swissdog am 19.10.2009 um 19:53 Uhr
Sicher, sie haben die Stücke in erster Linie selbst gespielt, aber bei ihren Opern/ Orchesterstücken, hatten die da einen bestimmten Musiker im Kopf? Deren Musik ist oft recht anspruchsvoll.....
Die Komponisten waren oft selbst sehr gute Geiger und Pianisten, aber sie haben zum Teil auch mit dem Gedanken an bestimmte Instrumentalisten geschrieben (oder diese sogar um für sie geeignete Stücke gebeten). Vor allem bei Opern sind die Rollen häufig mit Blick auf zur Verfügung stehende Sängerinnen und Sänger geschrieben.
Wolfgang Amadeus Mozart hat beispielsweise das Konzert für Oboe und Orchester C-Dur KV 314 für Giuseppe Ferlendis, das Konzert in A-Dur KV 622 für Klarinette und Orchester für Anton Stadler und das Konzert Nr. 9 in Es-Dur KV 271 für die Pianistin Louise Victoire Jenamy komponiert.
Mozart konnte hervorragend Opernpartien maßgeschneidert für bestimmte Sänger(innen) gestalten. In der Oper „Die Entführung aus dem Serail“ ist die Rolle des Osmin für Johann Ignaz Ludwig Fischer komponiert, die Rolle der Konstanze für Catarina Cavalieri, die Rolle der Madame Herz im Singspiel „Der Schauspieldirektor“ für Aloysia Lange (geborene Weber). Die Partien erlauben Rückschlüsse auf Umfang und Beweglichkeit der Stimmen.
In Biographien der jeweiligen Komponisten lassen sich sicherlich noch weiter Beispiele finden.

Bei Instrumenten bin ich mir nicht ganz sicher, aber sie haben vor allen Dingen für bestimmte Sänger und Sängerinnen komponiert.