Krankenkasse legt versch. Diagnosen zusammen?

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5 Antworten

Ich war 9 Monate krank auf Grund einer Wirbelsäulen OP. Danach habe ich 8 Monate gearbeitet. Bis ich dann wieder AU war aufgrund einer psychosomatischen Erkrankung. Beide Diagnosen haben absolut keinen Zusammenhang oder Ursache. 

Wenn die Diagnosen im Zusammenhang stehen, wäre die Entscheidung richtig.

Meine Krankenkasse teitle mir jetzt mit, ich bin demnächst ausgesteuert, da die Diagnosen zusammen gehören. Ich bin fassungslos und schockiert. 

Ich kann Dich verstehen, aber denen geht es auch ums Geld, die versuchen auch Geld einzusparen und hoffen wie bei Versicherungen, das man sich mit der Entscheidung abfindet.

Über jeden Hinweis oder Tipp bin ich dankbar.

Man kann/sollte rechtzeitig Widerspruch einlegen.

Oft wird man zum medizinischem Dienst der Krankenkasse eingeladen, aber ich habe da schon einiges Negatives erlebt.

Der MDK arbeitet für die Krankenkasse und oft gibt es das nur so oberflächliche Untersuchungen oder es wird einfach nach Aktenlage entschieden (dabei steht vorrangig der Wunsch der Krankenkasse, das man nicht mehr zahlen muss).

Falls es mal erforderlich sein sollte, werde ich einen unabhängigen Gutachter nehmen.

Gegen einen Widerspruch kann man auch Klage beim Sozialgericht einleiten.

Man kann sich aber vorher einfach auch schon mal an die:

unabhängige Patientenberatung 

wenden, die ist kostenlos.

LG

johnnymcmuff

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Das versuchen sie immer! Völlig absurd das! Da kannst du  Widerspruch einlegen! Es sei denn, es gibt... Und jetzt pass gut auf.... Keinen Befund der deine Rückenschmerzen eindeutig erklärt! Also, wenn die Rückenschmerzen psychosomatischer Natur waren, dann gehört es zusammen!

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auf den ersten Blick kann ich hier auch keinen Zusammenhang erkennen.

welche Diagnoseschlüssel stehen denn auf der Krankmeldung, die jetzt ausgestellt wurde? nur die Psychosomatik oder auch noch eine weitere z.B. Rückenschmerzen oder ähnliches?

manchmal wird ein Zusammenhang anerkannt, wenn der Patient zB. Schmerzen hat, die augenscheinlich z.B. vom Rücken kommen, aber der Arzt die Ursache dafür in einer psychosomatischen Störung sieht. dann ist ein Zusammenhang gegeben und anrechnungsfähig.

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Die verschiedenen Diagnosen bedeuten lediglich, dass der AG bei der neuen Erkrankung wieder 6 Wochen Lohnfortzahlung leisten muss.

Die Länge des Krankengeldbezuges ändert sich dadurch nicht (fängt nicht wieder von vorne an). Wenn also das Krankengeld ausläuft, da die maximale Zeit erreicht ist, ist entweder die Arbeitskraft wieder hergestellt oder man wird ausgesteuert.

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Kommentar von sonne16
04.05.2016, 08:58

Ihre Aussage ist nicht korrekt!

Hier ein Auszug aus dem Gesetzbuch...

lt. (§ 48 SGB V)  

Blockfrist

Eine Blockfrist beginnt mit dem erstmaligen Eintritt der Arbeitsunfähigkeit für die ihr zugrunde liegende Krankheit. Bei jeder Arbeitsunfähigkeit wegen einer anderen Erkrankung beginnt eine neue Blockfrist. Es ist möglich, dass mehrere Blockfristen nebeneinander laufen.

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Kommentar von Familiengerd
04.05.2016, 12:31

Die Länge des Krankengeldbezuges ändert sich dadurch nicht (fängt nicht wieder von vorne an).

Das ist nicht richtig!

Auch das Krankengeld bezieht sich - wie die Lohnfortzahlung - immer auf eine Arbeitsunfähigkeit aus demselben Grund. Das gilt nur dann nicht, wenn eine andere Erkrankung während er ersten Erkrankung (oder im nahtlosen Anschluss daran) hinzu tritt: Dann verlängert sich die Dauer des Krankengeldbezugs durch die neue Erkrankung nicht.

Gibt es nach einem Krankengeldbezug einen neuen Anspruch wegen einer anderen Erkrankung, die mit der ersten nicht in Zusammenhang steht, so entsteht ein neuer Anspruch auf Krankengeld, der unabhängig ist vom vorherigen Anspruch.

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Gegen diesen (schriftlichen) Bescheid kannst Du schriftlich per Einschreiben mit Rückschein Widerspruch einlegen.

"Gegen den Bescheid vom xx.xx.xxxx lege ich Widerspruch ein."

Dann erklärst Du, warum. Punkt für Punkt.

Du hast dazu 1 Monat Zeit.

Wenn die KK Deinen Widerspruch ablehnt, kannst Du beim Sozialgericht klagen. Das ist kostenlos für Dich.

Du hast aber auch nur 1 Monat Zeit nach der Ablehnung für die Einreichung beim Sozialgericht.

Verlierst Du vor Gericht, zahlst Du nur Deinen Rechtsanwalt.

Wenn Du diesen Weg nicht gehen willst, wende Dich an die

Verbraucherzentrale und/oder die patientenberatung.de

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