Frage von PayamNeu, 218

Koran - was steht in sure 5 Vers 51?

Ein rassist meint da steht etwas rassistischen, was ich abstreiten möchte

Antwort
von HirnvomHimmel, 70

Rassistisch wäre: "Nimm dir keine Weißen oder Asiaten als Freunde"

Rassismus ist eine biologistische Weltanschauung, welche Menschen aufgrund bestimmter erblicher Merkmale (Hautfarbe, Gesichtsform, etc) abwertet, mit dem Ziel die eigene "Rasse" zugleich aufzuwerten.

Den Rassismusvorwurf kannst Du also ganz eindeutig abstreiten, dadurch wird es allerdings auch nicht menschenfreundlicher, die Anhänger anderer Religionen pauschal als "Ungerechte" zu bezeichnen.

Ich bin garnicht sicher, ob es ein religionsbezogenes Pendant zum Wort "Rassismus" gibt.

Kommentar von Chaoist ,

Antisemitismus bezeichnet heute den Hass oder die Feindlichkeit gegen Juden und Jüdinnen und ist somit quasi ein Pendant zum Rassismus.

Antwort
von HPBS90, 36

Der Text der Sure 5 Vers 51 lautet:

O ihr, die ihr Iman habt! Nehmt
nicht die Juden und die Christen
zu Schutzfreunden (arab. aulijā').
Sie sind einander Schutzfreunde.

Aulia – hier übersetzt mit Schutzfreunde- sind Leute, die man zu seinen Vertrauten und als seine Stellvertreter nimmt, und bei denen man Schutz sucht. Dieses Wort wird z.B. auch in folgendem Zusammenhang benutzt: Eine Tochter hat ihren Vater als wali, ohne dessen Einverständnis sie in der Regel nicht heiraten darf.

Die Pluralform von "Wali" heißt "Auliya" [أولياء]. Während er in der Schia für die Zwölf Imame (a.) steht, wird er bei Sufis für sehr viele "Heilige" der Vorstehenden der Orden [tariqa] und andere mehr verwendet.

Ich soll mich als Muslim auf Allah verlassen und sonst eigentlich niemand. Wenn ich einen Muslim, Juden oder Christen als Nachbarn habe, dann bin ich verpflichtet alle gut zu behandeln. Unser Prophet Muhammad hat sehr deutlich darauf hingewiesen,dass Nachbarn sehr wichtig sind.

Antwort
von HSB66691, 103

Wem kümmerts? Koran, Bibel und Tora (heißt doch das Ding für die Juden?) haben so einige identische Inhalte, wie z.B. Babylon. Selbst die Bibel widerspricht sich und spricht auch von Ungläubigen, die in die Hölle schmoren sollen (aber auch an anderer Stelle, dass man ihnen vergeben soll).

Kommentar von PayamNeu ,

Genau das finde ich auch !

Kommentar von HSB66691 ,

Religion ist wie Nationalismus: Man klammert sich an den alten Werten anstatt neue zu setzen.

Kommentar von PayamNeu ,

Ich glaube wir sind einer der einzigen Menschen die noch die Bedeutung "Liebe immer deinen nächsten wie dich selbst" versteht...

Kommentar von DerBuddha ,

@PayamNeu

ich denke du bist nicht religiös................*g*

Kommentar von PayamNeu ,

Bin ich auch nicht, dennoch ist dieses Sprichwort wahr.

Kommentar von DerBuddha ,

ne weil du geschrieben hast, "ich glaube".............*fg*..........

Antwort
von Chaoist, 67

Und du wirst jene sehen, deren Herzen von Krankheit befallen sind, (und die) zu ihnen hineilen; sie sagen: "Wir fürchten, es könnte uns ein Unglück befallen." Möge Allah den Sieg oder sonst ein Ereignis herbeiführen. Dann werden sie bereuen, was sie in ihren Herzen verbargen.

oder

Die Leute des Evangeliums sollen richten danach, was Gott darin geoffenbart. - diese Missetäter.

Kommt ganz darauf an welchen Koran du liest.

Antwort
von Schoggi1, 93

Es steht dass muslime sich keine juden oder christen als freunde nehmen sollten. 

Google danach und lies selber nach. 

Antwort
von 1988Ritter, 26

Die von Dir angesprochene Sure ist selbstredend rassistisch, und zeugt zudem von einer mangelhaften Toleranz.

O die ihr glaubt, nehmt nicht die Juden und die Christen zu Schutzherren! Sie sind einer des anderen Schutzherren. Und wer von euch sie zu Schutzherren nimmt, der gehört zu ihnen. Gewiß, Allah leitet das ungerechte Volk nicht recht.

Dies ist im Koran allerdings nicht ungewöhnlich, da dort eine Vielzahl von Unerfreulichkeiten hinsichtlich Andersgläubigen oder Andersdenkender verankert ist.

