Frage von xSasukex, 259

Komme besser mit Leuten gleichen Bildungsstands klar?

Hi! Mir ist seit längerem
aufgefallen, dass ich es um einiges leichter fällt, mit Leuten gleichen Bildungsstands (bin Student) auf eine Wellenlänge zu kommen. Ich kann mich besser mit Studenten als bspw. gleichaltrigen Real- oder Hauptschulabsolventen unterhalten und auch der Humor fließt in solchen Gesprächen besser und insgesamt ist das Gespräch oft niveauvoller. Es ist zum Beispiel was ganz anderes, wenn ich mich in der Uni mit Leuten unterhalte oder wenn ich bei der Arbeit mit den Verkäuferkollegen spreche. Ist das bei euch ebenso? Gibt es in der Psychologie oder sonst wo einen Begriff für dieses Phänomen, falls es nicht nur bei mir so ist?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Dahika, 61

Ich weiß zwar nicht, warum immer Begriffe für dieses und jenes Phänomen gesucht werden. Aber bitte.

Das nennt man schlicht "schichtspezifisches Verhalten".  Das ist weitestgehend normal. Sicher steht es einem manchmal im Wege, aber das hat nichts mit Arroganz oder sonst was zu tun. Man kommt am besten mit den Leuten aus, die in derselben Schicht wie man selbst aufgewachsen sind.  Arme Leute, unqualifizierte Leute oder auch sehr reiche Leute können die liebenswertesten Personen der Welt sein, aber man teilt einfach nicht dieselbe Sprache, dieselben Erfahrungen.

DAs ist ein Problem von Lehrern, Ärzten, Sozialarbeitern, Psychotherapeuten etc... dass man mit Angehörigen anderer Schichten anders reden lernen muss. Und das kann sauschwer sein.

Ich hatte einen Kollegen, der sein Studium auf dem zweiten Bildungsweg gemacht hatte. Er war Hauptschüler, hatte eine Schlosserlehre gemacht, ist in die Gewerkschaft gegangen, seine Eltern waren Arbeiter, der Vater Bergmann. Er hat dann mit Mitte 20 Abi gemacht und studiert. Er konnte sich ganz selbstverständlich und frei innerhalb der sozialen Schichten bewegen, fand immer die richtigen Worte, egal, ob er mit einem Stahlarbeiter sprach oder mit einem Studienrat oder einem Rockerpräsidenten.

DAs war unglaublich beeindruckend, und so leicht wie er, konnte das niemand von uns, die wir von Geburt an in der gehobenen Mittelschicht aufgewachsen waren.

Kommentar von xSasukex ,

Danke für deine Antwort. Ich finde das eigentlich schade. Der gesellschaftliche Zusammenhalt würde um einiges besser sein, wenn da nicht diese Schichtbarriere wäre. Barriere ist vielleicht das falsche Wort, es sind ja fließende Übergänge, nur fällt mir gerade kein gutes Wort dazu ein. Generell ist der gesellschaftliche Zusammenhalt ja in Deutschland nicht so ausgeprägt wie beispielsweise auf der britischen Insel. Aber das ist ein anderes Thema. Ich stimme dir zu, ich bin selbst auch mit ehemaligen Realschülern befreundet. Es sind zwar nicht viele, aber mit denen komme ich gut aus und die sind auch intelligent und haben auch kein schlechtes Allgemeinwissen, nur eben nicht besonders gebildet. irgendwas fehlt da, was sich in manchen Situationen und in der Art der Gespräche (nicht unbedingt am Inhalt!) zeigt. Unterschiede im Vergleich zu Studierenden hinsichtlich sozialer Interaktionen gibt es also dennoch.
Interessant ist dein angesprochener Fall tatsächlich. Ich las mal in einem Artikel über Bildungsaufsteiger, dass diese oft ihre ehemaligen Freunde und manchmal auch Familienmitglieder aus ihrem sozialen Kreis verlieren, weil eben die gemeinsame Sprache, Interessen und Hobbies verschwinden. Das ist eine eher unangenehme Begleiterscheinung bei Bildungsaufsteigern, bei der ich mir vorstelle, dass sie sehr schmerzhaft sein kann. Darum ist der von dir geschilderte Fall ein sehr seltenes Beispiel und es tut gut zu lesen, dass solche Menschen auch existieren.
Meine Beiträge sollen im Übrigen auch nicht arrogant klingen und ich unterstelle, wie andere hier anscheinend (aus heiterem Himmel) annehmen, niemandem Dummheit. Ich respektiere jeden Menschen, egal welcher Schicht und bin jedem erstmal offen und freundlich einfestellt. Nur komme ich eben mit Leuten aus anderen Schichten eher schwieriger in engeren Kontakt. Die tieferen Gründe dafür interessieren mich, weshalb ich auch diese Frage hier stellte. Das musste noch geschrieben werden, da hier in der Frage irgendwie (warum auch immer) einige herausgelesen haben dass ich mich als Student allen überlegen fühle und annehme, dass jeder, der nicht studiert, dumm ist.

