Fr0stbeule am 03.09.2007 um 10:43 Uhr
Zahlungsunfähige Kreditnehmer, unüberschaubare Spekulationen und Wetten, eng ineinander verwobene Finanzmärkte, eine Geldmenge die viel schneller wächst als die gegenüberstehenden Waren und Güter... Kann man ein solches System dauerhaft nur über Regulierung von Leitzins und Geldmenge stabil halten oder droht (vielleicht nicht morgen, aber noch in diesem Jahrhundert LANGFRISTIG BETRACHTET) ein unabwendbarer weltweiter Finanzkollaps? Ist ein Hyperinflation unabwendbar?


Das Problem liegt nicht im System, sondern in den teils Automatisierten Wertpapierverkäufen.

Sorry aber du bist ein Schwarzseher mit hoher Tendenz zum Kontrollieren. Gerade das jüngste Beispiel der Zusammenbruch des US-amerikanichen Immobilienmarktes und die Intervention der Notenbanken haben doch gezeigt, dass niemand an einem Crash interessiert ist, das alle Verantwortung tragen.
Wir brauchen nicht noch mehr Kontrolle, wie du sie übrigens auch schon in anderen Fragen angesproche hast.
Du siehst was in China einem quasi noch kommunistischen Land mit starkem kapitalistischen Charakter passiert. Trotz Kontrolle gibt es ein Problem nach dem anderen. Börsencrash, Sklavenarbeit, extreme Umweltprobleme, Auswüchse des Kapitalismus in seiner frühesten Form.

Das Finanzsystem hat zwei Seiten: A) die technische (Mechanismen, Instrumente, Prozesse usw.) und B) die psychologische (Vertrauen, Akzeptanz, Wille, Bereitschaft usw.)
Ich behaupte es wird zusammenbrechen müssen und berufe mich hiermit auf die Argumente von "Helmut Creutz" wie z.B. Wachstum ist nicht unendlich; die Geldmenge wächst viel schneller als die Gütermenge...

Der Kommunismus konnte langfristig nicht funktionieren. Der Kapitalismus wird langfristig nicht funktionieren.
Was sich früher Sozialismus oder Kommunismus schimpfte waren auch nur schlecht verwaltete STAATSKAPITALISTISCHE Systeme. Dem Staat gehörte doch alles - auch im jurist. Sinne. Daher ist es falsh, zu behaupten, der Kommunismus funktioniere nicht. Ich halte das zwar für möglich; aber es ist noch nicht bewiesen!
Solipsist am 3. September 2007 13:04 So sympathisch der Kommunismus mir wäre, wenn es gerecht zuginge. Er kann nicht funktionieren. Gerechtes teilen widerspricht der menschichen Natur. Idealistisch. Schön. Erstrebenswert. Doch leider gänzlich unrealistisch und nicht realisierbar.

Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser.
Renditejäger gehen direkt zum Ziel. Diese direkte Vorgehensweise kann große zerstörerische Wirkungen entfalten.
Daher halte ich es für wichtig Flächenbrände und Totalschäden durch entsprechende Gesetze zu vermeiden. Ausserdem sollten die Spielregeln auf den Märkten alle Mitspieler gleichberechtigen und nicht diejenigen welche schon am meisten profitiert haben durch verhältnismäßig wegig Zutun noch mehr profitieren.
Edgar Niklaus am 3. September 2007 14:14 Willst du uns belehren oder deine Meinung nur kundtun. Fragen stellen und selbst beantworten ist suspekt.
Liebe/r Fr0stbeule,
Edgar Niklaus hat schon Recht. Zumal Du gleich 2mal auf Deine eigene Frage antwortest. Wenn Du einer Antwort etwas hinzufügen möchtest, kannst Du das auch übder das Kommentarfeld tun.
Viele Grüße
Verena vom gutefrage.net-Support
Fr0stbeule am 3. September 2007 15:24 @Edgar Niklaus: Du bist ja ein totaler Systemgläubiger. Super! Genau so jemand habe ich zum diskutieren gesucht. :)
Schwarzseher verschließen Ihre Augen nicht vor Risiken und dem Worst Case. Belehren ist fast das gleiche wie Meinung kundtun (hängt nur davon ab, wie man vom Gegenüber wahrgenommen wird).
Du schreibst alle trägen Verantwortung für die Suprime Krise. Die renditegierigen Privatbanken können es nicht, weil sie kein Geld mehr haben. Wollen es denn die Bürger, welche dadurch ihre Kaufkraft verlieren? Die Zentralbank hat einfach entschieden.
Du meinst wir bräuchten nicht noch mehr Kontrolle (=FDP?). Wo haben wir denn derzeit wirtschafliche Kontrollen? Findest Du es schön wie Spekulanten wie Heuschrecken über Firmen herfallen und sie zerpflücken? Findest Du es schön, wenn Entlassungen vorgenommen werden, damit die Aktienkurse steigen? Findest Du es schön, wenn Konzerne Monopole bilden und dadurch Preise diktieren (siehe Energie)? Findest Du es schön, wenn Lobbyisten und abhängige Nebenverdienstler das System der Gesetzgebung unterwandern?
Du machst es Dir einfach: In China funktioniert es nicht, also darf es bei uns auch nicht funktionieren. Das finde ich oberflächlich. Dass hier Äpfel mit Birnen verglichen werden und jedes Wirtschaftsgesetz nicht gleich Planwirtschaft oder Sozialismus ist, wird grosszügig ignoriert.
Nächster... ;-)
Edgar Niklaus am 3. September 2007 16:13 Ich will mit dir keine volkswirtschaftliche Grundsatzdiskussion führen. Deine Thesen haben in früheren System nicht funktioniert und werden auch in Zukunft nicht funktionieren. Ich könnte dir natürlich mit Leichtigkeit deine Fallbeispiele eingehen, sehe es aber als Zeitverschwendung an. Es gibt eben Ignoranten und Unbelehrbare. Du hast beide Kriterien. Ich wundere mich nur wieso du hier dein Unwesen treiben kannst, in dem du Fragen stellst und selbst gleich ,mehrfach beantwortest
Fr0stbeule am 3. September 2007 17:03 @Edgar: Wer keine sauberen Argumente hat will auch nicht diskutieren und unterstellt anderen sie seien ignorant und unbelehrbar obwohl man es selber ist, gell. ;-) Sind die Hirne der BWLer schon so aufgeweicht, dass man sie nicht mehr retten kann?
Ich unterstelle Dir jetzt ganz einfach, dass Du ein Gewinner des Systems bist und Dir deshalb keine gründlichen Gedanken darüber machen möchtest und/oder aufgrund Deiner Ausbildung kannst.
Dann wird man hier auch noch angepöbelt, weil man nicht den "Kommentar kommentieren" Button findet...
Aua Aua Aua Nichts wie weg von hier... Hasta la vista, baby!
Edgar Niklaus am 3. September 2007 17:24 Ich habe vor ein paar Minuten ein Frage gestellt. Vielleicht bringt sich dich von deinem Irrweg ab. http://www.gutefrage.net/frage/haben-wir-in-deutschland-zu-viel-gesetze-oder-eher-zuwenig
Fr0stbeule am 3. September 2007 19:43 Lieber Edgar, natürlich haben wir zuviele Gesetze und Bürokratie, aber zu wenig Gesetze welche die "Sauereien" der Wirtschaft unterbinden. Ich finde Du scherst hier unterschiedliche Dinge über einen Kamm.
El loco Kaffeesatz (des wahnsinns fette beute) am 3. September 2007 22:13 Bevor Du über volkswirtschaftliche Zusammenhänge diskutieren willst, bilde Dich umfassend in der Richtung. So lange Du das nicht getan hast, verschon uns mit Deinem Populismus.
Fr0stbeule am 4. September 2007 08:09 @Kaffeesatz: Wer unter Bildung nachplappern versteht hat etwas falsch verstanden.
Wie justii schon sagte