Frage von Nachhilfelehrer, 79

Korrekturlesen in der Bewerbung/Anschreiben als Nachhilfelehrer gesucht.. Kann jemand bitte helfen?

Hallo, ich habe eine Bewerbung als Nachhilfelehrerin geschrieben.

Das Unternehmen bietet eine Einzelnachhilfe bei Schülern zuhause an.

Ich benötige nun von euch Muttersprachlern ernsthafte Kommentare.. :(

Danke im Voraus für eure scharfe Kritik!


Sehr geehrter Herr XXX,

hiermit bewerbe ich mich als Nachhilfelehrerin in Mathematik und Englisch bei xxx Nachhilfe.

Ich habe xxx an der xxx absolviert. In meinem Studium habe ich das Fach Mathematik mit der Note „xxx“ bestanden und habe am Lehrstuhl Mathematik gearbeitet. Seit 2010 bin ich als freiberufliche Nachhilfelehrerin in Fächern xxx und xxx für die Schüler der Primar-, Sekundarstufe I und II tätig.

Mein Lehrkonzept lautet, erst eigene Stärken und Schwächen der Schüler bewusst zu machen und dann die Motivation der Schüler durch Lob und ein selbstständiges Arbeiten zu fördern. Auch frustrierte Schüler mit Rechenschwäche konnten nachhaltig bessere Ergebnisse nachweisen. Ich stelle für die Schüler mit Lernproblemen auch oft abwechslungsreiche Hilfsmittel zur Verfügung, während die individuelle Probleme durch verschiedene Übungsaufgaben zum Trainieren angepackt werden.

Über ein Vorstellungsgespräch mit Ihnen freue ich mich.

Mit freundlichen Grüßen


Antwort
von Tokij, 42

Also erstmal finde ich den ersten Satz schonmal nicht sehr elegant "hiermit bewerbe ich mich..." (trotzdem schreiben das echt viele). Der erste Absatz ist eigentlich nicht zur Information, dass man sich bewirbt, gedacht - das steht ja normalerweise auch schon im Betreff, sondern man schreibt wie man auf die Stelle aufmerksam wurde und ggf. kurz warum man sich für speziell dieses Unternehmen bewirbt.

Im nächsten Absatz folgt die Begründung der Eignung, Motivation, Interesse: "Ich bin für diesen Job geeignet, weil...". Die Infos über deine Vita, die du da direkt anbringen möchtest, kommen in den letzten Absatz. Am besten schreibst du da rein wieso du ausgerechnet zu diesem Unternehmen/Organisation passt. Grundsätzlich gilt auch, am besten für alle Behauptungen Belege oder Beispiele anzubringen. "Ich kann das besonders gut, da... -ich diese und jene Fortbildung absolvierte -ich mich ehrenamtlich für dieses und jenes engagiere." Wenn du im Studium schon mal in einer bildungswissenschaftlichen/pädagogischen Vorlesung gesessen hast, würde ich das auch erwähnen.

Es ist hilfreich, wenn du dich über das Unternehmen informierst und deine neu gewonnenen Infos in die Bewerbung miteinbindest (und auch im Vorstellungsgespräch - vorher Fragen notieren). Das zeigt extra Interesse und Engangement.

Und der Hinweis mit den zwei Wörtern ist berechtigt. Immer versuchen, positiv zu formulieren und weniger umgangsprachlich - insbesondere für eine Bewerbung als Lehrer.

Antwort
von Vyled, 43

Mal kurz vorweg. Wenn man sich als "Lehrer" (oder halt Nachhilfe Lehrer) bewirbt, dann sollte man so etwas am besten wissen/können.

An sich finde ich die Bewerbung schon ganz ok, würde nur eher mehr über dich selbst erfahren, wenn ich die Person dort wäre. (Was genau ein Lehrstuhl ist, weiß ich z.B. gerade auch nicht. Das könntest du ausformulieren, esseiden das ist dort gang und gebe und jeder weiß was es ist)

Den letzten Satz würde ich auch leicht ändern 
"Über ein Persönliches Vorstellungsgespräch mit Ihnen...."
Mit dem Persönlich deutest du direkt an, das du Persönliches Interesse hast und am liebsten direkt vorbei kommen willst. 

Ansonsten bin ich da was das Thema angeht auch etwas überfragt. Finde es fehlt nur etwas die Persönlichkeit

Antwort
von Taimanka, 27
  • ich würde im ersten Satz noch erwähnen, wo Du die Stelle gefunden hast.


  • 2. Absatz: Ich habe ...


Die ersten beiden Sätze beinhalten 3 x "ich habe", würde ich bis auf 1 x kürzen und die anderen abändern. 

  • ... als freiberufliche Nachhilfelehrerin in den Fächern  ...
  • wohl gemeint ist: ... den Schülern erst eigene Stärken und Schwächen bewusst zu machen. (Dativ)  Der ganze Absatz gefällt mir übrigens, weil hier zu merken ist, dass Du selber dahinterstehst, Herzblut. 
  • ... mit Lernproblemen auch oft abwechselungsreiche Hilfsmittel...


Lese das bitte mal ohne "auch oft", für mich liest sich das so klarer und stärker, "auch oft" empfinde ich als Abschwächung und würde beide Wörter weglassen. Du machst es. Punkt. Ob oft und auch, egal.

  • Vorschlag: "... während auf individuelle Schwächen durch entsprechende Übungsaufgaben eingegangen wird." (zum Trainieren würde ich weglassen, Wiederholungen verstehen sich von selbst, kurz und knackig ist mehr mein gusto). 

Viel Glück 💐

🙋


Kommentar von Taimanka ,
  • frustriert (durch z.B. entmutigt) ersetzen 
Antwort
von Kleckerfrau, 21

Das du dich bewirbst, sehen sie schon im Betreff. Dort schreibt man auch rein für welche Position.

Du schreibst nichts darüber, warum du dich ausgerechnet dort bewirbst.

individuellen nicht individuelle Probleme 

Und die Worte frustriert und angepackt  würde ich auch ersetzen.

Frustriert - unmotiviert

angepackt- aufgearbeitet, gelöst

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