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Krankenkassenbeiträge steigen-ist es sinnvoll, noch schnell in die private KV zu wechseln?

gefragt von hafenlady am 28.11.2008 um 19:02 Uhr

Mein Versicherungsvertreter riet mir, in diesem Jahr noch schnell in die private Krankenversicherung zu wechseln, um die günstigeren Prämien zu bekommen, da die Versicherungen 2009 um etwa 15 Prozent steigen würden. Ist ein Wechsel tatsächlich sinnvoll? Immerhin hätte ich ja auch einen verbesserten Leistungsumfang.

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anonym
beantwortet von ronni2 am 11. Dezember 2008 20:57
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meistens ist die aussage, dass man schnell wechseln soll weil beiträge steigen nur ein druckmittel der makler, weil diese noch schnell provision machen wollen. gerade die entscheidung zu einer privaten krankenversicherung zu wechseln, bedarf sehr sehr gründliche recherchen. am besten schon ausreichend vorher informieren (z.b. www.wissen-private-krankenversicherung.de) und sich mehrere angebote einholen. besonders im leistungsumfang gibt es erhebliche unterschiede. im wesentlichen kann man jedoch sagen, dass die medizin immer mehr in zwei klassen unterteilt wird. wenn man also die möglichkeit hat, ist die PKV aus medizinischen gesichtspunkten immer die bessere wahl.

Kommentar von elkeee65 am 29. Juli 2009 16:01

ist immer unterschiedlich ob es sinnvoll ist oder nicht!

bei http://www.humanisten-duesseldorf.de/private-krankenversicherung.html kannst du dich ein bisschen schlau machen


andreas48
beantwortet von andreas48 am 28. November 2008 19:03
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das hat mit sinnvoll odernicht weniger zu tun, du solltest prüfen, ob du überhaupt wechseln kannst..nach den Bestimmungen, wer sich privat versichern kann und nach deinem Gesundheitszustand und vor allem nach dem deinem Alter entsprechenden Tarifen und Beiträgen incl. der Pflegepflichtversicherung


anonym
beantwortet von IchSchauMal am 29. November 2008 06:04
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Also grundsätzlich ist der Beratungsansatz absolut falsch wenn die geänderten Gesetze Grundlage für einen Wechsel sein sollen.

Die Private Krankenversicherung ist völlig anders als die GKV. Da sollte man zunächst einmal alle Punkte zusammenfassen und sich überlegen ob ein Wechsel Sinn macht oder nicht.

Hier jetzt auf alles einzugehen was wichtig ist sprengt den absoluten Rahmen. Ich brauche ja schon über 1 Stunde in der Beratung um überhaupt festzustellen ob ein Wechsel Sinn macht und die Für und Wieder abzuwägen.

Wer sich hat richtig beraten lassen und dann feststellte das die Private für ihn was ist der hat dann anschliessend eher Angst das er wieder in die GKV zurück muss weil er mehr verdient. Wer vorher nicht richtig beraten wurde stellt auf einmal fest das die PKV doch nichts für ihn war. Insofern wird immer ganz gerne mit der Angst gespielt das man nicht mehr in den ach so dollen staatlichen sozialen Mantel der GKV zurück kann. Nur wer sich richtig beraten lassen hat will das auch nie nie mehr.

Daher würde ich mich hier in keinster Weise von irgend etwas beeinflussen lassen.

Um aber kurz noch auf ein paar Punkte einzugehen:

1. Eine Beratung besteht aus mind. 2x3 Stunden zzgl. Abschlussgespräch. Alles darunter macht keinen Sinn !

2. Es sollten die Rahmenbedingungen, die Für- u. Wider und die Unterschiede der Systeme erläutert werden.

3. Bei den Leistungen müssen unzählige Themen durchgespielt werden. So wird man sich z.B. bewusst das man z.B. bei Krebs, wenn man eine spezielle Therapieform benötigt, die in der Schweiz anerkannt aber in Deutschland noch nicht durch das Zulassungsverfahren gekommen ist durchaus als GKV Versicherter auf 60.000 Euro Kosten sitzen bleiben kann. Bei vielen PKV Tarifen auch. Das sind die Fälle in der Bildzeitung: "Ich hab obwohl ich GKV Versichert bin 60.000 Schulden. Wie kann das sein ???". Auf der anderen Seite z.B. versichert keine PKV Entzugstherapien. Dann sollte man über die Leistungen wie Hilfsmittel (Katalog, Begrenzung...) Heilmittel (Katalog, Begrenzung, Definition...) reden. Auch sollte man Körperersatzstücke usw. mit bedenken. Heimdialyse ? usw. usw. usw.

Du siehst, das der Einstiegstermin zunächst absolut nebensächlich ist.

Was aber der Fall ist:

  1. Du hast ab 1.1. ein versicherungstechnisch 1 Jahr höheres Eintrittsalter. Damit natürlich etwas teurer.

  2. Die Beiträge steigen auf Grund der neuen Regelung für ab Jan. Versicherte stärker an. Allerdings sind tlw. auch die betroffen die jetzt einsteigen. Die höheren Risiken die die Gesellschaften tragen müssen werden auch auf die Bestandskunden verteilt. Nur müssen Neueinsteiger noch mehr zahlen da sie bei einem Wechsel einen Teil (!) der Altersrückstellungen mitnehmen können.

