Frage von derapfelbaum, 414

Kommt man wegen einem Suizidversuch direkt in die Psychiatrie?

Ich brauch keine Predigten, dass es mir guttun würde; dass das Leben schön ist oder sonst was. Danke!

Ich danke für jede brauchbare Antwort! Eigene Erfahrungen, positiv so wie negativ.

Schönen Abend noch!

Antwort
von Eileithyia, 215

Das kommt drauf an, wer davon Wind kriegt. Bei mir war es so, dass ich erst ins Krankenhaus gefahren wurde bis ich aufwachte und dann musste ich im Krankenwagen direkt auf eine geschlossene Station. 

Es hängt natürlich auch etwas von dir ab, zum Beispiel, ob man noch akute Gefährdung sieht. Normalerweise wird man aber immer eingewiesen, so war es bei mir alle drei Male. Hoffe, ich konnte helfen. 

Antwort
von skogen, 177

Ich wurde mal zur Beruhigung (ein, zwei Nächte) in die Psychiatrie gebracht. Also du versuchst es, tust es oder drohst es nur an und du kommst schon dort hin. Je nachdem, wie "krass" es ist, bleibst du länger oder nur eine Nacht.

Antwort
von edfrid, 279

Die Behörden werden deinen Zustand nach dem Selbstmordversuch gründlich untersuchen und du musst eventuell in psychische Behandlung. Das hängt ganz von dir ab.

Antwort
von Reanne, 227

Keine eigenen Erfahrungen, aber cor Jahren hat mein Schwager einen Versuch im Urlaub auf Sardinien unternommen, einen Tag vor der Rückreise. Er ist im Krankenwagen zum Airport gebracht worden und in Dortmund mit Krankenwagen abgeholt und direkt in die Psyhiatrie gebracht worden. 4 Wochen geschlossene Abteilung, dann wurde das aufgehoben, nach 2 Monaten durfte er das WE heim, dann weitere 2 Monate mußte er nur zum Schlafen zurück kommen.

Kommentar von derapfelbaum ,

War schonmal einen Monat in der Geschlossenen; hat nichts genutzt.. die Ärzte dort sind verrückter als manch ein Patient :D wofür steht WE? Danke für die Antwort! :)

Kommentar von Reanne ,

WE= Wochenende. hat meinem Schwager auch nichts genützt, nach 5 Monaten war er wieer in der Klink, hat dadurch auch seine Arbeit verloren, Ehe geschieden, Haus versteigert, nun bekommt er Rente, ist aber dauernd depressiv und antriebslos.

Kommentar von derapfelbaum ,

Sorry, WE steht für Wochenende. Ist ja klar :D

Antwort
von MissStern, 244

Ich habe keine eigenen Erfahrungen aber ich denke schon, dass man nach einem Suizidversuch in die geschlossene Abteilung der Psychiatrie kommen wird.

Antwort
von Seanna, 190

Definitiv wird man nach einem Suizidversuch zunächst überwacht. Zwar bleibt die Entscheidung beim Arzt, aber kein Arzt bei Sinnen lässt einen Patienten nach Suizidversuch ohne Aufsicht - er würde auch juristisch Probleme bekommen wenn der Patient es daraufhin nochmal versucht.

Erst wenn man glaubhaft von Suizid Abstand nehmen kann, wird man entlassen. Und die Ärzte lassen sich nicht mal eben hinters Licht führen.

Das ist keine Meinung, sondern Wissen und Erfahrung.

Kommentar von derapfelbaum ,

Danke! Die Ärzte lassen sich sehr wohl mal hinters Licht führen! Ich würde behaupten, dass ich ziemlich gut darin bin, Dinge zu verbergen, aber trotzdem war es für mich ein leichtes, sie so zu manipulieren, dass ich bereits nach vier Wochen Aufenthalt entlassen wurde. Meinen Eltern, Freunden und Lehrern kann ich auch ohne Probleme das Gefühl vermitteln, dass ich der glücklichste Mensch auf Erden bin. Ist alles ganz einfach.. Klingt ziemlich psycho, ist aber die Wahrheit!

Kommentar von derapfelbaum ,

*mal eben ;)

Kommentar von Seanna ,

4 Wochen sind ne Menge! Ich kenne viele Fälle, die nach 2-3 Tagen entlassen wurden - und wenige Tage drauf wieder 'drin' waren. // Klar liegen Ärzte nicht immer richtig, aber üblicherweise kann man nicht nach 2 Tagen wieder gehen wenn man da nicht schon bekannt ist... // Was du beschreibst klingt nicht "psycho", sondern nach bestimmten Arten Traumafolgestörung bzw. Persönlichkeitsstörung. Womit ich jetzt keine Diagnose ausspreche.. das "schauspielern" und "manipulieren" wäre nur typisch dafür.

Kommentar von derapfelbaum ,

Ich war nur ziemlich kurz dort; die meisten waren 3-12 Monate dort. Das nenne ich eine ganze Menge! Vielen Dank für deine Antwort, ich hoffe, ich denke die Tage an den Stern! ;)

Kommentar von Seanna ,

3-12 Monate sind heutzutage eigentlich nur noch bei erheblich gefährdeten möglich. und Psychosen und Suchtkranken. Normalerweise sorgen die Kassen schon nach 4 Wochen mit Kostendruck für Entlassung.. Und mit dem neuen Abrechnungssystem PePP ab 2016 wird es kaum besser. Da wird nach 20 Tagen weniger bezahlt und ab 40 Tagen so wenig dass sie die Leute auf die Straße setzen und sie erst wieder aufnehmen wenn sie wg Gefährdung müssen oder wieder neu abrechnen können...