Kommentar von Agnodike ,

Mir ist seit längerem aufgefallen, dass ich es um einiges leichter fällt, mit Leuten gleichen Bildungsstands (bin Student) auf eine Wellenlänge zu kommen. Ich kann mich besser mit Studenten als bspw. gleichaltrigen Real- oder Hauptschulabsolventen unterhalten und auch der Humor fließt in solchen Gesprächen besser und insgesamt ist das
Gespräch oft niveauvoller.

Ich frage mich schlichtweg, welcher Impetus Dich geritten hat, eine jeweilige Sympathie dem Gros und der Zahl eines schulischen Standes verschuldet zu finden.

Ohnedies: die Neigung, sich in der eigenen Billigkeit erfahrener Gespräche sogleich des Bildungsstandes anderer versichert haben zu wollen, erzeugt nichts minderes als die Oberfläche und Verdrossenheit, sich seine unziemlichen Bekanntschaften nur vermittels der Verkleinerung rechtfertigen zu wollen, dass sie einem eher aus gesellschaftlicher denn aus charakterlicher Herkunft zu missfallen hätten. Die Erhebung, sich zu einem großen Teile im sich vorwerfenden Milieu ausbreiten zu müssen und den Zikelbezug vorzunehmen, wie es denn komme, dass mir dortselbst mehr sympathische Menschen begegnen als Unsympathen in der Fremde, schließt zunächst die Rechnung ein, sich durch die andauernde Bezüglichkeit zu etwas mit der unweigerlichen Vorstellung bebürden zu müssen, dass es, solange wir glücklich und nicht Schicksal sind, nicht nur dem eigenem, sondern dem vollen Sinn und Zweck des Daseins gereicht, innerhalb derselben Wirklichkeit zu leben. So dies der Befriedigung entspricht, Glanze auf den Daseinsgrund zu werfen, den man vertritt oder anzuscheinen wünscht, schwindet, je mehr desto gültiger, der Blick aus der Versunkenheit seiner eigenen mauvaise foi in eine Frage hinüber, die, statt zu fragen, was gefällt, nicht mehr ohne Höhlenmensch und homo imitans auszukommen vermag.

Antwort
von Enzylexikon, 83

Das halte ich für völlig normal.

Wenn jemand nicht auf meinem intellektuellen Niveau ist und deshalb meine Anspielungen und Witze nicht versteht, ist das erst einmal enttäuschend.

Nicht jedem fällt es leicht, sich zB bis zum Stammtischniveau einiger Zeitgenossen herab zu begeben und über Fußball und Trivial-Fernsehen zu plaudern.

Auch redet man lieber über Dinge, die einen selbst interessieren - und da sind Fachidioten, etwa mit einem gemeinsamen Studienfach, gerne mal unter sich.

Antwort
von xMirage95, 36

Naja also ich sag mal so.

Ich komme mit Leuten besser klar, die vom "Geist" her auf meiner Ebene sind. Ist ja auch logisch, gleich und gleich gesellt sich gern. Das korreliert oft mit der Bildung, weil z.B. viele Studenten eher "Denker" und weniger "Macher" sind und meist ähnlichere Lebensstrategien verfolgen. Die Bildung ist aber nicht das entscheidende Element (wie gesagt, dass ist die "geistige Entwicklung"), sondern einfach nur ein möglicher Indikator.

