Frage von Dxmklvw, 49

Kommunikationskonflikt unlösbar?

Ich habe in mir einen Konflikt bei der Kommunikation entdeckt, bei dem es nicht darum geht, daß mir dieser auf irgend eine Weise weh tut, sondern es handelt sich einfach nur um Gedankenspiele, bei denen es mich ärgert, daß mir keine Lösung einfällt.

Welche mir noch nicht in den Sinn gekommene Überlegung könnte mir zumindest soweit helfen, daß ich nicht immer wieder am nicht-lösbar-Gedanken kleben bleibe?

Problembeschreibung:

Wenn man eine Ansicht vertritt, die von der eines anderen völlig abweicht, dann bemühe man sich, Argumente möglichst überzeugend vorzutragen.

Es aber so, daß Argumente zunächst einmal dem gefallen müssen, der sie vorträgt, damit sie überhaupt vorgebracht werden. Gleichzeitig ist klar, daß Argumente, die einem selbst gefallen, wirkungslos verpuffen, wenn der andere ganz anders tickt als man selbst.

Es ergibt sich deshalb die Notwendigkeit, Argumente so zu gestalten, daß sie dem anderen gefallen. Im Umkehrschluß bedeutet das im Extremfall, daß sie einem selbst gar nicht gefallen und deshalb nicht vorgebracht werden, oder mit der möglichen Nebenwirkung, sich selbst der Heuchelei zu verdächtigen.

Ein Kompromiss zwischen den Extremen erscheint auch nur wenig brauchbar, weil die Wirkung eher mit der Wirkung von Klopapier vergleichbar ist: Man wischt sich damit ab und spült es danach weg. Ebenso ist es wie eine Formel mit falschen Parametern, bei denen es egal ist, wo sie falsch sind, weil das Ergebnis trotzdem falsch bleibt.

Man kann sich auch herauszuhalten und hoffen, daß andere von selbst auf das kommen, was man gerne hätte. Das ist aber so ähnlich wie ein wirksames Medikament haben und meinen, daß es auch hilft, wenn man es nicht einnimmt.

Ein passender Umweg, bei dem etwas anderes angesprochen wird und Argumente „schleichwirksam“ Aufnahmebereitschaft beim eigentlichen Thema verursachen, unterliegt ebenfalls dem, wie der andere tickt, enthält also die Gefahr, auch nicht wirklich anzukommen. Obendrein erinnert es an Austrickserei, was man vielleicht auch nicht will.

Einen Denkkonflikt zu erzeugen, der nach einer eindeutigen Entscheidung verlangt, wäre eine Möglichkeit mit 50-Prozent-Erfolgsaussicht, hat aber den Nachteil, daß die Kommunikation leicht ins Subjektive und Sinnfreie abdriftet.

Über allem schwebt der Aspekt, daß für jeden eine annehmbare Chance erhalten bleiben soll, mögliche eigene Denkfehler zu erkennen und zu korrigieren, ohne einen Ansehensverlust zu riskieren.

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von BellAnna89, 19

Ich sehe das so: Zuerst überlege ich mir meine Intention, das Gegenüber zu überzeugen. 

Ist es ein Bekannter oder Freund, so ist eine Diskussion mit unterschiedlichen Auffassungen doch anregend und erweitert für beide den Horizont, ich kann also meine von mir bevorzugten Argumente vorbringen. Glaube ich aber, mein Vorschlag wäre gut für den anderen, nenne ich die Argumente, die ihm zeigen, dass sein Leben bereichert wird mit dem Hinweis: in deinem Fall ist es doch sinnvoll, weil...

Ist es mein Arbeitsplatz, so muss ich mich als Teil des Unternehmens wahrnehmen und die Argumente vorbringen, die dem Unternehmen dienen. Sehe ich mich nicht als Teil des Unternehmens, kann ich auch getrost meine egoistischen Argumente nennen, denn dann ist die Stelle ja bedeutungslos für mich, wenn darauf nicht eingegangen wird.

Ist es mein Partner... sollte die Liebe ermöglichen, gemeinsam einen noch besseren Weg zu finden, als einer allein es hätte vorschlagen können. 

Ist es mein Kind... also mit dem Dreikäsehoch diskutiere ich nicht. Basta.

Ist es mein Feind, kehre ich ihm den Rücken, denn hier wäre jede Diskussion vergebene Liebesmüh.

Also ich sehe in keinem Bereich des Lebens die Notwendigkeit, Argumente zu verwenden, die ich nicht ernst meine.

Kommentar von Dxmklvw ,

Danke! Das enthaltene Stichwort "Freund" fehlte mir noch als Assoziation, bzw. die unverhoffte Konfrontation mit eigenen Denkgewohnheiten, die einem dummerweise nicht bei einem bestimmten Problem in den Sinn kamen.

Bei anderen Themen, die zwischenmenschliche Beziehungen berühren, ist der gesamte Inhalt der Antwort eigentlich genau das, was ich selbst auch immer anwende und/oder empfehle.

Nun ja, so etwas ist vielleicht auch ganz normal, daß man manchmal etwas nur deshalb nicht erkennt, weil man es bereits in der Hand hält, oder wie mit der auf der Nase sitzenden Brille, die man in der ganzen Wohnung vergeblich sucht.

