Frage von honeymoon1977, 34

Kontieren von Geschäftsvorfällen?

Es gibt ja Leute den fällt es sehr leicht die Buchungssätze zu schreiben

ich möchte Sie einfach mit meinen Antworten vergleichen da ich mir nicht immer sicher bin

Antwort
von Welling, 23

Diese Aufgabenstellung kommt übrigens in den Kaufmannsgehilfenprüfungen oft vor. Damit ist gemeint, dass du die Buchungssätze der Geschäftsfälle aufschreiben sollst.  Bei Ausgleich einer Lieferrechnung etwa: Verbindlichkeiten an Bank

Antwort
von Dirk-D. Hansmann, 9

Unsicherheiten sind im Lernprozess normal. Ziel sollte es also nicht sein, dass Du Deine Antworten mit etwas vergleichst, sondern es Dir leicht fällt sie zu bilden.

Und wer die Logik auf ein wesentliches beschränkt und vorstellen kann, was sich hinter dem Geschäftsvorfall verbirgt sollte dieses auch erreichen.

Hinter dem Geschäftsvorfall verbirgt sich ja nicht viel. Außer die Frage: Wie wird das Betriebsergebnis in welchem Zeitraum beeinflusst?

Dabei muss man den Bestandteilen des Geschäftsvorfalles Namen geben. Namen geben meint: Was für ein Konto ist denn betroffen.

In aller Regel sind es Bestandskonten und Erfolgskonten. Bei den Bestandskonten geht es in aller Regel um Kasse, Bank, Forderungen und Verbindlichkeiten, sowie in der Regel noch ein Konto für Umsatzsteuer oder Vorsteuer. Die Erfolgskonten bilden entweder die Erträge ab oder aber den Aufwand.

Sehr viel seltener sind die Buchungen unter den Bestandskonten. Sie werden dann verwendet, wenn da jetzt oder später keine Erfolgsauswirkung kommt.

Anschaffung eines langlebigen Wirtschaftsgutes wirkt sich eben nicht sofort aus. Sondern erst wird aktiviert und im Abschluss die AfA bestimmt und gebucht.

Geldtransit wirkt sich eben nie auf der Ebene des Erfolgs aus.

Hast Du also die Konten gefunden, dann kannst Du jeweils gleich den zutreffenden Merksatz anwenden, das Konto mit dem dazugehörigen Betrag notieren. Und wenn Soll und Haben gleich sind, dann hast Du schon eine ganz gute Aussicht auf den richtigen Buchungssatz.

Merksätze auswendig lernen:
Aktive Bestandskonten mehren sich im Soll.
Aufwandskonten mehren sich (ebenfalls) im Soll.
Passive Bestandskonten mehren sich im Haben.
Ertragskonten mehren sich (ebenfalls) im Haben.

Die Minderung ist der Umkehrschluss.

Erläuterung der Merksätze:
Die Aktivseite der Bilanz gibt Auskunft über die Mittelverwendung.
Wenn man also Dinge kauft (Kosten bezahlt oder gegen Verb. bucht ist in
dem Zusammenhang egal), die nicht bilanziert werden, dann müssen die
also ebenfalls im Soll gebucht werden.

Die Passivseite gibt Auskunft über die Finanzierung des Unternehmens

oder besser die Mittelherkunft. Eigenkapital oder Fremdkapital (Verb.
kurzfristig oder langfristig bis zur Hypothek).

Daher sind Umsätze, Einnahmen wir Umsatzsteuer und Privateinlagen

ebenfalls im Haben zu buchen. Wobei Umsatzsteuer kein Ertrag darstellt,
denn es gehört bereits dem Finanzamt und ist damit ein
Verbindlichkeitenkonto.

Deine Frage war ziemlich unspezifisch. Sollte die jetzt geklärt sein? Sonst einfach melden.

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