Das eigentlich erschreckende ist dabei, dass diese Suren, bzw. Ayats (Verse) auch noch praktiziert werden.

Dadurch disqualifiziert sich der Islam selbst.

Antwort
von 14Canyons, 82

Um mit der Bibel zu kontern:

"Wenn in deiner Mitte... ein Mann - oder auch eine Frau - lebt, der... anderen Göttern dient und sich vor ihnen niederwirft... dann sollst du diesen Mann oder diese Frau... steinigen und sie sollen sterben."

Gefunden bei: http://www.de.bibleserver.com/text/EU/5.Mose17,2

Wer Kulturen oder Religionen auf Basis dieser uralten Texte be- oder verurteilt, dem ist wohl nicht zu helfen. (Demjenigen, der diese Texte wörtlich nimmt, übrigens auch nicht)

Kommentar von PayamNeu ,

Naja auch wenn es im alten Testament stand, war das ja die originale Bibel :) oder habe ich da was verpasst ?

Kommentar von DerBuddha ,

das alte testament gehört bei allen drei religionen mit zum glauben, bedeutet, dass alle einen teufel als gott anbeten würden, wenn sie darauf bestehen, dass das alte testament wahr wäre und gottes worte enthalten soll...............denn der dort beschriebene gott hat alle eigenschaften, die die gläubigen immer dem teufel zuschreiben.............:)

Kommentar von 1988Ritter ,

Eine ziemlich limitierte Antwort, da derartiges im Christentum nicht praktiziert wird.

Der Islam hingegen praktiziert den Koran !!

Kommentar von 14Canyons ,

@1988Ritter - falsche Logik.

Dem Bekannten des Fragestellers ging es darum, dem Islam ein im Vergleich zum Christentum höheres Gewaltpotenzial anhand alter Texte nachzuweisen. Die Tatsache, dass vergleichbare Gewalttätigkeit auch in christlichen Texten zu finden ist, disqualifiziert diese Argumentation.

Wer warum was praktiziert, ist eine andere Fragestellung. Du darfst dazu ja gern eine neue Frage stellen (z.B. Ist Guantanamo christlich?)

Antwort
von gutefrage4343, 46

Man merkt wirklich, dass niemand von denen hier einmal im Leben eine Koranexese in der Hand hatte oder mal eine Vorlesung zum Thema Islam in der Universität besucht hat oder Islam- oder Koranwissenschaften studiert hat. Aber jeder meint, dass er voll den Überblick über den Koran hat. Einfach nur lächerlich.
Ich gebe einfach nur einen Denkanstoß. Das sollte reichen. Da steht Freund.
Das was ein Mensch mit bischen Grips tut, ist folgendes untersuchen bzw. lernen: Was ist die koranische Definition und Bezeichnung von Freund. Warum schreibt Muhammad Asad Verbündeter und Rassoul Beschützer? Welchen Unterschied macht das? Heisst Freund, mein deutscher Klassenkamerad oder der deutsche Bundeskanzler, oder die katholische Kirche? Was war die Überlieferungsabsicht und der Zeitraum dieses Koranverses? Und vieles mehr. Bevor man diesen Koranvers nur in Ansätzen erklärt und erläutert muss man massig viel gelesen haben und etwas Verständnis von Koranhermeneutik haben. Und wer das nicht hat, soll das Urteilen über Koranverse Gelehrten und Professoren an Universitäten überlassen. Und nicht einen auf Pseudoislamexperte machen.

Kommentar von PayamNeu ,

endlich wieder Hoffnung :)

Kommentar von 14Canyons ,

Tja, das ist wohl ein Problem vieler großer Religionen.

Man drückt den Menschen Bücher als Lebens-Anweisung in die Hand. Und wenn die Inhalte dann wörtlich genommen werden, sagt man: "Jaahaa, richtig verstehen kann man das natürlich nur, wenn man an der Uni studiert hat."

Kommentar von sarahj ,

das klingt ja zunächst durchaus vernünftig.

Aber:

ist es nicht so, daß auch von den Gelehrten Widersprüchliches kommt?
Und dabei auch zuweilen zu Gewalt aufgerufen wird?

Und ich widerum nicht beurteilen kann, ob Gelehrter A nun Recht hat, oder der liberalere Gelehrte B?
(mal ganz abgesehen davon: was heisst schon "Recht haben"; die Meinungen der Verfasser korrekt wiedergeben oder ein sinnvolles Wertesystem zu definieren)

Was Du hier letztendlich verlangst ist:
"lass Dir von den Gelehrten sagen, was Du zu denken hast."

Und wohin uns das gebracht hat, sehen wir deutlich.