Antwort
von TednDahai, 17

Mir hilft dabei das indirekte. Also man hat eine Meinung zu einem Thema und einen Gegenpart, der die andere Meinung vertritt. Wenn man nun ein allgemeines Beispiel setzt, regt das unterbewusst den anderen an, darüber nachzudenken.

Je nach Gegenpart wird man nie eine 100%ige Erfolgschance haben. Das geht leider nicht. Ich kenne Leute mit denen eine einfache sachliche Diskussion unmöglich ist, da sie sich zu sehr auf ihre eigene Meinung fixieren und nicht bereit sind diese zu verändern und zu überdenken.

So ist der Denkkonflikt wie du ihn nennst am Sinnvollsten, brauchst aber einen ANsatz der nicht Sinnfrei ist, sondern den der Gegenpart nachvollziehen kann. Einfache Alltägliche Beispiele helfen dabei oft am besten. Auch eine Verallgemeinerung des Themas kann helfen. Das ist eine erstaunlich effektive Methode der "schleichwirksamen" Argumente ;)

Oft hilft auch eine Objektive Sicht auf die Dinge zu bewirken. Man übernimmt in den Diskussion nicht nur seine Meinung sondern überlegt alle möglichen Szenarien, spricht diese an und verbindet es dann mit den vorliegenden Argumenten.

Hoffe ich konnte dir noch ein paar denkanstöße geben :)

Antwort
von hocket1900, 17

Hey,

Kommunikationskonflikte gehen niemals mit einem unlösbarem Problem einher. Zum Beispiel kannst du durch höher Psychologie, die Meinung anderer in der Form kehren das sie unbewusst in eine Richtung gedrängt werden, ohne das sie es unmittelbar steuern können.

Dies kann mittels paraphrasieren oder reflektieren geschehen. Das wichtigste dabei ist, dem gegenüber stehenden das Gefühl des Verständnisses zukommen zulassen.

Verstehe die Gedankenmuster des anderen, dann liegt dir der erste Teil deiner Interessen zur Durchsetzung solcher, zu Füßen.

Kommunikation ist eine Herausforderung zweier Parteien die niemals, nie lösbar ist. Das würde ja behaupten, dass jeweilige Gespräche in Sackgassen münden. Das wider rum setzt voraus das eine Art Konversation, so wie wir sie kennen, unter keinen Umständen der Welt lösbar erscheint.

Deine Interessen musst du nur verständlich, logisch klar definiert und mit Fakten versehen, so verständlich machen, dass du die andere Partei in die Ecke drängst das sie nicht mitbekommt welche Absichten du tatsächlich zu bewirken versuchst. =)

Kommentar von BellAnna89 ,

Und du bist...Versicherungsvertreter?

Kommentar von hocket1900 ,

Und du ein Schwätzer? Abgesehen davon steht in meinem Profil was ich bin!!! Was soll so eine Antwort, sei mal ehrlich?

Kommentar von BellAnna89 ,

Deine Antwort klingt nach den Maßnahmen eines Verkäufers, und diese Kunst erlernt man vor allem in der Versicherungsbranche. Genauso passt es zu der Tatsache, dass du das Hauptanliegen des FS nicht verstanden hast. Dein Profil interessiert mich nicht genug, als dass ich es absichtlich besuchen würde.

Kommentar von hocket1900 ,

Nach was es klingt ist von jeweiliger Fragestellung und Beantwortung für mich ausgeschlossen. Die Frage war auch nicht: "Was für einen Beruf übe ich aus?" woraufhin eine Hysterie deinerseits ausbrechen sollte.

Auch wähnte keiner in deinem Namen, in meinem Profil nachzusehen was für einem Beruf ich nachgehe. Allgemein wurde von mir nur angesprochen, dass bevor du eine These über meinen Beruf verhängst und du aller Welt deiner Meinung Freigang gewährst, die meiner Antwort absolut keinen Grundsatz verleiht, du hättest nachschauen sollen, was ich wirklich für Arbeit nachgehe.

Merkst du was falsch läuft?

Kommentar von BellAnna89 ,

Oh, ist dein Herzschlag jetzt schneller geworden? Bilden sich bereits Grübchen der Verzweiflung und des Zorns in deiner Stirn? Mann kann sich auch in relevantere Themen reinsteigern, aber nun gut.

Kommentar von hocket1900 ,

Ehrlich gesagt, nein. Ich habe gelernt Menschen wie dir, mit einem lächeln gegenüber zu treten. =)

Kommentar von Dxmklvw ,

Das sind Strategien, die real machbar sind und zu Erfolgen führen, aber sie lösen meiner Ansicht nach nicht das Problem, daß ich gleichzeitig niemanden austricksen will, sondern sie verstärken es eher.

Kommentar von hocket1900 ,

Du sollst damit keinen hinter das Licht führen. Lediglich versuchst du damit jemanden dazu zu bringen hinter deine Vorstellung der Dinge zu blicken, der man sich ja sträubt zu hinterfragen.  Denn sonst würde es ja von vornherein zu keinem unvermeidlich unlösbaren Konflikt der Kommunikation kommen.

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