Frage von Raupidu, 75

Kopfschmerzen-arten?

Hallo liebe GF Communoty, ich habe schon lange ein Problem mit Kopfschmerzen.Sie sind für mich schon fast alltag.Heute hatye ich wieder mal ziemlich dolle.Ich habe natürlich Schmerzmittel, die sich bei mir auch gut bewehren(Nurofen Schmerzsaft für Kinder, kann ich sehr empfehlen).Das ist aber ja auch nicht Sinn der Sache.Aber um das lindern/behandeln von Kopfschmerzen eht es mir jetzt aber auch gar nicht.Das eigentliche ist, dass ich unter Migräne (Zum Glück ohne Aura) leide.Bei den heutigen habe ich mich gefragt ob es wohl Migräne war, oder ob ich Spannungskopfschmerzen habe.Bei Migräne hat sich ruhe und dunkel heit bei mir bewehrt, bei Spannungskopfschmerzen hingegen hilft Sport, der wiederum bei Migräne unerträglich ist.Da weiß ich nie was ich machen soll.Meine Frage nun ist, wie ich Migräne von Spannungskopfschmerzen unterscheiden kann?Dir Migräne Vor-Sympthome merke ich nie richtig.Sie fallen mir erst im Nachhienein auf.Wie kann ich diese beiden Arten unterscheiden und wie sind sie gut zu behandeln?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Emelina, Community-Experte für Kopf, Kopfschmerzen, Kopfweh, ..., 44

Hallo Raupidu,

Die wichtigsten Unterscheidungsmerkmale zwischen Migräne und Spannungskopfschmerzen sind:

  • Bei Migräne sind die Kopfschmerzen meistens einseitig.
  • Spannungskopfschmerzen betreffen meistens beide Kopfseiten.
  • Bei Migräne verschlimmert sich der Kopfschmerz auch schon bei kleinsten Bewegungen / körperlicher Anstrengung. Man hat während einer Attacke ein ausgeprägtes Ruhebedürfnis.
  • Bei Spannungskopfschmerzen hilft oft schon Bewegung an der frischen Luft.
  • Dauer einer Migräneattacke: wenige Stunden bis zu 3 Tagen.
  • Dauer von Spannungskopfschmerzen: zwischen 30 Minuten und 7 Tagen.
  • Bei Migräne können Übelkeit und Erbrechen auftreten und auch Lärm- / Lichtempfindlichkeit.
  • Bei Kopfschmerzen vom Spannungstyp tritt Übelkeit und Erbrechen normalerweise nicht auf und auch keine Geräusch- / Lichtempfindlichkeit.
  • Eine Migräneattacke schränkt die normale Aktivität und die Konzentrationsfähigkeit meist extrem ein.
  • Bei Spannungskopfschmerzen muss das nicht unbedingt der Fall sein.
  • Eine Migräneattacke ist meistens begleitet von Appetitlosigkeit und manchmal sogar Abscheu vor Lebensmitteln.
  • Spannungskopfschmerzen haben normalerweise keinen Einfluss auf das Essverhalten.
  • Bei Migräne wirken „normale“ Schmerzmittel meistens nicht, sondern gegebenenfalls Triptane.
  • Bei Spannungskopfschmerzen helfen die üblichen Schmerzmittel, wie z. B. Ibuprofen normalerweise gut.

Zur Behandlung von Kopfschmerzen aller Art ist es wichtig zu wissen, dass zu viele Schmerzmittel zu noch mehr Kopfschmerzen führen können (Medikamentenkopfschmerz). Man sollte Schmerzmittel nicht öfter als 10 mal im Monat einnehmen und auch nicht länger als an 3 Tagen hintereinander.

Bei Menschen mit einer Veranlagung zu Migräne können folgende Trigger eine Migräneattacke auslösen:

  • Ein unregelmäßiger Schlaf- / Wachrhythmus.
  • Unregelmäßige Nahrungsaufnahme (Mahlzeiten auslassen), zu wenig zu trinken.
  • Bestimmte Nahrungsmittel – vor allem solche, die Geschmacksverstärker (Glutamat) enthalten, die in Fertiggerichten, Chips oder Gewürzmischungen zu finden sind.
  • Stress – wobei eine Migräneattacke meistens erst nach der Stressphase – in der Entspannungsphase beginnt.
  • Bestimmte Wetterlagen – vor allem eine rapide Änderung des Luftdrucks oder der Höhenlage.
  • Bei Frauen: Hormonveränderung, z. B. die Menstruation oder eine Pille, die Östrogen enthält und mit einer Pillenpause verbunden ist.

Mein Rat: Wende dich an einen Neurologen. Das ist der Facharzt für Migräne und Spannungskopfschmerzen. Auch die Behandlung in einer Schmerzambulanz kann hilfreich sein.

LG Emelina

Kommentar von Dogpaw17 ,

All das habe ich mir vor 3 Wochen auch schon auf verschiedenen Seiten zusammengesucht und konnte es problemlos auf mich übertragen. Bin zum Entschluss gekommen, dass es Spannungskopfschmerzen sein müssen, da eigentlich alles dafür sprach.

Wenn man Medikamente dagegen verschrieben bekommt, die aber nur zB an 10 Tagen im Monat nehmen darf, die Schmerzen jedoch jeden Tag und jede Nacht (24/7) da sind, was ist mit den restlichen Tagen? Kommt man da ohne Medikamente aus, weil die anderen länger wirken oder muss man dann mit den Schmerzen weiterhin klarkommen?

