Frage von styli1000, 58

Könnten wir ohne Sinne denken?

D.H. Sinnesorgane. Dabei muss man (nur) eventuell unterscheiden zwischen einem plötzlichen Verlust aller Sinne im Leben, und dem ohne-Sinne-geboren-werden.

Der Kreislauf würde ja trotzdem funktionieren, d.H. man wäre ein lebendes Stück Fleisch... In welchem dieser Fälle könnte dieses Stück Fleisch denken, wenn es keine Sinne hätte? (Sinnesverlust/Von Anfang an Sinneslos sind die zwei Fälle; Beachtet[->Siehe letzter Satz dieser Frage]: Ist Denken selbst ein Sinn?)

Also alles, was die Sinnesorgane aufnehmen wird ja im Gehirn durch dessen Aktivität/Funktionalität verarbeitet. Dann Denken wir darüber. Ist das Denken selbst ein Sinn? Wie hängt Denken mit dem Gehirn zusammen?

Wenn auch z.B. die Gehirnzellen in jemandem aussterben und er in diese Art Wachkoma verfällt, in dem er zwar weiterlebt, aber praktisch ein lebendes Stück Fleisch/Eine Pflanze ist... denkt diese Person weiter? Funktioniert das Gehirn weiter? Denkt die Person nicht mehr, weil eben das Denken (Falls es ein Sinn ist?) abgeschaltet wurde?

Wird der Kreislauf des Körpers eigentlich im Gehirn gesteuert? Angenommrn also, jemand hätte volle Kontrolle über sein Gehirn, könnte diese Person ihr eigenes Herz zum Stillstand bringen?

Es gibt 1. instinkte und 2. Alles weitere, was über die Sinne ins Gehirn einprogrammiert wird (Lernen). Sind die Instinkte von Anfang an im Gehirn, vei Geburt weitergegeben? Hätte somit ein Lebewesen, welches ohne Sinne geboren würde, Instinkte? Wären diese im Gehirn, könnte es darüber nachdenken?

Wie hängt das alles (Im Gehirn) zusammen?

Ich könnte jetzt soviel weiter erklären und fragen... Aber ich belasse es besser erst einmal hierbei.

Wie hängen der Sinn und das Denken zusammen? Ist Denken selbst ein Sinn?

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Antwort
von expermondo, 5

Hallo styli1000,

Schau mal bitte hier:
Gesundheit Medizin

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von mychrissie, 45

Ohne Sinne wären wir nicht lebensfähig und könnten demzufolge auch nicht denken. Denn wir hätten ja keinerlei Verbindung zu der uns formenden Umwelt.

Es gibt Philosophen, die meinen sogar, dass wir nur Dinge denken können, die wir durch Verbalisierung aus dem Assoziationsnebel unseres Gehirns herausgelöst haben.

Kommentar von styli1000 ,

Sorry, habe eigentlich nur aus Versehen deine Antwort als hilfereichste ausgewählt xD Aber was soll's, hier nimm. Ich hätte wahrscheinlich keine ausgewählt, wie normal, da viele Antworten gleich gut sind. Also zu deiner Antwort: Es sind aber halt auch die Fällr zu beachten, in dem der Mensch bereits durch die Umwelt geformt wurde, und dann plötzlich durch einen vollständigen Sinnesverlust von ihr abgetrennt wird. Was meinst du dazu?

Kommentar von mychrissie ,

Der Mensch hat wie jedes Lebewesen das Bedürfnis, mit der Umwelt und auch anderen Individuen seines "Rudels" Kontakt aufzunehmen. Wobei dies alles in erster Linie dem Überleben dient, was letztlich das Ziel von allem ist.

Beim Menschen spielen Gesichtssinn und Gehör eine besonders wichtige Rolle, denn uns Planet hat Licht und eine Atmosphäre die die Geräusche weiterleitet, welche potentielle Fressfeinde machen.

