Frage von Jhonny1992, 188

Kommunistisches Regierungssystem?

Was haltet ihr von Kommunismus, ob diese Art von Regierungssystem besser ist als Demokratie. Ich will eure Meinung hören .

Antwort
von Nijori, 120

Rein vom theorethischen Standpunkt ist Kommunismus das Idealsystem für einen Staat, aber der menschliche Faktor in der Führung macht es leider zu der Ausbeutungsmaschinerie die den Kommunismus heute so verschrieen gemacht hat.

Antwort
von voayager, 54

Wie soll man das beurteilen können, wenn es doch bis jetzt dies nirgendwo auf der Welt gab? Sollte es mal tatsächlich einen Kommunismus gweben, dann wird er der hiesigen Demokratie turmhoch überlegen sein. Die Menschen werden mitleidig auf die jetzigen Herrschaftsverhältnisse zurückschauen, da bin ich mir völlig sicher.

Kommentar von filoa ,

doch in Polen gibts kommunismus

Antwort
von alex0611, 52

Grundsätzlich währe der Kommonismuss das perfekte System aber es sind nunmal nicht alle Menschen gleich und sie werden es auch nie werden. Es lässt sich einfach praktisch nicht umsetzen

Antwort
von alashatt, 85

Es gibt kein kommunistisches Regierungssystem, oder wenn überhaupt, dann ist es ein absterbendes, welches in eine staatenlose Gesellschaft mündet.

Und Vietnam ist nicht kommunistisch.

Kommentar von Jhonny1992 ,

Vietnam ist Sozialistisch aber im Volk sagt man Kommunismus dazu, absterbendes ist es wenn die Kapitalisten ankreuzen und sagt was zu machen ist. Wie es Amerika immer tut

Kommentar von alashatt ,
  1. Es gibt nichts an Vietnam, was man als sozialistisch oder kommunistisch qualifizieren könnte. Was die Leute dazu sagen, spielt keine Rolle - woran man das festmacht, ist eine ideologische, keine empirische Kontroverse. Und die authentische marxistische Position bestreitet den sozialistischen Charakter.
  2. Ich glaube, du verstehst nicht den Kontext, in welchem ich den Begriff "absterben" benutzt habe: "Der Staat war der offizielle Repräsentant der ganzen Gesellschaft, ihre Zusammenfassung in einer sichtbaren Körperschaft, aber er war dies nur, insofern er der Staat derjenigen Klasse war, welche selbst für ihre Zeit die ganze Gesellschaft vertrat: im Altertum Staat der sklavenhaltenden Staatsbürger, im Mittelalter des Feudaladels, in unsrer Zeit der Bourgeoisie. Indem er endlich tatsächlich Repräsentant der ganzen Gesellschaft wird, macht er sich selbst überflüssig. Sobald es keine Gesellschaftsklasse mehr in der Unterdrückung zu halten gibt, sobald mit der Klassenherrschaft und dem in der bisherigen Anarchie der Produktion begründeten Kampf ums Einzeldasein auch die daraus entspringenden Kollisionen und Exzesse beseitigt sind, gibt es nichts mehr zu reprimieren, das eine besondre Repressionsgewalt, einen Staat, nötig machte. Der erste Akt, worin der Staat wirklich als Repräsentant der ganzen Gesellschaft auftritt – die Besitzergreifung der Produktionsmittel im Namen der Gesellschaft –, ist zugleich sein letzter selbständiger Akt als Staat. Das Eingreifen einer Staatsgewalt in gesellschaftliche Verhältnisse wird auf einem Gebiete nach dem andern überflüssig und schläft dann von selbst ein. An die Stelle der Regierung über Personen tritt die Verwaltung von Sachen und die Leitung von Produktionsprozessen. Der Staat wird nicht ‚abgeschafft‘, er stirbt ab." Von einer kommunistischen Regierung zu sprechen ohne die vorübergehende, absterbende Natur zu betonen, ist einfach falsch.
  3. Das ist wiederum platter Antiamerikanismus.
Kommentar von filoa ,

und wer soll den kommunismus realisieren? Cdu, csu und spd? nein sorry, der kommunismus ist so toll er auch sein mag nichts was es auf Dauer geben wird. 

Kommentar von alashatt ,

Ist das die Kontroverse hier? Wollte Jhonny1992 wissen, ob der Kommunismus realisierbar ist, wollte ich ihm das beweisen? Ich interessiere mich nicht für deine persönlichen Einschätzungen. Was soll also der Kommentar?

Es ist lächerlich, in jeder einzelnen Diskussion, in der das Wort "Kommunismus" fällt, kommen solche reflexartigen Reaktionen, die dann überhaupt nichts mit der eigentlichen Debatte zu tun haben. Wenigstens weiß ich dann, mit wem man konstruktive Diskussionen führen kann und wer zwanghaft versucht, mit Halbwissen und Stammtischparolen zu glänzen.

