Frage von GirlwithTears, 227

Kommt man in die Hölle wenn man ein schlechter Mensch ist?

Nicht Mord oder sonstwas , einfach allgemein ein schlechter mensch , verletzend, hassend etc...
(wenn es sie überhaupt gibt und ich weiß nicht ob ihr gläubig seid )
Lg Girlwithtears

Antwort vom Psychologen online erhalten
Anzeige

Schneller und günstiger Rat zu Ihrer Frage. Kompetent, von geprüften Psychologen.

Experten fragen

Expertenantwort
von Enzylexikon, Community-Experte für Religion, 79

Ich bin der Meinung, dass "Himmel" und "Hölle" lediglich symbolisch zu verstehende Bezeichnungen für bestimmte geistige Zustände sind.

Wird eine Person von Schuldgefühlen geplagt, erlebt sie so lange eine subjektive emotionale Hölle, bis sie sich selbst vergeben hat.

Ist eine Person sehr glücklich, erlebt sie so lange einen subjektiven emotionalen Himmel, bis die Realität sie wieder einholt.

Das ist also ähnlich wie "Engelchen und Teufelchen" auf der Schulter, die für egoistische Triebe und das Gewissen stehen.

Von der Vorstellung, es handele sich bei Himmel und Hölle um Belohnung und Bestrafung durch einen Gott, weil man Gebote nicht befolgte, halte ich nichts.

Derartige religiöse Lehren dienen meiner Meinung nach dazu, den Menschen zu erziehen und werden im Extremfall dazu missbraucht, den Gläubigen einzuschüchtern, gefügig zu machen und zu manipulieren.

Antwort
von Zicke52, 44

Kommt auf die Religion an.

Der christliche Gott verzeiht alles, wenn man es rechtzeitig bereut, d.h. vor dem Tod (und zwar knapp vorher, denn da der Mensch ständig sündigt, kommen sonst wieder neue Sünden dazu). Blöd nur, wenn man so plötzlich stirbt, dass man keine Zeit mehr hat zum Bereuen.

Der islamische Gott hat da so ein Punktesystem. Er verzeiht zwar angeblich auch alles (ausser Shirk), aber trotzdem muss man im Jenseits seine Minuspunkte durch einen temporären Aufenthalt in der Hölle abarbeiten.

Ewige Verdammnis ohne Aussicht auf Begnading riskiert man in beiden Religionen nicht für seine Taten, sondern für seinen Unglauben. Die jeweiligen Götter ertragen es in ihrer unermesslichen Eitelkeit nicht, dass man nicht an sie glaubt, obwohl man von ihnen gehört hat. In diesem Fall gibt's keinen Pardon, und sei man der beste Mensch.

Wie es im Judentum ist, weiss ich nicht. Ich bin mir nicht sicher, ob es dort überhaupt ein Leben nach dem Tode gibt. Wäre interessant, wenn uns das hier jemand erklären könnte.

Antwort
von PicaPica, 114

Die Hölle ist eine Erfindung der Kirche, um die Gläubigen nach ihren Regeln führen und beeinflussen zu können. Damit sie schön in die Kirche gehen und ansonsten, vor lauter Angst sonst dahin zu kommen, stets Gutes tun.

Gutes tun sollte man auch ohne den Glauben an die Hölle, die es so nicht gibt, jedenfalls ich glaube nicht daran.

Kommentar von oxBellaox ,

Weil du nicht dran glaubst, gibt es keine Hölle - interessant

Kommentar von PicaPica ,

Gut, ich formuliere es juristisch korrekt: Die Existenz einer klerikal definierten "Hölle" konnte im Verlauf der Menschheitsgeschichte nicht bewiesen werden.

Da jede Form von "Glauben" Logik grundsätzlich ausschließt, kann ich nicht daran "glauben".  LG

Kommentar von gabaniel ,

Und weil du "glaubst" das es eine Hölle gibt. Soll es sie geben?