Wenn jemand plötzlich das Augenlicht verliert, schärfen sich dafür andere Sinne und versuchen den Verlust auszugleichen. So kann ein Blinder Braille-Schrift so schnell lesen wie wir normale Schrift. Wir Sehenden würden diese winzigen Ausbeulungen nur als ein etwas rauheres Papier wahrnehmen. Auch sein Gehörsinn wird schärfer; wenn er es trainiert, kann er an der Art des Echos auf einen Klicklaut, den er macht, sogar unterscheiden, ob eine Wand oder eine Tür oder ein Baum in seinem Weg steht. (Kam übrigens gestern in Galileo, schau mal in die Mediathek).

Wenn er das Gehör verliert, wird sein Gesichtssinn schärfer und er kann anderen das Gesprochene fließend von den Lippen ablesen.

Natürlich erleben Menschen den Wegfall eines oder mehrerer Sinne als schmerzlicheren Verlust, wenn er später erfolgt, als wenn sie schon so geboren werden.

Wäre die Welt immer durchgehend dunkel, hätte die Evolution wahrscheinlich keine Energie in die Entwicklung von Augen investiert und wir hätten dafür einen superfeinen Geruchssinn oder hätten einen Sinn, mit dem wir das Magnetfeld der Erde wahrnehmen können. Wir fänden dann nicht ein Bild von Monet besonders schön, sondern die Spur, die ein bestimmter Gegenstand im Magnetfeld hinterlässt oder wir wären in der Lage 16 übereinandergeschichtete Trommelrhythmen auseinanderzuhalten (was manche Afrikaner und Brasilianer übrigens auch so schon ganz easy können, weil ihre Musik eher auf Rhythmik als auf Melodik aufgebaut ist).

Die Evolution baut sich ihre Lebewesen aus den Ressourcen, die ihr zur Verfügung stehen, so, dass sie in einer vorgegebenen Umwelt eine optimale Überlebens- und Fortpflanzungschance haben. Denn das Leben will sich um jeden Preis durchsetzen und hat in der Evolution ein Mittel gefunden, dieses Ziel auf die beste aller möglichen Weisen zu erreichen.

Kleiner Hinweis für Evolutionsgegner: Der "liebe Gott" hätte, als er das Leben geschaffen hat, förmlich ein Brett vor dem Kopf gehabt, wenn er nicht zum Mittel der Evolution gegriffen hätte, um es sich weiterentwickeln zu lassen, ohne dass er ständig hätte nachbessern müssen. Auch Gott – so es ihn geben sollte – steht auf Selbstläufer und hat bei der Vielzahl der Planeten, um die er sich kümmern muss, keine Lust, ständig für Notfälle erreichbar zu sein! Ein alter Mann braucht auch mal seine Ruhe.

Antwort
von Enzylexikon, 41

Gehirn und Denken

Vereinfacht gesagt: Das Gehirn ist eine Kombination aus chemischen
Faktoren, in Form von Hormonen und elektrischen Impulsen durch Neuronen.

Durch diese Gehirnaktivität entsteht das Bewusstsein, dass wir "Ich" nennen und das Reize als Sinnenswahrnehmungen identifiziert. .

Auch eine bewusstlose Person, die sich ihres "Ichs" nicht bewusst ist, etwa weil sie schläft, hat aber weiterhin Gehirnaktivität, die zB die Atmung aufrecht erhält.

Ursache hierfür ist das autonome Nervensystem, das nicht durch den bewussten Willen gesteuert wird - das betrifft eben beispielsweise das Atemzentrum im Gehirn, denn ansonsten müssten wir ständig daran denken, das Atmen nicht zu vergessen und würden im unbewussten Zustand des Schlafs sterben.

Es gibt evolutionstechnisch gesehen sehr alte Areale in unserem Gehirn, die beispielsweise für Instinkte zuständig sind, die unser Überleben sichern. Dabei geht es um ganz grundlegende Dinge.