Grundsätzlich sollte man auf keinen Fall mit dem Ziel viel Geld zu sparen in die PKV wechseln ! Das rächt sich im Alter oder aber die Leistungen können sogar schlechter als in der GKV sein. Wer aber das Ziel hat mehr Leistungen zu erhalten für den könnte die PKV interessant sein. In der Praxis aber sehen viele Leute das sie ein PKV Angebot für mtl. 300 Euro haben und in der GKV 600 Euro zahlen. Das ist aber der völlig falsche Ansatz !

usw. usw. usw. :-))


anonym
beantwortet von rudi05 am 28. November 2008 19:47
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ich würde es an deiner Stelle nicht machen

Kommentar von IchSchauMal am 29. November 2008 06:16

Aha. Da steckt ja richtig fundiertes Detailwissen dahinter. ;-)


anonym
beantwortet von stricki am 28. November 2008 19:06
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Wenn Du genug Geld hast... Frage ist, auf lange Sicht, Ob Dein Versicherer noch existiert. Beispiel: Meine Verträge gelten hoffentlich NOCH. Die Versicherer existieren heute nicht mehr. Geschluckt worden von Groß-unternehmen. Siehe Finanzkriese!!!

Kommentar von 1079a100179c7e88556a9448df89ed3dsmallKabark am 28. November 2008 19:08

?!?!??

Kommentar von IchSchauMal am 29. November 2008 06:16

1. Kein PKV Unternehmen wurde auf Grund der Finanzkrise geschluckt.

2. Es gab Fusionen. Die Altverträge gelten natürlich deshalb genau so weiter. Um so wichtiger sind klare Definitionen der Bedingungen und wenig Definitionen die sich auf freiwillige Leistungen beziehen.

3. Sollte tatsächlich einmal ein Unternehmen pleite gehen so hat das auf Grund der Absicherungsmechanismen keine Auswirkungen auf deine Leistungen.

4. Die Aktiengesellschaften der PKV haben eher das Problem das sie Aktionäre bedienen müssen die Gewinne wollen. Daher erhöht man dort tendenziell eher die Beiträge. Um die Renditen zu erzielen investiert man zu einem gewissen Grad (deutlich geringer als bei Banken) spekulativer. Die Versicherungsvereine auf Gegenseitigkeit (LVM, Alte Oldenburger, UniVersa, Debeka...) sind überhaupt nicht von der Krise betroffen.

Insgesamt ist die Versicherungsbranche nur in sehr geringem Masse von der Krise betroffen. Oder hast du schon von einer deutschen Versicherung gehört die Milliarden Kapitalbedarf hat ? Es kommt dann das Beispiel der AIG. Sorry, aber das ist eine amerikanische Gesellschaft mit völlig anderem System :-)


KarinWeber
beantwortet von KarinWeber am 28. November 2008 19:03
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Wenn Du einmal in der privaten Krankenkasse bist, kannst Du nicht mehr in die gesetzliche zurück!!Überlege es Dir genau.

Kommentar von 2a96701186bf29458cb4c59d606fbbd9smallSnuffi am 28. November 2008 22:58

Das ist richtig, aber mittlerweile müssen die Privaten auch einen Tarif anbieten, der den Leistungen in der Gesetzlichen gleichgestellt ist. Dann wird es zwar nicht mehr so teuer wie bisher, aber die Leistungen sind entsprechend heruntergesetzt. Hier gelten aber bestimmte Übergangsfristen.

Kommentar von IchSchauMal am 29. November 2008 06:10

Ehrlich gesagt: Will auch keiner !! Zumindest wenn er im Vorfeld richtig beraten wurde und weis was er hat.

Welchen Vorteil bietet die GKV ausser das sie immer teurer wird und immer weniger leistet. Wenn man sich einmal intensiv mit Krankenversicherungen beschäftig würde man sich ziemlich erschrecken was so der gemeinsame Bundesausschuss so tgl. an Änderungen vornimt :-)


Arwen45
beantwortet von Arwen45 am 28. November 2008 19:03
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Hat er Dir auch gesagt, dass Du so schnell nicht zurück in die Gesetzliche kannst und die Beitrage bei der privaten extrem steigen...

Kommentar von IchSchauMal am 29. November 2008 06:07

Die Beiträge der PKV sind nachweislich im Schnitt weniger gestiegen als die in der GKV. Zusätzlich hat die GKV in den letzten 20 Jahren unzählige Leistungskürzungen erfahren (hab da 10 DIN A4 Seiten). Die Horrormeldungen über stark gestiegene Beiträge betreffen ausschliesslich diejenigen die alle paar Jahre ihre Gesellschaft gewechselt haben und dann jeweils ihre Altersrückstellungen verloren haben. Das hat folgende Ursachen:

  1. Vermittler der alle paar Jahre ne tolle Provision will und Kd. sagt er solle doch wieder mal wechseln.

  2. Insgesamt mangelhafte Beratung und der Kd. kannte die Problematik nicht.

  3. Durchaus oft vorhandene Beratungsresistenz einiger Menschen. "Ich kann das selber alles indem ich mich ein wenig einlese."


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