Ich glaube ein zusätzliches Problem ist, dass Menschen mit unterschiedlichen Bildungsstandards eben aus unterschiedlichen Verhältnissen kommen. Wenn beide die Offenheit und Toleranz ggü. der anderen Lebensweise haben ist es unproblematisch. Wenn beide aber mit ihrer Sicht durch die Welt rennen und nichts durch die Augen des anderen sehen, kommt es hier halt schnell zu Unstimmigkeit und somit weniger Verständnis zwischen den Personen.

Antwort
von Zelphir, 25

Wie schon viele sagten: Es ist normal. Allerdings denke ich, dass es weniger um Schichten geht, als um Inhalte. Zumindest ist es bei mir in solchen Situationen der Fall.

Manch einer macht halt eher Witze ueber Geschlechtsteile und lacht ueber irgendwelche Woerter wie "Banane" (höhö verstehste!?), aber ich finde das voll unlustig. Das ist nicht mein Niveau. Das einzige Lustige daran ist, dass es so laecherlich primitiv ist, dass ich mich wundere, wie man das lustig finden kann.

Anderes Beispiel: Raucher gibts in jeder "Schicht" (Wo hoert eine Schicht auf und wo faengt eine andere an?), aber selten lernte ich Haupt- / Realschueler kennen, die aus Prinzip (so wie ich) Nichtraucher sind. Rauchen ist da einfach viel weiter verbreitet und oft eine Art Gruppenzwang, der gleich schon an der Schule besteht und einem schlechtere Karten fuer das nachfolgende Leben verschafft. Allein schon die Kosten, die ein Raucher hat um die Sucht zu befriedigen ... Es will mir nicht in den Kopf rein, warum jemand anfaengt zu rauchen und ich kann das Gespraech nicht genießen, wenn neben mir einer qualmt und gegen meine ethischen Prinzipien verstoeßt.

So kommt eins zum anderen und am Ende fuehlt man sich nicht wohl oder findet die andere Person nicht interessant oder gar abstoßend.
Da ist es kein Wunder, dass ich eher mit Leuten aus einem akademischen Umfeld gut auskomme als mit anderen Leuten. Das ist natuerlich eine Verallgemeinerung. Es gibt auch sehr schlaue Menschen, die niemals studierten. Es ist allerdings die Ausnahme und traegt somit nicht stark zu einem vereinfachten Gesamteindruck bei.

Wichtig ist, dass man jedem zu Beginn erst einmal die gleichen Chancen einraeumt und Leute nicht voreilig verurteilt. Vielleicht hat man ja gerade die Ausnahme-Person getroffen.

Kommentar von xSasukex ,

Danke für deine Antwort. Ich finde das eigentlich schade. Der gesellschaftliche Zusammenhalt würde um einiges besser sein, wenn da nicht diese Schichtbarriere wäre. Barriere ist vielleicht das falsche Wort, es sind ja fließende Übergänge, nur fällt mir gerade kein gutes Wort dazu ein. Generell ist der gesellschaftliche Zusammenhalt ja in Deutschland nicht so ausgeprägt wie beispielsweise auf der britischen Insel. Aber das ist ein anderes Thema. Ich stimme dir zu, ich bin selbst auch mit ehemaligen Realschülern befreundet. Es sind zwar nicht viele, aber mit denen komme ich gut aus und die sind auch intelligent und haben auch kein schlechtes Allgemeinwissen, nur eben nicht besonders gebildet. irgendwas fehlt da, was sich in manchen Situationen und in der Art der Gespräche (nicht unbedingt am Inhalt!) zeigt. Unterschiede im Vergleich zu Studierenden hinsichtlich sozialer Interaktionen gibt es also dennoch. Das soll auch nicht arrogant klingen und ich unterstelle, wie andere hier anscheinend (aus heiterem Himmel) annehmen, niemandem Dummheit. Das musste noch geschrieben werden, da hier in der Frage irgendwie (warum auch immer) einige herausgelesen haben dass ich mich als Student allen überlegen fühle und annehme, dass jeder der nicht studiert dumm ist.