Wenn jemand etwa versuchen sollte, bewusst den Atem
anzuhalten, um sich auf diese Weise selbst zu töten, so ist ihm das nicht möglich - diese Urinstinkte würden einen Atemreflex auslösen.

Beeinflussung

Eine Beeinflussung des autonomen Nervensystems ist in gewissem Umfang dennoch möglich - beispielsweise durch Autosuggestion. Wir können zB in der Regel unseren Blutdruck nicht willentlich beeinflussen.

Mit entsprechenden Suggestionen ist es dagegen durchaus möglich, Einfluss auf diese körperliche Funktion zu nehmen und den Blutdruck willentlich zu regulieren.

Trotzdem würde in einem lebensbedrohlichen Zustand vermutlich immer das Gehirn Alarm schlagen und einen Tod verhindern.

Sinnesverlust

Auch Menschen mit reduzierter Sinneswahrnehmung, zB Personen die sowohl gänzlich gehörlos, als auch vollständig blind sind, haben die Fähigkeit zu denken und kommunizieren dann zB über den Tastsinn.

Ein Mensch gehört zu einer bestimmten Spezies von Säugetieren und damit sind bestimmte Eigenschaften des Gehirns und damit verbundene Instinkte schon durch Vererbung genetisch innerhalb der Art weitergegeben.

Daher ist es dann unerheblich, ob jemand schon mal "gesehen" oder "gehört" hat, oder von Geburt an blind und gehörlos ist - bestimmte Reaktionen sind einfach im Menschen angelegt.

Es gibt Experimente mit sensorischer Deprivation - also dem weitgehenden Entzug äußerer Reize - beispielsweise in Form von Floating-Tanks.

Die Person befindet sich in einem Wassertank mit Salzwasser, das dem Körper Auftrieb gibt. Das Wasser ist körperwarm, wird also taktil nicht wahrgenommen. Augen und Ohren bekommen in dem Tank keinerlei Sinnesinformation.

Selbst in diesem Zustand ist das Gehirn aktiv und produziert sogar Halluzinationen, von denen die Probanden dann berichteten.

Ich hoffe, ein paar Fragen beantwortet zu haben.

Kommentar von styli1000 ,

Zuerst mal: Ich danke dir sehr für deine professionelle, umfangreiche und sehr hilfreiche Antwort! :-) Zum Text: 1. Das "selbst ersticken" wäre schon deshalb nicht möglich, weil man vorher den bewusstseinslosen Zustand erreichen würde, in dem die Atmung wieder unabhängig von einem selbst reguliert wird :-) Der Körper erkennt ja die Atemnot und fährt die Bedürfnisse durch disen Zustand runter. 2. Dass es bei Sinnesverlust noch möglich ist, über übrige Sinne zu kommunizieren, weiß ich. Meine Frage war bezüglich eines vollständigen Sinnesverlusts gestellt. 3. Ich frage mich gerade, wie weit es möglich wäre, den gesamten Körper auf die eine gleiche Temperatur zu bringen, sodass der Mensch nichts merkt. Und, ob der Mensch nicht bereits durch die geringe Beschleunigung etwas merken würde. 4. Fakt: Delfine müssen tatsächlich bewusst atmen, sonst sterben sie :-( Es ist, so habe ich einmal gelesen, zurzeit die einzige bekannte Spezies, bei der das so ist.

Kommentar von Enzylexikon ,

Ich sagte ja schon selbst, das eine Selbsterstickung aufgrund des autonomen Nervensystems nicht möglich wäre. Denn das sorgt ja eben für den Atemreflex.

Auch bei einem vollständigen Sinnesverlust, wie er ja annähernd durch sensorische Deprivation erreicht wird, wäre das Gehirn noch zu Gedanken in der Lage.

Durch die genetische Veranlagung haben wir einfach einen gewissen Trieb zum Denken und sei es auch nur auf sehr animalischem und rudimentären Niveau.