Antwort
von DerBuddha, 48

solche fragen werden oft gestellt..............:)

1. existieren keine märchenorte, keine märchenfiguren und keine angeblichen belohnungen oder bestrafungen.............alles nur erfindungen, um den menschen zum glauben zu bringen, ihn dort zu halten und zu manipulieren...........das beweist die geschichte der religionen selbst......:)

2. ist gut/böse immer dasselbe, weil relativ..............der mensch selbst hat sich die moralischen werte erschaffen, die jedoch niemals allgemeingültig sind und immer von vielen faktoren abhängen.........schon alleine deshalb gibt es auch nie eine für alle gleiche strafe bei gerichtsverhandlungen......:)

3. schau dir die natur an, denn ALLE dinge die der mensch so anstellt, kommen auch in der natur selbst vor, manchmal noch viel schlimmer..........

- affenarten bieten sich zum sex an, um futtervorteile zu haben, manche nehmen dabei alles, was buchstäblich nicht bei drei auf den bäumen ist und machen auch vor kleinen affenkindern nicht halt, auch nicht vor hühnern, eseln, hunden usw........

- affenarten machen jagd auf eigene artgenossen, schlachten sie regelrecht ab, nur um dann deren futterplätze zu besetzen.....dabei werden dann selbst die getöteten artgenossen aufgefressen..........

- löwen töten die kinder der löwin, die sie begatten wollen..........

- vogelarten schubsen die kleinkinder von anderen artgenossen aus dem nest, nur weil sie selbst zu faul sind, sich ein eigenes nest zu bauen und besetzen dann diese nester.........

- orcas jagen nur aus spieltrieb robben und wenn sie keine lust mehr haben, lassen sie dann von den sterbenden robben ab, ohne diese zu fressen.....die robben sterben dann wegen kreislaufzusammenbruch und erschöpfung.............

- insektenstaaten ziehen regelmäßig in den krieg gegen andere artgenossen, um ihr territorium zu vergrössern....... sie gehen allianzen mit anderen ein, bekämpfen sich dann sogar gegenseitig, wenn der kriegszug erfolgreich war...........

die natur belügt, betrügt und "wütet" schlimmer, als man es sich vorstellen kann, denn sie hat nur ein gesetz: leben, ausbreiten und überleben um jeden preis und genau DASS tut auch der mensch, denn er ist und gehört selbst zu dieser natur.............:)

Antwort
von BertRollmops, 78

Im Buddhismus gibt es 6 Bereiche, in die Du wiedergeboren werden kannst. Die Welt der Menschen wird dabei als die kostbarste angesehen.

1. Welt der Götter  
Im Reich des Genusses bewirkt die Verblendung Stolz und Leichtsinn; das Leid besteht in der Illusion der Ewigkeit dieses glücklichen Zustandes, dem doch der Rückfall [Wiedergeburt] in niedrigere Daseinsbereiche erfolgen kann. Die aus Lotosblüten geboren Götter fröhnen einem prächtigen Leben, send aber dennoch dem Gesetz des Todes und der Wiedergeburt unterworfen. Der Bodhisattva Avalokiteshvara erscheint als weißer Buddha mit der Laute und verkündet die Tugend der Meditation zur Befreiung der irrigen Vorstellung eines dauerhaften "Ich".

2. Welt der Menschen 
Im Reich der Tat sind die Lebewesen in Egoismus und Leidenschaften verstrickt, die Ihnen Alter, Krankheit und Tod bescheren. Der gelbe Buddha Shakyamuni mit Almosenschale ruft die Menschen zu Willenskraft und Energie auf. Eine Wiedergeburt als Mensch ist die erlösungsgünstigste, da der Mensch imstande ist, die heiligen Schriften zu lesen und zu verstehen.

3. Welt der Hungergeister 
Die Hungergeister leben im Reich der unbefriedigten Begierden. Sie können wegen ihres engen Schlundes nichts zu sich nehmen und leiden unter Hunger und Durst. Den Giften Habgier und Geiz setzt der rote Buddha mit dem Nektargefäß die Tugend der Freigiebigkeit und Opferbereitschaft entgegen.

4. Welt der Höllenwesen 
Im Reich der Qual müssen die Lebewesen, verschuldet durch Zorn und Haß, schreckliche Torturen durch Hitze und Kälte erleiden. Auch hier weist ein Buddha mit Wasser zur Reinigung den Höllenwesen den Tugendpfad der Geduld. Im Zentrum der Hölle sitzt der Totengott Yama zu Gericht über einen Sünder, dessen gute und schlechte Taten durch Kugeln in zwei Behältern versinnbildlicht werden. Auf einer Waage zur Linken werden die Kugeln gegeneinander zur Entscheidung über das Schicksal des Menschen abgewogen.

