Kostenlose Lebensmittel(marken) für alle: Eine sinnvolle Möglichkeit zur Bekämpfung von Armut in Deutschland?

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13 Antworten

Dein Ansatz geht nicht weit genug. Hast Du schon von dem bedingungslosen Grundeinkommen gehört ? Ansonsten mal googeln. Wir werden auch nicht ewig im Kapitalismus schwelgen - in den USA erleben wir ihn meiner Meinung nach bereits im Endstadium.

Den Menschen wird die Arbeit ausgehen, die Gesellschaft ist gefordert einen neuen Umgang miteinander zu finden und allen seinen Mitgliedern ein menschenwürdiges Dasein zu verschaffen. Hier sind die Unternehmer und die Gesellschaft gefordert, allein packen das die Politiker gar nicht.

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Das ist eine schlechte Idee, und zwar aus mehreren Gründen. Erstens wäre die Vergabe solcher Marken an alle, unabhängig von der Bedürftigkeit, pure Geldverschwendung. Zweitens halte ich von Lebensmittelmarken nichts- Sozialleistungen sollten monetärer Art sein, das gibt den Menschen mehr Freiheit.

Und Einbußen in der Gastronomie würde es nicht geben. Vielmehr müsste der Staat die Kosten des Essens dann übernehmen; die Abrechnung würde eine Menge Bürokratie verursachen.

Und drittens hat dein Vorschlag die selben Mankos wie alle Ideen, Armut nur durch Sozialleistungen zu bekämpfen: Er lindert die Symptome, aber nicht die Ursachen. Wenn wir wirklich etwas gegen Armut unternehmen wollen, müssen wir die Ursachen bekämpfen.

Die sind v.a. in der meist geringen Qualifikation der Betroffenen zu suchen, dazu in der mangelnden sozialen Mobilität in Deutschland und in der Chancenungleichheit im Bildungssystem(wer arm geboren wird, bleibt es meist auch; ein sozialer Aufstieg ist schwer). Hier müssten wir ansetzen. 

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Gut finde ich, dass du dir Gedanken machst. Allerdings

- hungert ohnehin niemand hier

- sind Lebensmittel im Vergleich zu anderen Ländern hier spottbillig. Wenn ich im Edeka 20 Euro an der Kasse zahle, sind 15 davon für Expresso-Kaffee, Rotwein und Tabak.

- Die soziale Schere ist eine Fiktion. Geld ist keine lineare Größe. Für jemanden, der von der Grundsicherung lebt, sind 100 Euro mehr sehr viel Geld. Er könnte damit am sozialen Leben teilhaben oder seinen eigenen Interessen nachgehen.  Die gleichen 100 Euro bedeuten für einen, der 5000 netto nach Hause bringt, gar nichts.

Tatsächlich steigt der Lebensstandard auch der Armen ständig. Ein gut verdienender Mensch hätte noch 1960 keine Zentralheizung gehabt, kein fleißend warmes Wasser, kein DSL, keine 30 Fernsehprogramme, kein Handy, keine halbwegs saubere Umwelt und was weiß ich noch alles nicht gehabt. Also bin ich lieber heute arm als gestern reich.

Was bitteschön hat der Reiche mehr als ich, wo hat er mehr vom Leben? Die soziale Schere schließt sich immer mehr. Geld verliert an Bedeutung. 


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Unterernährung ist doch schon lange kein Problem mehr in Deutschland. Es ist eher andersherum: Menschen mit geringem Einkommen sind dicker als Vielverdiener. Ein bedingungsloses Grundeinkommen wäre da die bessere Alternative. 

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Kommentar von HantelbankXL
22.03.2016, 00:14

Warum sind sie den meist dicker? Ganz einfach, weil Ungesundes in der Regel billiger ist.

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Was für ein Unsinn...sowas gab es schon mal, nach dem Krieg war Lebensmittelzuteilung, weil knapp eine wichtige Maßnahme, aber das kannst du doch heute nicht machen.

Keiner hat das Recht mir vorzuschreiben, was ich mit meinem Geld mache...oder mir vorzuschreiben, welche Lebensmittel ich wann und wo kaufe.

Selbstbestimmung...schon mal was von gehört ?

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Kommentar von HantelbankXL
22.03.2016, 00:09

Hast du überhaupt meine Frage richtig gelesen? Du könntest weiterhin mit deinem Geld machen was du willst. Ja sogar noch mehr als sonst, weil mehr überbleiben würde.

Die Marken in meinem Vorschlag beschränken dich auch ebenso wenig beim Lebensmittelkauf. Sie sind nur so etwas wie ein Geldersatz.

Ich schrieb außerdem noch explizit dazu, dass Lebensmittel weiterhin ganz normal gegen Geld gekauft werden können.

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Ein ziemlich schlechter Vorschlag, den du da unterbreitest.

