Frage von Drakkari, 76

Krankenkasse verweigerte Jahrelang Zahlung. Kann ich das Geld zurückbekommen?

"Wahnsinn.. das ist ja wieder typisch.. wieviel Geld ich schon wieder verloren hab, nur weil die KraKa sich auf Stur stellt!" Genau das war mein erster Gedanke, als ich gehört habe dass mein Medikament schon seit über 7 Jahren ganz bestimmt von den Krankenkassen übernommen wird. Die Rede ist von Concerta (Ritalin). Vieles in meinem Leben hat nur dank dieser Pille geklappt und vieles ist nur an ihr gescheitert.. Mein Abitur konnte ich dank ihr nachholen.. Mein Studium musste ich wegen ihr abbrechen. Und jedes Mal wenns Probleme gibt, dann nur weil die Ärzte oder die KraKa wieder einen auf Stein-in-den-Weg-legen machen müssen.

Jeden Monat seit meiner Ausbildung vor 7 Jahren, darf ich dafür nun 72€ blechen. Dürften Pii mal Daumen so 6000€ sein bis heute. Damals habe ich einen Antrag bei der KraKa eingereicht, dass die mir das Medikament doch bitte bezahlen sollen, da es wichtig für die Schule ist. Nee geht nicht.. Heute 7 Jahre später erfahre ich, dass die KK'en dieses Medikament bezahlen MÜSSEN also ruf ich da an und frage warum damals so ein Fehler passiert ist. Und die Antwort ist "Wir haben ihnen niemals die Übernahme verweigert. Sie haben das bestimmt nur mündlich von unserer Chefin gehört". Nicht zu fassen-.-

Gibts noch ne Möglichkeit wie ich das ganze Geld wiederbekomme? Wie es der Zufall so will, hab ich ca. genau soviele Schulden. Würd ich das zurück bekommen, wäre ich endlich zum ersten mal seit 3 Jahren wieder schuldenfrei.

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von schleudermaxe, 48

Also, wir leisten uns jeden Monat so rd. 500 EUR Zuzahlungen für zwingend benötige Arzneimittel und haben keine Möglichkeit, so die behandelnden Ärzte.

Da hast Du das ja noch richtig gut.

Und eine KV liest ja die Verordnungen und somit kann da eigentlich nichts unrund laufen. Oder wurde einfach bezahlt ohne Verordnung?

Kann es sein, daß Du dafür zu alt bist:

Siehe Auszug:

..... weil Ritalin (Wirkstoff: Methylphenidat) nur für das Kindes- und Jugendalter bis 18 Jahre zugelassen ist, bezahlen einige Krankenkassen (z.B. CSS, Mutuel etc.) sie grundsätzlich nicht.

Auch nicht wenn man es von Kindheit an, eingenommen hat. Jegliche Argumente ärztlicherseits sind wirkungslos.

Aber das Methylphenidat in Concerta (Wirkdauer etwa 12
Std.) wird für Erwachsene übernommen, ebenso Focalin (ca. 6 Std. also täglich 2x einnehmen (Wirkstoff: De...methylphenidat) wird ebenfalls übernommen.

Teilweise muss der Arzt einen Bericht schreiben oder Fragen
der Kasse beantworten.

Aber an sich kein Problem für die Kostenübernahme.



Kommentar von Drakkari ,

ja ich habs jetzt selbst herausgefunden. Mein neuer Neurologe verschreibt mir jetzt Ritalin Adult.. Ich muss erst die Medikamente ausprobieren die schon von der KV übernommen werden wie Ritalin Adult(20mg), Medikinet Adult(40mg).. und erst wenn nach langer Dokumentation sich herausstellt, dass die anderen Medikamente bei mir nicht anschlagen (ist ja von Person zu Person unterschiedlich), dann bekomme ich Concerta wieder verschrieben, und dann kann ich es auch übernehmen lassen. Die 6000€ wurden mal wieder geschickt untern Teppich gekehrt^^ Man wäre ich doch Anwalt statt Informatiker geworden ;) Müsst ich mir diese Gaunerein der Ämter nicht jedes mal gefallen lassen. 

Expertenantwort
von DerHans, Community-Experte für Versicherung, 24

Wieso soll die Krankenkasse für dich eine Droge zahlen, an die du dich gewöhnt hast?

Vielleicht hat "man" dich auch davon abhängig gemacht. Da musst du dich an deine Eltern wenden.

Wenn Eltern ihren Kindern mit Modedrogen auf die Sprünge zu helfen glauben, müssen sie das auch selbst verantworten UND BEZAHLEN können

Kommentar von Drakkari ,

also wenn man keine Ahnung hat sollte man sich einfach raushalten. Nur weil du es für ne Droge hälst ist es trotzdem immernoch ein Medikament für viele andere Millionen Menschen.

Nicht alles was unter BTMG steht ist zwangsläufig eine süchtigmachende Droge. Naja mit dir werd ich das sicher nicht nochmal durchgehen. Das Thema hatte ich mit vielen Menschen schon. Aber bitte behalte deine subjektive Meinung für dich. Ich wollte mit meiner Frage kein neues Fass aufmachen.

Antwort
von eulig, 17

wenn der Arzt es nicht auf rosa Rezept verordnet, dann bekommst du nichts zurück. alles was vom Arzt auf ein Privatrezept ausgestellt wird, ist grundsätzlich nicht erstattungsfähig durch die Krankenkasse. wenn der Arzt das Medikament für medizinisch notwendig hält, kann er ein rosa Rezept auf Kassenkosten ausstellen und muss dazu eine Stellungnahme schreiben. wenn der Arzt das Medikament aber auf deinen Wunsch hin verschreibt, dann ist es eine Wunschleistung des Patienten und geht nur auf Kosten des Patienten selbst und kann nicht zu Lasten der Kasse verordnet werden.

du solltest dir zunächst Beratung suchen (VDK, unabhängige Patientenberatung oder Anwalt für Medizinrecht).

Antwort
von kevin1905, 40

Fachanwalt für Sozialrecht.

Alles was länger als 2012 zurück liegt ist aber verjährt.

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