thebrain am 22.08.2007 um 14:35 Uhr
Hallo Members,
höre neuerdings Musik über so Stöpselkopfhörer. Schone meine Ohren in der Regel das heißt ich geh nicht in Discos. Meint Ihr man kann den Ohren mit dem hören über solche Stöpselkopfhörer auf dauer Schaden oder Tinitus verschlechtern?

Ich glaube die Kopfhörer sind nicht ausschlaggebend, eher die Lautstärke der Musik. Zu laute Musik aus Boxen kann auch schädlich sein.

ja klar kann das schädlich sein - die geräuschquelle ist direkt an deinem ohr. noch fast wichtiger, als der pegel des "lärms" ist dessen "einwirkzeit". vorsicht ist also geboten.

Ich arbeite laufend mit einem jungen Mann zusammen, der leider jahrelang seine Musik nur über Kopfhörer gehört hat, und zwar sehr, sehr laut, und dadurch sein Gehör fast ganz verloren hat.
Wissenschaftliche Untersuchungen haben ergeben, dass 10 % der 11- bis 17jährigen ihre tragbaren Musikgeräte auf 90 bis 100 Dezibel und mehr einstellen und mit dieser Lautstärke mindestens drei Stunden pro Tag Musik hören. In Unfallverhütungsvorschriften wird eine gemessene Lautstärke über 85 dB als Lärm definiert und 90 dB als gehörschädigend eingestuft. Nach zehn Jahren Discobesuch, Walkmenhören und Besuch von Rockkonzerten erleiden Jugendliche einen Hörverlust von 10 dB. Durch Lärm werden die überfeinen, verletzlichen Haarzellen im Ohr geschädigt und sterben sogar ab. Bei nicht zu hoher Belastung und durch Ruhepausen können sie sich wieder erholen. Bei Rockkonzerten also Pausen einlegen oder Fettwatte benutzen. Bei Kopfhörern also: Lautstärke runter, sonst muss man sich bald ein Hörgerät kaufen! Nicht der Kopfhörer ist schädlich, sondern der falsche Umgang mit ihm! Übrigens: Der 20.04. ist der "Tag des Lärms". Da wird bundesweit auf die Gefahren durch Lärm aufmerksam gemacht. Die Beeinträchtigung der Hörfähigkeit kann z. B. für einen Jugendlichen das Aus für seinen Traumberuf, z. B. Pilot, bedeuten. Beratungsmöglichkeiten: Schulkampagne "Take care of your ears"; Bundesverband HNO-Ärzte; Deutsches Grünes Kreuz für Gesundheit; Fördergemeinschaft "Gutes Hören"; Forum "Besser Hören"; Deutsche Gesellschaft für Musiktherapie.
Nicht zu laut und nicht zu oft ist hier wohl die Devise.