1. ist es demütigend, statt Geld nur Sachleistungen zu erhalten

2. wer Essensmarken subventionieren kann, kann dies auch gleich mit Geld tun

3. Jedwede Anmahnung einer Vermögensumverteilung, vorgetragen von Linken, wird von der jeweiligen Bundesregierung abgeschmettert. die Devise lautet nämlich unausgesprochen. alles für das Wohl der Reichen und nachfolgend der Wohlhabenden, Arme hingegen sollen sehen wo sie bleiben

4. Deine vorgeschlagene Kürzung der H-4 Bezüge ist schon ein arger Klops, denn diese Art der Alimentierung ist eh viel zu gering, zudem an allerlei Bedingugen geknüpft.

5. ungeklärt bleibt bei deiner Auflistung zudem, welche Lebensmittel eigentlich damit erworben werden können. Was schließt es ein, was aus?

6. wieso sollen eigentlich alle Bewohner dieser Republik Lebensmittelmarken erhalten? Das ist nicht nachvollziehbar und nicht akzeptabel!

7. Lebensmittelmarken als Rechtfertigung für weitere Geldkürzungen

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Zunächst einmal bin ich gegen jede weitere staatliche Bevormundung und Steuererhöhung für unsinnige Maßnahmen.

Außerdem sind Lebensmittelmarken nicht dazu geeignet die Ursachen der Armut zu bekämpfen, sie zementieren die Armut sogar, weil am Status Quo nichts verändert wird. Armut kann nur mit fairen Löhnen bekämpft werden und mit der Abschaffung des Niedriglohnsektors.

https://de.wikipedia.org/wiki/Niedriglohn

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Ich würde lieber die 400 euro vom Jobcenter/Sozialamt nehmen, und die Lebensmittel kauen, die mir schmecken, statt mit Marken das zu kaufen, was draufsteht. Sollen wir alle Monat für Monat dasselbe essen?

In DE muß niemand hungern,  - also was ist dein Problem?

Gesunde Ernährung ist nicht teurer als ungesunde, eher billiger.


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Kommentar von HantelbankXL
22.03.2016, 00:13

Die Marken nach meiner Idee wären universell einsetzen, ganz ähnlich wie Geld oder Gutscheine.

Ist das wirklich so? Ich nenne nur ein paar Worte: Tafel, Suppenküche, Mülltonnenwühler etc.

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Warum eigentlich erst den Umweg über solche Marken?

Wenn Lebensmittel (= Mittel zum leben) grundsätzlich mal vom Kapitalismus ausgeschlossen wären gäbe es auch keinen Hunger mehr. Auch keine Obdachlosigkeit oder unbehandelte Krankheiten ...Und das weltweit.

Wir Menschen sollten uns an der Natur orientieren: kein Baum verbietet es einem Tier, sich von seinen Früchten zu ernähren, sofern sie vorhanden sind. Sind keine mehr da muss man halt nen anderen Baum suchen. ;)

Mit Lebensmittelmarken wäre ja immer noch das Problem zu klären, wo die Lebensmittel herkommen sollen...

Beim Geld (was letztendlich auch nur 'ne Lebensmittelmarke ist...) kann man ja auch nur an solche rankommen, wenn sie verfügbar sind... o.O

Hartz4 reduzieren ist nicht nötig. Man könnte sich ja einfach an der Herstellung der Nahrungsmittel beteiligen. ;)

Aber dafür sind Menschen gerne zu faul. Sie überlassen Arbeit entweder anderen oder generell Maschinen. Und jammern dann, daß sie kein geld für das nötigste haben. o.O

So funktioniert die Natur aber nicht.

warehouse14

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Ich würde so Marken spezifischer gestalten, nur Für Obst und Gemüse und Grundnahrungsmittel nicht für Süßes oder ähnliches ,das meist eh günstig ist!

Frage was würdest du dir um solche Marken kaufen ?

Ich zum Beispiel kann mir das Gemüse und Obst schwer leisten da es teuer ist und ich mir sonst nichts kaufen kann!

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Warum für Alle? Nicht Alle sind auf günstige Lebensmittel angewiesen weil sie viel Geld verdienen. Denen noch Lebensmittel zu schenken das wäre ungerecht Denjenigen gegenüber die wirklich sehr wenig Geld zur Verfügung haben.

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Kommentar von HantelbankXL
22.03.2016, 00:11

Dafür müssten sie dann auch (viel) mehr von der neuen Steuer zahlen.

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Das halte ich für unsinnig. Wer bedürftig ist, bekommt Sozialleistungen in Form von Geld, mit dem er selbst bestimmen kann, welche Lebensmittel er kauft. Und ein Durchschnittsverdiener gibt hierzulande ohnehin nur 10 % seines Einkommens für Lebensmittel aus. In einem Land, in dem es Lebensmittel im Überfluss gibt, ist so etwas völlig überflüssig. Nur in schweren Notzeiten, in denen Lebensmittel sehr knapp sind, würde sich Derartiges anbieten.

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Google mal über die ZEIT 1945--48  !!!!

oder über "Otto Normalverbraucher" (damals war Gerd Fröbe noch mager)

... das "Wirtschaftswunder" wurde u. a. durch die ABSCHAFFUNG der Bezugsscheine in Kombination  mit der neuen DM angestoßen.....

PS.: beim Lesen Deiner "Frage"???  wurde mir speiübel ......

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