Frage von Keks9914, 105

Kommunismus und Freiheit?

Ich bereite mich gerade auf eine Präsentation vor und bin gerade auf Frage, wie der Kommunismus zur Freiheit steht, gestolpert. Ich kann mir darunter leider nur wenig vorstellen und hoffe ihr könnt mir weiterhelfen.

Expertenantwort
von PeVau, Community-Experte für Geschichte, 36

Nachdem im Sozialismus als Übergangsgesellschaft die Unterschiede zwischen den Klassen allmählich aufgehoben und somit der Staat seine Funktion als Macht- und Unterdrückungsinstrument verloren hat, ist der Kommunismus die Gesellschaftsordnung, in der individuelle Freiheit am umfassendsten gewährleistet sein wird.

Antwort
von milibeeey, 59

Der Kommunismus wird von seinen GegnerInnen oft als unifrome (und unifromierte) Gleischschaltung der Menschen und als Unterwerfung unter ein Kollektiv dargestellt. Dem entgegengestellt wird die (neo)liberale Ideologie als „individuelle Freiheit“ gepriesen. Dabei ist die individuelle Freiheit des Menschen eines der wichtigsten Ziele des Kommunismus:

In einer höheren Phase der kommunistischen Gesellschaft, nachdem die knechtende Unterordnung der Individuen unter die Teilung der Arbeit, damit auch der Gegensatz geistiger und körperlicher Arbeit verschwunden ist; nachdem die Arbeit nicht nur Mittel zum Leben, sondern selbst das erste Lebensbedürfnis geworden; nachdem mit der allseitigen Entwicklung der Individuen auch ihre Produktivkräfte gewachsen und alle Springquellen des genossenschaftlichen Reichtums voller fließen - erst dann kann der enge bürgerliche Rechtshorizont ganz überschritten werden und die Gesellschaft auf ihre Fahne schreiben: Jeder nach seinen Fähigkeiten, jedem nach seinen Bedürfnissen!“ — Marx, Kritik des Gothaer Programms, MEW 19:21

„Jeder nach seinen Fähigkeiten, jedem nach seinen Bedürfnissen“ - Das Individuum, seine/ihre individuellen Fähigkeiten und Bedürfnisse stehen hier also im Zentrum. Im Gegensatz dazu kümmert sich der Kapitalismus nur insoweit um Bedürfnisse als er daraus profitieren kann. Wenn jährlich etwa 10 Millionen Menschen an Hunger sterben kümmert das Bedürfniss nach Nahrung den neoliberalen Kapitalismus herzlich wenig. Kapitalistmus negiert diese Bedürfnisse und die Fähigkeiten die in diesen Menschen stecken. Neoliberaler Kapitalismus ist bestenfalls der individuelle Kampf „jede/r gegen jeden“.

Habe ich aus folgender Quelle entnommen: http://qummunismus.at/p/article39.html

Kommentar von digiman ,

schon die theorie ist vollkommener unfug.. man merkt beim lesen deutlich, dass marx in seinem leben nie auch nur einen tag gearbeitet hat

Kommentar von milibeeey ,

da magst du wohl Recht haben.

Kommentar von PeVau ,

digiman, du hast bisher nicht den Eindruck erweckt, dass du die Theorie beurteilen könntest. Und jemand, der so gestrickt ist wie du, hält wahrscheinlich Bücher schreiben und ökonomische Analyse nicht für Arbeit.

Antwort
von clairedelune123, 34

In der Theorie ist der Kommunismus sehr für die Freiheit, zumindest für die des Proletariats, jedoch sieht man ja, dass in der Umsetzung, in der Praxis, das System nicht funktioniert hat. Beispiel: Sowjetunion, Kuba, Nordkorea, ...

Kommentar von JBEZorg ,

Welches System? Was hat niht funktioniert? Hast du denn nur annährend eine Vorstellung vom Leben in einem sozialistischen Land?

Antwort
von Shiftclick, 52

Zunächst einmal musst du (er-)klären, was du unter Kommunismus verstehst. In erster Linie ist der Kommunismus eine Utopie und diese Utopie hat eine sehr positive Einstellung zur Freiheit aller.

Antwort
von hutten52, 60

In der Theorie ist der K. für die Freiheit, zumindest für die des Proletariers. Die herrschende bürgerliche Klasse wollte Marx allerdings hart unterdrücken und entmachten. 

In der Praxis unterdrückte er jede Freiheit und schuf in der Sowjetunion etc. ein perfektes Überwachungssystem der Unfreiheit.

Kommentar von SOClALlSTrussia ,

In der Praxis tat er Garnichts weil es ihn nicht gab 

Er hat auch nichts geschaffen sondern wurde im Sozialismus von x verschiedenen Personen bis heute unterschiedlich deffiniert und unterschiedlich sozialistisch praktiziert 

Antwort
von alexklusiv, 21

Kommunismus fordert die Diktatur des Proletariats, da durch diese aber sämtliche Menschen auf lange Sicht dem Proletariat angehören sollen, darunter auch Spitzen der Politik und Wirtschaft, bedeutet das Freiheit für alle. Nicht nur Freiheit, sondern auch Einfluss für alle - denn alle werden in die Rolle des Diktators versetzt, niemand in die des Unterdrückten. 

Das ist eine sehr theoretische Alternative zu direkter Demokratie. Was tatsächliche Freiheit in Ländern anbelangt, die den Begriff Kommunismus für sich in Anspruch nahmen, können dir die "Republikflüchtlinge" erzählen.

Antwort
von 14Sommer14, 57

Die Freiheit ist in diesem System seeehr begrenzt; kannst es Dir nun besser vorstellen?

Antwort
von JBEZorg, 22

Kommunismus ist Freiheit. Aber man müsste erstmal hinkommen.

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