Frage von Martyn 31.12.2010

Kommen(nach glauben der Katholischen Kirche) Selbstmörder in die Hölle?

  • Hilfreichste Antwort von Clrainbow774 31.12.2010
    14 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Also, meine Mutter hatte 2 Tage bevor ich in die katholische Klosterschule übertrat Selbstmord gemacht und ich konnte mich dort behandeln lassen wie den letzten Dreck. Ständig konnte ich mir Witze über Selbstmörder anhören. Die ganze Klasse, die alle eine gesunde Mutter hatten, habe gelacht und sich lustig gemacht. Als ich die Schule verließ, machte ein Vater eines Mädchens Selbstmord. Dieses Mädchen konnte sich das Gleiche anhören. Ich habe dann später mit einer Schwester einer Nonne gesprochen und die hat mir erzählt, dass ich dort regelrecht gehaßt wurde, weil meine Mutter Selbstmord machte. Ich habe keinen Selbstmord gemacht, sondern meine Mutter. Das wird wohl eine besondere Form der "Erbschuld" gewesen sein...

    Was ich damit sagen will: Die Katholiken haben einen Dachschaden. Die sollten sich mal an ihrer eigenen Nase fassen. (Kinder in Kreuzzügen schicken, Hexenverbrennungen, etc...)

    Ne, Deine Bekannte soll sich mal keinen Kopf drüber machen. Ihr Sohn war einfach nur krank, und wenn er ansonsten ein anständiger Kerl war, hat er nichts zu befürchten.

    Das hat der evangelische Pfarrer auch zu mir gesagt, als ich wegen dieser katholischen Klosterschule konvertiert bin. Der evangelische Pfarrer hat gesagt, niemand kann was für eine Krankheit - auch nicht für eine seelische und Selbstmord ist nunmall die letzte Instanz einer seelischen Erkrankung.

    Leider kann ich nicht mehr für Deine Bekannte tun, als Dir meine Erfahrungswerte zu schreiben.

  • Antwort von Humpelschtilz 31.12.2010
    19 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Selbstmörder fühlen sich auf Erden in der Hölle - sonst würden sie nich so endlos weit gehen in einem Leben das noch viele Chancen für sie offenhält.

    Bei ihren verstört gemachten Sohn ist es zu spät. In anderen Fällen wo sowas droht muß dringend geholfen werden. Von sachkundige therapeutische Seite her! Damit sie ihren Himmel hier wiederfinden können!!

    Selbstmörder kommen nich mehr in die Hölle kannst Du der tröstlich sagen. Sie musten ihre Hölle leidergottes un unnötigerweise hier aufer Erde schon abarbeiten.

    Wer noch an eine Hölle als böse Strafe glaubt, der hat den lieben Gott (wenn er rechtens an ihn glaubt) misverstanden un fehlinterpretiert. (Aber in was reinverbohrten Glauben kannst meist wenig helfen leider)

  • Antwort von Realito 31.12.2010
    5 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Wenn sie das glaubt, wird man sie nicht vom Gegenteil überzeugen können. Schwierige Aufgabe.

  • Antwort von Merzherian 31.12.2010
    4 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Da es in dem Glauben der katholischen Kirche auch die Hölle für diejenigen gibt, die nicht korrekt nach dem katholischen Glauben gelebt haben und da Selbstmord nicht zu den Dingen gehört, die einem guten Katholiken mit auf den katholischen Weg gegeben werden, die er also machen darf, schmorrt ein Selbstmörder nach katholischer Auffassung erstmal im Fegefeuer. Das ist so eine Art Warming up Hölle. Jetzt kommt das Gute für Katholiken. Der Aufenthalt dort ist temporär beschränkt, denn der liebe Gott erlöst ja alle die an ihn glauben. Also ist der Aufenthalt in dem irgendwie als nicht ganz gastlich beschriebenen Ort nur ein zeitlich beschränkter, danach geht es dann wohl schnurstracks in den Himmel und damit dürfte wohl alles in Butter sein.

