Das würde doch den ganzen Leben-still... verändern, wie würdet ihr darauf reagieren?

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Lady..das Leben wäre bei nicht sehen nicht STILL sondern nur noch im wahrsten sinn des Wortes sehr schleierhaft...
und man muss, ob man will oder nicht sich diesen neuen Umständen anpassen und seinne Weg versuchen zu gehen..
sonst landet mal Mitleid erheischend ganz schnell in der Isolation, was den Schmeerz verdopplet und verdreifacht..ein blinder Mensch ist in dem Sinne nicht krank sondern gehandicapt..das darf man nie vergessen..

Im Moment kann ich mir das nicht vorstellen, aber wenn man in der Situation ist, geht alles. Ein Beispiel: Ein Freund von mir fuhr sehr gern Motorrad. Er sagte mir mal, wenn eer nicht mehr fahren könnte, würde er sich erschiessen. Vor ein paar Jahren wollte er ein Auot überholen, dessen Fahrer, ohne zu blinken, plötzlich nach links abbog. Es gab einen füchterlichen Unfall, nach dem mein Freud querschnittsgelähmt war. In der Anfangszeit (im Krankenhaus) wollte er tatsächlich nicht mehr leben; mittlerweile hat er sich mit seinem Rollstuhl abgefunden und trainiert wieder zu laufen. Der Kerl hat eine Wahnsinns-Kraft und ist ein Freund, auf den man sich verlassen kann (er hat mir sogar (im Rollstuhl !) beim Umzug geholfen. Ich hoffe, ich könnte genauso leben, wenn ich blind würde; es geht alles.
geheim am 2. Mai 2008 09:13 schöner Beitrag, DH
Knowledge am 2. Mai 2008 09:15 Danke, Oskar. Ich habe viel von ihm gelernt.
Samml am 2. Mai 2008 09:20 Guter Beitrag der mir zu denken gibt, denn ich bin eigentlich der Meinung - wenn ich einen Rollstuhl brauche fahre ich nur noch zum Friedhof. Man muss ( sollte) halt kämpfen wenn die Situation es erfordert.
Ich denke, dass die Anfangszeit sehr sehr schwierig für einen ist, egal welche Einschränkung dieser dann plötzlich hat. Es ist einfach nur wichtig, dass man in diesem Moment nicht alleine gelassen wird. Die Kraft kommt dann so zu sagen -> Schritt für Schritt! Die Sehkraft zu verlieren -so denke ich- hat auch seine Zeit. Man sieht keine Farben mehr, nicht mehr die Menschen bzw. deren vertrauten Gesichter, man muß auf sein Gehör achten und muß lernen damit zu leben.
Knowledge am 2. Mai 2008 09:36 Keule, das Tollste ist, er hat mir mehr Kraft gegeben als ich ihm.
Ja, das erstaunt einen und schenkt ein bißchen Lebensmut! Das stärkt! Ich bin auch jedesmal verblüfft, wenn ich sehe wie der Mann meiner Freundin locker lässig Auto fährt (Automatik) oder wie sauber die Whg. ist, obwohl meine Freundin keine Haushaltshilfe "bekommt" und sie eher ungelenkig ist durch die Prothese! Eine Schulfreundin wurde damals immer von unseren Klassenkameraden gehänselt. Die Streber von damals. Was aus denen geworden ist? Verkäufer im Schlecker, Aldi, Lidl und haste nich gesehn.. :-) Nicht, daß es ein schlechter Job ist, die Tatsache wie sie meine Freundin behandelt hatten, wenn ich mal nicht an ihrer Seite war, das hat mich gestört. Aber meine Freundin ist auch schon immer eine Streberin gewesen und hat aber ihr Können richtig zum Einsatz gebracht und arbeitet für 2 nebeneinander liegende Gemeinden in der Verwaltung und ich bin so stolz auf sie.