Antwort
von ascivit, 37

hallo

es ist natürlich so, dass ähnliche LEbenserfahrungen verbinden, und da hast du mit Studenten vermutlich mehr ähnliche Lebenserfahrungen als mit anderen. Und wenn man viel mit bestimmten Mitmenschen zusammen ist, entwickelt sich auch die Sprache "konvergent", z. B. erlebt man es auch in einer Partnerschaft manchmal so.

Auch die Art wie man Ironie formuliert (s. dein Kommentar zu einem anderen Post), entwickelt sich vermutlich parallel mit Mitmenschen.

Außerdem habe ich z. B. festgestellt, dass ein Brettspiel, das ich sehr spannend fand, jemand anders ganz langweilig fand, weil er einige Zugmöglichkeiten nicht gesehen hat -  und für ihn war es eben mehr Try + Error, also eher wie ein Glückspiel.

So ähnlich ist es vielleicht auch (gewagte These, ich weiß) im Leben: Leute mit ähnlichem Hintergrund erkennen ähnliche Möglichkeiten in der selben Situation und finden daher die selbe Situation spannend.

Ich und einige Studenten, die ich kenne, finden z. B. Disco langweiilig, vielleicht weil ich die Chancen, die ich hier hätte, nicht wahrnehme.

Antwort
von mychrissie, 18

Das geht doch jedem so!

Banalen Smalltalk führen zu müssen, weil der Andere weder Anspielungen, noch Zitate, noch Bezüge, noch feine Ironie versteht und konsequent an den falschen Stellen lacht, und kaum Kenntnisse besitzt, was Musik, Literatur, Malerei, Politik und Allgemeinbildung angeht, ist Schwerstarbeit.

Solch ein Gespräch ist, wie wenn man einen Kampf mit einem 10 kg schweren Knüppel führen müsste statt mit dem Florett.

Ich schätze meinen Nachbarn sehr, der Tankwart ist, er ist ein toller, ehrlicher, hilfsbereiter und liebenswerter Mensch, aber um z.B. über Thomas Manns "Doktor Faustus" zu diskutieren, suche ich mir einen anderen Gesprächspartner. Was er übrigens absolut versteht und bei nächster Gelegenheit ein Bier beim Grillen mit mir zusammen trinkt.

Er hat nämlich genug Herzensbildung, um zu erkennen, dass ich gebildet, aber nicht elitär bin.


Antwort
von Minyal, 92

Das ändert sich irgendwann leider im Beruf selbst, wenn man Patienten, Mandanten oder Kunden hat.

Es ist natürlich niveauvoller sich ständig nur mit Kollegen oder Gleichgebildeten zu unterhalten, aber das funktioniert zunehmend seltener im Beruf. Man muss sich seinem Gesprächspartner anpassen können.

Das Leben ist eben kein Wunschkonzert.

Kommentar von Dahika ,

das ist zwar richtig, aber seine Freunde sucht man sich fast immer in der Gesellschaftsschicht aus, in der man selbst lebt und aufgewachsen ist.

Kommentar von Minyal ,

Kann ich so nicht sagen. Ich bin studiert, aber habe sehr wohl Handwerker im Freundeskreis, aber auch durchaus viele Akademiker. Meine Eltern sind selbst nicht studiert. Den Freundeskreis zu reduzieren, weil hier und dort der entsprechende Abschluss fehlt, käme mir nie in den Sinn. Dafür schätze ich einfach gewisse Attribute, die manche Akademiker aus meinem Freundeskreis nicht vorweisen können. 

Ich beschränke debattierfähige Themengebiete eben nicht so gern. Mit einem Zahnarzt philosophiert man meistens über andere Themen wie mit dem Handwerksmeister. Trotzdem kann der Handwerksmeister seine Gedanken artikulieren.

Antwort
von Dahika, 55

Das ist doch völlig normal. 

Seine Freunde sucht man sich meistens in derselben Gesellschaftsschicht aus, in der man selbst lebt.

Kommentar von nervenbuendelx ,

träum weiter.. seit wann sucht man sich seine freunde aus? wenn du wirklich diese ansicht vertrittst, dann gute nacht :D .. dann bist du ja von "guten freunden" umgeben :DDD

Expertenantwort
von rotesand, Community-Experte für Kleidung, Auto, Mode, Schule, 63

Hallo!