    Mein Brüderlein hat sich nach Mobbing seiner Ehefrau auch zu dem selbstbestimmten Weg entschieden. Und der war erzkatholisch und hat noch vorher mit mir darüber gesprochen, daß er es doch eigentlich nicht darf und das es allem widerspricht. Hat aber auch noch lebend den Schluß gezogen, daß die von ihm gewählte Entscheidung letzendlich nicht gegen eine spätere Ankunft da oben sprechen würde. Er hat dann eine 1 a Beerdigung vom katholischen Pfarrer bekommen, mit allem was dazu gehört. Hab mir selber dieses Schauspiel geschenkt, doch alle Beteiligten inklusive der schwarzen Witwe jauchzen noch heute über die warmen Worte des Pfarrers und die Tröstungen der Kirche. Nun, wer sie den braucht, kann sie offensichtlich auch bei Vergehen bekommen.

    Dieser wundersame Teil meiner Familie macht jetzt zur Kompensation folgendes, vielleicht hilft es dem Menschen, dem du helfen möchtest. Sie zünden immer am Grab eine Kerze an, damit der gegen den Glauben unrecht gehandelte besser seinen Weg nach oben, sprich Erlösung Himmel, finden kann. Heißt, sie wähnen ihn noch in irgendeiner kleinen Hölle. Bin mal gespannt, wann er anruft und sagt, es reicht, bin angekommen.

    Die katholische Kirche ist wunderlich. Wir wurden als Kinder getriezt, weil wir aus einer protestantisch/katholischen Ehe stammen, wir wurden getriezt und von den Pfarrern im Religionsunterricht regelmäßig gewatscht,, weil wir nicht in der katholischen sondern in der öffentlichen Grundschule (ein Gebäude) waren. Meine schwangere Mutter durfte nur unter Ausschluß der Öffentlichkeit in einer Seitenkapelle heiraten. Warum dies von meinen Eltern mitgemacht wurde, kapier ich nicht. Da gehört wohl ein sehr fester naiver Glaube zu.

    Doch ich möchte dir nahelegen, nicht nur hier in diesem Forum Antworten zu bekommen. Wie du an meiner siehst, sind die doch mehr oder weniger persönlich und wertend gefärbt. Es gibt auch sehr gute Bücher zu dem Thema, in denen einfach nur aufgelistet ist, was so ein Kathole auch heute im 21. Jahrhundert denn darf und was nicht. Ist schon wunderlich.

  • Antwort von andisazi 31.12.2010
    3 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Böse Sache und zu Anfang gleich die schlechte Nachricht: Mörder und Selbstmörder wurden vor allem vom konservativen Teil der katholischen Kirche in eine Reihe gestellt. Gott sei Dank hat diese weltabgewandte Einstellung in den letzten Jahrzehnten nachgelassen; der Mensch mit seinen Nöten und Bedürfnissen ist im Bewußtsein der Kirchenbasis etwas mehr ins Zentrum gerückt. Menschen, die jedoch vor längerer Zeit mit dem Katholizismus aufgewachsen sind, wissen noch um diese Bewertung des Selbstmordes. Das ist vor allem im Hinblick auf die Reaktion des Umfeldes deiner Bekannten das Hauptproblem: Anteilnahme ist nicht grundsätzlich zu erwarten.

    Mein Vorschlag wäre, vorab mit dem "Hirten" zu sprechen, um seine Einstellung zu diesem Problem zu ergründen. Auch das Beichtgeheimnis wird leider nicht immer korrekt gehandhabt; man kann mit Zweideutigkeiten beim Zelebrieren des Amtes den Ruf und das Ansehen einer Person schnell und gründlich zerstören. Sollte der "Hirte" sich seiner Verantwortung bewußt sein, wäre (wenn die Frau dem zustimmt) ein Gespräch zu dritt vllt. ein Weg, in welchem du als reiner Zuhörer und moralische Stütze nur anwesend bist. So könntest du bei der weitergehenden Behandlung religiöse "Minenfelder" meiden oder sogar entschärfen. Aber das ist dann wieder dein Job, den du gewiß besser beherrscht als ich...