Man denkt ja nicht nur kognitiv-intellektuell, sondern auch auf einer emotionalen Ebene, etwa wenn das Gehirn dazu übergeht, Träume zu fabrizieren, die ja häufig emotional aufgeladen sind.

Unser Gehirn kann auch ohne Sinneseindrücke irgendwelche Bewusstseinsinhalte produzieren.

Antwort
von garfield262, 37

Moin,

deine Frage ist recht schwierig zu beantworten, da insbesondere in der Psychologie noch große Diskussion darüber besteht, wie die Gewichtung von Natur (genetische Vererbung) und Umwelt (soziale Kontakte, sinnliche Eindrücke etc.) korrekt angesehen werden sollte.

Um zunächst auf den ersten Teil deiner Frage einzugehen: Es stimmt, es macht einen deutlichen Unterschied, ob ein Sinn von Geburt an abwesend ist oder erst später verschwindet. Um hier jedoch korrekter zu sein: Es geht nicht direkt um die Unterscheidung zwischen angeborenen (kongenitalen) und erworbenen Defekten, sondern darum, wann diese Defekte auftreten (z.B. kann jemand eine genetische Disposition haben, im hohen Alter z.B. an Retinitis pigmentosa zu erblinden; dieser Sinnesverlust, wenn auch genetisch bedingt hat aufgrund seines späten Auftretens andere Einflüsse auf das Hirn als wenn er in jüngeren Jahren auftritt). Unter Tieren wurde entdeckt, dass die Abwesenheit des Sehvermögens von gerade einmal einer Woche Dauer innerhalb der sensitiven Phase im jungen Alter deutlich veränderte Architekturen in der Sehrinde zur Folge hat, welche letztendlich in dauerhafter Blindheit auf dem betreffenden Auge mündet. Außerhalb dieser sensitiven Phase wurde dieser Effekt nicht nachgewiesen.

Behavioristen wie B.F. Skinner und John B. Watson würden sich dagegen aussprechen, die Abwesenheit von Sinneswahrnehmungen mit Veränderungen des Hirns in Verbindung zu bringen; dies liegt jedoch daran, dass sie die Vorgänge im Hirn als nicht sicher erforschbar ansahen und das Hirn somit als "Black Box" deklarierten.
Andere Psychologen wie Jean Piaget, der sich Zeit seines Lebens mit der Entwicklung, hauptsächlich der frühkindlichen Entwicklung beschäftigte, sehen diese Vorgänge unter dem Aspekt des Kognitivismus: Wahrnehmung führt zu Veränderungen der Hirnstrukturen, was die Interaktion zwischen Individuum und Umwelt ausmacht.

Wachkoma, medizinisch auch als "apallisches Syndrom" bezeichnet, stellt dabei einen Spezialfall des "normalen" Komas dar. Hierbei ist insbesondere die Funktion des Großhirns aufgehoben, was zu einem Verlust der Verarbeitung der Sinneswahrnehmungen führt. Da das bewusste Denken zum größten Teil im Großhirn stattfindet, ist auch das Denkvermögen beim apallischen Syndrom aufgehoben. Dieser Status wird auch als "persistierender vegetativer Status" bezeichnet, da die Hirnfunktion sich auf das vegetative Nervensystem reduziert.

Nein, aus purer Willenskraft ist es nicht möglich, das Herz zum Stillstand zu bringen. Die Herzfunktion wird durch das eben angesprochene vegetative Nervensystem innerviert (nervlich versorgt). Das vegetative Nervensystem (VNS) wird dabei von Strukturen wie dem Mittelhirn und dem verlängerten Rückenmark angesprochen. Auch wenn manche Menschen durch Willenskraft ihre Herzfrequenz durchaus beschleunigen oder senken können, derart extreme Eingriffe sind nicht möglich (da evolutionär auch unerwünscht). Die Steuerung des Kreislaufs ist nicht in ein paar Worten erklärt, nichtmal in ein paar Absätzen. Allgemein lässt sich jedoch sagen, dass diverse Systeme in diese Steuerung integriert sind, darunter das VNS mit den beiden Anteilen Sympathikus und Parasympathikus sowie das endokrine (hormonelle) System, zu dem z.B. die Nebennieren größtenteils beitragen, welche wiederum maßgeblich durch die Hirngebiete Hypothalamus und Hypophyse beeinflusst werden.