Gute Frage ------> DH :)

Ich verstehe dich, muss aber sagen, dass es mir ganz anders geht. Ich komme mit Leuten aus jeder "Schicht" aus.. vom angesehenen Fabrikanten über Studierte oder "Durchschnittstypen" bis hin zum Sozialhilfeempfänger, den eigentlich jeder meidet und der vor 30 Jahren die Volksschule beendete, habe ich in jedem Bereich Menschen, mit denen ich mich prima unterhalten kann. 

Ich selbst habe 2007 die Mittlere Reife absolviert, mich aber eigentlich immer mit den Hauptschülern deutlich besser verstanden. Die Abiturienten waren bei uns stets oft recht borniert, die Leute zumindest in meiner Klassenstufe waren wiederum zum Großteil ganz primitive Charaktere, die einfach nicht so meine Linie waren.. 

Antwort
von Barolo88, 65

das ist völlig normal

Kommentar von xSasukex ,

Eigentlich schade:D

Antwort
von N3kr0One, 57

Wenn ich mir deine Frage und deine Reaktionen zu manchen Antworten angucke wäre ich vorsichtig mit dem Wort Niveau.
Nur weil du etwas 9gag /Reddit -Sprache benutzt und 2 Wochen auf der Uni bist zeugt das nicht davon, dass du am Bildungsgipfel angekommen bist.

Und ein Phänomen ist das noch lange nicht.
Wenn sich 2 Mechaniker über Ersatzteile für das Innenleben eines Motors unterhalten wirkst du wie ein Mongo unter den Gelehrten.
Sicherlich mag dein Wortschatz den eines Real- oder Hauptschülers übertreffen. Aber das macht dich und deinen Charakter noch lange nicht wertvoller.

Kommentar von xSasukex ,

Danke für deine wertvolle Antwort, hat mir sehr weitergeholfen und werde in Zukunft vorsichtig mit dem Wort "Niveau" umgehen. Ich bin auch erst zwei Wochen an der Uni und habe auch keine Ahnung vom Innenleben eines Motors. Ich bin erstaunt darüber wie präzise du meine Persönlichkeit beschreibst und angesichts der Tatsache, dass du nur ein paar Sätze im Internet von mir gelesen hast versetzt mich noch heftiger ins Staunen. Vielen Dank Meister, Sie haben mir die Augen geöffnet und mich aus den Fesseln der Blindheit befreit!🙃

Kommentar von xSasukex ,

Ergänzung: Ebenfalls habe ich hier ganz offensichtlich weit und breit dargelegt, dass ich überzeugt davon bin, am Bildungsgipfel angekommen zu sein. Das war sehr unreif von mir und ist mir ehrlichgesagt auch sehr peinlich. Nochmals Danke, Meister ☺️

Antwort
von konstanze85, 61

Was soll denn nun daran ein PHÄNOMEN sein bitte? Man kann auch echt alles im Leben zerreden. Das ist doch vollkommen normal-.-

Antwort
von StopTheBull, 58

Willkommen im Club. Du bist nicht allein.

Antwort
von MrRomanticGuy, 62

Kommt nicht auf den Bildungsstand drauf an sondern auf den Charakter.

Kommentar von xSasukex ,

Denkst du, der Bildungsstand spielt bei der Charakterzusammensetzung eine Rolle?

Kommentar von MrRomanticGuy ,

Bildungssstand hat 0 mit dem Charakter zu tun bzw. mit Seele
https://www.youtube.com/watch?v=5Npv2Mpbd3w

Kommentar von Dahika ,

Wunderschön gesagt, aber im realen Leben bleibt es eine schöne Illusion.

Man verlässt nun mal selten seine eigene Schicht. Das hat auch nichts mit Arroganz zu tun oder mit Minderwertigkeitskomplexen, sondern man hat mit Leuten von anderen Gesellschaftsschichten eben eher nicht dieselbe Sprache, dieselben Erfahrungen, dieselben Interessensgebiete und Themen.  Das ist einfach Realität.

Kommentar von MrRomanticGuy ,

Studierende und Arbeiter sind keine Gesellschaftschichten. Ein Arbeiter und ein Studierender können auch Krafttraining machen oder Online Spiele zocken.