  • Antwort von Nellita 31.12.2010
    3 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    In der Hölle sind wir jetzt schon durch unsere irren Glaubensmuster ,unseren Anspruch ,alles "richtig" machen zu wollen. Wir machen uns selbst die Hölle,wenn wir z.B. glauben,Selbstmörder kommen in die Hölle. In Filmen wird das Thema öfter aufgegriffen und ich finde,einen davon sehr hilfreich und tröstend.Das ist "Hinterm Horizont"...da spielt auch ein Liebliengsschauspieler Robbin Williams mit.Sehr tiefgründig und für mich nachvollziehbar. Aber es gibt auch eine wunderbare Möglichkeit über www.jetzt-tv.net Lebensfragen von weisen Menschen beantwortet zu bekommen...

  • Antwort von Pauli1965 31.12.2010
    3 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Ich würde an deiner Stelle mal einen Priester bzw. Pastor anrufen und direkt dort fragen.

  • Antwort von kayaretz 31.12.2010
    2 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    auch wenns hier nicht so passt, aber ein kleiner witz soll erlaubt sein:

    ein ungläubiger stirbt, und wacht an einem ort auf, den er nicht kennt: grüne weite wiesen, ein laues lüftchen, nette menschen usw. er schaut sich um und sieht an einer bar einen kerl mit hörnern und pferdefuß sitzen. er geht zu ihm und fragt was los sei... der bursche sagt: "ich bin satan, wilkommen in der hölle. komme her, ich führ dich rum und zeig dir alles." bei ihrer tour kommen sie auch an einem erdloch vorbei. darin werden menschen gequält, eben so wie man sich die hölle vorstellt. "Was soll das den jetzt?" fragt er den teufel.

    "Ach... was soll man machen, das sind die katholiken, die wollen das nicht anders."

  • Antwort von Tatjanika 31.12.2010
    2 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Es ist doch egal,was die Katholiken glauben.Gott hat die Not des armen Sohnes gesehen und ihn zu sich genommen.Die katholische kirche mag zwar Mitgefühlsarm sein,doch Gott ist barmherzig. Als die Jünger am Sabbat von den Ähren Korn gegessen haben,sagten die Pharisäer zu ihm."Deine Jünger haben am Sabbat gesündigt." Da erwiderte er :Gott möchte keine Opfer,sondern Barmherzigkeit."Verurteilt nicht die Unschuldigen,die aus Not gehandelt haben.

  • Antwort von senta 31.12.2010
    2 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    auf der anderen seite ist es doch gott,der für jeden das ende bestimmt hat,also hat er wohl auch den selbstmord bestimmt.eine komplizierte religiöse sache.ich würde auch einen pastor oder priester um hilfe bitten

  • Antwort von Sommerkatze 31.12.2010
    2 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Selbstmord ist eine schwere Sünde gegen Gott.

    Aber: In der Bibel steht das man von dem Moment an in dem man wahrhaft an Jesus Christus glaubt, ewiglich sicher ist (Johannes 3,16). Laut Bibel können Christen über jeden Zweifel erhaben sein, denn sie besitzen das ewigliche Leben ganz gleich was passiert. “ Dies habe ich euch geschrieben, damit ihr wisst, dass ihr ewiges Leben habt, die ihr an den Namen des Sohnes Gottes glaubt.” (1. Johannes 5,13). “Denn ich bin überzeugt, dass weder Tod noch Leben, weder Engel noch Gewalten, weder Gegenwärtiges noch Zukünftiges, noch Mächte, weder Höhe noch Tiefe, noch irgendein anderes Geschöpf uns wird scheiden können von der Liebe Gottes, die in Christus Jesus ist, unserem Herrn.” (Römer 8, 38-39). Wenn kein “Geschöpf “ Christen von der Liebe Gottes trennen kann (auch ein Christ der Selbstmord begeht ist ein “Geschöpf”), dann kann ihn auch Selbstmord nicht von der Liebe Gottes trennen.

    Ich wünsche Dir viel Überzeugungskraft.

  • Antwort von kayaretz 31.12.2010
    2 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    soweit ich mich erinnere, kommen selbstmörder in den limbus. ich würde versuchen auf den aspekt der bibel "gott ist liebe" zu verweisen. ein liebender gott würde einen mensschen, der so gestraft ist im leben, dass er sich tötet, nicht auch noch im tode bestrafen.

