Frage von soulhorse16, 56

Krankenkasse-Krankengeld-Wer kann mir helfen?

Hallo, ich versuche einfach mal die Frage so kurz wie möglich zu halten... Also: muss der Patient darauf achten, dass er vor der Ausstellung einer Folge-Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung vom Arzt untersucht wird? Oder ist der Arzt verpflichtet den Patienten zu untersuchen bevor er eine AU ausstellt? (Es handelt sich um eine Folge-AU, das Krankheitsbild ist Arzt und Patient bekannt und Patient wird mindestens noch bis zur OP krank geschrieben)

Ich hoffe es war einigermaßen verständlich und ihr könnt meine Frage beantworten (am besten irgendwie mit "Beweise" aus dem Gesetzbuch oder so 🤔) vielen Dank schon mal!

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Antwort
von Seanna, 36

Da muss man wissen um welche Krankheit es geht.

Bei einer psychischen Krankheit zb muss gar nix untersucht werden.

Bei manchen kann der Hausarzt mangels Geräten nix untersuchen.

Und bei manchen ist eine Untersuchung überflüssig wenn das Störungsbild klar und die Op schon angesetzt ist.

Warum willst du auf ner Untersuchung bestehen? Was soll das?

Klingt extrem merkwürdig, besonders weil du relevante Details verschweigst.

Kommentar von soulhorse16 ,

Hallo, schon mal danke für deine Antwort. Bei der Krankheit handelt es sich um das impengement Syndrom (wenn ich es richtig geschrieben hab) - übrigens bin nicht ich die betroffene Person - in der Schulter. Patient war schon im CT usw und eine OP steht an. Also der Arzt u. Patient  wissen genau Bescheid über die Krankheit deshalb wäre eine Untersuchung ja eh nicht nötig.. es geht darum dass die Krankenkasse dem Patient kein Geld mehr zahlt weil die sagen dass der Patient hätte schauen sollen dass der Arzt ihn auch untersucht. Quasi der Arzt hat ne AU ausgeschrieben ohne den Patienten zu untersuchen weil das einfach nicht nötig war hier, aber jetzt bekommt Patient von Krankenkasse kein Geld mehr weil die sagen der Patient hätte untersucht werden MÜSSEN und der Patient hätte darauf achten sollen dass er untersucht wird..  

Kommentar von Seanna ,

Das ist NICHT Aufgabe des Patienten, selbst wenn es diese Vorschrift gäbe. Der Patient KANN gar nicht für die Untersuchung und Behandlung verantwortlich sein, oder gemacht werden, da ihm die Qualifikation hierfür fehlt. // Solche Vorschriften gibt es aber nicht, denn was zwischen Arzt und Patient passiert, geht niemanden was an. Die Diagnose ist ja offenbar schon professionell und lege artis gestellt worden. Weitere Untersuchungen also scheinbar für den Arzt unnötig und der Arzt darf keine Untersuchungen ohne medizinischen Zweck vornehmen, zumal dies die Krankenkasse Geld kostet und er wegen Betrug verklagt werden könnte, wenn er wissentlich unnötige Untersuchungen vornimmt und abrechnet. // Die KK kann nicht einfach so die Zahlung verweigern. Sie kann durchaus ein Zweitgutachten durch den medizinischen Dienst der Krankenkassen (MDK) veranlassen, wenn sie Zweifel an der Arbeitsunfähigkeit haben, jedoch kann die frühestens ab dem Folgetag der Untersuchung durch den MDK für ungültig erklärt werden, nicht rückwirkend. // Und selbst dann kann man als Patient dem Gutachten widersprechen und ein Zweitgutachten anfordern. Das ist alles zeitaufwändig und wenn die OP eh schon geplant ist, wird sich den Stress kaum jemand machen.

Kommentar von soulhorse16 ,

Vielen Dank du hast mir sehr weitergeholfen
!

Kommentar von Seanna ,

Gern :)

Antwort
von eulig, 21

eine handmännische Untersuchung als solche ist nicht erforderlich, wenn sie nicht medizinisch notwendig ist. allerdings hat der Patient beim Arzt persönlich vorstellig zu werden. das ist dann eine reine Inaugenscheinnahme. diese Inaugenscheinnahme gilt als "Untersuchung" und ist in den AU-Richtlinien auch so vorgeschrieben.

https://www.g-ba.de/informationen/richtlinien/2/

Antwort
von Kamikaze2001, 29

Verpflichtet zu einer Untersuchung wohl nicht, manche Krankheitsbilder sieht man dem Patienten ja an bzw. der Arzt weiß das der Patient krank ist. Zum Beispiel bei psychischen Erkrankungen oder Folgen einer OP.

Ich nehme mal an das sich die Frage ob und wie ein Arzt untersucht irgendwo in der BÄO finden lässt.
Was Krankengeld angeht, dies wird zum größten Teil wohl im SGB V geregelt. Dort heißt es aber auch nur in §46 "...der Anspruch auf Krankengeld bleibt jeweils bis zu dem Tag bestehen, an dem die weitere Arbeitsunfähigkeit

wegen derselben Krankheit ärztlich festgestellt wird..."

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