Frage von katjafis, 126

Komplett überfordert mit allem. Wie habt ihr das alles damals gemeistert?

Hey Leute :)

Ich (w16) bin mit dem erwachsen werden total überfordert....

Ich muss einen Beruf erlernen, gute Noten schreiben, immer schön gucken das andere gut von einem Denken, meine Eltern stolz machen, irgendwie an meine Schwester heranreichen die absolut die Intelligenz in Person ist, meine Freunde nicht vernachlässigen und nach meinen Eltern unseren glauben (Christentum) viel mehr pflegen und dann kommen noch Jungs, Partys, Liebe und Alkohol dazu.

Ich hab das Gefühl meine Welt dreht sich. Ich kann nicht ich sein weil mein Umfeld das nicht akzeptieren kann. Ich fühle mich wie eine sch* Spielfigur.

Ich liebe das Leben. Ich bin abenteurlustig und will die Welt sehen und noch so vieles erleben aber Momentan seh ich einfach nicht mehr drüber und komm weder mit mir noch mit meinem Umfeld mehr klar.

Wie habt ihr das alles damals gemeistert? Ging es euch ähnlich? Habt ihr mir Tipps?

Danke schon Mal :)

Antwort
von Ruffy5286, 36

Man muss nicht alles auf einmal machen. Klar ist das eine Umstellung, aber ich denke mit der Zeit wirst du es hinbekommen. Zum erwachsen werden gehört auch dazu selbst Entscheidungen zu treffen, die dein Leben auch beeinflussen werden. Ich habe mich dazu entschlossen meinen Glauben eben nicht so aktiv weiterzuleben, weil ich mir bis heute nicht im klaren bin, ob ich das überhaupt glauben kann und der Pfarrer in unserer Gemeinde war mir zu konservativ und realitätsfremd. Deshalb ist das Thema für mich sicher so weit entfernt. Es begegnet mir nie. Ich kann auch ohne Glauben ein guter Mensch sein.... aber ich schweife ab.

Wie hab ich das damals hinbekommen. Ich hab mir einfach Zeit genommen und ein paar Dinge auch einfach auf mich zukommen lassen und nicht weiter drüber nachgedacht. Man neigt ja dazu sich alle Möglichkeiten auszumalen. Damit verschwendet man aber viel Zeit und das ist unnötig. Das hab ich mir damals auch so ein wenig abgewöhnt.

Ja ich musste auch mit meiner Schwester mithalten, aber das viel mir nie schwer, naja vielleicht auf sozialer Ebene schon. Damals hat sich mein Freundeskreis auf den Kern reduziert und darüber bin ich auch eigentlich ganz froh. Das spart sicher auch Zeit XD

Schule hab ich schleifen lassen und nur das Nötigste getan und bin damit auch sehr gut durchgekommen. Weiß nicht wie sich das bei dir verhält....

Eltern stolz machen...hmm musste ich nie. Meine Eltern haben nur erwartet, dass ich meinen eigenen Weg finde und selbst Entscheidungen treffe und mit den Konsequenzen dann auch lebe. Naja ich habe ein sehr gutes Verhältnis mit meinen Eltern. Irgendwie schon fast freundschaftlich, auch wenn sie eben trotzdem aus einer andere Generation sind und man das auch merkt.

Zum Thema Partys und Alkohol. Ich trinke keinen Alkohol, außer vielleicht auf dem Weih nachtsmarkt mal nen Glühwein, aber eigentlich sonst nie (ja Glühwein ist das einzige was mir so wirklich schmeckt) und Partys... naja bin ich jetzt kein Fan von. Lieber ne Runde Motorrad fahren mit den Freunde, zocken oder einen schönen Abend haben irgendwo, wo nicht so viele Menschen sind... Klar war ich auch auf Konzerten oder mal im Club bei nem Auftritt von meinem besten Freund, aber ansonsten tja Disco und Partys sind nicht so meins.

Mit dem Lebensmanagement bin ich ganz gut durchgekommen.