  • Antwort von senta 31.12.2010
    2 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    man behauptet,das selbstmörder in der zwischenebene verweilen und keinen anspruch haben auf einen platz im himmel.das problem ist,das die frau wohl streng gläubig ist,also wird sie daran glauben.ich glaube nicht,das es so was gibt

  • Antwort von wolfruprecht 03.01.2011
    1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

    Also Sie haben gleich mehrere Fragen formuliert:

    1. "Kommt nach dem Katholischen Glauben (also nach aussage des Papstes, der Bibel u.ä.) ein Selbstmörder in die Hölle?"

    2. "Gibt es (nach diesem glaube) noch die Hölle?"

    3. "ist das irgendwie beschlossen worden, oder sagt die r.k. Kirche nix dazu."

    4. "Wie steht die evangelische Kirche dazu?"

    Und nun der Reihe nach:

    zu 1.) Der "Katechismus der Katholischen Kirche" wurde 1997 neu herausgegeben (siehe unter: http://www.vatican.va/archive/DEU0035/_INDEX.HTM oder über den Buchhandel, ISBN-13: 978-3746215686). Er gilt weltweit und stellt den katholischen Glauben verbindlich dar. Zum Thema Selbstmord nimmt er in den Abschnitten 2280-2283 dazu eindeutig Stellung. Ich zitiere: "2280 Jeder ist vor Gott für sein Leben verantwortlich. Gott hat es ihm geschenkt. Gott ist und bleibt der höchste Herr des Lebens. Wir sind verpflichtet, es dankbar entgegenzunehmen und es zu seiner Ehre und zum Heil unserer Seele zu bewahren. Wir sind nur Verwalter, nicht Eigentümer des Lebens, das Gott uns anvertraut hat. Wir dürfen darüber nicht verfügen. 2281 Der Selbstmord widerspricht der natürlichen Neigung des Menschen, sein Leben zu bewahren und zu erhalten. Er ist eine schwere Verfehlung gegen die rechte Eigenliebe. Selbstmord verstößt auch gegen die Nächstenliebe, denn er zerreißt zu Unrecht die Bande der Solidarität mit der Familie, der Nation und der Menschheit, denen wir immer verpflichtet sind. Der Selbstmord widerspricht zudem der Liebe zum lebendigen Gott. 2282 Wenn der Selbstmord in der Absicht begangen wird, als Beispiel – vor allem für junge Menschen – zu dienen, bildet er zudem ein schweres Ärgernis. Freiwillige Beihilfe zum Selbstmord verstößt gegen das sittliche Gesetz. Schwere psychische Störungen, Angst oder schwere Furcht vor einem Schicksalsschlag, vor Qual oder Folterung können die Verantwortlichkeit des Selbstmörders vermindern. 2283 Man darf die Hoffnung auf das ewige Heil der Menschen, die sich das Leben genommen haben, nicht aufgeben. Auf Wegen, die Gott allein kennt, kann er ihnen Gelegenheit zu heilsamer Reue geben. Die Kirche betet für die Menschen, die sich das Leben genommen haben."

    Gerade die beiden letzten Absätze könnten deiner Aufgabenstellung ganz hilfreich sein: Gott findet auch bei Selbstmord Wege zu heilsamer Reue, d. h. wir wissen nicht, was im letzten Moment des Sterbens in einem Menschen noch an eigener und freier Entscheidung möglich ist, aber nach katholischen Verständnis wird Gott auch dann noch Wege finden, einen Menschen zu erreichen. Mir ist keine Stelle im Katechismus bekannt, der davon sprechen würde, dass Selbstmörder in die Hölle kommen würden. Gegenüber früheren Zeiten (also vor 50 und mehr Jahren) betrachtet die Kirche den Suizid weitaus differenzierter und weiß, dass insbesondere bei schwerer Depression die freie Willensentscheidung durchaus eingeschränkt sein kann. Das hat weniger mit alten Zöpfen der Kirche zu tun, sondern ist nur einfach das Ergebnis gesellschaftlicher Entwicklung und besserer Einsicht. Psychologie und psychiatrische Behandlung sind gerade mal etwas mehr wie 100 Jahre alt, also eine noch recht junge Entwicklung.