Was genau meinst du mit "wie hängt alles im Gehirn zusammen"? Es ist sehr schwierig, in wenigen Sätzen die Hirnfunktion zu beschreiben, daher die Frage. Um einen Einstieg zu bieten: Die meisten eingehenden Informationen erreichen zunächst den Thalamus. Diese Struktur im sogenannten Zwischenhirn wird auch das das "Tor zum Bewusstsein" bezeichnet, da es grob gesagt entscheidet, welche Informationen bewusst wahrgenommen werden sollen und welche nicht. So ziehen z.B. Tastreize durch den Thalamus im Zwischenhirn dann in die entsprechenden Areale der Großhirnrinde, in welcher sie dann weiter verarbeitet werden. Wenn eine Bewegung ausgeführt werden soll, dann erfolgt die Planung zunächst im Großhirn, welche dann im Kleinhirn konkretisiert bzw. genauer abgestimmt wird, um das Gleichgewicht des Körpers aufrecht zu erhalten. Die Informationen werden dann über die Bahnen des Rückenmarks und die peripheren Nerven an die jeweiligen Muskeln entsandt. Diese beiden Beschreibungen sind jetzt natürlich sehr sehr allgemein gehalten, da die tatsächlichen Vorgänge zu komplex sind, um sie hier in Kürze zu beschreiben.

Denken ist per Definition kein Sinn. Ein Sinn besteht in der Verarbeitung eines Reizes, welcher durch einen Rezeptor erfasst und dem Hirn zugespielt wurde. Denken basiert jedoch auch auf den Sinnen; nur der Grad des Einflusses, den die Sinne auf das Denken haben, wird aktuell immer noch erforscht. Dies bringt uns jetzt wieder zurück zu Psychologen wie Piaget.

Ich hoffe dir etwas weitergeholfen haben zu können. Hast du noch weitere Fragen?

Lieben Gruß ;)

Antwort
von goali356, 45

Dass denken an sich ist kein Sinn. Über die Sinne nimmt man Reize auf welche im Gehirn verarbeitet werden. Wenn jemand von Geburt an keinen einzigen Sinn hätte könnte er überhaupt nichts aufnehmen, keine Bildung erfahren und sich nicht entwickeln. Ich denke ein solcher Mensch wäre nicht lebensfähig und würde sterben (klingt hart aber ist wohl so).

Verliert ein Mensch plötzlich alle Sinne wäre er auch kaum Lebensfähig. Man braucht Reize die man aufnehmen kann. Das Gehirn könnte überhaupt nichts mehr wahrnehmen.

Dass jemand keinen einzigen Sinn hat ist aber sehr sehr unwahrscheinlich und mir ist kein Fall bekannt wo es so war. Es gibt zwar taubblinde Menschen, aber diese haben in der Regel einen ausgeprägten Tastsinn. Menschen ohne Tastsinn gibt es noch deutlich seltender.

Kommentar von styli1000 ,

1. Ohne Tastsinn auch weder Schmerz, noch Koordination? 2. So ein Mensch könnte sich natürlich nicht selbst versorgen, wäre aber glaube ich lebensfähig, durch Versorgung duch andere. Es fragt sich, ob dieser Mensch denken könnte, und warum(nicht)? Genauso ein Mensch, der plötzlich alle Sinne verliert. Würde als Sinn aber auch das Denken gelten? Also: würde dieser Mensch weiterdenken können??? Wahrnehmung ist dann natürlich nicht mehr, aber könnte dieser Mensch denken?