Das weiß man erst, wenn es einen trifft.
Als Kind kannte ich einen Kriegsblinden. "Besser blind als taub." sagte er ständig. (Ich kannte aber auch eine taube Frau; die sah es anders herum.)
Naja, man muß nicht immer alles sehen. Aber, es ist auch besser nicht immer alles hören zu müssen. Ich kenne auch genügend Menschen, die aus ihren Einschränkungen Witze machen und über sich selbst lachen und sie meinen es auch noch ernst. Trotzdem, schön ist es nicht! Auf dem einen Ohr höre ich vielleicht nur noch zu 60 %. Dies geschah durch einen Unfall; mir ist der Seitenairbag direkt am li. Ohr geplatzt und habe daraufhin gegen Tinnitus 10 x Infusionen bekommen. Habe jetzt zwar kein Tinnitus, dafür einen leichten Hörschaden. Man redet dann wohl von Hörsturz.. :-)
WolfRichter am 2. Mai 2008 09:50 Tja: Ich HABE seit über 15 Jahren Tinnitus; bei voller Hörfähigheit. - Ich muß ihn mir also auch noch in voller Lautstärke anhören. ;-))
Ist das nicht behandelbar?
WolfRichter am 2. Mai 2008 10:09 Bei mir nicht mehr. Zu lange gewartet. Hatte damals einen Lehrgang auf den Abschluß vorzubereiten und wollte meine Eleven nicht hängen lassen, zumal es keinen Ersatz für mich gab. Scheiß-Pflichtbewußtsein.

Also ich erblinde manchmal (meist nur einseitig) während eines Migräneanfalles (war auch schonmal halbseitig gelähmt, konnte klar denken, aber nicht mehr sprechen, das fand ich viel schlimmer, mich nicht mitteilen zu können, nicht sagen zu können, dass ich alles höre u. verstehe u. denken kann, aber niemandem dies dem anwesenden Arzt nicht sagen) u. kann daher sagen, dass es mir verdammt fehlen würde. Allerdings ist unser Körper ein Wunderwerk finde ich, denn fällt ein Sinn aus, so verschärfen sich andere dafür.

Ja, könnte ich. Jedenfalls besser, als wenn ich ein Gehör verlieren sollte.
Ohne Augenlicht kann ich mich schlecht allein bewegen, aber noch mit den Leuten reden. Wenn ich nichts mehr hörte, könnte ich mich gut bewegen, wäre aber sozial völlig isoliert.
Mehr als 80% der menschlichen Kommunikation läuft über das Hören. Davon ausgeschlossen zu sein ist in meinen Augen viel schlimmer als nicht mehr sehen zu können.
Samml am 2. Mai 2008 09:14 Ich glaube, dass wir mit allen Sinnen darüber nicht urteilen können, wenn man Lebensberichte von Betroffenen liest kann man nur staunen wie sie mit dem Handycap umgehen. Jeder Taubstumme würde Dir kein Recht geben, denn die Verständigung läuft halt über andere Bahnen. Ich würde diese Sprachen gerne können, aber nur als Zusatz.

Das verändert ALLES! Das ist wohl eine der schlimmsten Erlebnisse, die einen treffen können. Ich denke, dass man damit leben kann, wenn man stark genug ist und das Leben liebt. Sonst würde es ja nicht so viele bewundernswerte Menschen geben, die dem entgegentreten. Ich denke, es wäre ein unglaublicher Schock und noch eine größere Herausforderung. Klopf auf Holz, das soll keinen passieren!!!

Schon der Gedanke macht mich wuschig. Nein, darüber möchte ich nicht nachdenken. Ich bin froh und dankbar, gesund zu sein.
Mit fast 30 habe ich soviel gesehen und dennoch noch nicht alles entdecken können. Z.B. die Geburt eines Babies. Ich könnte das nicht und alleine die Vorstellung macht einem eine wahnsinnige Angst. Ich habe so schon ein rießen Mitgefühl für diejenigen, die eingeschränkt leben müssen. Nicht falsch verstehen: Mitgefühl bedeutet für mich nicht Mitleid! Mitleid ist etwas schreckliches! In meinem Freundeskreis gibt es viele, die mit einer Behinderung leben müssen. Eine gute Freundin, die seit ihrem 17. Lebensjahr eine Beinprothese und ein künstliches Hüftgelenk deswegen hat, ihr Mann ein Bein hinterher schleifen muß, weil es in seiner Kindheit einen Ärztepfusch gab uvm. Das sind nur 2 von vielen. Aber sie haben gesunde Kinder. :-) Ich habe eine ganz minimal leichte Hornhautverkrümmung, eigentl. nicht der Rede wert, aber alleine das kann einem schon Angst machen. Ich mag nicht im Dunkeln sitzen, also käme ich mit der Situation nicht klar und würde depressiv werden. Da bin ich mir sicher!
Samml am 2. Mai 2008 09:22 Bin mir sicher, dass dann Deine Freunde Dir helfen werden !
Gott bewahre, ich hoffe ich werde nicht blind, weil ich zeichne sehr gerne, seh mir die Leute beim reden immer direkt in die Augen, wenn ich merke, daß sich die Pupillen weiten, merke ich alleine daran schon, daß man gefunkelt hat. Aber, ich habe ganz liebe Leute um mich rum, die hinter mir stehen und mich auch in so einer Situation nicht im Stich lassen würden. Mein Umfeld habe ich mir zurecht gelegt. Die guten ins Töpfchen, die schlechten ins Kröpfchen! ;-)
Zumindest könnte ich mich nicht mehr durch zuviel nackte Haut in der Werbung zum kauf eines Artikels bewegen lassen den ich nie wollte!

