Frage von Deceased24, 154

Krankenkasse fordert Krankengeld wegen Nichtzustandekommens des Arbeitsverhältnisses zurück - rechtens?

Hallo,

es handelt sich um folgenden Sachverhalt:

Ich hatte zum 15. Juli 2015 eine neue Stelle angetreten, war also auch da. Leider bin ich am ersten Tag erkrankt und musste den Arbeitsplatz verlassen. Da ich dann auch längere Zeit krank geschrieben wurde kündigte mir mein Arbeitgeber ordentlich unter Einhaltung der Kündigungsfrist in der Probezeit zum 03. August 2015. Ich war die ganze Zeit über lückenlos krank geschrieben und erhielt daher von der Krankenkasse Krankengeld, da die Lohnfortzahlung seitens des Arbeitgebers erst nach 6 Wochen Betriebszugehörigkeit greift. Seit dem 04. August 2015 beziehe ich ALG1, welches ohne Probleme bewilligt wurde.

Nun erhielt ich gestern ein Schreiben der Krankenkasse, in welchem sie mir mitteilte, dass laut Arbeitgeber das Arbeitsverhältnis nicht zustande gekommen ist und sie das Krankengeld in Höhe von 500irgendwas von mir zurückfordern. Ich habe dieses Geld nicht.

Meiner Meinung nach habe ich nichts falsch gemacht und alle Leistungen rechtens erhalten. Wäre das Arbeitsverhältnis nämlich wirklich nicht zustande gekommen, hätte ich laut Arbeitsvertrag eine Vertragsstrafe zahlen müssen, die aber nie eingefordert wurde.

Natürlich werde ich gleich Montag die Krankenkasse anrufen, aber vielleicht kann mir bis dahin jemand, der die Rechtslage kennt, sagen, wer da im Recht ist und was ich am besten tun soll. Ich bin gerade wirklich verzweifelt.

Danke und liebe Grüße

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Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von angy2001, 150

"Nun erhielt ich gestern ein Schreiben der Krankenkasse, in welchem sie mir mitteilte, dass laut Arbeitgeber das Arbeitsverhältnis nicht zustande gekommen ist"

Du hast einen Vertrag und den hat der AG dann gekündigt.... warum hätte er das tun sollen, wenn der Vertrag nicht zustande gekommen wäre? Das soll die KK mal erklären.

Antwort
von Jewi14, 133

Arbeitsvertrag liegt doch vor und eine schriftliche Kündigung hast du auch erhalten. Darüber kannst du doch nachweisen für ca. einen halben Monat sehr wohl beschäftigt warst.

Antwort
von AppleTea, 154

Wenn du den vertrag unterschrieben hast und die kündigung noch vorliegt, kannst du diese als kopie der krankenkasse zusenden! Damit beweißt du ja, dass ein Verhältnis bestanden hat

Antwort
von pilot350, 107

Die ordentliche Kündigung ist rechtens. Das Krankentagegeld hast Du wohl unberechtigt erhalten. Du solltest dringend in den Geschäftsbedingungen Deines Vertrages nachsehen zum Beginn und unter welchen Bedingungen Krankengeld gezahlt wird.

Kommentar von Deceased24 ,

Ich habe kein Krankentagegeld erhalten, sondern Krankengeld. Das ist etwas anderes. Der Arbeitgeber hat nichts bezahlt, muss er auch nicht. Die Krankenkasse verlangt Geld zurück, nicht der Arbeitgeber.

Kommentar von pilot350 ,

Ja, deshalb  schau in den Vertragsbedingungen Deiner Krankenkasse nach wann,  ob und unter welchen Voraussetzungen und wie lange Krankengeld gezahlt wird.

Kommentar von Familiengerd ,

schau in den Vertragsbedingungen Deiner Krankenkasse nach

Das hat nichts mit den "Vertragsbedingungen der Krankenkasse" zu tun, sondern ist gesetzlich geregelt!

Selbstverständlich hat der Fragesteller Anspruch auf das Krankengeld und muss es nicht zurück zahlen!

Kommentar von pilot350 ,

Selbstverständlich ist das nicht. Eine krankenkasse macht das doch nivht unbegründet. 

Kommentar von Familiengerd ,

Hier geht es aber um offensichtlich der Krankenkasse vom Arbeitgeber falsch gegebene Informationen: dass kein Arbeitsverhältnis zustande gekommen sei, obwohl es einen geschlossenen Arbeitsvertrag und eine wirksame Kündigung gibt.

Und wenn der Arbeitnehmer (wie er mitteilt) seine Arbeit auch bereits begonnen hat - wenn auch nur für eine kurze Dauer -, dann ist auch tatsächlich ein Arbeitsverhältnis zustande gekommen, das die Krankenkasse (auf Antrag) zur Leistung von Krankengeld auf der Basis der vereinbarten Entlohnung verpflichtet, da der Arbeitgeber selbst noch keine Lohnfortzahlung zu leisten hatte.

Und damit besteht selbstverständlich eine Leistungspflicht der Krankenkasse nach dem Gesetz!

Kommentar von pilot350 ,

Die ganze Angelegenheit wurde offensichtlich nicht vollständig von der Fragestellerin mitgeteilt. Jetzt mache Dich mal nicht vom Familiengerd zum Familienhorst.

Kommentar von Familiengerd ,

Jetzt mache Dich mal nicht vom Familiengerd zum Familienhorst.

Ich habe sachlich eine Aussage von Dir richtig gestellt.

Das ist kein Grund für Pöbelei!

Kommentar von Deceased24 ,

Familiengerd hat eindeutig Recht, pilot deine Antworten sind einfach völlig falsch. Informiere dich bitte, bevor du Antworten gibst.

Kommentar von pilot350 ,

Nochmal, eine krankenkasse entscheidet das doch nicht aus willkür. Diese entscheidung traf die rechtsabteilung der krankenkasse. Bestimmt mit fundierteren kenntnissen als die mit gefährlichem halbwissen ausgestatteten ratgeber die ihre profilsucht befriedigen durch verbreitung von empathie für frsgesteller.

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