5. Welt der Tiere 
Im Reich der Furcht wird der Mensch aus Unwissenheit und Willensschwäche hineingeboren. Hier sind geistige Unwissenheit und Stumpfheit der Tiere anzutreffen, die zur Unterdrückung der Tiere durch die Menschen, zu Jagd und Fleischgenuß führen. Der Buddha mit dem Buch der Tugendvollkommenheit will den Tieren den Weg in das Reich des Wissens führen. Der Buddha mit dem Schwert weist den Weg auf den Pfad der sittlichen Zucht.

6. Welt der Halbgötter 
Im Reich des Kampfes der Halbgötter und Titanen herrschen ständig Kampf und Streit mit der Göttern, aus dem Neid über den Besitz des Wunschbaumes heraus. Die Halbgötter besitzen die Wurzeln des Baumes und müssen ihn mit Wasser ernähren, während die Götter ohne Arbeit in den Besitz seiner Früchte kommen.

Quelle: http://www.thangka.de/Gallery-2/Wheel/Lbnsrd-Erkl.htm 

Antwort
von Andracus, 75

Ich bin evangelisch, ich sag dir mal meine Perspektive: Du kommst in die Hölle, wenn du mit Gott nichts zu tun haben wolltest, nicht als eine Strafe Gottes, sondern als natürliche Konsequenz. Du musst dich sozusagen irgendwann während deinem Leben entscheiden, ob du das Licht an oder aus haben willst. Es liegt in deiner Macht, den Schalter zu betätigen. Im evangelischen Glauben gibts kein Fegefeuer. Wird in der Bibel nie in der Form erwähnt. Egal (und zwar wirklich ganz egal) wie viel du versaut hast in deinem Leben, von dem Moment an, wo du Gott ehrlich um Vergebung bittest, ist alles gegessen. Restlos. Im Übrigen ist Gott nicht schadenfroh, wenn jemand in die Hölle kommt. Im Gegenteil, er findets furchtbar. Auch Christen haben kein Recht, schadenfroh zu sein (vor allem, weil sie sich ein Urteil gar nicht so ohne weiteres erlauben können). Gott hat Jesus nicht zum Spaß auf die Welt geschickt und sterben lassen. Er wollte den Menschen den Weg zu ihm so einfach wie möglich machen, damit so wenige wie möglich in ewiger Trennung von ihm enden. Deshalb reicht jetzt ein einziges ehrliches Gebet und die Entscheidung, mit ihm die Zukunft anzugehen, wie kurz oder lang sie auch sein mag.

Kommentar von Zicke52 ,

@Andracus: Wenn Gott es wirklich furchtbar fände, dass Menschen in die Hölle kommen, gäbe er sich eindeutig zu erkennen, sodass der Mensch das Wissen hätte, das er braucht, um sich für oder gegen ihn zu entscheiden.

Durch sein albernes Versteckspiel macht er es dem Menschen unmöglich, eine fundierte Entscheidung zu treffen, und macht das Ganze zu einem Lotteriespiel.

Antwort
von rotesand, 21

Hallo

Ich bin katholisch, aber nicht wirklich gläubig & vertrete die Auffassung, dass es weder einen Himmel für die Guten/Gläubigen gibt noch eine Hölle für die Bösen/Ungläubigen die sich ggf. auch von der Kirche i.wann abgewandt haben. Der Gedanke ist für mich - sorry - einfach abwegig & vorsintflutlich. 

Antwort
von Philipp59, 38

Hallo GirlwithTears,

zu Deiner Beruhigung kann ich sagen, dass die Lehre von einer Feuerhölle in der Bibel nicht zu finden ist. Über den Zustand der Toten sagt sie nämlich: "Denn die Lebenden sind sich bewusst, dass sie sterben werden; was aber die Toten betrifft, sie sind sich nicht des geringsten bewusst, auch haben sie keinen Lohn mehr, denn die Erinnerung an sie ist vergessen. Alles, was deine Hand zu tun findet, das tu mit all deiner Kraft, denn es gibt weder Wirken noch Planen, noch Erkenntnis, noch Weisheit in dem Scheọl [oder Grab], dem Ort, wohin du gehst" (Prediger 9:5,10).

