Bella73 am 27.11.2008 um 11:28 Uhr
Wir haben da ein älteres Reihenhaus (Bj. 1965) in Aussicht, das wir gerne kaufen würden. Leider hat dieses Haus eine Nachtspeicherheizung, was wir wegen der hohen Stromkosten nicht möchten. Gasanschluß wäre vorhanden, das Haus ist bereits recht gut gedämmt. Nun müßten wir also eine komplette Zentralheizung einbauen lassen, sprich: Rohre verlegen vom Keller bis zum Dach, Heizkörper anbringen, Brenner einbauen lassen und natürlich die alten Öfen (evtl. Asbest?) entsorgen und die Stromleitungen kappen. Hat das von Euch schon mal jemand in Angriff genommen und kann mir in etwa sagen, was da an Kosten und Arbeitsaufwand auf uns zukäme? Ich dachte so an 20-25 T€. Kommt das hin? Danke!
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Der geschätzte finanzielle Aufwand passt. Lasst auf jeden Fall einen Kostenvoranschlag machen.
Das könnte eventuell hinkommen.
Wir haben für unsere Heizung (Brennwerttechnik) mit Warmwasserbereitung etwa 7000 Euro bezahlt. Aber natürlich waren die ganzen Rohre schon verlegt. Und wir mußten keine alten Öfen entsorgen.
Laß Dir doch am besten vom Heizungsbauer Deiner Wahl mal eine Größenordnung nennen.
Und vergiß nicht: Bei der kfw-Bank gibt es zinsgünstige Kredite für eine neue Heizung!
Bella73 am 27. November 2008 11:39 Oh ja, danke für den Tipp!
firstguardian am 27. November 2008 11:41 Auch für Solaranlagen!

Der Preis scheint ausreichend bemessen! Es gibt aber viel Staub und Dreck! Wenn die E-Heizkörper nicht so alt sind wie das Haus, dürften diese nicht asbestbelastet sein. Darüber gibt das Herstellerzeugnis Auskunft. Bei guter Dämmung muß die Nachstspeicherheizung nicht unbedingt eine teure Lösung sein! Ich denke da auch an eigene Energiegewinnung über steuerbegünstigte Solarmodule fürs Dach. Die E-Heizung kennt keine Wartung und keine Schornsteinfegerkosten. Rechnet man die Investitionskosten für den Aus und Umbau nochmal hinzu und berücksichtigt die Möglichkeit der eigenen Energieeinspeisung ins öffentliche Netz, könnte die vorhandene Heizung noch auf Jahrzehnte hinaus die bessere Lösung sein. Aus vermieteten Häusern habe ich die Erfahrung gemacht, dass die Rentabilität der dort vorhandene E-Heizungen den übrigen Systemen in Nichts nachsteht! Letztlich müssen Sie die Entscheidung aber selbsdt treffen.
Bella73 am 27. November 2008 11:42 Danke, wir werden uns das mal nochmal genauer ansehen.
Nachtspeicherheizungen/Elektroheizungen sind einfach nicht effizient. Außerdem kann ich mir nicht vorstellen, daß sie ganz ohne Wartung auskommen. Sicherlich sollte auch dabei die Funktionsfähigkeit gelegentlich überprüft werden.
Bei einer Gasheizung mit Brennwerttechnik hat man auch nur alle zwei Jahre Besuch vom Schornsteinfeger. Auf die Dauer ist das (zur Zeit) sicherlich eine der günstigsten Heiz-Möglichkeiten.
Den Staub und Dreck des Umbaus wird man sich sicherlich auch lieber am Anfang im noch unbewohnten Haus antun als in 15 oder 20 Jahren, wenn die E-Heizungen kaputt sind (so sie überhaupt noch so lange halten). Schon deshalb ist es sicherlich eine gute Idee, sich jetzt zu informieren.
Bella73 am 27. November 2008 11:51 Wenn, dann kommt eh nur Brennwert in Frage. Mein Vater hat sich kürzlich einen Blaubrenner einbauen lassen und ist sehr zufrieden.
Installateur am 27. November 2008 11:50 Das sehe ich nicht so. Mit Strom zu heizen ist immer die teuerste Alternative, egal wie man es dreht und wendet. Bedenkt man die ebenfalls steigenden Stromkosten, welche bezogen auf die Heizleistung wesendlich mehr steigen als die Kosten für Gas ist eine Umstellung sicher die beste Variante!
Genau, Installateur.
Und man soll sich mal nichts vormachen: Der Strom aus der Solaranlage ist ja nicht kostenlos! Auch die Solaranlage will ja erst mal bezahlt werden. Und eigentlich muß man - wenn man den Strom selbst nutzt - die Einspeisevergütung in den Kostenansatz reinrechnen.

Statt der Anschaffung von Heizkörpern sollte alternativ eine Fußbodenheizung in Betracht gezogen werden. Neben einem sehr angenehmen Wärmegefühl kommt diese auch mit sehr geringen Heiztemperaturen aus, wodurch ein Brennwertgerät in einem optimalen Leistungsbereich laufen und so ein maximum an Energie einsparen kann.
Ohne das Objekt und die Gegebenheiten zu kennen würde ich vorsichtig schätzen dass durch eine Umstellung auf Gas-Brennwert mit einer Fußbodenheizung und konventioneller Warmwasserbereitung grob 25 - 30 % der Heizkosten eingespart werden können! Kommt dazu noch eine alternative Warmwasserbereitung (evtl anstatt Solar mitllels einer Brauchwasser-Luft-Wärmepumpe, Anschaffungskosten lediglich 1.500 bis 1.800 €) könnte man die Einsparung soger auf über 30% hochtreiben.
Ein Eigenheim wird nicht nur für ein paar Jahre angeschafft sondern ist evtl. auch ein Teil der Altersvorsorge - unter diesem Gesichtspunkt würde ich auf jedenfall zu einer Modernisierung raten!
mfg
Bella73 am 27. November 2008 12:31 Der Aufwand für eine Bodenheizung wäre aber noch größer, weil man ja den gesamten Estrich entfernen müßte. Tatsächlich haben wir zuerst auch schon mit dem Gedanken gespielt, ihn aber aus dem Grund wieder verworfen. Zudem sind wir zwei Hausstauballergiker in der Familie und der Staub wäre durch die Fußbodenheizung ständig in Bewegung. Trotzdem danke!

Ohne Dih jetzt verwirren zu wollen, ich kenne Leute, die mit Erdwärme heizen. Wenn Ihr sowieso alles neu machen müsst, wäre das ja vielleicht auch eine Alternative.
Da brauchst Du einen relativ großen Garten für. Und gerade Reihenhäuser haben den oft nicht. Und der Garten darf dann auch neu gemacht werden...
Bella73 am 27. November 2008 12:32 Uups, jetzt wirds aber kompliziert. Muß ich mal googeln.... :)
Werde ich tun, danke!