    zu 2.) Ja. Der Grund liegt in der Freiheit des Menschen. Stark vereinfacht ausgedrückt: Wenn sich ein Mensch für das Gute entscheiden will, muss es auch die Möglichkeit für ihn geben, sich für das Böse entscheiden zu können. Ohne moralische Wahlmöglichkeit keine Wahl, ohne Wahl keine Freiheit, ohne Freiheit keine Verantwortung, ohne Verantwortung keine Würde, ohne Würde nicht Gutes. Damit wäre alles Böse. (Bitte dazu keine dummen Kommentare, ich weiß, dass das sehr verkürzt dargestellt ist!) Zur Hölle findest du auch im Katechismus einige gute Erklärungen (Abschnitte Nrn. 632-634 und 1033-1037)

    zu 3) Diese Frage sprengt hier den Rahmen. Die Vorstellung einer Hölle als "Ort ewiger Qualen" ist sowohl in der Bibel als auch in der Kirchengeschichte in einer langen Entwicklung entstanden. Dazu gab es auch auf Konzilien immer wieder Äußerungen und Entscheidungen dazu, entsprechend dem Verständnis dieser Zeit.

    zu 4.) Dazu kann ich nichts sagen, ich bin katholisch. Die evangelischen Kirchen und Gemeinschaften haben keine "zentrale" Instanz für letztgültige Lehrentscheidungen wie die kath. Kirche. Daher dürften die Antworten dazu sicher sehr unterschiedlich und ggf. gegensätzlich ausfallen. Außerdem ist Ihre Klientin tief katholisch. Da dürfte die Frage, was die evangelische Kirche dazu sagt, eher keine Relevanz haben --- vermute ich mal.

    Insgesamt sehe ich in der Schilderung Ihrer Frage, dass es bei Ihrer Klientin mehr um die Frage Ihrer Vorstellung von Gott geht. Jedenfalls wäre das mein Ansatz, ihr Gottesbild genauer zu betrachten. Verändert sich dieses, beginnt Sie auch ihre Fragen zum Heil oder Unheil ihres Sohnes anders zu beantworten. Und das kann sie tun, ohne ihrem katholischen Glaubensüberzeugungen untreu zu werden. Die "Leugnung" einer Hölle wird sie nicht abnehmen oder akzeptieren und würde ihr obendrein sicher auch nicht helfen. Aber hilfreich ist sicher, wenn sie selbst ihre Situation und die ihres Sohnes anders interpretieren kann.

    Grundsätzlich würde ich Ihnen empfehlen, durch Anfrage im bischöflichen Ordinariat Ihrer zuständigen Diözese um Vermittlung eines guten Seelsorgers, mit dem sich beraten können und ggf. gut zusammenarbeiten können. Alle Diözesen haben zudem auch besondere Fachdienste (z.B. Trauerbegleitung), die hervorragende Arbeit leisten und Ihnen sicher weiterhelfen können. Darunter sind in der Regel auch Fachleute wie Psychologen, Psychiater und Therapeuten. Besser wie ein Anruf ist sicher eine schriftliche Anfrage, einfach ans Ordinariat schicken. Die leiten das schon an die richtige Stelle weiter. Vielleicht können Sie auf diese Weise auch andere Erfahrungen machen als die, mit denen die kath. Kirche im vergangenen Jahr leider (oder besser" Gott sei Dank!) in den Medien war. Es gibt nicht nur die, die völlig daneben liegen. Ciao und viel Erfolg!

  • Antwort von moluhn 31.12.2010
    1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

    Wenn es einen Gott gibt,dann wird er einen verzweifelten Menschen der nicht mehr leben wollte oder konnte verzeihen und zu sich nehmen.Was wäre das denn dann für ein Gott der Verzeihung und Liebe wenn nicht?Die kath.Kirche hat den Glauben seit Christi für sich verdreht und gedreht.Ich bin aus der Kirche ausgetreten das war die beste Entscheidung.

  • Antwort von FalkTauberle 31.12.2010
    1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

    Soweit ich weiß - ich bin kein Katholik, habe mich aber mal mit Kirchenrecht beschäftigt - kann der Selbstmörder dann in den Himmel kommen, wenn er sich nicht aus freien Stücken, also in einem Akt der Auflehnung gegen Gottes Ratschluß, getötet hat, sondern in einem Zustand geistiger Verwirrung und damit schuldlos. (Ich gebe nur wider, ohne mir diese Auffassung zu eigen zu machen.)