Was bedeutet das? Nun, wenn es nach dem Tod kein Bewusstsein gibt, dann kann es auch keine Qual durch ein Feuer geben! Die Höllenlehre ist zwar weit verbreitet, doch ist sie zum einen unbiblisch und zum anderen stellt sie Gott in ein sehr schlechtes Licht.

Auch könnte man folgende Überlegungen anstellen: Wie könnte ein Gott, von dem gesagt wird, dass er "Liebe ist" , Menschen für ein relativ kurzes sündiges Leben von 70 oder 80 Jahren dann für immer bestrafen (1. Johannes 4:8)? In welcher Relation steht eine ewige Bestrafung zu einem zeitlich begrenzten Leben in Sünde? Und würde Gott wohl seinen Hauptgegner, Satan den Teufel, dazu gebrauchen, seinen Willen ausführen zu lassen und auf diese Weise eng mit ihm zusammenarbeiten?

Außerdem: Kein normal denkender und normal fühlender Mensch käme je auf die Idee, jemandem auch nur für kurze Zeit Qualen durch ein Feuer zuzufügen! Das Rechtssystem einiger Länder sieht für die schlimmsten Verbrecher "lediglich" die Bestrafung durch den Tod vor, niemals jedoch eine Bestrafung durch Qualen irgendeiner Art.

Gott solch ein Handeln zu unterstellen, gehört mit zu den schlimmsten Gotteslästerungen, die je begangen wurden. Das macht aus ihm einen rachsüchtigen und äußerst grausamen Gott, mit dem man am liebsten nichts zu tun haben möchte. Wie gegensätzlich ist doch das Bild, das die Bibel in Wirklichkeit von Gott zeichnet! Sie beschreibt ihn beispielsweise als einen Gott "barmherzig und gnädig, langsam zum Zorn und überströmend an liebender Güte und Wahrheit" (2. Mose 34:6). Oder wie es in einem anderen Bibeltext heißt: "Der FELS, vollkommen ist sein Tun, denn Gerechtigkeit sind alle seine Wege. Ein Gott der Treue, bei dem es kein Unrecht gibt; gerecht und gerade ist er" (5. Mose 32:4).

Es gibt somit keinen Grund, irgendwie beunruhigt zu sein. Die Bibel zeigt außerdem, dass durch den Tod sämtliche Sünden abgegolten sind. Sie sagt: "Denn wer gestorben ist, ist von [seiner] Sünde freigesprochen" (Römer 6:7). Egal, wieviel Sünden jemand im Laufe seines Lebens begangen hat, sie sind mit dem Tod bezahlt. Eine Bestrafung über den Tod hinaus gibt daher keinen Sinn und steht, wie gerade gezeigt, der Persönlichkeit Gottes völlig entgegen.

LG Philipp

Kommentar von Wurzelstock ,

Öhöm... Was ist denn der Feuerfpuhl, der ewig brennt? (Off. 19,20; 20,10; 21,8;)

Kommentar von Philipp59 ,

Hallo Wurzelstock,

Wenn man die Bibel liest und verstehen will, dann sollte man bedenken, dass manches sehr bildhaft ausgedrückt und beschrieben wird. Gerade die "Offenbarung" ist voll von Bildern und Symbolen. Über die Visionen der Offenbarung, die von dem Apostel Johannes in schriftlicher Form festgehalten wurden, heißt es ganz am Anfang: "Eine Offenbarung von Jesus Christus, die Gott ihm gab, um seinen Sklaven die Dinge zu zeigen, die in kurzem geschehen sollen. Und er sandte seinen Engel aus und legte [sie] durch ihn in Zeichen seinem Sklaven Johannes dar" (Offenbarung 1:1).

Wie steht es nun mit dem in Offenbarung 20:10 erwähnten Feuersee? Ist auch er ein Symbol und wenn ja, wofür steht er? Der vollständige Text lautet: "Und der Teufel, der sie irreführte, wurde in den Feuer- und Schwefelsee geschleudert, wo [schon] sowohl das wilde Tier als auch der falsche Prophet [waren]; und sie werden Tag und Nacht gequält werden für immer und ewig" (Offenbarung 20:10).

