Frage von MrInvisible19, 96

Krankenkasse weigert sich Krankengeld zu zahlen, nach Arbeitsunfall, trotz AU?

Hallo! Am 30.10.15 letzten Jahres hatte ich einen Autounfall und war nun bis zum 17.01.16 Arbeitsunfähig. Da ich nach diesem Unfall unter starken Rückenschmerzen litt, wodurch ich selbst kaum noch in der Lage war einfachste Dinge zu erledigen (Diagnose war eine Verletzung an der Bandscheibe im Lendenbereich, laut MRT-Diagnose), fühlte ich mich nicht in der Lage die Arbeit wieder aufzunehmen. Nun hatte der D-Arzt mich ab dem 21.12.15 wieder als "Arbeitsfähig" diagnostiziert (Ohne jegliche Untersuchung, und obwohl ich ihm meine Beschwerden erläuterte), gingen die Krankheitstage nach dem 21. nur noch über die normale Versicherung und liefen nicht mehr über die BG als Arbeitsunfall.

Nun zu meiner Frage: Die Krankenkasse weigert sich nun mir Krankengeld zu zahlen. Alles bis zum 21.12.15 würden Sie mir überweisen, alles danach nicht. Was kann ich da tun? Ich habe auch meine Kosten, die ich nicht decken kann, wenn ich nichts verdiene. Und kein Geld bedeutet, irgendwann kann ich auch nicht mehr zur Arbeit fahren.

Hoffe ich konnte meine Frage wenigstens halbwegs gut stellen, da dieses Thema leicht verwirrend bis kompliziert ist.

Grüße

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von eulig, 52

du schreibst, dass der BG-Arzt dich nur bis zum 20.12.2015 krankgeschrieben hat - du also ab dem 21.12.2015 wieder hättest arbeiten gehen müssen.

wenn ich richtig lesen, bist du aber weiterhin bis zum 17.01.2016 daheim geblieben, weil du noch Schmerzen hattest.

wenn du für die Zeit 21.12.2015 - 17.01.2016 keine Krankmeldung hast, dann ist die Krankenkasse im Recht, dass sie dir nichts auszahlt.

der 20.12. war ein Sonntag. warst du denn am 21.12.2015 direkt beim Arzt (Hausarzt?) und hast dich weiter krankschreiben lassen oder bist du ohne eine Krankmeldung daheim geblieben?

Krankengeld wird nur gezahlt, wenn die Krankmeldungen lückenlos vorliegen.

wenn du die Krankmeldungen alle hast ausstellen lassen, dann sieht die Sache schon etwas anders aus.

die Krankenkasse beruft sich dann wahrscheinlich darauf, dass die Ursache für deine Arbeitsunfähigkeit ab 21.12. aus dem Unfall resultiert und deshalb nicht zahlt. sie geht dann davon aus, dass es weiterhin um einen Verletztengeldfall über die BG handelt.

denn auch wenn man das Geld von der Krankenkasse ausgezahlt bekommt, ist die Krankenkasse nicht der Leistungszahler. die Krankenkassen bekommen das Geld von der BG und leiten das dann an den Versicherten weiter. die Kasse ist quasi nur der Geldweiterleiter.

zur Klärung der Problematik ist dann auch nicht die Krankenkasse im Klärungszwang, sondern das ist dann eine Sache zwischen dir und der BG. du solltest dich deshalb unbedingt an die BG wenden.

Antwort
von ProfFarnsworth, 38

Warum weigert sich die Krankenkasse denn? Beruft sie sich auf die BG und geht dabei davon aus das es sich weiter um ein BG-liches Heilverfahren handelt?

Ich würde bei der BG anrufen und darum bitten, dass die BG der Krankenkassen gegenüber erkläart das ihre Leistungspflicht für Verletztengeld mit 20.12. endet und für die Folgezeit Krankengeld durch die Krankenkasse zu zahlen ist. Dann muss die Krankenkasse bei bescheingter Arbeitsunfähigkeit Krankengeld zahlen.

Leider ist es so das solche Zuständigkeitsprobleme auf dem Rücken der Kranken bzw. Verletzten ausgetragen werden. Darum: am Ball bleiben und auf Erledigung pochen, notfalls jeden Tag nachhaken. Je öfter man den Leuten auf den Keks geht desto eher wird reagiert.

Antwort
von Kuestenflieger, 43

weil sie seit dem 21.dez wieder arbeiten - lt.durchgangsarzt ,

danach hätten sie beim hausarzt eine neue au-bescheinigung holen sollen .

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community