Klar, das würde das ganze Leben verändern. Und ich mag mir nicht vorstellen, wie das sein würde! Ich stelle mir das ganz, ganz schrecklich vor. Aber andernseits gibt es viele Blinde, die ihr Leben ganz toll meistern.

Ich würde glaube echt leiden, wenn nicht sogar depressiv werden... allerdings wäre es halb so schlimm, wenn ich meine Katzen bei mir hätte. Deren Nähe würde mir sehr helfen.
Und Macjohn's Überlegung finde ich auch sehr richtig (Dh an dich)

Also - wenn ich nichts mehr sehen könnte, würden etliche Hobbys von mir wegfallen, was ich sehr bedauern würde. Ich denke mal, da würde ich erst einmal in ein tiefes Loch fallen.
Aber mein Mann und meine Söhne würden mir da schon wieder rausholen. Und kreative Hobbys gibt es auch, bei denen man kein Augenlicht benötigt.
LG
Wieselchen
Bei einigen Fragen hier wünscht man sich das ab und zu kurzfristig.
Hummelchen28 am 2. Mai 2008 08:55 gg
ok... sorry! :P

bin hier offensichtlich in einer Schreibwerkstatt gelandet...tzzz Zur Frage: Ich denke jede Behinderung ist ein schwerer Schicksalschlag. Damit umgehen können braucht vorerst mal viel Zeit und kann so nicht einfach beantwortet werden.
Es ist sehr peinlich jemanden darauf hinzuweisen das er sich verschrieben hat und dann Schmerz mit zwei ee schreibt!
es ist viel peinlicher, wenn die dritte person nach hinzuweisen kein komma setzt und dass mit einem s schreibt :)))
DH , kann doch Jedem passieren, etwas zu lange auf dem e und schon hat man halt schmeerzen, finde Deine Reaktion Super!
und da man nicht in jedem Fall nach "hinzuweisen" ein Komma setzt, sondern nur in diesem speziellen, setzt man das betreffende Wort noch in Gänsefüßchen, um zu zeigen, dass man nur zitiert:)))
Richtig wäre es folgendermaßen: "hinzuweisen, dass...." :-) Meine Güte, macht doch eine Fragestellung über Grammatik und die dt. Rechtschreibung. Ach, vielleicht geht ihr noch die Normen durch. lol Hier geht es schließlich um etwas ganz anderes. "Jessas Marria un Joseff!" (bin eine fränk. Türkin) ;-)
:-D:-D Runde geht an dich;-)
Ich hab aber auch nie behauptet das ich der deutschen Sprache mächtig sei!
jaja, Deutsche Sprache, schwere Sprache.
PS: To err is human. ;)
Oder wie wir türkischen Mitbürger und Mitbürgerinnen sagen würden -> Döische Schiprak Schiwere Schiprak! ;-) Davon mal abgesehen ist es für mich viel schwerer in NRW meinen fränkischen Dialekt unkenntlich zu machen als wie zu zeigen, >hey, Türkin bin ich auch noch obendrauf!< gg Die meisten sagen mir am Tel., daß ich doch einen ausländ. Akzent habe bis ich denen erkläre, "das ist kein Akzent sondern ein Dialekt!" Aber, Franken bleibt Franken und im Ausland befindet sich Bayern!!