Der Begriff "Feuersee" wird mehrmals in der Offenbarung genannt. In Offenbarung 20:14 wird deutlich gemacht, dass es sich dabei nicht um einen buchstäblichen See aus Feuer oder um ein Höllenfeuer handelt. Dort heißt es: "Und der Tod und der Hades wurden in den Feuersee geschleudert. Dies bedeutet den zweiten Tod: der Feuersee". Das zeigt, dass der Feuersee ein Symbol für die ewige Vernichtung ist. Warum kann man das sagen? Weil es in dem Bibeltext heißt dass der "Tod" und der "Hades" (oder gem. manchen Übersetzungen die "Hölle") in den Feuersee geschleudert werden. Weder "Tod" noch "Hades" oder "Hölle" können in einem buchstäblichen Feuer verbrannt werden!

Die Bedeutung des "Feuersees" ist eine ähnliche wie die der "Gehenna", von der Jesus damals sprach. Zu den religiösen Führer seiner Tage sagte er: "Schlangen, Otternbrut, wie solltet ihr dem Gericht der Gehẹnna entfliehen?" (Matthäus 23:33). Die buchstäbliche "Gehenna" war der Müllabladeplatz vor den Mauern Jerusalems, auf dem man ständig ein Feuer unterhielt, um den dortigen Müll zu verbrennen. U.a. wurden dorthin auch die Leichen von Schwerverbrechern geworfen, die man einer Auferstehung nicht für würdig hielt. Somit gebrauchte Jesus diesen Ort für ein passendes Symbol vollständiger und ewiger Vernichtung, also einen "Ort" ohne Wiederkehr.

Warum aber steht in dem Text aus Offenbarung 20:10 zum Schluss, dass "sie Tag und Nacht gequält werden für immer und ewig"? Viele halten das für einen eindeutigen Hinweis auf ein Höllenfeuer, in dem böse Menschen für immer gequält werden. Wenn, wie gerade gezeigt, der Feuersee ein symbolischer "Ort" ist, können die "Qualen" dort auch nicht buchstäblicher Natur sein. Um welche Art "Qualen" geht es denn dann? Eine Erklärung dazu wird in einem Buch, das eine Vers-fürVers-Betrachtung der Offenbarung enthält, wie folgt gegeben:

"Das an dieser Stelle für „quälen“ verwendete griechische Wort basanízō hat in erster Linie den Sinn „am Probierstein reiben, um die Echtheit (eines Metalls) zu erproben“. „Jemanden foltern, um die Wahrheit zu erpressen“, ist eine weitere Bedeutung (S.  Ch. Schirlitz, Th.  Eger, Griechisch-deutsches Wörterbuch zum Neuen Testamente, 6.  durchgesehene Auflage, Gießen, 1908, S.  69). Gemäß dem Zusammenhang zeigt der Gebrauch dieses griechischen Wortes, daß das, was Satan widerfährt, für alle Ewigkeit als Probier- oder Prüfstein für die Streitfrage der Rechtmäßigkeit und Gerechtigkeit der Herrschaft Jehovas dienen wird...

Des weiteren wird das verwandte Wort basanistḗs, „Folterknecht“, in der Bibel in der Bedeutung von „Gefängniswärter“ benutzt (Matthäus 18:34, Kingdom Interlinear Translation). In Übereinstimmung damit wird Satan für immer im Feuersee eingesperrt; er wird nie freigelassen werden. Im übrigen gebraucht die griechische Septuaginta, mit der Johannes gut vertraut war, das verwandte Wort básanos regelmäßig mit Bezug auf eine Demütigung, die zum Tod führt (Hesekiel 32:24, 30). Dies hilft uns, zu erkennen, daß die Strafe, die Satan erleidet, eine Demütigung ist, der  ewige Tod im Feuer- und Schwefelsee. Seine Werke werden mit ihm vernichtet werden (1.  Johannes 3:8)" (Die Offenbarung - Ihr großartiger Höhepunkt ist nahe hrsg. von Jehovas Zeugen, Seite 293).

Fortsetzung...

Kommentar von Philipp59 ,

Fortsetzung...

