Frage von donnilein, 87

Kostenbeteiligun bedeutung?

Wie ist das mit der Kostenbeteiligung bei einer Reitbeteiligung gemeint? Oder ist damit einfach nur der Preis den man im Monat zahlt gemeint?

Expertenantwort
von Sallyvita, Community-Experte für Pferde, 22

Es gibt da keine festgelegten Floskeln, die allgemeingültig sind. Manchmal formuliert derjenige einfach nur umständlich oder missverständlich. Da hilft es nur konkret nachzufragen, was er darunter versteht.

Bei den meisten RB`s geht es um einen festen monatlichen Betrag, den man für die festgelegte Anzahl von Malen, die man reitet, zu zahlen hat. Doch ich habe durchaus schon von RB´s gehört, wo das anders läuft und wo auch anteilig Schmied- und Tierarztkosten mitgezählt werden sollen. DAS würde ich als RB allerdings nicht machen wollen, denn er Faktor Tierarzt ist kaum kalkulierbar, verletzt sich das Pferd mal langwierig oder benötigt eine OP.

Deshalb erkundige Dich einfach, was derjenige oder diejenige konkret damit meint, was für den monatlichen Obolus enthalten ist und ob es noch irgendwelche Extrakosten gibt.

Antwort
von xxCamarguexx, 8

Mit Kostenbeteiligung ist natürlich nicht mehr gemeint als dass man sich eben an den Kosten des Pferdes beteiligt, also etwas dazu tut. Wie hoch, wie oft und wann dieser Betrag bezahlt wird, wird individuell abgesprochen.

Oft gibt es einen monatlichen festen Betrag, es wird pro Tag gerechnet an dem die Reitbeteiligung kommt, manche zahlen jeden Hufbearbeiterbesuch, manche sogar prozentual an allem.

Antwort
von EIfenstaub, 61

Es können die Kosten für die reine Unterbringung gemeint sein oder auch einschließlich aller anfallenden Kosten wie TA, Hufschmied, Sattelzeug.


Antwort
von Michel2015, 10

Die Kostenbeteiligung ist eine juristische Falle für jeden Pferdebesitzer.

Manche meinen damit den Reitbetiligungsbetrag erklären zu müssen. Anteile an Fixen-und Variablen Kosten. So der Betrag den Du im Monat zu bezahlen hast.

Das kann so weit gehen, dass die RB in einigen Jahren  Recht am Eigentum hat. Hierzu gab es in der Vergangenheit schon einige Verfahren.

Ein sehr unkluge Art eine derartige Kalkulation zu einer Vertragsgrundlage zu machen.

Kommentar von Urlewas ,

Das interessiert mich jeztz - kannst du da näheres zu berichten? Ich dachte nämlich auch, so was zu wissen, dass eine zahlende Reitbeteiligung in gewissem Maße als Mitbesitzer gilt. Bitte um nähere Info!

Kommentar von Michel2015 ,

Das hat weniger was mit der RB zu tun, als mit der Art der Vereinbarung. Wer so offensichtich an den Unkosten betiligt wird, ist selbstredend auch ein Eigentümer. Der Normale kalkuliert im Stillen und fast das Ergenbis in eine Miete, Gebühr usw.

Also diese ganzen Spielchen mit Hufschmied, TA, Pension mit Faktor/30 x Reittage.

Ich habe das erste mal davon in der Cavallo oder sonst so einer Zeitschrift gelesen, das ist schon lange her. Jedenfalls sollte das Pferd verkauft werden. Die RB hat geklagt und Recht bekommen. Sie wurde 5 Jahre lang mit einem Betrag X an den Kosten beteiligt. Somit unterstellte man der RB einen Erwerb am Miteigentum des Pferdes.

Klingt aber auch plausibel. Wenn Du bei mir einziehst und Dich mit 50% an den Hypotheken beteiligst, ich möchte nicht wissen wie so ein Fall vor Gericht gewertet wird. Du hast schließlich Unkosten bezahlt und keine Miete.

