Frage von Sarahlilalu, 69

Krankenschein und trotzdem arbeiten?

Hallo :),

Kurz und knapp- ich habe einen grippalen Infekt mit Nebenhöhlenentzündung.
Ich war beim Arzt eigentlich nur wegen Antibiotika, dieser hat mich aber für 2 Tage krank geschrieben.
Ist es rechtlich okay, wenn ich morgen zur Arbeit gehe, es versuche und falls es doch nicht mehr geht, dass ich dann das Attest abgebe? Oder man nur einen Tag der zwei tage Krankschreibung nutze?
Wie sieht es da aus?
Kennt ihr euch aus? Habt ihr Erfahrung?

Danke im Voraus :)

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Antwort
von expermondo, 5

Hallo Sarahlilalu,

Schau mal bitte hier:
Recht Beruf

Antwort
von elismana, 48

Du musst nicht arbeiten, wenn du krank geschrieben bist, du kannst aber. Du musst dich dafür nicht gesund schreiben lassen und verlierst auch nicht deinen Versicherungsschutz.
Allerdings solltest du diese zwei Tage nutzen und Zuhause bleiben und dich ausruhen. Es hilft dir nicht, wenn du zur Arbeit gehst und dann vielleicht wegen eines Rückfalls länger ausfällst.

Antwort
von rotweinfan67, 45

Wenn du eine Krankmeldung vom Arzt schon bekommen hast, darf dich dein Arbeitgeber nicht arbeiten lassen. Würde dir im Betrieb etwas passieren dann gäbe es Probleme mit der Berufsgenossenschaft. Auch hat der Betrieb bzw. dein Chef eine Gewisse Fürsorgepflicht. Denk auch an deine Kollegen wegen Ansteckungsgefahr. Also Kurier dich aus und gute Besserung.

Kommentar von DarthMario72 ,

darf dich dein Arbeitgeber nicht arbeiten lassen.

Das ist falsch!

Auch hat der Betrieb bzw. dein Chef eine Gewisse Fürsorgepflicht.

Richtig.

Antwort
von Chumacera, 43

Die Krankschreibung geht ja nicht nur an deinen Arbeitgeber, auch die Krankenkasse wird informiert. Und sollte dir in dieser Zeit irgendwas passieren (wofür die Behandlung ja auch über die Krankenkasse abgerechnet wird), könnte es für dich und deinen Arbeitgeber ziemlich unangenehm werden.

Kommentar von Familiengerd ,

Und sollte dir in dieser Zeit irgendwas passieren (wofür die Behandlung ja auch über die Krankenkasse abgerechnet wird), könnte es für dich und deinen Arbeitgeber ziemlich unangenehm werden.

Das gilt aber nur für den Fall, dass das, was "passiert", in unmittelbarem Zusammenhang damit steht, dass der Arbeitnehmer trotz Erkrankung gearbeitet hat, wenn es also wegen der Erkrankung zu einem Unfall oder wegen der Arbeit zu einer Verschlimmerung der Erkrankung kommt

Antwort
von zasch, 38

Wenn du einen grippalen Infekt hast, bleib bitte zu Hause. Ich konnte Kollegen, die krank auf Arbeit erscheinen und andere anstecken, noch nie leiden.

Zudem sollst du ja in den 2 Tagen dir Ruhe gönnen, damit der Körper sich erholen kann, der muss jetzt nämlich bissel mehr ackern. 

Also tu dir und anderen den Gefallen und 2 Tage gehen schneller rum als de denkst!

Cheers

Antwort
von DevourYou, 40

Wenn du krank geschrieben wirst bekommst du ja einen Wisch für die Kasse, einen für den Arbeitgeber und einen für dich. Wenn du den nutzt, dann bist du im Falle eines Arbeitsunfalls nicht versichert.

Kommentar von DarthMario72 ,

Wenn du den nutzt, dann bist du im Falle eines Arbeitsunfalls nicht versichert.

Das ist Blödsinn!

Kommentar von DevourYou ,

Warum bitte ist das Blödsinn?

Wenn du die Krankschreibung in Anspruch nimmst, nimmst du dich damit von der Arbeit frei. Wenn dir also irgendwas passiert streikt die Versicherung. Keiner redet hier von dem Weg irgendwo hin (man kann ja schließlich auch zum Arzt fahren), aber wenn du definitiv arbeitest obwohl du nicht sollst und dir was passiert, dann kann es gut sein, dass die nicht zahlen, wenn irgendwelche Kosten durch einen Unfall entstehen.

Kommentar von Familiengerd ,

@ DevourYou:

Warum bitte ist das Blödsinn?

Weil Deine Antwort - wie auch der Kommentar zum entsprechenden Teil - falsch ist!

Ein krankgeschriebener Arbeitnehmer, der sich "fit" fühlt, ist nicht daran gehindert, trotz der Krankschreibung wieder arbeiten zu gehen - wenn der Arbeitgeber es (auch unter Beachtung seiner Fürsorgepflicht) zulässt.

Er ist dann auch "ganz normal" versichert.

Probleme können sich allenfalls dann ergeben, wenn der Arbeitgeber die Arbeit erlaubt und es wegen der Erkrankung zu einem Unfall oder wegen der Arbeit zu einer Verschlimmerung der Erkrankung kommt.

Kommentar von DevourYou ,

Du verstehst mich aber völlig falsch.

Mir ging es darum, dass es die Variante gibt bei der die Krankschreibung der Versicherung und dem AG abgegeben wird und die bei der der Versicherte sie für sich behält, sie also quasi nicht nutzt.

