Frage von bierken, 57

Krankenkasse Beitrag senken/auf Raten?

Hallo.Hoffe hier kennt sich einer mit dem Thema Krankenkasse aus (bitte nur ernste Antworten, und "ja haha such dir n Job" - tu ich), bin momentan freiwillig versichert (Barmer, über 170€ im Monat) und leider auch momentan arbeitssuchend und auf Jobsuche, habe aber noch nichts(aber kein ALG etc [möglich]), und kann diesen Beitrag nicht mehr stemmen.Kann man als Übergang irgendwie auch Krankenkassen auf Dinge wie Senkung oder Ratenzahlung ansprechen? Will diese nicht direkt kontaktieren und dann geht das nach hinten los. War noch nie im Minus, kein Schufa Eintrag und will dies auch alles verhindern.Bitte um Tipps oder Erfahrungen, bevor ich da jetzt selbst hingehe bzw. hinschreibe.

Danke

Antwort
von kevin1905, 38

Ein geringerer Beitrag als besagte 170,- € für freiwillig Versicherte ist nicht möglich (§ 240 SGB V).

Warum stellst du keinen Antrag auf ALG II? Das löst Versicherungspflicht aus und das Jobcenter übernimmt deine KV-Beiträge.

Hast du schon Beitragsrückstände?

Kommentar von bierken ,

Keine Beitragsrückstände bisher, keine Schufa-Einträge und keine roten Zahlen im Konto.

ALG2 nicht möglich, da noch nicht 25, und jetzt gerade halt, im Zeitpunkt sehr unglücklich, die Jobsuche eingetroffen ist, da ich erst in 3 Monaten 25 werde(mit Elterneinkommen würde es bei U25 kein Zuspruch geben)

Antwort
von MiaMaraLara, 34

Wenn du schon Beitragsrückstände hast kannst du über diese mit deiner Krankenkasse reden und vielleicht werden sie hierüber eine Ratenzahlung vereinbaren. DIe laufenden Beiträge von ca. 170 Euro werden Sie dir aber weder Stunden noch hierüber Raten vereinbaren. Du solltest zum Jobcenter gehen und Arbeitslosengeld II beantragen. Wenn du Arbeitslosengeld II erhälst werden hier auch deine Beiträge gezahlt. Wenn du darauf keinen Anspruch hast musst du wohl deine Ersparnisse und dein Vermögen soweit aufbrauchen bis du Anspruch auf Sozialleistungen hast.

Antwort
von AlexChristo, 21

Eine Ratenzahlung über den aktuellen Beitrag wird die Krankenkasse nicht machen. Auch eine "Senkung" wird nicht drin sein.

Das ganze kann in der Tat ein Problem sein, wenn man Eigentum hat, was "verhindert", dass man kein ALG II bekommt.

Wenn du bereits ein Job suchst, dann fallen mir nur andere Lösungsmöglichkeiten ein, die nur in bestimmten Situationen möglich sind.

Familienversicherung: Bis zu einem bestimmten Alter kann man familienversichert sein oder wenn du verheiratet bist, könntest du dich auch Familien versichern lassen.

Wenn du die Voraussetzungen erfüllst (und in einem Bundesland bist, in der man keine Studiengebühren zahlt) könntest du dich als Student einschreiben und wärst in der Studentischen Krankenversicherung. Der Beitrag ist geringer als der, den du jetzt zahlst. Aber da darfst du auch ein bestimmtes Alter noch nicht überschritten haben und musst die (Fach-)Hochschulreife haben.

Ich persönlich würde dir empfehlen, die Krankenkasse zu kontaktieren. Die kennen deine persönliche Situation wahrscheinlich auch noch etwas besser und können dich beraten.

Eine andere Alternative wäre zu schauen, wieso du kein ALG II bekommst und die Hinderungsgründe "entfernen".

Kommentar von bierken ,

Keine Beitragsrückstände, keine Schufa-Einträge und keine roten Zahlen im Konto. Keine Familienversicherung, da Ü23, kein Student.

ALG2 nicht möglich, da noch nicht 25, und jetzt gerade halt, im Zeitpunkt unglücklich, die Jobsuche eingetroffen ist, da ich erst in 3 Monaten 25 werde(mit Elterneinkommen würde es bei U25 kein Zuspruch geben).

Vielleicht sollte ich die Krankenkasse mal direkt anschreiben.

Antwort
von Laury95, 8

Wie kann ALG2 nicht möglich sein? Hast du eine 100 % Sanktion?

Soweit ich weiß, muss man den Mindestbetrag bezahlen, du kannst nur eine Ratenzahlung vereinbaren, wenn du bei der Krankenkasse Beitragsschulden hättest.

Kommentar von bierken ,

Keine Sanktion, kein ALG bisher,keine Beitragsrückstände, keine Schufa-Einträge und keine roten Zahlen im Konto.

ALG2 nicht möglich, da noch nicht ganz 25, und jetzt gerade halt, im Zeitpunkt sehr unglücklich, die Jobsuche eingetroffen ist, da ich erst in 3 Monaten 25 werde(mit Elterneinkommen würde es bei U25 kein Zuspruch geben)

Antwort
von eulig, 9

Ratenzahlungen sind nur für zurückgelegte Zeiten und Beitragsrückstände möglich und sind zusätzlich zum laufende Beitrag zu zahlen. so wie du dir das vorstellst, geht es leider nicht.

um einen Aufschub zu erhalten, kannst du aber einen Antrag auf Stundung stellen. die Kassen sind aber nicht verpflichtet darauf einzugehen. wenn, dann passiert das aus Kulanz.

Kommentar von bierken ,

Also Ratenzahlung und Senkung fallen weg, Student ist nicht möglich, ALG2, wie im Thema bereits erwähnt, auch nicht; was verstehe ich aber jetzt unter dieser Stundung? Sprich "Stilllegung der Zahlung"? Aber dies würde doch auch eine Nachzahlung mit sich ziehen, die sich dann ja kräftig summieren würde,oder? Wäre das nicht so gesehen dasselbe wie eine Ratenzahlung im Nachhinein?

Danke für die Antwort

Kommentar von eulig ,

wenn deine Beiträge auflaufen und du einfach nicht zahlst (zahlen kannst), dann wird gegen dich ein ruhender Leistungsanspruch ausgesprochen. du wirst dann nur noch in Notfällen oder bei Schmerzzuständen behandelt. alle andere "normalen" Arztbesuche musst du selbst zahlen (wird auch nicht erstattet).

wenn du eine Stundung beantragst, dann erhälst du quasi einen Aufschub. für diesen Aufschub zahlst du am Ende Zinsen. die Forderungen sind dann allerdings auch komplett fällig mit Ablauf der Stundung. wenn die dann nicht gezahlt werden können, dann wäre eine Ratenzahlung in Betracht zu ziehen. Vorteil ist, dass du während der Stundung nicht in den ruhenden Leistungsanspruch rutschst.

Krankenkassen sind aber nicht dazu verpflichtet auf Stundungen und Ratenzahlungen einzugehen. sie dürfen dies ohne weiteres Verwehren.

Antwort
von wesermensch, 29

Spreche doch die Barmer direkt an. Das ist sicherlich möglich, weil sich deine Beiträge an deinem zu erwartenden Einkommen orientiert. 

Solltest du ALG II erhalten, werden deine Beiträge übernommen.

Kommentar von kevin1905 ,

Ein freiwillig Versicherter, der nicht hauptberuflich selbständig ist, erzielt ein fiktives Mindesteinkommen von 968,33 € auf das die Kasse den Beitrags festsetzt. Eine Reduktion ist nicht möglich.

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