Kosten bei Auszahlung meines Anteils am Haus?

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6 Antworten

So wie ich das sehe seit ihr im Moment eine Erbengemeinschaft. Du kannst deine Mutter nicht zwingen dir deinen theoretischen Anteil abzukaufen. Ob du deinen Anteil im Moment überhaupt (an einen Dritten) verkaufen kannst, kann man ohne weitere Details nicht beantworten. Du könntest evtl deinen Pflichtteil einfordern, ob du dir damit einen Gefallen tust, bleibt fraglich.

Aber für mich als Mutter würde so eine Ansage bedeuten, dass du Einkauf, Kochen, Waschen und Putzen ab sofort für dich selbst regeln darfst, ich stelle dir den Herd  für 1/6  zur Verfügung, ebenso wie Bügeleisen und Waschmaschine. Den Zeitplan mache ich natürlich. Und das 1/6 aller anfallenden Nebenkosten würde ich dir auch in Rechnung stellen. Nur mal so zum drüber nachdenken. 

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Darauf hin meinte sie, dann würde sie aber erstmal alle möglichen
Kosten wie Öl für die Heizung, Strom, Haus instanthaltung und alles
mögliche rückwirkend für die letzten 10 Jahre ausrechnen und davon
abziehen.

Da sie erst 19 sind, war ihre Mutter bis mindesten zum 18 Lebensjahr unterhaltpflichtig. Bei den genannten Kosten handelt es sich zum überwiegenden Teil um Naturalunterhalt, der natürlich nicht zurückgefordert werden kann. Und 10 Jahre rückwirkend geht schon mal garnicht, weil solche Ansprüche der regelmäßigen Verjährung von 3 Jahren unterliegen.

Daraufhin meinte ich, dann müsste sie mich aber erstmal auszahlen, weil, da mein Vater vor bald 10 Jahren gestorben ist,

Wenn Ihre Mutter sie von der Nutzung der Erbschaft ausschließen will, können sie im Gegenzug eine (monatliche) Nutzungsentschädigung in höhe der anteiligen ortsüblichen Miete verlangen. Die nicht umlagefähigen Nebenkosten können dabei von der Nutzungsentschädigung abgezogen werden.

Allerdings ist die Nutzungsentschädigung unterhaltsrechtlich wiederum Einkommen, welches für den unterhaltsrechtlichen Bedarf eingesetz werden muß.

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Du kannst dir deinen Erbteil (ich unterstelle einfach mal, dass du auch Erbe bist) nicht zwangsweise auszahlen lassen (die Möglichkeit der Teilungsversteigerung mal ausgeblendet, weil das hier absurd wäre). Wenn deine Mutter deinen Erbteil freiwillig übernehmen will, müsst ihr beim Notar einen Erbteilskaufvertrag schließen und den Erbteil anschließend übertragen. Die Kosten der Instandhaltung des vermutlich hälftigen Miteigentumsanteils der Erbengemeinschaft am Grundstück muss diese natürlich auch tragen. Wenn das deine Mutter bisher immer aus eigener Tasche übernommen hat und nun rückwirkend den gesamten Betrag von den übrigen Mitgliedern der Erbengemeinschaft fordern will (nicht nur dir gegenüber) verstöße das vermutlich gegen Treu und Glauben. Auf ein Gerichtsverfahren würde man es aber ohnehin nicht ankommen lassen.

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Eigentlich, und ich gehe mal von keiner Sonderlösung aus, gehört ihr das Haus, und ihr erbt erst bei ihrem Tode.

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Kommentar von EGitarre
24.05.2016, 15:53

Unsere ganze Situation ist immer ziemlich schwierig gewesen, da mein Vater damals alles gemanaged hatte und wir dadurch an sich viele gute, aber undurchsichtbare Dinge hatten, die man, wenn man da nicht drin war, nicht so einfach durchschaut hat, so auch, dass wir jeder schon einen Anteil geerbt haben

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ehrlich gesagt solltest du dich schämen sowas überhaupt gesagt zu haben. deine eltern habe für ihr haus und dich und deine geschwister gearbeitet und nicht dafür das du deiner mutter das haus unterm allerwertesten wegnehmen willst. sowas sagt man auch nicht im streit!!

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1/6 el? nicht 1/12el?

Davon ausgehend, das das Haus deinen Beiden Eltern gehörte besass deine Mutter schon vor dem Tod deines Vaters die Hälfte. Vom Erbe also die andere Hälfte bekommt sie die Hälfte hat also 3/4 der hauses. euch 3 Kindern gehört das letzte viertel also je 1/12el. 

Theoretisch könnte sie von euch die Instandhaltungskosten und co einfordern.

allerdings müßte sie im Gegenzug dafür anteilig Miete an euch zahlen. Zudem ist sie euch gegenüber unterhaltspflichtig solange ihr nicht 18 seit. Das ganze ist also eine Milchmädchenrechnung.

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