Ich finde es schon dreist von der Taunus BKK, dass ich erst von meinem Arbeitgeber erfahren musste, dass die schon wieder die Versichreungsprämie erhöht haben. Es steht mit Oberkante Unterlippe und ich möchte direkt wechseln. Kann ist das problemlos und zeitnah machen? Was muss ich beachten?

Schau mal hier nach : http://www.gesetzlichekrankenkassen.de/wechsel/wechsel.html
Du must beachten das Du von Deinem ausergewöhnlichen Kündigungsrecht gebrauch machst. Die Kolgekrankenkasse wird ab 2009 vorraussichtlich die gleichen Beiträge nehmen.(gesetzlich) Ansonsten wechsel in die PKV die Leistungen sind sowieso viel besser und man muß nicht ständig so lange warten.
pooky am 22. April 2008 11:05 Der Wechsel ist erstens nur für Selbstständige/Freiberufler und für Arbeitnehmer möglich, die mit ihrem Einkommen die hohe Beitragsbemessungsgrenze überschreiten. Zweitens ist die PKV für Familien nicht immer günstiger, weil jede Person einzeln versichert werden muss, während sie bei der GKV im Rahmen der Familienversicherung ohne Beitragszuschlag eingeschlossen sind. Für chronisch Kranke kann der Wechsel zur Privaten auch ein Schuss nach hinten werden, nämlich dann, wenn Sie überhaupt versichert werden (Gesundheitsprüfung) und dann auch noch hohe Risikozuschläge zahlen müssen. Ich als Asthmatiker kann ein Lied davon singen, daher bin ich (über den Umweg der normalen Arbeitnehmerschaft) auch wieder in die GKV gewechselt.

Das bringt jetzt nicht mehr viel, da am 1. Januar 2009 ohnehin der Einheitsbeitragssatz, der Teil der Gesundheitsreform ist, für alle Krankenkassen in Kraft tritt. Die genaue Höhe steht noch nicht fest, wird aber für diejenigen, die noch zu einer günstigen Krankenkasse wechseln, mit Sicherheit deutlich höher ausfallen.
Da die Taunus BKK zu den wenigen schuldenfreien Krankenkassen gehört, würde ich dort auch bleiben. Denn laut Reform können Krankenkassen, die mit dem Geld aus dem Gesundheitsfonds nicht zurecht kommen, einen Beitragsaufschlag verlangen.
Außerdem ist die Beitragssatz-Erhöhung am 18. März beschlossen worden, die Mitglieder wurden auf der Internet-Homepage sowie über die Mitgliederzeitschrift informiert. Hier kann also von "Nichtinformation" die Rede sein.
Ich selbst bin bei der Techniker Krankenkasse und werde über Beitragserhöhungen auch nur über die Mitgliederzeitung informiert.
pooky am 22. April 2008 10:00 KORREKTUR: Im vorletzten Satz muss es natürlich heiten: "Hier kann also von "Nichtinformation" nicht die Rede sein.

Gerade weil der Grundbeitag ab 2009 über den Gesundheitsfonds für sämtliche Krankenkassen gleich ist, halte ich es für besonders wichtig jetzt zu einer
a) schuldenfreien und
b) besonders leistungsfähigen (Mehrleistungen)
Krankenkasse zu wechseln. Wenn schon alle gleich viel bezahlen müssen, dann will man doch immerhin die besten Leistungen für sein Geld bekommen.
Die altbekannten großen Schuldenkassen werden natürlich die Möglichkeit nutzen, um über den möglichen Zusatzbeitrag weitere Gelder von den Mitgliedern abzugreifen. Ein typischer Fall von "Die bekommen den Rachen nie voll!"
Es ist also jetzt genau die richtige Zeit, um zu handeln, denn viele Kassen werden jetzt noch schnell die Beiträge anheben, damit der Grundbeitrag für den Gesundheitsfonds möglichst hoch angesetzt werden kann.
Gruß justii
Du kannst auch so kündigen, mit 2 - monatiger Kündigungsfrist. Dann musst du bei der neuen Versicherung aber mind. 18 Monate bleiben. Eine Kündigung wegen Erhöhung der Beiträge ist jederzeit möglich. Quelle: http://www.pkv05.de
pooky am 22. April 2008 09:59 Die genannte Regelung gilt aber nur für private Krankenversicherungen, nicht aber für gesetzliche Krankenkassen.