Hat nicht erst die allgemeine Verfügbarkeit von übersetzten Texten, das öffentliche Diskutieren und die öffentliche Auseinandersetzung - ohne den Filter einer kleinen Machtelite - das Christentum aus der Barbarei geführt?

Kommentar von gutefrage4343 ,

Es gibt einen Unterschied zwischen "Die Botschaft des Koran verstehen" und "aus dem Koran Normen, Regeln und Gesetze ableiten". Aus dem oben genannte Vers leitet man Normen und Gesetze ab. und das kann nur jemand, der das notwendige Werkzeug dafür hat.

Antwort
von DerBuddha, 72

mal im ernst, du willst etwas abstreiten und prüfst es nicht selbst nach?....................oh man, wenn du gläubig bist machst du dich grade lächerlich..........:)

für dich zum lesen und überprüfen:

"O ihr, die ihr glaubt, nehmt euch nicht die Juden und Christen zu Freunden, sie sind untereinander Freunde, und wer von euch sie zu Freunden nimmt, siehe, der ist von ihnen. Siehe, Allah leitet nicht die ungerechten Leute.."

bedeutet ganz klar, dass einem vorgeschrieben wird, welche art von freunde man haben darf und zudem werden andersgläubige somit als ungerecht angesehen.......

JA, das ist eindeutig rassistisch, wie so vieles andere auch im isalm........:)


Kommentar von PayamNeu ,

Bin nicht religiös. Gibt es im Christentum etwa keinen Hass ?

Kommentar von DerBuddha ,

in allen monotheistischen religionen gibt es müll, zumal sie von ein und dem selben menschen erfunden wurden, abraham war der begründer des monotheismus und deshalb spricht man bei allen drei religionen auch von den abrahamitischen religionen...................dazu gehört das judentum, das christentum, dass als splittergruppe aus dem judentum entstanden ist und durch den terroristen namens jesus dann bekannt wurde, nach seinem tod erst richtig in fahrt kam und zu guter letzt der islam........alle drei sind jedoch aus älteren religionen geklaut und umgeschrieben worden und somit nicht mehr real und wahr...............:)

Kommentar von sarahj ,

1) ja - gbt es. Aber macht es den anderen Hass damit irgendwie besser? Entschuldigt es irgend was. Macht es ihn sogar legitim oder gar richtig?
Dieses ständige "ich darf, weil du ja auch" nervt.

2) es gibt ja auch noch genügend Menschen, die weder Christen noch Muslime sind. Was sollen die denken? Für die sieht es so aus, als würden sich die beiden in ihrem Hass gegenseitig unter die Arme greifen.
Willst Du das?

3) bei den Christen geht es inzwischen - auch von offizieller Seite - weit liberaler zu. So gibt es in keinem christlich dominierten Land z.B. die Todesstrafe auf Apostasie (Abfall vom Glauben)[1]. Auch ist es Christen erlaubt, Andersgläubige zu ehelichen. In vielen Ländern [2], in denen die Scharia voll umgesetzt ist, passiert das aber. Man relativiert damit also das Verhalten der Christen von vor langer Zeit, mit dem aktuellen jetzigen Verhalten der Muslime. Nach dem Motto: "weil Christen vor 1000 Jahren so drauf waren, darf ich es jetzt auch tun". Mit so einer Argumentation hört der Konflikt nie auf - eine ewige Gewaltspirale ist damit geradezu vorprogramiert.

Also gerade wenn Du nicht religiös bist:
das Verhalten beider Seiten ist zu verurteilen.
Und nicht mit dem Verhalten der anderen zu entschuldigen.

Du sagst ja auch nicht:
"Mord ist ok, weil es Menschen schon immer gemacht haben" - oder?

---

[1]
https://de.wikipedia.org/wiki/Apostasie\_im\_Islam#Umsetzung\_des\_Apostasieurte...

[2] in Saudi-Arabien jedoch, im Iran, Pakistan, Jemen, Sudan, Katar, Mauretanien und Afghanistan.

http://www.islaminstitut.de/uploads/media/Abfall.pdf
Kommentar von sarahj ,

Nachtrag: sogar in der Türkei gilt:

"Die Todesstrafe für Abkehr vom Islam ist dann gerechtfertigt, wenn der
Apostat gegen den Islam Krieg führe. Missionierungsbestrebungen
(„Propaganda“) zählt die Behörde dabei ausdrücklich zur Kriegsführung
"

Man darf also streng genommen nach einer Abkehr niemandem davon erzählen, denn - wenn der Richter entsprechend drauf ist, bzw. wenn von der Obrigkeit ein Urteil gebraucht/gewünscht wird, könnte das als Propaganda ausgelegt werden.

https://de.wikipedia.org/wiki/Christentum\_in\_der\_T%C3%BCrkei

Solche Suren haben also weitreichende Auswirkungen!

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