  • Antwort von schildi 31.12.2010
    1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

    es gibt keine Hölle

  • Antwort von Ballpython 31.12.2010
    1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

    Wer will sich schon so weit aus dem Fenster lehnen und der Frau unterschreiben, dass ihr Sohn nicht in die Hölle kommt - oder in den Himmel. Ich finde, dass da ein seriöser Mensch nix intelligentes zu sagen kann. Ich habe meinen Glauben und weiß was ICH glaube.Diese Frau will ja definitiv die Aussage, dass ihr Sohn nicht in der Hölle ist. Ansichtssache, ob man die Frau nun beruhigt und glücklich macht mit der Aussage, die sie hören will oder ob man das sagt, was man dazu sagen kann.... Wobei ich denke, dass ein Priester dir sagen wird, dass es einen verzeihenden Gott gibt, der die Toten zu sich holt.

  • Antwort von klara2005 31.12.2010
    1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

    Wir kommen nicht in den Himmel oder Hölle....Wir werden immer wiedergeboren,und der Sohn wird solange vor dem gleichem Problem stehen,bis er ne Lösung gefunden hat,dann entwickelt er sich wieder ein Stück weiter...Also die Seele....

  • Antwort von johnnypuuh 03.02.2011

    Selbstmord=mord und in den 10 Geboten steht "du sollst nicht töten" deshalb ist selbstmord eine sünde

  • Antwort von frederick 03.01.2011

    Erlaube mir, anders zu antworten:

    Wenn jemand, der den Freitod gewählt hat, vor Jesus stünde, was mag der dann wohl gesagt haben?

    Entweder, derjenige war verzweifelt und hat sich quasi im Affekt (nicht des Momentes, sondern der Lebenssituation) das Leben genommen. Vermutlich würde Jesus es bedauern, dass dieser die Geduld und die Kraft zu früh verloren habe – weil er mit ihm noch einiges vorgehabt habe.

    Oder, derjenige ist nach einem langen Prozess der inneren Entwicklung, Ernüchterung und Enttäuschung dahin gelangt, dass er sich das alles nicht mehr antut und hat sich das Leben genommen. Dann würde Jesus das vermutlich sehr bedauern und feststellen, dass er eigentlich noch vorgehabt habe, genau für diesen mit seinen nüchternen Ansichten und Einsichten zum Irrsinn des üblichen Lebens eigentlich noch viele große oder kleine Aufgaben in der Gesellschaft gehabt zu haben, um dem einen oder anderen die Augen zu öffnen.

    Aber können Verzweiflung oder Resignation des Betroffenen Gründe sein, als Gottheit mit verletzter Eitelkeit zu reagieren und zu behaupten: Du hast Dich erdreistet und MEIN (Gottes) Handwerk in die eigenen Hand genommen (nämlich, über Leben und Tod zu bestimmen)?

    Wer mag an die jungfräuliche Empfängnis glauben? Wer mag die Worte des NT wörtlich nehmen ("Dies ist mein Leib / mein Blut") – hat eine Hostie jemals nach Fleisch geschmeckt? Die Lehrmeinung der kath. Kirche bietet keine Antworten für das Leben und für die Menschen.

  • Antwort von Wasserhut 02.01.2011

    Nach der katholischen Kirche kommen sogar unschuldige, ungetaufte Kinder in die Hölle. Es ist schwierig, da einen Rat zu geben. Ein guter Gott wird die Verzweiflung eines Menschen erkennen und ihn zu sich nehmen. Lässt Gott ihren Sohn für seine Menschlichkeit in der Hölle schmoren, ist er ein schlechter Gott und sollte von der Mutter nicht angebetet, sondern verachtet werden. Kaum zu glauben dass es immer noch Leute gibt, die ein solches Monster (nach der katholischen Lehre ist er eins) als "lieben" Gott anwinseln.

  • Antwort von Suicide 31.12.2010

    die katholiken denekn das man dan in die hölle kommt.lol. die evangelischen vögel nicht.

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