Frage von Zuumbawbwe, 78

Komplizierter Satz in Deutschklausur?

Ich habe in einer Deutschklausur zum Buch Homo faber folgenden Satz geschrieben:

"Obwohl Hanna in iher Lebensweise, in ihrer Art im Umgang mit Faber und Sabeth eine sehr radikale Lebenskultur zu pflegen scheint, geht ihre absolute Freiheit vom Mann in ihrem Leben mit einem Opfer einher, welches Hanna im Laufe des Buches immer stärker bringen muss."

Würdet ihr für diesen Satz Fehler geben? Wenn ja, welche und warum?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von LolleFee, Community-Experte für deutsch, 29


- "obwohl" passt nicht,  "weil" schon eher. Es müsste das Gegenteil im Hauptsatz folgen.

- Lebenskultur finde ich schwammig, unpräzise. Was soll man sich darunter vorstellen? 

- "zu pflegen scheint" - was denn? Tut sie es oder nicht? Das wäre mir zu unkonkret.

- Du meinst Unabhängigkeit vom Mann. 

Naja, und das Opfer ist auch nebulös. Aber das wird vielleicht im nächsten Satz erläutert...

Ich weiß, was Du meinst - oder ich glaube, es zu wissen. Das ist aber nicht Sinn der Sache. Schreib konkret, was Du meinst, und verpack es nicht bis zur Unkenntlichkeit.

PS: Wenn es nur um Grammatik und Rechtschreibung geht, ist nur "iher" falsch. 

Kommentar von dandy100 ,

Du verstehst diesen Satz? Ich wäre Dir ausgesprochen dankbar, wenn Du dieses verschachtelte seltsame Satzgebilde klar und eindeutig formulieren würdest - falls Du es kannst; ich verstehe den Inhalt jedenfalls nicht.

Kommentar von LolleFee ,

Hannah will völlig unabhängig sein von Männern, widmet ihr Leben der Karriere und ihrer Tochter, der sie den wahren Vater vorenthält, welchem sie wiederum seine Vaterschaft verschweigt. Ich schätze, dass das mit dem ersten Teil gemeint ist. 

Über das Opfer kann ich nur mutmaßen: Verzicht auf die Liebe, Risiko einer Liebesbeziehung zwischen Vater und Tochter, Gegen-sich-Aufbringen von Faber und Sabeth.

Dass der Satz aber ohne Interpretation und Mutmaßung unverständlich ist, ist klar ;))

Antwort
von Elfi96, 30

Ich würde es folgendermaßen sehen:

Obwohl Hanna sowohl in ihrer Lebensweise als auch im Umgang mit Faber und Sabeth eine sehr radikale Lebenskultur zu pflegen scheint, geht ihre absolute Freiheit von einem Mann in ihrem Leben mit Opfern einher, die Hanna im Laufe des Buches immer wieder bringen muss. 

Das Komma am Anfang ist zwar nett gemeint, um eine Dopplung des Wortes 'Und' zu vermeiden, passt dort aber nicht hin. 

...'vom Mann in ihrem Leben' passt grammatikalisch nicht.

 Ein Opfer ist kein Dauerzustand und Opfer werden nicht stärker. LG 

Kommentar von dandy100 ,

sorry, aber was ist dann das für ein Unsinn: Verstehst Du eigentlich ein einziges Wort von diesem Satz, den Du da zitierst?

Das ist ein vollkommen unverständliches verschachteltes Satzgebilde mit Wortschöpfungen, wie "radikale Lebenskultur" und "Freiheit vom Mann", die es gar nicht gibt - und das versuchst Du auch noch zu korrigieren?

Schreib mal bitte, die Aussage dieses Satzes in klarem Deutsch - falls Du sie überhaupt verstehst - ich verstehe den Satz jedenfalls nicht, obwohl ich Literaturwissenschaft studiert habe.

Ich wäre Dir ausgesprochen dankbar, wenn Du bitte schreiben würdest, was das überhaupt heißen soll - auf deutsch bitte!

Kommentar von Elfi96 ,

Warum sollte ich dir bei deiner vorgefertigten Meinung, textlich mehr auf dem Kasten zu haben, etwas interpretieren?  Das wäre so überflüssig wie deine Angabe, Literatureissenschaft studiert zu haben, wo es bei dir mit  Kommata hapert. 

Antwort
von dandy100, 39

Der Satz ist unverständlich - was soll denn das heißen?

Was ist denn eine "Lebenskultur"? 

Und was soll das bedeuten: "....geht ihre absolute Freiheit vom Mann in ihrem Leben mit einem Opfer einher"

Was ist denn die "Freiheit vom Mann"?

Du hast Dich wahrscheinlich besonders gut ausdrücken wollen - guter Ausruck bedeutet aber nicht, so kompliziert wie möglich sondern klar und deutlich.

In einer Klausur gibt es für solche Sätze Abzüge in der Beurteilung des Stils.

Ich unterrichte auch, und ich kenne Homo Faber noch aus meiner eigenen Schulzeit, aber ich verstehe nicht, was Du sagen willst.


Antwort
von MeisterinJoda, 47

Nein würde ich nicht

Antwort
von atzef, 22

Lass dich nicht volllabern, grammatisch ist der Satz nicht weiter zu beanstanden und ohne Fehler. Stilistisch mag er nicht jedermanns Geschmack treffen, mag sein.

Inhaltlich kann man die Aussage sicher präziser formulieren. Und ob sie sich so belegen lässt...? Hannah ist die Mutter...? Über die wird im Buch eigentlich nicht hinreichend getextet, um so eine apodiktische Aussage zu treffen...

Aber so bibelsicher habe ich das Buch auch nicht mehr auf dem Schirm...

Kommentar von dandy100 ,

Schreib mal diesen Satz in klaren eindeutigem Deutsch - falls Du das kannst.

Zur Grammatik gehört auch die Verständlichkeit innerhalb des Satzbaus!

...und jetzt würde ich gerne wissen, was eine radikale Lebenskultur ist, welches Opfer Hanna bringt und was die Freiheit vom Mann ist - und das alles in einem einzigen Satz.

Und wer jetzt behauptet, das zu verstehen, der lügt ganz einfach

Kommentar von atzef ,

In welchem Paralleluniversum gehört Semantik auch zur Grammatik?

Die inhaltliche Bedeutung hat LolleFee schon erläutert. Das könnte ich jetzt auch nur nnoch paraphrasieren.

Kommentar von dandy100 ,

"Die inhaltliche Bedeutung hat LolleFee schon erläutert"

Tatsächlich? Das ist nichts weiter als eine Mutmassung, das schreibt sie ja auch selbst - im Übrigen ist es nicht richtig, denn das mit dem "Opfer" hat auch sie nicht verstanden.

Genauso wenig wie Du oder sonst jemand, denn diesen Satz kann man nicht verstehen

Kommentar von atzef ,

Rechthaberisches Gefasel.

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