Kommentar von filoa ,

oh, ist da wohl jemand frustriert, weil es seine ideologie nie geben wird? schade. ich wollte dich nicht beunruhigen. übrigens sei gesagt, das in vietnam die „Kommunistische Partei Vietnams" (KP) regiert die einzige legale partei. also nicht kommunistisch? und verbrecherisch? nein, du hast völlig recht.

und über welchen sozialismus soll es denn sein? der braune oder der rote?  

Kommentar von filoa ,

und der auf deinem profilbild ist das nicht lenin? dieser fürchterliche diktator und massenmörder? http://www.pnn.de/potsdam/864482/

Kommentar von alashatt ,

"oh, ist da wohl jemand frustriert, weil es seine ideologie nie geben wird?"

Das hättest du wohl gerne. Frustriert bin ich, weil es hier kaum Leute gibt, mit denen man konstruktive (politische) Diskussionen führen kann. Stattdessen rufen hier bestimmte Themen bestimmte Beißreflexe hervor, die dazu oftmals auch noch vollkommen unpassend sind - so wie in deinem Fall eben. Statt kritisch über das Gesagte nachzudenken, werden zigtausendmal durchgekaute, hohle Phrasen rezitiert, die als Selbstverständlichkeit vorausgesetzt werden (und trotzdem hat man den Drang, sie ständig zu wiederholen).

Es geht ja nicht einmal darum, dass die Leute nicht an die "Realisierbarkeit" des Kommunismus haben - das ist eine Sache, nochmal, es geht darum, dass sie nicht die Bereitschaft besitzen, ihre Voreingenommenheit in Frage zu stellen. Sie beteiligen sich nicht ernsthaft (d.h. aktiv kritisch) an einer Kontroverse, sondern erwecken nur den Anschein, weil sie Reflexe verinnerlicht haben, die sie unter bestimmten Umständen (mehr oder weniger passiv) praktizieren. Man kann Hunde auf sowas trainieren.

Wenn dein Kommentar gepasst hätte und das Ergebnis eines tiefgründigen, kritischen Hinterfragens gewesen wäre und nicht eine spontane Reaktion, dann wäre nicht frustriert gewesen, sondern wäre sehr gerne (!) ohne abfällige Bemerkungen darauf eingegangen und hätte in Betracht gezogen, dass du tatsächlich Recht haben könntest. Bei allem Dogmatismus, den ich ja meinetwegen zugebe, ziehe ich jede These einer tiefgründigen Kritik unter, ich gehe so an sie heran, als würde ich es selber denken. Nicht, weil ich mich dir oder einem anderen gegenüber rechtfertigen müsste. Nein, ich stehe nur in der Pflicht, mich mir gegenüber zu rechtfertigen. Ich verachte rechthaberisches Beharren auf Ignoranz. Bevor ich selbst so verabscheuenswert bin, geb ich mir die Kugel und das meine ich durchaus ernst. Natürlich hast du keinen Grund mir aufs Wort zu glauben. Das können überhaupt nur diejenigen erfahren, die sich auf eine konstruktive Diskussion mit mir einlassen.

"übrigens sei gesagt, das in vietnam die „Kommunistische Partei Vietnams" (KP) regiert die einzige legale partei."

Nun habe ich schlicht und ergreifend andere Qualifikationen für Kommunismus als du. Ich sagte schon Johnny1992, das ist eine ideologische und keine empirische Kontroverse. Wer sowas an formalen Doktrinen und Parteinamen festmacht und dementsprechend den wahnwitzigen Schluss zieht, dass der deutsche Faschismus auch nur im Ansatz sozialistisch war, kommt spätestens dann in eine Zwickmühle, wenn er rechtfertigen muss, warum, um nur ein Beispiel von vielen zu nehmen, die Deutsche Demokratische Republik in Wahrheit gar nicht demokratisch war. Denn wenn man hier mit Täuschungsvorwürfen ankommt, misst man mit zweierlei Maß, wenn man das beim Sozialismus/Kommunismus nicht macht - und bestätigt umso mehr die Tatsache, dass es sich um eine ideologische und nicht empirische Kontroverse handelt.

"und der auf deinem profilbild ist das nicht lenin? dieser fürchterliche diktator und massenmörder?"

Richtig, es ist Lenin, "dieser fürchterliche Diktator und Massenmörder". Lies es ruhig dreimal, so groß meine Zuversicht und meine Hingabe, dass ich mich nicht mal dafür schäme, mich zu Figuren wie Lenin zu bekennen. Spürst du denn schon den Schrecken des Kommunismus? Ich brauch mich ja wohl nicht dafür vor Leuten zu rechtfertigen, die irgendwelche Artikel für sich sprechen lassen, was nochmal untermauert, wie denkfaul du in Wahrheit bist.