Davon mal abgesehen funktioniert diese Kalkulation soweiso nicht, denn:1. sind RBs zu 90% Minderjährig und mit Minderjährigen macht man keine Geschäfte, das ist unseriös. 2. Muss der Mehrwert degegen gehalten werden, denn die RB verschafft einem auch Vorteile.

Wir haben die RB-Gebühr vor 2 Monten endgültig abgeschafft und Verantwortungen verteilt. Die RBs die was mitbringen können oder wollen sind geblieben, die die nur da waren ohne das sie einem was bringen, ausgenommen Geld, mussten gehen. Jetzt läuft der Laden.

Expertenantwort
von Urlewas, Community-Experte für Pferde & reiten, 57

Das ist meist im einzelnen verhandelbar. Manche meinen einen festen monatlichen Betrag, andere erwarten einen prozentualen Anteil an allen Kosten, die das Pferd verursacht.

Klar ist jedenfalls, dass es dem Eigentümer nicht nur darum geht, das sich jemand um das Pferd kümmert,  und auch nicht reiten gegen Stallarbeit, sondern eben eine in der Reitbeteiligung benötigt, um das Pferd zu finanzieren.

Kommentar von Dahika ,

Tut mir leid, das ist Quatsch. Das transportiert nur die Mär, dass RB nur darum gesucht werden, weil die arme Besi  sich ihr Pferd nicht leisten kann.

Kommentar von Urlewas ,

Dahika, weil du das noch nicht so miterlebt hast, ist es noch lange kein Quatsch. Ich habe  schon einige solcher Leute kennengelernt. Im wahren Leben - nicht in der Mär!

Und auch hier auf "gute Frage " wird bei der oft gestellten Frage" kann ich mir ein eigenes Pferd leisten" doch oft genug eine Reitbeteiligung ernsthaft mit in die  Rechnung einbezogen.

Kommentar von EIfenstaub ,

Ich entschuldige mich für die dumme Frage...aber was ist so schlecht daran, ein Pferd mit einer RB gemeinsam zu finanzieren bzw seine Ausgaben dadurch etwas zu drücken?

Kommentar von Urlewas ,

@ Elfenstaub: Das ist keine " dumme" Frage. Ich habe lediglich versucht, die Frage der FS zu so zu beantworten, dass es ihr etwas nützt. 

Prinzipiell spricht sicher nichts dagegen, wenn jemand ein Pferd reiten darf, und im Gegenzug den Eigentümer des Pferdes in irgendeiner Weise - sei es zeitlich, finanziell oder bei beidem- etwas entlastet.

Nur kommt es vor, dass Menschen ein eigenes Pferd halten, obwohl sie es sich eigentlich gar nicht leisten können. Und wenn dann aus diesem Grund unbedingt eine RB her muss, finde ich das nicht so schön. Meine Meinung.

Ich könnte dir da einige  Beispiele erzählen, aber ich denke, du verstehst auch so, wie ich das meine...

Kommentar von TheFreakz ,

Nein, sowas gibts leider wirklich. Habe ich schon sehr oft erlebt, dass sich jemand ein Pferd kauft und es Bedingung ist, eine RB zu haben damit man das Pferd halten kann.

Kommentar von Girl2808 ,

Meine erste RB, hatte wirklich noch viel Geld und Ihr Urlaub ist oft wegen dem Pferd ausgefallen, aber gezahlt habe ich nichts!
Ihr war es wichtig das Pferd zu bewegen.
Ich habe selber ein Pferd und eine RB und diese bezahlt 50€ im Monat, für zwei-drei mal reiten in der Woche.
Ich habe die nicht, weil ich sie alleine nicht finanzieren kann. Ein Großteil des Geldes fließt auch gerne in Schabracken etc. xD
Ich hab die wirklich aus Zeitgründen, das Geld ist mir "egal".

Kommentar von Urlewas ,

@ girl Es gibt solche und solche. Habe nicht behauptet, dass es bei allen so sei.

Kommentar von Sallyvita ,

Ich kenne beide Arten von Pferdebesitzerin - die, die ihr Pferd über RB`s finanzieren und die, denen es nicht auf`s Finanzielle ankommt.