Ist es nicht beruhigend zu wissen, dass mit dem "Feuersee" kein buchstäblicher Ort gemeint ist, an dem Menschen für ihre Sünden mit ewigen Qualen bestraft werden? Und ist es nicht unvorstellbar, dass ein gerechter und liebevoller Gott grausamer ist als jeder normale Mensch? Welcher Vater oder welche Mutter würde wohl ihr ungehorsames Kind auch nur für wenige Sekunden mit Feuerqualen bestrafen? Das ist völlig undenkbar! Gott solch ein Handeln zu unterstellen ist eine grobe Verletzung seiner Heiligkeit! Außerdem hat der Höllenglaube in der Vergangenheit zu den schlimmsten Entgleisungen und Auswüchsen menschlichen Handelns geführt und den Tod tausender unschuldiger Menschen mit sich gebracht. Allein das ist Grund genug, sich mit Abscheu von dieser gottentehrenden Lehre abzuwenden!

LG Philipp

Kommentar von Wurzelstock ,

Bitte erkläre mir keine griechischen Vokabeln, davon verstehst Du nichts. Es heißt: "... und sie werden Tag und Nacht gefoltert  werden für alle Zeiten."

Du kannst es natürlich gerne ins Geistige verlegen, wenn es dir nicht in den Kram passt. Darin ist ja deine WTG, aus deren Schriften Du abschreibst, unüberbietbarer Weltmeister.

...und das alles nur, weil Du dich nicht von dem lösen kannst, was Du ursprünglich einmal gelernt hast. Du tust mir leid.

Antwort
von Wurzelstock, 5

Unser Wissen beschränkt sich darauf, dass wir nach unserem Ableben zu Staub werden. Alles andere sind Spekulationen, und, wie ich meine, reichlich überflüssige Spekulationen.

Von einer Qual nach dem Tode ist auch in den Evangelien die Rede, allerdings - soviel ich weiß - nur im Zusammenhang mit Gleichnissen. Ich verstehe sie allesamt nicht als Drohung für bösartige Menschen, sondern als Trost für die Guten, im Sinne der Seligpreisungen. So wie ja auch unsere Redensart besagt: "Die kriegen schon ihr Fett!"

Das gilt besonders für die entsprechenden Stellen der Johannes-Apokalypse. Das ganze Buch war seinerzeit ein Trost für die Getreuen, die machtlos zusehen mussten, wie die zerstreuten Gemeinden im ganzen Imperium immer tiefer in einem heillosen Chaos versanken. Immer mehr wandten sich enttäuscht vom Christentum ab, oder fabrizierten sich ein eigenes, das vielleicht besser zum eigentlich erhofften Heil führen konnte: Der Christus kam nicht wieder, die Frommen starben wie alle anderen, und das Ethos, um das sie sich bemühten brachte ihnen Hohn und Spott bei den Mitbürgern ein - von Hass und Verfolgung garnicht erst zu reden. Das Christentum stand anscheinend vor dem Aus.

Das machten dem immer kleiner werdenden "Fähnlein der Aufrechten" große Sorge, und an die wendet sich das Buch - nicht an die Deserteure des Christentums.

Die ganzen Schreckensszenarien besagen letzlich alle dasselbe: "Um all dies braucht ihr euch keine Sorgen zu machen, egal was noch kommt." Dies ist um so schlüssiger, als die praktizierenden Christen sich als Heilige verstanden, die in ihren Gottesdiensten vor allem immer wieder Tritt zu fassen versuchten im Bemühen um eine einwandfreie Lebensführung.

Denn eins dürfte doch klar sein: Wer in der Welt herumsoff und viel Kinder zeugte, den dürfte doch kaum interessiert haben, ob er ewig gequält würde, wenn seine große Sause vorbei war.

Deshalb verstehe ich auch den Sinn deiner Frage nicht: Bist Du so ein schlechter Mensch, wie Du es in deiner Fragestellung beschreibst? Was kümmert dich dann eine Hölle?

Oder gehörst Du zu den Anständigen? Was kümmern dich dann die Bösewichter?


Antwort
von oxBellaox, 46

Was sagt denn deine Kirche dazu? Hast du da mal mit jemandem gesprochen?

Ich denke, der Sinn ist der, dass man als gute Seele in eine Form von Paradies irgendwann kommt. Entweder gibt es so etwas wie ein Fegefeuer oder man wird wiedergeboren, bis man ein guter Mensch ist. Genau weiß es keiner. Der Glaube an Gott soll einen darin bestärken. Wichtig ist, dass man seine Fehler bereut, bevor man diese Welt verlässt.