Lenin eine "Willkürherrschaft" zu unterstellen, ist vollkommen unbegründet und reine Hysterie. Niemand herrscht mit "Willkür", was hätte man bitte davon? Es waren revolutionäre Zeiten in Russland. Dass in solchen Menschen sterben, ist nicht ungewöhnlich. Je organisierter die Gewalt ist (d.h. je mehr sie vom Staat durchgeführt wird), desto eher lässt sie sich vermeiden. Wenn aber monarchistische und nationalistische Kräfte zu den Gewehren greifen, ist sie wohl oder übel unausweichlich. Zumal Lenin das nicht alles allein zu verantworten hat. Allein solche Auffassungen zeugen von einem sehr naiven Weltbild. Die Bolschewiki mitsamt Lenin aka dem Strippenzieher hatten die Unterstützung der breiten, proletarischen Massen. So eine Revolution wird nicht von oben "gemacht" - Menschen sind keine passiven Tiere.

Antwort
von telesphorus, 76

Nee ich halte nichts vom Kollektiveigentum oder sonstiger Gleichmacherei. Ich mag den Kapitalismus.  Außerdem habe ich gewisse Befürchtung bei der Durchführung eine solchen Gesellschaftsordnung. 

Kommentar von filoa ,

und ich halte nichts von kapitalisten wie dir die sich auf kosten anderer profilieren. „Wär ich nicht arm, wärst du nicht reich". 

Kommentar von telesphorus ,

Bin ich reich? Haha schön wäre es...

Ich bin überzeugt von der sozialen Marktwirtschaft und den darusfolgenden Innovationen des Unternehmertums...ist das so verwerflich? Ich denke nicht. 

Kommentar von filoa ,

ist das so verwerflich? Ich denke nicht.

Ja ist es. Denn in deiner so gepriesenen „sozialen" marktwirtschaft klafft die schere zwischen arm und reich immer weiter auseinander. Wie soll in einer solchen marktwirtschaft reichtum gerecht verteilt werden? Wie soll ein normaler Arbeitnehmer vernünftig leben ohne auf Sozialleistungen angewiesen zu sein? 

Kommentar von telesphorus ,

Gerechtigkeit ist ein sehr subjektiver Begriff.  Lebt denn jeder Arbeitnehmer mit Sozialleistungen?

Wie wäre denn dein Lösungsvorschlag?

Kommentar von filoa ,
  • nicht jeder, aber vergleichsweise viele. 
  • Anhebung des mindestlohns auf 10,50€, unbefristete beschäftigung und ein verbot der leiharbeit. Abkehr von hartz4 und einrichtung einer sanktionsfreien mindestsicherung
Kommentar von telesphorus ,

Ein flächendeckender Mindestlohn...ist schon schlimm genug...denn dann auch noch zu erhöhen... Und zeitarbeit gehört zu einem flexiblen Personalmanagement dazu. Sie hilft bei Engpässen etc. und erleichtert Job Einsteigern eine erste Findung. 

Kommentar von filoa ,
Kommentar von telesphorus ,

Sehe ich anders mit dem Mindestlohn!!

http://www.zeit.de/2011/07/01-Leiharbeit-Linke

Antwort
von DieterSchade, 68

Kommunismus ist eine Form der Demokratie, würde aber nicht funktionieren. Der mit dem Kommunismus verwandte Sozialismus ist ebenfalls eine Form der Demokratie und funktioniert ganz gut. 

Antwort
von BurkeUndCo, 74

Kommunismus ist eine Wirtschaftsform im Unterschied zum Kapitalismus.

Demokratie ist eine Staatsform im Gegensatz zur Monarchie oder zur Diktatur.

Das eine hat mit dem anderen nichts zu tun. Im Idealfall kann es beides auch gleichzeitig geben.

Antwort
von authumbla, 70

Kommunismus ist eine Wirtschaftsform. Deren Gegenspieler ist der Kapitalismus, nicht die Demokratie. Bestes Beispiel:

Die kommunistische DDR hieß übersetzt "Deutsche demokratische Republik".

Die Demokratie ist eine Regierungsform. Die Regierungsform vieler kommunistischer Länder ist totalitär, scheindemokratisch, und auch, wenn der Begriff problematisch ist: sozialistisch

Antwort
von Jhonny1992, 71

Wenn Kommunismus nicht funktioniert wieso ist Vietnam heute noch Kommunistisch ?

Kommentar von Nijori ,

Der Kommunismus funktioniert schon, nur wird dabei das Volk, das von gerechter Wertverteilung profitieren sollte, all zu oft von der Führung, die für sich aus dem Staatskapital abschöpft, betrogen.

Wie genau unfair das genau in Vietnam heute läuft weiß ich nicht, aber sicher sitzt da auch wer der abgreift.

Kommentar von Jhonny1992 ,

Leider war meine Antwort nicht an dich gerichtet aber egal, denkst du das die "Politische Spitze" immer das Volk betrügt , und denkst du das es in der Demokratie kein Platz dafür gibt ? Ich lebte im Kommunismus und fand es um vieles besser als die Demokratie und Kapitalismus.

Kommentar von filoa ,

es gab noch nie einen kommunismus! außer in polen

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