Meine alte Stute reitet 2,3 mal die Woche ein kleines Mädchen und bezahlt dafür nichts, weil ich es als wellness für`s Pferd betrachte und das kleine Mädchen ein total liebes und nettes Kind ist, dem ich das gerne ermögliche.

Doch es gibt bei uns am Stall durchaus Pferde, bei denen die RB ein wichtiger Faktor in der Finanzierung der monatlichen Kosten sind. Und bei einem Pferd weiß ich sogar, dass die RB regelmäßig den Schmied bezahlt, weil die Besitzerin ihn sonst gar nicht erst kommen lässt.......

Kommentar von xxCamarguexx ,

Klar ist jedenfalls, dass es dem Eigentümer nicht nur darum geht, das sich jemand um das Pferd kümmert,  und auch nicht reiten gegen Stallarbeit, sondern eben eine in der Reitbeteiligung benötigt, um das Pferd zu finanzieren.

Da du es als Allgemeinheit ausdrückst empfinde ich es auch als Quatsch. Mag sein dass es "einige" oder "viele" oder "manche" Pferdebesitzer gibt die das tun, aber sicher nicht alle (hört sich durch das "klar ist jedenfalls" stark danach an.

Ich kann mein Pferd locker ohne RB finanzieren, das Geld (plus noch mehr) geht komplett auf ein separates Konto zum Sparen falls mal ne OP anliegen sollte. Mit einplanen tue ich das Geld nie.




Kommentar von Urlewas ,

Camarguexx, man beachte die genaue Frage ( oder liegt unser Missverständnis daran, dass wir die Frage unterschiedlich  interpretieren?)

Es geht meinem .verständnis nach hier nicht um alle Besitzer, die eine Reitbeteiligung suchen, sondern um die Redewendung" gegen Kostenbeteiligung" in einer Anzeige.

 Mag sein, dass es auch da Ausnahmen gibt, aber sowohl meinem  Sprachverständnis,  als auch meiner  Erfahrung nach,  schreiben dies, oder auch" Festpreis",  Leute, die eben nicht von der Forderung einer finanziellen Unterstützung abweichen können oder wollen. Da braucht sich zum Beispiel ein Student, der den erbetenen Betrag nicht ableisten kann, gar nicht erst melden. 

Dahingegend hatte ich die Frage verstanden.

 Im Gegensatz dazu gibt es ja auch Anzeigen, wo zum Beispiel " Verhandlungsbasis" steht. Da kann die Reitbeteiligung dann unter Umständen auch statt mit Geld mit Stallarbeit, guten Reitkenntnissen oder auch einfach Sympathie punkten.

Mir sind schon Anzeigen begegnet, wo jemand " dringend " eine Reitbeteiligung suchte, weil das Pferd angeblich unbedingt Bewegung brauchte. Ich habe dann angeboten, das  Pferd ( welches nicht so recht mein Typ war) eine Weile mit zu bewegen, bis jemand wirklich passendes gefunden würde - und wurde barsch abgewiesen, weil ich nicht gewillt  war, auch noch das gewünschte Geld zu bringen. Die Leute suchten nach einem Jahr immer noch vergeblich " dringend" nach einer Reitbeteiligung, während das Pferd immer dicker und dicker wurde....

Ok jetzt? 

Expertenantwort
von Dahika, Community-Experte für Pferde, 41

Ob Kostenbeteiligung oder Monatsbeitrag, das ist dasselbe.

Kommentar von dressurreiter ,

Nicht unbedingt, erstens ist ein Monatsbeitrag eine feste Größe, eine Kostenbeteiligung braucht das nicht zu sein, die kann auch prozentual nach den anfallenden Kosten berechnet werden. Wenn dann eventuelle Tierarztkosten mit ein berechnet werden, hat man die A- Karte. Noch schlimmer ist es wenn im Vertrag steht monatlicher Beitrag + Kostenbeteiligung, so einen Vertrag würde ich nie unterschreiben.

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