Kommentar von Wuschelroekchen ,

Ich war in der Kinder- und Jugendpychatrie 3 Monate und hätte dort noch viel länger bleiben sollen, aber ich habe die Therapie dort abgebrochen.

Kommentar von derapfelbaum ,

Krass! Und wer zahlt das, wenn die Kosten nicht komplett von der Versicherung gedeckt werden? Die Klinik selbst? Oder niemand, weil man direkt entlassen wird?

Kommentar von Seanna ,

Niemand. Man wird entlassen und nach 21 Tagen wird von vorn abgerechnet... frühestens dann nehmen Sie wieder auf. Oder sie nehmen unter einer vorrangigen (Falsch-)Diagnose wieder auf und können das in der Abrechnung geltend machen. Ist aber nicht so einfach, daher versuchen sie ne Wiederaufnahme vor dem 21. Tag auf jeden Fall zu vermeiden. Gern wird dann auch mit Benzodiazepinen entlassen und wenn die leer sind und ambulant nicht mehr verschrieben werden weil abhängig machend, geht's den Leuten schlecht, sie landen wieder drinnen, werden nach 20-40 Tagen wieder entlassen egal in welchem Zustand... das Phänomen nennt man "Drehtürpatienten" und passiert auch oft wegen der Krankenkassen-Zwangspause von 2 Jahren nach ambulanter Psychotherapie... Die Leute haben keine Hilfe und große Not... Kasse zahlt nur Klinik... Die haben Entlassungsdruck... and so it goes...

Kommentar von Seanna ,

Also das weniger zahlen heißt die Klinik bekommt weniger vergütet. Nicht der Patient muss zahlen. Aber WEIL sie weniger Geld bekommen versuchen sie den Patienten schnell loszuwerden... Und entlassen ihn auch in schlechtem Zustand. Natürlich nicht so dass man juristisch denen was könnte... Aber solang man nicht akut suizidal oder extrem gefährdet ist, entlassen sie gnadenlos.

Kommentar von Seanna ,

KiJuPs ist nochmal was anderes. Und kommt auch auf die Diagnose an und die Klinik.

Antwort
von YuyuKnows, 221

Natürlich wirst du eingewiesen. Auf Zwang, da du eine Gefahr für dich selber darstellst. 

In der Psychatrie wird dich der Arzt dann so lange da behalten, bis ein weiterer Suizidversuch ausgeschlossen ist.

Antwort
von Anrak, 252

Soweit ich weiß, kommt man erst nach wiederholtem Suiziversuch in eine Anstalt. Edit: Anscheinend schon nach dem ersten Versuch.

Aber lass mich dir eins sagen: In der Anstalt zu Leben ist keine Freude, das weiß ich von einer alten Freundin von mir. Am Anfang findet man das alles noch nicht so schlimm, je länger man sich aber in so einer Anstalt aufhält, desto gefangener fühlt man sich. Warum? Geregelter Tagesablauf, geregelte rausgeh-Zeiten, geregelte Besuchszeit und was weiß ich noch alles.

Jeder, der als letzten Ausweg mehr oder minder aus eigenem Interesse in eine solche Anstalt verfrachtet wird, hat es nach spätestens einem viertel Jahr bereut.

LG, Anrak

Kommentar von derapfelbaum ,

Danke! War schonmal für einen Monat und fand es echt schlimm dort; versuche nur abzuwägen, ob meine Therapeutin mich dort wieder reinsteckt. Danke!

Kommentar von Anrak ,

Gerne :D

Antwort
von Wuschelroekchen, 159

Kommt drauf an, wie alt du bist. Bei mir haben es meine Eltern entschienden und die haben da das sagen.

Kommentar von derapfelbaum ,

Ich bin unter 16, meine Mutter ist relativ sicher dagegen. Danke! :)

Kommentar von Wuschelroekchen ,

Dann ist es sehr unwahrscheinlich, dass du eingewiesen wirst. Ein Arzt hätte die Möglichkeit dazu, aber was bringt eine stationäre Behandlung, wenn man das nicht will und auch nicht mitarbeitet..?

Antwort
von Hoskar, 159

kommt drauf an ob der selbstmorversuch gelingt .  Wie soll jemand der tot ist stationär aufgenommen werden ?

Kommentar von derapfelbaum ,

Ich sagte doch Selbstmordversuch. Einen gelungenen Selbstmord würde man als "vollendeter(/n) Selbstmord" bezeichnen! Nächstes Mal bitte nicht so witzig sein, ok?

Antwort
von Waldzauber, 67

Ich war erst gestern bei einem Psychiater -.-

Nein, bei mir jedenfalls nicht.

Du musst nicht dahin.

Kommentar von derapfelbaum ,

Ich kam direkt auf die Geschlossene ._.

Antwort
von NochSonNutzer, 181

Wenn man denkt, dass die Eltern Schuld wären oder sich nicht um dich kümmern können, dann ja. Wenn sie es selber nicht wussten und versichern jetzt aufzupassen nicht.

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