Frage von anomis149, 30

Kostenverpflichtung für den Mieter?

Bei uns ist die Heizungsanlage von Freitag auf Samstag in der Mietwohnung ausgefallen. Samstag haben wir vergeblich versucht die Vermieterin telefonisch zu erreichen. Erst als wir ihr Sonntag eine Nachricht geschickt haben, hat sie dafür gesorgt, das eine Firma kommt und die Heizungsanlage repariert. Die Reparatur erfolgte also am Sonntag. Nun meint die Vermieterin wir müssen 50% der angefallenen Handwerkerrechnung selbst zahlen. Das sind 159€. Laut ihrer Aussage ist dies rechtens da ein 100% Sonntagszuschlag angefallen ist. Nun zu meiner Frage: müssen wir uns an der Rechnung beteiligen, weil der Sonntagszuschlag erhoben wurde? Wenn ja,müssen wir tatsächlich die Hälfte der Rechnung tragen oder nur einen Teil des Sonntagszuschlags? Als wir uns weigerten die Rechnung zu zahlen, hat Sie das Geld einfach aus dem Überschuss der jährlichen Nebenkostenabrechnung einbehalten😡😡. Was können wir jetzt machen??

Antwort
von peterobm, 21

ihr habt das Recht auf eine funktionierende Heizung. Warum solltest da was zahlen. Das zahlt die Vermieterin voll. Geld zurückfordern. Notfalls bei der nächsten Miete abziehen. Ärger ist vorprogrammiert.

Sei froh dass jemand am Sonntag gekommen ist. Der hätte auch am Montag kommen können.

Kommentar von anomis149 ,

Du hast recht. Der Ärger ließ nicht lange auf sich warten. Zwar das Geld zurückerhalten, aber leider auch die Kündigung des Mietverhältnisses

Antwort
von Erklaerbaer17, 14

Nach meinen Kenntnissen, ist das Bullshit  was die Vermieterin erzählt.

1. Vermieter ist für die Funktionalität der Heizung, Strom und Wasser verantwortlich, soweit der Mieter eine Störung nicht selber beigefügt hat!

2. Wenn der Vermieter es versäumt hat die Heizung richtig zu warten, kann er/sie nicht die Kosten der Reparatur auf die Mieter abwälzen. Selbst wenn der Handwerker am Sonntag kommen muss.

3. Andersrum wird ein Schuh draus. Hätte die Vermieterin noch länger mit der Reparatur gewartet (1-2 Wochen) gewartet wäre sogar eine Mietminderung gerechtfertigt gewesen.

Wenn die Vermieterin sich weiter hin stur stellt würde ich zum Mietverein gehen. 

Kommentar von anomis149 ,

Sie hat eingesehen, das ihre Vorgehensweise nicht rechtens war und das einbehaltene Geld vorbeigebracht. Gleichzeitig hat sie Eigenbedarf angemeldet und das Mietverhältnis gekündigt. Jetzt müssen wir mit 6 Kindern innerhalb von 3 Monaten eine neue Wohnung suchen😞

Kommentar von peterobm ,

Gleichzeitig hat sie Eigenbedarf angemeldet 

schön wie es sich gehört? Sollte da eine hieb-u.stichfeste Begründung fehlen, ist das Schreiben für die Tonne.

das riecht stark nach "aus der Luft gegriffen" aus.

http://mitglied.hausundgrund.de/eigenbedarfskuendigung.html?gclid=CjwKEAiA8qG1BR...

dann: wie lange wohnt ihr dort; für die Kündigungsfrist entscheident; ebenso gibt es auch hier eine Härtefallregelung; ob die bei euch zutrifft: http://www.mietrecht.org/eigenbedarf/eigenbedarfskuendigung-haertefall/

das gilt es zu überprüfen

Kommentar von Erklaerbaer17 ,

Hallo Geld vorbei gebracht und dann auf Eigenbedarf Kündigen?? Das glaubt dem kein Richter, selbst wenn er behauptet sein Kind oder sonst wär zieht da ein. Das soll er erst mal beweisen. (Richter sind keine Dummen Menschen). Jetzt erst recht zum Mietverein. Das sind klasse Leute die haben mir echt auch mal in eine sehr verzwickten Version geholfen. Und das ganze kostete mir nur 50 Euro im Monat.

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