Ach ja und nach der Schule ist auch noch Zeit. Im Nachinein hätte ich wohl ein Jahr erstmal ins Ausland gehen sollen, aber wer weiß das schon vorhher. Das werd ich auf jeden Fall noch nachholen...

Antwort
von danielschnitzel, 30

Naja irgendwo muss man Abstriche machen. 
Bezüglich der Schule kann ich nur sagen, dass es weniger wichtig ist als alle sagen. Sofern du nicht Medizin oder Jura studieren willst reicht oft das reine Interesse und ein moderater 2er Schnitt um an fast allen Unis das zu studieren, was du willst. Eventuell musst du halt ein Wartesemester einplanen, aber whocares ?! Ist doch deine Entscheidung. Ob du mit 18 oder 18 Einhalb studierst ist echt nicht wichtig...
Und sobald du an einer Uni genommen wurdest, interessieren deine Abinoten niemanden mehr! Das ist meine Erfahrung. 

Den Eltern kann man es nie recht machen... wenn deine Schwester die Schlaue ist, ist es halt so. Am Ende kannst du trotzdem mehr verdienen :D 
Gerade das Messen in Noten ist sinnlos. Denn selbst bis zum Abitur ist 80% Auswendiglernen und vielleicht noch etwas Transfer.. 

Den Glauben pflegen.. das ist auch deine Entscheidung, da können sie wenig machen. Du solltest sie für das was sie tun respektieren, aber andersrum muss es auch so sein! Du solltest dich nicht völlig von ihnen abwenden, aber klar machen, dass du im Zweifelsfall ein anderes leben führen willst oder den Glauben in anderen Formen oder moderner lebst.. 

Antwort
von nifirm, 38

Hey :) ich denke mal du bist noch in der Schule. Steck dir einfach kleinere Ziele. Zum Beispiel bis zur nächsten Arbeit will ich das und das lernen. Ich hab auch die Schnauze voll von Schule. Deswegen gehe ich danach ein Jahr ins Ausland und entspann mich. Vielleicht wär das auch was für dich und dann hast du was, worauf du dich freuen kannst :) (und noch 1 Jahr Aufschub vom Beruf)
LG nifirm

Kommentar von katjafis ,

:) ja ich hab ein Jahr freiwillig angehängt, das heisst aber auch das es im Sommer wohl oder übel losgehen muss..

Antwort
von paulklaus, 9

Ein Spiegelbild meiner selbst aus längst vergangenen Tagen (knapp 60 Jahre zurück).

Ich wollte / musste (?) es allen Recht machen (und obwohl meine Eltern hochgradig UNchristlich waren, musste ich zum Konfirmanden-Unterricht, was nach heftigen familieninternen Diskussionen, nein: Explosionen, dazu führte, dass ich ihn nicht mehr besuchte). Schule (!!), Freundschaften pflegen, zeitaufwändige Hobbies (Archäologie, Rockmusik, vor allem aber SPORT).

Irgenein kluger Kopf hatte irgendwann einmal gesagt: "Nur ICH kann entscheiden, was für mich richtig und wichtig ist."

Also schrieb ich eine Prioritäten-Liste auf und SCHAFFTE (!!) es, ihr gnadenlos (!!) zu folgen.

Fortan lief das Leben in ruhige(re)n Bahnen: Ohne alles gleichzeitig zu vernachlässigen, hatte ich es geschafft, meiner obersten Priorität - Sport - Vorrang einzuräumen; alles andere wurde im Laufe der Zeit positiv automatisiert !

pk


Kommentar von paulklaus ,

Dank für Dank ! ; - ))

pk

Antwort
von Alfamaennchen, 34

Servus

kenne ich. Ich schätze man muss lernen alles in seiner Wichtigkeit zu priorisieren und dann zu bestimmten unwichtigeren dingen eher mal "fvck off" sagen^^

Man brauch viel Zeit für sich selbst und freunde, das was spaß macht

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