Frage von cookiegirl13, 57

Kommen Sozial wirklich vor Individual Bedürfnissen?

Hallo zusammen, ich habe mich viel mit der Maslowschen Bedürfnispyramide beschäftigt und möchte gerne einen Artikel schreiben (Schülerzeitung), in dem ich auf besonders einen Punkt zu sprechen komme: Maslow sagt, dass Sozialw Bedürfnisse vor Individualbedürfnissen uns Selbstverwirklichung kommen. Ich möchte jedoch in Frage stellen, ob dies tatsächlich meistens der Fall ist und somit die Frage aufwerfen, ob der Mensch denn ein soziales Wesen ist oder auch ein asoziales Wesen sein kann, Maslow ging ja eher vom Menschen als "Gutmenschen" aus. Unsere Schülezeitung dreht sich rund ums Thema sozial und ich möchte damit nur einen Denkanstoß geben. Ist diese Kritik hier begründet/passt zum Thema oder mache ich mich damit eher lächerlich?

Antwort
von matti60, 16

Hallo, ich sehe es auch so, dass erst das Soziale kommt - dann erst das Individuelle.

Zitat aus Wikipedia:Soziale Bedürfnisse (Anschlussmotiv)Sind die ersten beiden Kategorien weitgehend befriedigt, erlebt der Mensch einen starken Drang nach sozialen Beziehungen. Die Abwesenheit von Freunden, eines geliebten Menschen, des Lebenspartners oder der Kinder wird ein starker Motivator sein, diese Lücke zu überwinden bzw. die vorige, nicht frustrierende Situation wiederherzustellen.

Gleichzeitig wird er auch versuchen, eine bestimmte soziale Rolle zu erfüllen bzw. sich einen Platz in einer sozialen Gruppe zu sichern.Maslow benutzt hier das Wort „Liebe“ und betont den Unterschied (nicht synonym) zum Wort „Sex“. Geschlechtsverkehr könne auch als rein physiologisches Bedürfnis untersucht werden. Gewöhnliches Sexualverhalten (nicht von der Norm abweichendes) ist nach seiner Ansicht aber mehrdimensional, d. h. dass es zusätzlich auch nicht erotisch definierte Komponenten wie Zuneigung und Geborgenheit enthält. Außerdem darf nicht vergessen werden, dass das Zuwendungsbedürfnis sowohl das Empfangen wie das Geben von Liebe beinhaltet.[Maslow 1943 6]

IndividualbedürfnisseMaslow versucht hier noch einmal, zwei Unterkategorien zu unterscheiden: den Wunsch nach (mentaler/körperlicher) Stärke, Erfolg, Unabhängigkeit und Freiheit den Wunsch nach Ansehen, Prestige, Wertschätzung, Achtung und Wichtigkeit, also eine passive Komponente unserer Selbstachtung, die nur von anderen Menschen für uns erfüllt werden kann.[Maslow 1943 7]

Antwort
von Robert7194, 31

Für den Fortbestand der Menschheit sind Individuelle Bedürfnisse irrelevant. Kernpunkt ist ein friedliches Miteinander. Ist in der Realität aber so nicht gegeben.

Kommentar von cookiegirl13 ,

Also kann ich von diesem stufenübergang auf die Fragw weiterleiten, ob der Mensch an sich wirklich sozial ist?

Kommentar von Robert7194 ,

Die Antwort sollte eigentlich klar sein, dass der Mensch es ist. Wir sind von Geburt an komplett auf unser Umfeld angewiesen und brauchen viele Jahre bis wir die Entwicklungsprozesse durchgemacht haben, welche wichtig sind um ein Teil unserer Gesellschaft zu sein.

Erwachsene kümmern sich um Babys, welche sich später wiederum um die Alten kümmern.

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