Kommentar von Minyal ,

Also betreibst du nur Hobbys, bei denen Akademiker dominieren und im Job hast du nur Akademiker als Kunden, Mandanten oder Patienten?

Man kann den akademischen Job gar nicht gut ausführen, wenn man kein Verständnis auch für die Personen mit unterem Bildungsniveau aufweist. 

Ein Jurist zum Beispiel MUSS verstehen, wie der Tathergang war, sonst kann er keine gute Vertretung vorbereiten. Das setzt voraus, dass er seinen Mandanten versteht. 

Bei Hobbys sieht es auch nicht anders aus. Der Handwerksmeister kann genau das gleiche Hobby ausüben wie der Jurist. Man bedenke mal, das Hobby sei eine Extremsportarten und es käme dort auf Verständigung an. 

Eine Schichtspaltung im Sinne von gebildeten und ungebildet Personen ist für mich nur in der Schulzeit/Ausbildung/eventuell im Studium möglich. Danach im Beruf/Freizeit existieren solche Grenzen nicht mehr. Man arbeitet als Akademiker mit sämtlichen Schichten zusammen und das wird sich auch in die eigene Freizeit ziehen. 

Kommentar von xSasukex ,

Seltsam. Im Fitnessstudio habe ich auch beobachtet dass sich eher Leute aus einer Bildungsschicht zusammenfinden als aus verschiedenen. Natürlich ist es nicht ausschließlich so und man unterhälz sich auch mal mit Leuten aus anderen Bildungsschichten, aber die Tendenz ist schon eindeutig.

Antwort
von Agnodike, 37

Mir scheint alles, was Du hier glaubst bestätigt und bezeichnet zu sehen, auf der alleinigen Erleichterung zu fußen, sich seinen schwieligen Elitarismus durch die Unbescholtenheit rechtfertigen zu wollen, nunmal auch immer unter Jasagern und Seinesgleichen verbracht zu haben. Sei es die Gebärde, unter vielen niemandem zu nützen und sich selber nicht mehr aufzufallen oder die Gepflogenheit - alsgleich ins Unsträfliche übergegangen - seinen Arm nach der stets naheliegendsten Frucht zu regen. Laben wird Dich, was immer aus eignem Sinnestrug hervorgegangen, doch immer die Begierde nur, welche weich und klein genug ist, sich der Überforderung entziehen zu können.

Die Askription, seinesgleichen und die Gleichheit mit ihnen in der Mehrheit seiner eigenen Begierde, seines Selbstzweifels und Neides anzusiedeln, begehrt um ihrer eigenen Erkenntlichkeit willen ebenso sehr die Notwendigkeit der Schatten und Widersacher! Doch sage ich: Groß ist, was unter Kleinem sich zu bergen weiß! So tief ist Deine Grube, dass Du des Schmutzes nicht gewahr wirst, der Dein gequältes Licht in Strahlen empfängt. Ich sage: so tief ist Deine Meisterschaft, wo Herr und Diener sich derselbe sind! Derselbe, schweigend zwischen Tyrannenbegehr und knechtischer Ergebenheit, dass er das Zugeständnis ihrer Gleichkraft ist!

So will ich Deine Abhängigkeit von der An- und Abwesenheit anderer, den Drange nach klassistischer Selbstbeweihräucherung innerhalb der Vorliebe für Studenten, der Du ja selber einer bist und die schon ihrer Beflissenheit und Omnipräsenz wegen den höheren Geiste innehaben müssen, an die Dauerhaftigkeit ihrer universitätsbezogenen Verkreisung weitergegeben wissen.

Kommentar von xSasukex ,

Kann es sein, dass du der weimarer Klassik entsprungen bist oder warum die ulkige Sprache? Was wolltest du mit der komplizierten Sprache bezwecken?

Kommentar von Zelphir ,

Musste auch mehrmals lesen um festzustellen, ob die Saetze wirklich grammatikalisch korrekt sind oder ob es sich nur um sinnloses Gefasel handelt. Aber zugegeben: Schoen geschrieben, auch wenn ich dem Inhalt nicht zustimme.

Kommentar von mychrissie ,

Euer Liebden, verstattet mir die Bemerkung – Ihr faselt!

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