Krankengeld wird mir gestrichen?

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2 Antworten

Bezieht man Krankengeld, dann darf da keine Lücke sein sonst wird Krankengeld eingestellt.

Beispiel:

Du bist bis Mittwoch krank geschrieben laut Auszahlungsschein, dann muss Du auch an diesem Tag, oder wenn das an dem Tag nicht geht halt früher; zum Arzt gehen und den Auszahlungsschein verlängern lassen.

Die Krankenkassen versuchen natürlich zu sparen und deren Motto lautet:

Unwissenheit schützt vor Strafe nicht.

Ob das hier ein Sonderfall ist, weil Du in den ersten vier Wochen einer Beschäftigung warst kann ich nicht beurteilen.

Du solltest Dich unbedingt an die unabhängige Patientenberatung wenden, die ist kostenlos. Vielleicht können die Dir weiterhelfen.

Persönlich finde ich, dass man zahlen muss, weil man nicht voraussetzen kann, das jeder weiß, dass er in den ersten Vier Wochen einer Beschäftigung keinen Lohn sondern Krankengeld bekommt und somit gewisse Pflichten hat.

Denn ist man länger als vier Wochen beschäftigt und ist bis Mittwoch krank geschrieben und geht am Donnerstag hin und lässt sich weiter krank schreiben,  da zahlt er Arbeuitbegebr ja auch die Lohnfortzahlung.

MfG

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"Einzigste Krankschreibung ein Tag rückwirkend aufwies"

Die Krankmeldungen müssen lückenlos sein.

Es gab am 01.08.2015 eine Änderung des § 46 SGB V (Sozialgesetzbuch), welche die oft, aus Unkenntnis der Betroffenen, entstandene verhängnisvolle Lücke von einem Tag zwischen 2 AUs geschlossen hat:

http://www.anwalt.de/rechtstipps/wichtige-aenderung-ab-bei-krankengeld-bei-weiterer-krankschreibung\_073004.html


Eine rückwirkende Krankschreibung ist aber weiterhin nicht vorgesehen. Wenn eine AU rückwirkend ausgestellt wurde, dann besteht kein Anspruch auf Krankengeld mehr.

Die Krankenkasse handelt rechtskonform.

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Kommentar von DerSchopenhauer
19.04.2016, 00:59

Es besteht nur die Möglichkeit, daß eine rückwirkende Krankschreibung dennoch ausnahmsweise anerkannt werden könnte, wenn es gewichtige Gründe gibt, die nicht im Verantwortungsbereich des Versicherten liegen, und die einen früheren Arztbesuch unmöglich gemacht hätten.

Eine unterbliebene ärztliche Feststellung der Arbeitsunfähigkeit kann ausnahmsweise rückwirkend nachgeholt werden, wenn die rechtzeitige Feststellung und Meldung durch Umstände verhindert worden sind, die nicht im Verantwortungsbereich des Versicherten liegen, z.B. bei Geschäftsunfähigkeit oder bei in den Verantwortungsbereich der Krankenkasse fallenden Hinderungsgründen (BSG SozR 4 2500 § 46 Nr. 1; BSGE 25, 76, 77)


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