Und zum Thema Arbeitsunfall hab ich doch nichts anderes gesagt als dass er für diesen Fall nicht versichert ist, sprich, die Versicherung dann nicht zahlt und es Probleme geben kann. Da kommt dann ja auch die Frage ins Spiel wodurch der Unfall entstanden ist und wenn sich das nicht so leicht klären lässt, dann kann es sein dass die Versicherung da streikt.

Du hast doch prinzipiell das selbe gesagt, vielleicht ist da meine Aussage mit "Arbeitsunfall" zu ungenau formuliert gewesen.

Kommentar von Familiengerd ,

Du verstehst mich aber völlig falsch.

So, wie Du es jetzt in der Erwiderung relativierst, hört sich das schon anders an als in der Antwort und Deiner ersten Erwiderung:

Wenn du den nutzt, dann bist du im Falle eines Arbeitsunfalls nicht versichert.

und

Wenn dir also irgendwas passiert streikt die Versicherung.

Wenn Du aber  einen unmittelbaren Zusammenhang zwischen Erkrankung und "Arbeitsunfall" oder "etwas passiert" gemeint hast, dann könnte das wohl so sein - das hast Du allerdings so nicht formuliert hast.

Kommentar von DevourYou ,

Naja n Arbeitsunfall ist für mich generell erst mal ein Unfall auf der Arbeit, der in erster Linie damit eingeht, dass irgendwas falsch bedient wurde oder jemand Mist gebaut hat. Da bleibt was liegen und man fällt drüber oder man haut sich selbst was um die Ohren, weil man nicht die nötigen Sicherheitsvorkehrungen getroffen hat.

So oder so winden sich Versicherungen ja gerne aus der Lage, wenn es darum geht zu bezahlen. Entsprechend kann man jemandem mit einem Attest, der eigentlich zu Hause bleiben sollte (theoretisch), einen Strick daraus drehen.

Darum geht`s mir im Grunde.

Hoffe wir haben das Chaos jetzt irgendwie geklärt, auch wenn meine Antwort wohl wirklich nicht glücklich formuliert war.

Kommentar von Familiengerd ,

Okay!

Sicher, wenn einem Arbeitnehmer, der - erlaubtermaßen - trotz Erkrankung arbeitet, ein Arbeitsunfall widerfährt, wird die Versicherung sicher erst einmal versuchen, da einen unmittelbaren Zusammenhang herzustellen, um denn Arbeitgeber möglicherweise in die Pflicht nehmen zu können.

Antwort
von Reisekoffer3a, 41

Wieso willst du unbedingt arbeiten, der Arzt wird schon seine Gründe

gehabt haben das er dich 2 Tage krank schreibt.

Antwort
von evenangelscry, 32

Frage eins ist okay, aber wenn du nur einen sprich den ersten der krankgeschriebenen Tage nutzt und dann wieder arbeiten möchtest, gibt es in Deutschland eine blöde Regel: Du musst nochmal zum Arzt und dich wieder "gesund schreiben" lassen.

Kommentar von Sarahlilalu ,

Hallo :),

Ich dachte es ist ein Mythos mit der Gesundschreibung... 😳
Also könnte ich theoretisch nicht nur einen Tag nehmen oder es versuchen und dann die AU abgeben? Danke :)

Kommentar von evenangelscry ,

Also in allen Firmen wo ich bis jetzt war und davon gehört habe, muss man sich wieder gesundschreiben lassen.. nein das wäre nicht möglich.

Kommentar von DarthMario72 ,

gibt es in Deutschland eine blöde Regel: Du musst nochmal zum Arzt und dich wieder "gesund schreiben" lassen.

Da irrst du. Diese Regel gibt es nicht, genauso wenig wie eine Gesundschreibung.

Antwort
von CheesyDave, 45

Du darfst während einer Krankschreibung nicht arbeiten gehen.

Kommentar von DarthMario72 ,

Du darfst während einer Krankschreibung nicht arbeiten gehen

Falsch!!! Man darf nichts tun, was die Genesung gefährdet. U. U. darf man auch arbeiten gehen, muss es aber nicht.

Kommentar von Familiengerd ,

Monoman, DarthMario72, das ist manchmal schon "heftig", was einige User an angeblichem Wissen so von sich geben!

Kommentar von CheesyDave ,

Das ist absolut falsch. Bitte verbreite hier kein falsches Halbwissen.

Kommentar von Familiengerd ,

@ CheesyDave:

Deine Behauptung "Du darfst während einer Krankschreibung nicht arbeiten gehen." ist "falsches Halbwissen"!

Im Übrigen kannst Du davon ausgehen, dass DarthMario72 - im Gegensatz zu Dir mit Deiner falschen Antwort - kein "falsches Halbwissen" verbreitet!

Ein krankgeschriebener Arbeitnehmer, der sich "fit" fühlt, ist nicht daran gehindert, trotz der Krankschreibung wieder arbeiten zu gehen - wenn der Arbeitgeber es (auch unter Beachtung seiner Fürsorgepflicht) zulässt.

Er ist dann auch "ganz normal" versichert.

Probleme können sich allenfalls dann ergeben, wenn der Arbeitgeber die Arbeit erlaubt und es wegen der Erkrankung zu einem Unfall oder wegen der Arbeit zu einer Verschlimmerung der Erkrankung kommt.

Kommentar von DarthMario72 ,

@CheesyDave: Bitte entschuldige, aber du bist derjenige, der falsches Halbwissen verbreitet. @familiengerd hat das ja schon richtig dargelegt.

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