Antwort
von kleineshummele, 58

Die Antwort auf deine Frage hängt doch stark davon ab, welcher Religion man anhängt oder, ob man als "Ungläubiger" die mögliche Existenz einer Hölle gänzlich ausschließt.

Antwort
von WilllyWnker, 98

Wenn du den Rest deines Lebens nichts schlechtes mehr tust nach einem Mord passiert dir nichts .. höchstens kommt du in fegefeuer

Antwort
von cg1967, 39

Es gibt keine Hölle, sondern nur kuschlig warme, weiche und feuchte Höhlen.

Kommentar von TomRichter ,

Und da kommt man am schnellsten rein, indem man ein schlechter Mensch ist?

Antwort
von Askuwehteau, 66

nein, du kannst so schlecht sein wie du willst. nur erwischen darfst du dich nicht lassen. es gibt keine hölle.

Antwort
von Ben78456, 32

nein wenn man stirbt stirbt das bewusstsein. Das ist nichst dein bewusssein ist weg tot alles was wir erleben und verarbeitet ist nur dem bewusssein zu verdanken Das gehirn also.

Antwort
von ThomasJNewton, 56

Frag 1.000 Christen, und du bekommst 5.000 Meinungen dazu.

Vielleicht auch noch 10.000 Bibelzitate.

Also such lieber selber, dann findest du mehr als 5.000 Antworten und mehr als 10.000 Bibelzitate.

Antwort
von Sturmwolke, 45

Das ist eine Frage, die viele Menschen beschäftigt und auch hier immer wieder gestellt wird.

Im Bibelant wortenpool.de unter dem Stichwort Hoelle wurden zu diesem Thema bis jetzt folgende Fragen beantwortet:


■ Warum sollten alle Personen, die wie ich nicht an Gott glauben, aber sonst gute Menschen sind, in die Hölle kommen?


■ Ich habe gehört, daß Gott Liebe ist. Wie kann man das behaupten, solange es die Hölle gibt?


■ Eigentlich müßte sich der Teufel doch freuen, wenn jemand böse ist. Warum bestraft er diese Menschen dann?


■ Gibt es wirklich eine Hölle in der Tote gequält werden?


■ Eine Bekannte von mir hat sich umgebracht - ist sie jetzt in der Hölle?


■ Kommen alle Atheisten in die Hölle?


■ Kommen Menschen, die nie etwas von Gott gehört haben, nach ihrem Tod in die Hölle? Oder was passiert mit ihnen?

Du wirst feststellen, daß niemand Angst davor haben muß, in einer Hölle gequält zu werden. Aber wer bewußt und willentlich sündigt, ohne das zu bereuen, dem wird das kostbarste Geschenk Gottes an die Menschen verwehrt - nämlich ewiges Leben in einem Paradies auf der Erde.

Psalm 37:10, 11
10 Und nur noch eine kleine Weile, und der Böse wird nicht mehr sein; Und du wirst dich sicherlich umsehen nach seiner Stätte, und er wird nicht dasein.
11 Die Sanftmütigen aber werden die Erde besitzen, Und sie werden wirklich ihre Wonne haben an der Fülle des Friedens.

Offenbarung 21:3, 4
3 Dann hörte ich eine laute Stimme vom Thron her sagen: „Siehe! Das Zelt Gottes ist bei den Menschen, und er wird bei ihnen weilen, und sie werden seine Völker sein. Und Gott selbst wird bei ihnen sein.
4 Und er wird jede Träne von ihren Augen abwischen, und der Tod wird nicht mehr sein, noch wird Trauer, noch Geschrei, noch Schmerz mehr sein. Die früheren Dinge sind vergangen.“

Antwort
von lolbob8000, 59

Es ist wichtig zu wissen,  wie man sich die Hölle vorstellt. Das hängt z.B. von deinem Glauben ab. Ich persönlich danke, dass man nach dem Tod weiterlebt, die Hölle bzw. der Himmel nicht orte sind sondern eher so was wie ein Gefühl z.B. der geborgenheit (Himmel), einsamkeit (Hölle)

Und es liegt an einem selber einzuschätzen was gut und böse ist und wo es einen hinführt.

