alternative wäre eine private Krankenvollversicherung. Ob die langfristig auch sinnvoll ist vermag hier keiner oder genaue Bedarfsanalyse zu sagen.

Antwort von HotelPapa,

Ja da braucht es Pflichtversicherungen : wie vorher - jetzt aber 100% ig. Aber als Kleingewerbe gibt es die Möglichkeit die freiwilligen Mindestbeiträge im zweimonatsrhytmus zu begleichen. Von den 1.4oo€ bleiben nach Steuer und s.o. etwa 700€ übrig, also mach mehr draus.

Kommentar von kevin1905,

Bei einem operativen Gewinn von 1400,- € wird wohl ein wenig mehr übrig bleiben. Die Kosten für die KV sind steuermindernd als Sonderausgaben zu berücksichtigen.

Wenn sie noch was für die Altersvorsorge tut (Rürup) so kann sie das zvE sicher auch unter 8.130,- € drücken.

Antwort von anri63,

es kommt drauf an, wie alt du bist, und welche Leistungen du benötigst, sprich, was für ein Gewerbe du betreibst. Ausserdem ist wichtig, wie sicher dein Gewerbe vor Konkurs ist.

Bei einem Einkommen von 1400,- €uro wirst du dir die Beiträge für die private KV aber wohl kaum leisten können.

Alternativ könntest du einen Minijob annehmen. Über den währst du dann versichert.

LG Andreas

Kommentar von kevin1905,

Über einen Minijob wäre sie NICHT krankenversichert.

So lange die Selbständigkeit zeitlich und finanziell den Mittelpunkt ihres Erwerbslebens bildet kann sie nicht versicherungspflichtig in der GKV werden, selbst wenn sie bei einem angestellten Job mehr als 450,- € im Monat verdient.

Private KV gibt es in guten Tarifen für junge und gesunde Leute schon für 250,- € im Monat. Ob das auf gesamte Leben gerechnet so günstig bleibt ist aber schwer abzusehen und hängt von der Familien- und Berufsplanung ab.

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