Frage von Uzunhan, 263

Komme ich aus der Erwerbsminderungsrente jederzeit wieder raus für ein Vollzeitjob?

Ich bin schwerbehindert mit 70%. Ich habe zwar einen Arbeitsvertrag seit 2009 doch in den letzten 1,5-2 Jahren war ich in 2 verschiedenen längeren Reha-Maßnahme. Seit einem dreiviertel Jahr bin ich wieder Zuhause und bekomme mittlerweile Erwerbsminderungsrente wegen meiner Behinderung (Epilepsie). Ich will jedoch meine alte Arbeit wieder aufnehmen. Was für Chancen habe ich aus der Rente "aufzusteigen" und wieder meinen Vollzeitjob auszuüben? Geht das jederzeit?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Konrad Huber, 149

Hallo Uzunhan,

Sie schreiben:

Komme ich aus der Erwerbsminderungsrente jederzeit wieder raus für ein Vollzeitjob?

Antwort:

Wenn Sie bereits Erwerbsminderungsrente beziehen, sollten Sie sich diesen Schritt gründlichst überlegen!

Kein vernünftiger Mensch tut sich das an!

Sie riskieren einen folgenschweren Rückschlag und bringen sich in eine finanzielle Notsituation!

Besser ist es, wenn Sie im Rahmen der zulässigen Hinzuverdienstgrenzen ohne Erfolgsdruck hinzuverdienen!

Schauen Sie in Ihren Rentenbewilligungsbescheid, wieviel Sie hinzuverdienen dürfen!

Sollten Sie eine volle Erwerbsminderungsrente erhalten, dürfen Sie monatlich bis 450 und zweimal pro Jahr bis zu 900 Euro hinzuverdienen! 

Ich bin schwerbehindert mit 70%. 

Antwort:

Schwerbehinderung wird auf gar keinen Fall in Prozent, sondern ausschließlich in Grad der Behinderung ausgewiesen!

Schwerbehinderung hat auf die Bewilligung einer Erwerbsminderungsrente in der regel so gut wie keinen Einfluß!

Gehen Sie auch während der Rentenbezugs regelmäßig zu Ihren Ärzten, damit Sie im Zusammenhang mit dem Antrag auf Weitergewährung der Erwerbsminderungsrente zusammen mit Ihrem Hausarzt jederzeit glaubhaft nachweisen können, daß Ihre gesundheitlichen Beschwerden weiterhin vorhanden sind!

Bringen Sie Ihre eigene Krankenakte regelmäßig auf Vordermann:

google>>

erwerbsminderungsrente.biz/ihre-hausaufgaben/fruehrente-beantragen-und-der-rote-faden/

google>>

deutsche-rentenversicherung.de/cae/servlet/contentblob/232616/publicationFile/49858/erwerbsminderungsrente_das_netz_fuer_alle_faelle.pdf

Beste Grüße, viel Erfolg und bestmögliche Gesundheit

Konrad

Kommentar von Uzunhan ,

Vielen Dank für die vielen Infos, ich werde mir die links anschauen m

Expertenantwort
von DerHans, Community-Experte für Rente, 141

Sobald du wieder mehr als 3 Stunden täglich arbeiten kannst, reduziert sich die Rente um 50 %.

Bei 6 Stunden täglich fällt die Rente weg.

das musst du der RV natürlich dann auch selbst mitteilen.

Antwort
von SiViHa72, 154

Hm, ist nicht so ganz einfach. Deine Ärzte und wohl auch ein medizinischer Dienst müssen feststellen, dass Du eben doch nicht mehr erwerbsunfähig bist.

Dazu musst Du natürlich medikamentös gut eingestellt sein usw.

Eine Freundin von mir sagt, daran scheitert es bei ihr jetzt seit 1 Jahr und allmählich kommt die Verrentung ins Rollen (will sie eigentlich nicht, aber seit Anfang 2015 hat sie mindestens alle 6 Wochen, oft häufiger, nen Grand Mal, und wie gesagt, bisher finden sie einfach keine gute Medikamentierung. Ist nen ziemlicher Sch.., denn dadurch kommt sie auch icht in Reha).

Hast Du irgendnen Arzt, ders ich da auskennt? Oder gibts ne Beratung für Epileptiker (ich kenn das von meiner MS> DMSG). Oder Sozialverband? da musst Du allerdings Mitglied werden (ich hab mit dem VDK null gute Erfahrung gemacht, desinteressiert, pampig, Hauptsache man wird Mitglied und zahlt. Kann aber auch ne  Spezialität der Nürnberger NL sein)

Kommentar von Uzunhan ,

Ich danke dir erstmal für deine Antwort. Ich hab zwar keine grand-mal Anfälle mehr sondern täglich 2-3 Absencen, doch hier in Kassel bin ich aufgeschmissen damit. Ich habe gerade vor einer Stunde um einen Termin bei meiner Neurologin gebeten, der früheste Termin wäre Mitte März. Das ist nunmal bei Kassenpatienten so.

Antwort
von webya, 139

Alleine wegen Epilepsie bekommst du keine Rente.

Ja, du kannst wieder aus der Rente raus. Das solltest du dir aber genau überlegen. Denn bei längeren Ausfallzeiten kann dein Arbeitgeber dich kündigen (wenn er das denn nicht schon gemacht hat). Dann stehst du ohne Einkünfte da. Hartz4 wird dann auch schwierig, da du den Stuatus "Rentner" ja leichtfertig aufgegeben hast.

Kommentar von Uzunhan ,

Du hast recht. So habe ich das noch nicht betrachtet, weil ich ja schon seit 2009 bereits in meinem Job (OBI) ohne große Probleme arbeite. Ich werde mal recherchieren um auf Nummer sicher zu gehen. Das steckt scheinbar viel Risiko drin. Ich danke dir sehr für die Ratschläge

Antwort
von Klausi111111, 115

Du hast deine Rente, sei froh und glücklich. Ein Vollzeitjob ist völlig unrealistisch. Deine Rente ist dann weg - und was passiert, wenn Du in Deinem Vollzeitjob scheitertst ? Eine neue Rente musst Du dann komplett neu beantragen - Du kennst das Prozedere - und ob Du sie bekommst, ist mehr als fraglich. Also mein Rat: Finger weg von der Rente und das Leben geniessen.

Antwort
von kevin1905, 116

Wer mehr als 3 Stunden täglich arbeiten kann, ist nicht voll erwerbsgemindert. Wer mehr als 6 Stunden täglich arbeiten kann, ist voll erwerbsfähig.

Antwort
von blumenFee47, 122

Hallo "Uzunhan", normalerweise wird die Erwerbstätigkeit alle zwei Jahre von der Rentenstelle überprüft...lg blümchen

Antwort
von robi187, 112

das würde ich zuerst mal mit einem berater oder selbsthilfe besprechen?

http://www.lv-epilepsie-bw.de/wir-ueber-uns.html

http://www.epilepsie-gut-behandeln.de/leben-mit-epilepsie/epilepsie-im-alltag/ep...

oder andere?

auf jeden vorsicht denn ein rückfall kann schnell kommen und dann wieder alles neu beantragen müssen?

kannst nicht ehrenamtlich mal anfangen? aber nicht mehr als 3h?

aber frage in selbsthilfe wie das andere machen?

ohne fachlichen grund gibt es keine 70%? aber ich bin kein fachmann



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