Es könnte helfen sich mehr mit dem Thema zu beschäftigen indem du zb die Bibel liest oder einfach Interviews zu diesem Thema anguckst.

Antwort
von jantief, 64

Es gibt keine Hölle.

Antwort
von sojosa, 69

Wenn du an die Hölle glaubst, darfst du damit rechnen, wenn nicht, bist du irgendwann einfach tot.

Antwort
von PeterLustig1999, 54

Wenn man nach dem Evangelismus geht, kann es eigentlich keine Hölle geben, den der Gott der Evangelen (Richtige Bezeichnung?) ist ihr Gott ein liebender Gott, der jedem seine Fehler verzeiht. Beim Evangelismus verzeiht Gott jedem Menschen seine Fehler, weil Gott jeden menschen wie sein eigenes Kind liebt. Das macht das Konzept einer Hölle unnötig.

Wenn du mich fragst, ist nach dem Tode nichts. Wenn du tot bist, kümmern sich die Maden um dich. Genau so gibt es meiner Meinung nach keinen Gott, das ist die Einstellung, die für mich am plausibelsten ist. Somit gibt es auch kein Leben nach dem Tod, keine Hölle, keinen Himmel, usw., alles andere wäre für mich unlogisch.

Antwort
von stine2412, 47

GirlwithTears, bis jetzt wird nur in einer Antwort die Wahrheit gesagt - es gibt keine Hölle, jedenfalls nicht in Form eines Ortes ewiger Qual. Es ist damit das allgemeine Grab(Hades) der Menschheit gemeint. Aus diesem Grab gibt es eine Auferstehung, im Gegensetz zum Feuersee.

Der Feuersee hat eine ähnliche Bedeutung wie die ‘feurige Gehenna’ (‘höllisches Feuer’, Allioli). Als Jesus auf der Erde war, wurde dieses Tal als Mülldeponie verwendet, „wohin man die Leichen von Verbrechern und Tieren sowie jederlei Unrat warf“. Jesus gebrauchte das Tal als passendes Symbol für ewige Vernichtung.

Wie die Gehenna symbolisiert auch der Feuersee ewige Vernichtung. Der
Tod und der Hades werden insofern in diesen „geworfen“, als es sie nicht
mehr geben wird, wenn die Menschen von Sünde und von der Verurteilung
zum Tod befreit sind. Das wird die Zeit sein, um die wir Christien beten: "Dein Königreich komme, dein Wille geschehe auf Erden".

Da es in der Bibel heißt, dass Gerechte und Ungerechte auferstehen werden, kann es durchaus sein, dass einige der Auferstandenen sich diese unwahrscheinlich große Barmherzigkeit Gottes nicht zunutze machen und so weitermachen wollen, wie vor ihrem Tod. Hättest du Lust, auf einer paradiesischen Erde zu leben, aber mit Menschen, die dir und allen anderen die Freude an der neuen Welt verderben? Gott hat endlich seine Erde wieder unter seine Herrschaft gestellt, da wird er nicht zulassen, dass "die Sanftmütigen, die die Erde erben werden" (Psalm 37:10, 11). wieder in Bedrängnis kommen.

Also dieser  „Teil“ vorsätzlicher, reueloser Sünder wird  in diesem See sein (Offenbarung 21:8). Es wird der zweite Tod sein, von dem die Bibel spricht. Sie werden in diesem Feuersee nicht gequält, sondern sie werden für immer vernichtet.

Jetzt sollten wir aber versuchen ein Leben zu führen, das Gott gefällt! Sollten wir meinen, es nicht zu  können, haben wir das Gebet, in dem wir Gott alles sagen und ihn um Hilfe bitte können.

Kommentar von Wurzelstock ,

Pardon, Stine - Allioli ist ein milde spanische Knoblauchmayonaise. Knoblauch ist ja nicht jedermanns Sache, aber doch kein höllisches Feuer :-(

Kommentar von stine2412 ,

Wurzelstock, du bist der erste, der mich heute zum Lachen gebracht hat. Schau mal hier:  Joseph Franz von Allioli – Wikipedia  und

Aioli selber machen - so geht's LECKER

Kommentar von Wurzelstock ,

Auf spanisch ist 'll' = 'j' :-))

Antwort
von Durge, 28

wie soll man in was imaginäres kommen

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community