Frage von RicVirchow, 108

Kraftpfeil Erklärung?

Hey,

Sagen wir mal, dass wir einen Körper haben (K1) und einen Kraftpfeil

Zwei Fälle:

1.) K1 ---->

2.) K1 <----

Der Anfang eines Kraftpfeils ist doch nicht die Spitze, sondern genau am anderen Ende zur Spitze. Das ist doch auch der Angriffspunkt, d.h. Die Kraft wirkt bei 1. in Richtung K1?

Aber wieso macht man die Spitze dann nicht in Richtung K1, wenn die Kraft auf K1 wirkt? Was ist mit Angriffspunkt gemeint?

Bei 2. wirkt doch die Kraft nach dieser Theorie nicht gegen K1, sondern in entgegengesetzte Richtung.

Woran erkenne ich die Richtung der Krafteinwirkung am Kraftpfeil?

Antwort
von Halswirbelstrom, 68

Meines Erachtens vernachlässigst Du bei dieser Betrachtungsweise das NEWTONsche Axiom "actio = reactio", was bedeutet, dass jede Kraft eine gleichgroße entgegengesetzt gerichtete Kraft besitzt. Das heißt aber auch, dass Kräfte stets zwischen mindestens zwei Körper wirken. Jede der beiden Kräfte hat deshalb ihren Angriffspunkt auf einem der beiden Körper. Die Darstellung eines einzelnen Körpers mit einem Kraftpfeil ist daher nicht vollständig und daher auch ggf. unverständlich.

LG 

Kommentar von RicVirchow ,

Ich habe das Wechselwirkungsprinzip weggelassen, weil das für meine Frage keine Rolle spielt und es sonst zu unübersichtlich wäre und man nicht wissen könnte, welchen der beiden Pfeile ich jeweils meine.

Meine Frage ist, wohin die Kraft gerichtet ist, bzw. wie man dies herausfindet, wenn man einen Kraftpfeil ---> betrachtet.  Wirkt die Kraft in Richtung zur Spitze oder am anderen Ende des Pfeils, wo ist der Angriffspunkt und ist der Angriffspunkt der Punkt auf dem die Kraft wirkt?

Kommentar von Halswirbelstrom ,

Die Spitze des Kraftpfeiles gibt die Richtung der Kraft, ausgehend vom Angriffspunkt der Kraft an. Man unterscheidet Zug- und Druckkräfte. Diese Unterscheidung ist jedoch nur möglich, wenn man beide an der Kraftwirkung beteiligten Körper betrachtet. Druckkräfte wirken der Trennung, Zugkräfte der Annäherung beider Körper entgegen. In beiden Fällen sind diese Kräfte immer entgegengesetzt zueinander gerichtet und liegen auf ein und derselben Wirkungslinie, auf der sie beliebig verschoben werden können. Dadurch lassen sich die Angriffspunkte beider Kräfte dem jeweiligen Körper zuordnen.       

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