Liebe Grüße 

Kommentar von Emelina ,

@Dogpaw17, jeden Tag Spannungskopfschmerzen zu haben, ist nicht normal. Hier sollte man mit ärztlicher Hilfe Ursachenforschung betreiben. Ein Neurologe / eine Schmerzklinik wären die richtigen Ansprechpartner.

Wenn man zu viele Schmerzmittel einnimmt, entsteht im Laufe der Zeit ein zusätzlicher, medikamenteninduzierter Kopfschmerz, der immer häufiger auftritt. Da hilft nur ein Medikamentenentzug, z. B. in einer Schmerzklinik. Danach werden die Kopfschmerzattacken weniger.

http://www.netdoktor.de/krankheiten/medikamenteninduzierter-kopfschmerz/

Dogpaw17, falls du noch Fragen zu dem Thema hast, dann kannst du eine eigene Frage auf gf stellen (Thema: Kopfschmerzen nicht vergessen). Hier unter der Frage eines anderen Users ist nicht der richtige Ort, um ausführlich auf dein Problem einzugehen. Liebe Grüße

Kommentar von Raupidu ,

Danke, ich bin noch ein Kind und werde mal mit meinen Eltern über einen besuch beim Neurologen nachdenken!Danke!

Kommentar von berndcleve ,

Bei mir fing das auch als Kind an. Bei diesen üblichen schulmedizinischen Untersuchungen konnten die auch nie was feststellen. Früher wurden die Kopfschmerzen eigentlich nur klassifiziert nach Migräne und Spannungskopfschmerzen.

Ich habe mich denn auch immer gefragt, ist es nun Migräne oder sind es Spannungkopfschmerzen.

Im Laufe der Zeit hat man dann immer mehr Kopfschmerzarten erfunden, nach ICD  Schlüssel sind es jetzt über 100. Die Gründe kennt man dann meistens nicht, vermutet sie nur.

Auf die wenig erfahrenen Patienten wirkt das aber  erst mal  so, als wenn die sehr viel wüßten. Das kann ich jetzt nicht unbedingt bestätigen. Der eine Arzt trägt diesen Schlüssel ein, der nächste jenen. Und wer sich nicht für einen dieser ICD SChlüssel entscheiden kann, für den gibt es noch einen besonderen ICD Schlüssel:
R 51: nicht klassifizierbarer Kopfschmerz 

http://www.dmkg.de/kopfschmerzsyndrome-icd10

Ich habe dann aber zufällig mal im Ausland einen Arzt kennengelernt, der mit Alternativen Methoden genau bestimmen konnte, wo die ursachen für meine Kopfschmerzen zu finden sind. Ob die das in der Schulmedizin dann als Migräne, Spannungskopfschmerzen, nicht klassifizierbare Kopfschmerzen  oder sonstwas bezeichen mir dabei völlig egal.

Kommentar von Raupidu ,

Es stört mich überaupt nicht, da ich hier ja auch was von lernen kann!

Kommentar von Emelina ,

Danke für den Stern :)

Kommentar von Raupidu ,

klar ;)

Antwort
von pingu72, 46

Bei Migräne tut immer nur eine Stirnseite weh, niemals beide bzw die ganze Stirn. Da hilft zB Ruhe, Dunkelheit, Tabletten, Entspannung und Wärme im Nacken und/oder Kälte auf der Stirn (muss man testen).

Bei Kopfschmerzen sind die Schmerzen sehr unterschiedlich stark und an unterschiedlichen Stellen. Da hilft im Grunde dasselbe wie bei Migräne, außer Ruhe, da man sich bewegen soll um die Spannungen bzw Muskeln zu lockern, zB Kopf und Schultern langsam kreisen, Kaugummi kauen (entspannt Kiefer-und Nackenmuskulatur)

Kommentar von Raupidu ,

Danke

Antwort
von Dogpaw17, 35

Migräne kommt schlagartig und führt meistens noch andere Symptome wie Übelkeit, Erbrechen, Sehstörungen und Lichtempfindlichkeit mit sich. Die "Anfälle" können zwischen 1 Stunde und einem Tag dauern. Zudem ist der Schmerz meist nur einseitig, jedoch sehr stark

Spannungskopfschmerz kann auch spontan auftreten, allerdings auch chronisch quasi immer da sein. Begleitsymptome wie bei einer Migräne treten meist nicht auf. Der Schmerz ist leicht bis erträglich (aber sehr störend) und oft nicht genau zu orten. Schläfen (häufig; immer beide Seiten) oder Hinterkopf sind betroffen. Ursachen können Stress, psychische Probleme, jedoch auch zB Tumore sein.

Um das genau abzuklären, würde ich auf jeden Fall zu einem Neurologen gehen. Dieser kann dann durch Tests eine treffende Diagnose stellen und die richtigen Medikamente verschreiben.

Hoffe, das hilft, 

LG

Ps: im Internet findet man aber schnell gute Infos, im Prinzip das, was ich geschrieben habe, in ausführlich.

Kommentar von Raupidu ,

Danke

Antwort
von berndcleve, 33

Man kann sie nicht wirklich unterscheiden.  Es ist nur eine beschreibung der symptome. 

Kopfschmerzen kommen oft von einer stoerung des gallenblasenmeridians. 

Kommentar von Raupidu ,

Danke

Kommentar von Dogpaw17 ,

Klar kann man das unterscheiden, eben durch die Symptome. Zudem haben die beiden verschiedene Ursachen...

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