Körperverletzung mit Vertrag?

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8 Antworten

Deartige "Verträge" kommen häufig im sado/maso Bereich vor. Die Justiz läßt da meist den § 228 StGB gelten. Allerdings nicht immer und es kommt dabei sehr genau auf die gesamten Umstände an.

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Das nennt man strafrechtlich Einwilligung. Wenn der Vertrag aber tatsächlich nur diese Körperverletzung zum Inhalt hat, wäre er zivilrechtlich vermutlich sittenwidrig. An der Wirksamkeit der strafrechtlichen Einwilligung ändert sich aber nichts, würde ich spontan sagen. Denn der Begriff der guten Sitten aus § 228 StGB ist anders zu beurteilen.

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Tätowierer bzw. Piercer schließen andauernd solche Verträge. Bestimmt hat auch schon mal jemand (s)einen Tätowierer verklagt.

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Es kommt auf die Umstände an. Boxer werden ja auch unter Vertrag genommen.

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Dergleichen ist nichtig aufgrund eines Mangels im Inhalt des Vertrages.

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Kommentar von AchulMa
14.01.2016, 16:23

Es ist doch ein Antragsdelikt also kann man selbst darüber entscheiden. Wenn man also sagt ich darf ihn für 5 Euro schlagen dann sollte das doch so in Ordnung sein wenn man bestimmte Parameter festlegt 

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Kommt darauf an. Grundsätzlich ist eine Einwilligung in eine Körperverletzung möglich, sonst könnte Dich kein Arzt behandeln.

Ansonsten verweise ich auf § 228 StGB:

Wer eine Körperverletzung mit Einwilligung der verletzten Person vornimmt, handelt nur dann rechtswidrig, wenn die Tat trotz der Einwilligung gegen die guten Sitten verstößt.

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Jede Operation ist Körperverletzung. Aber keine Straftat, weil es einen Rechtfertigungsgrund gibt.

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Kommentar von exxonvaldez
14.01.2016, 17:04

Es ist keine Straftat, weil der Patient damit einverstanden ist.

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Wenn Du eine sinnvolle Antwort haben willst, dann musst Du auch die Informationen mitteilen, die wichtig sind. Hier z.B. in welchem "Bereich" solch ein Vertrag geschlossen werden soll. Unabhängig davon ist es Unsinn einen "Körperverletungsvertrag" abzuschließen. Das ist total abwegig.

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