Frage von redhouse2011, 76

Kollegen erwarten das ich länger bleibe?

Moin,

bei uns wird die Arbeitszeit zwischen 7 und 18 Uhr als Arbeitszeit erfasst. Wir haben eine 40 Stunden Woche (also 8 Stunden pro Arbeitstag) und eine halbe Stunde Pause (Frühstück entfällt). Die Kernzeit liegt zwischen 9 und 15:30 Uhr. Ich fange immer um 7 an und gehe dann um 15:30 Uhr. Meine Kollegen, die erst so um 9 Uhr aufschlagen stört das z.T. gewaltig. Sie meinen das wäre schon dreist um Punkt 15:30 also mit dem Ende der Kernarbeitszeit den Griffel fallen zu lassen und zu gehen. Es könnte ja noch was Wichtiges kommen. Aber die vergessen das ich wenn die kommen schon zwei Stunden arbeite. Außerdem bin ich gar nicht der Netzwerktyp. Ich mache meine Arbeit effektiv (was bes. dem Teamleiter sehr gefällt, in einem Entwicklungsgespräch hat er mich direkt als High Performer gelobt) und sehr konzentriert. Im Pausenraum rumhängen, 20 Minuten bei Kollegen in anderen Teilen des Gebäudes rum quatschen oder zwischendurch Youtube Videos schauen und surfen sowie private Telefongespräche entfallen bei mir völlig. Das ist auch ein Grund warum ich zum Feierabend dann auch erschöpft bin und es nicht einsehe aus Solidarität oder warum auch immer mit den Langschläfern zu bleiben. Wie soll ich mich verhalten? Ich bin wie beschrieben ruhig und kein Mensch der großen Worte. Konflikte meide ich und ich versuche eigentlich primär mit Leistung zu überzeugen. Oder gibt es andere mit ähnlichen Erfahrungen? Es geht nicht um Überstunden, die in meinem Gebiet noch nie angefallen sind auch weil ich so konzentriert arbeite. Ich will fertig werden und dann gehen.

Antwort
von Allyluna, 46

Ich finde Deine Einstellung völlig legitim. Was genau finden Deine Kollegen denn dreist? Du verstößt gegen keine Regeln, hältst Deine Arbeitszeit ein und schaffst Dein Pensum. Bei der nächsten "blöden Anmache" würde ich das ganz gezielt mal so ansprechen. Sie sollen Dir konkret sagen, wo es ein Problem gibt - außerhalb davon, dass sie Dir jeden Tag neidisch hinterher schauen, wenn Du Feierabend machst.

Du kannst ihnen ja spaßeshalber mal öfter morgens um 7 gleich als erstes eine Guten-Morgen-Mail schreiben, damit sie sehen, dass Du auch wirklich schon da bist, während sie noch im Land der Träume trödeln. ;-)

Kommentar von redhouse2011 ,

Ui das geht aber schnell hier. Ich denke die arbeiten unterm Strich nicht mal länger effektiv vielleicht sogar weniger aber mich interessiert das ehrlich gesagt auch nicht. Ich bin in der Gruppe schon relativ isoliert aber v.a. weil ich das selbst auch so will. Privates trage ich nicht zur Arbeit ich denke mein Leben geht die nichts an und andererseits fürchte ich wenn ich mit einigen zu gut auskomme auch in die Grabenkämpfe mit hinein gezogen zu werden. Dieser "Kindergarten" (sorry was Besseres fällt mir dafür nicht ein) geht am Ende auch auf die Arbeitsleistung.

Mein Problem ist das ich im Prinzip nur in Ruhe meine Arbeit machen möchte und ich nichts dafür kann das andere ihren Hintern um 5:15 (dann stehe ich auf) nicht hoch bekommen.

Kommentar von Allyluna ,

Ist doch o.k. - dann lass sie links liegen. Du bist kein Teamplayer, willst und musst wohl auch keiner sein, von daher kann Dir die Unkerei Deiner Kollegen auch wirklich egal sein. Zumal Dein Chef ja mit Dir zufrieden ist. 

Aber.. .nur mal so als Denkansatz: Wenn man Karriere machen will, ist oft auch Sozialkompetenz gefragt und eben auch Teamfähigkeit und/oder gutes Führungsverhalten. All das kann man sich aneignen, bzw. Erfahrungen sammeln, wenn man eben doch mal mehr als nur "Guten Morgen" zu den Kollegen sagt. 

In die Grabenkämpfe brauchst Du Dich trotzdem ja nicht reinziehen lassen, "Opfer" von Lästereien scheinst Du auch so jetzt schon zu sein. Kollegialität heißt nicht gleich dickste Freundschaft.

Antwort
von Peppi26, 44

Darfst du doch auch! Sehe das Problem nicht? Du fängst eher an also gehst du eher? Wäre mir egal was die Kollegen da sagen!

Kommentar von redhouse2011 ,

Ist es mir im Prinzip auch aber es ist schon unangenehm und vor allem weil man es nicht ändern kann, obwohl die im Unrecht sind.

Kommentar von Nightstick ,

Ich würde mich im Moment überhaupt nicht beirren lassen, und den feinen "Kollegen" die passende Antwort geben.

Gleichwohl würde ich diese unschöne Angelegenheit bei nächst passender Gelegenheit (entweder wenn das Thema automatisch kommt, spätestens jedoch beim nächsten Personal-/Beurteilungsgespräch) einmal vorbringen.

In Folge dessen hat dann nämliche der disziplinarische Vorgesetzte die Aufgabe, den Kollegen unmissverständlich zu erklären, dass nichts gegen die Ausnutzung der vereinbarten Gleitzeit einzuwenden ist.  

Viel Erfolg!

Antwort
von strawberry06, 45

Ich sehe hier gar kein Problem, du erledigt deinen Job ja so wie du ihn erledigen sollst.
Wenn dich einer deiner Kollegen dadrauf anspricht, kannst du dem das einfach sagen.
Erklär ihnen ruhig das du schon 2 Stunden vor ihnen da bist, und daher auch keinen Grund siehst noch länger dort zu bleiben.

Kommentar von redhouse2011 ,

Direkt spricht es keine an. Es kommt immer indirekt. So á la "Gestern hat schon wieder Dein AD um kurz vor fünf angerufen oder ne mail geschickt." Ich sage dann immer das ich es auch gleich morgens um 7 am nä. Tag erledigen kann. Aber da dieses u.ä. immer wieder angemerkt wird scheint es nicht zu fruchten.

Antwort
von reblaus53, 7

Denen würde ich aber dermaßen was husten!

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