Kommentar von goali356 ,

2. So ein Mensch könnte sich natürlich nicht selbst versorgen, wäre aber
glaube ich lebensfähig, durch Versorgung duch andere. Es fragt sich, ob
dieser Mensch denken könnte, und warum(nicht)?

Ohne einen einzigen Sinn wäre ein Spracherwerb nicht möglich. Ohne Sprache kein denken.

Gehörlose können Gebärdensprache lernen aber dies setzt den Sehsinn voraus. Taubblinde können Lormen erlernen aber dies setzt den Tastsinn voraus. Fehlen alle 5 Sinne ist jeglicher Spracherwerb ausgeschlossen, da der Mensch nichts aufnehmen könnte.

Dazu kommt halt noch dass es keinerlei Reize gebe die Verarbeitet werden können.

Genauso ein Mensch, der plötzlich alle Sinne verliert.

Gut, wenn man nach Spracherwerb die Sinne verliert müsste es eigentlich noch möglich sein zu denken, da man sich Worte, Bilder etc.. noch im Kopf vorastellen kann.

Menschen die z.B. durch Unfall taub oder blind geworden sind können sich ja auch noch Worte bzw. Bilder vorstellen und auch in Worten und Bildern denken.

Ich denke schon dass man noch denken kann, aber ich glaube nicht dass ein solcher Mensch lebensfähig wäre. Auch wenn Organe etc.. noch funktionieren würden.

Würde als Sinn aber auch das Denken gelten?

Über denken kann man nichts wahrnehmen, deswegen ist es kein Sinn.

Antwort
von grtgrt, 31

Unser Denken ist ein Prozess, der Sinneseindrücke verarbeitet, aber natürlich auch Erinnerungen.

Erinnerungen aber beziehen sich auf Sinneseindrücke und Denkergebnisse. 

Wenn wir also einen Menschen hätten, bei dem nie auch nur ein einziger seiner Sinne Signale liefern konnte, so gäbe es bei ihm weder Sinneseindrücke noch Erinnerungen. 

Was also sollte dann noch Gegenstand seines Denkens sein können?

Antwort
von delfinschuster, 39

Durch Nervenbahnen hängt das Denken im Gehirn zusammen.Und ohne Sinne gibt es weder Denken noch körperliche Aktivität.Ein Geburt ist im doppelten Sinne, niemals Sinnlos.

Kommentar von styli1000 ,

Was meinst du mit der Geburt, doppeltem Sinn, niemals Sinnlos? Aber körperliche Aktivität gibt es doch weiterhin wenn man z.B. im Wachkoma ist?

Antwort
von Juliana19092002, 48

Ich denke das funktioniert. Und ich glaube nicht, dass denken ein sinn ist.

Wenn man nicht sehen, hören, riechen, schmecken, etc kann heißt das das man keine Sinnesreize verarbeiten kann, aber nicht dass man nicht denken kann.

Kommentar von styli1000 ,

Du hast nichteinmal die Frage gelesen. Ich sehe deine Sinnlose Antwort als Wertlos an.

Kommentar von Roderic ,

Ich nicht - im Gegenteil.

Antwort
von Accountowner08, 10

Ich denke, die Abgrenzung "denken" gegen "Sinneswahrnehmung" ist im Detail nicht immer einfach. Es spielt sich ja alles letztlich im Gehirn ab...

Sinneswahrnehmung kann gestört sein, wenn der "Empfänger" (z.B. Aug) nicht funktioniert, oder wenn die Nervenbahnen, die die Sinneswahrnehmungen weiterleiten gestört sind oder wenn die (verschiedenen) "Verarbeitungszentren" der Wahrnehmung im Gehirn oder die Kommunikationswege zwischen den Verabeitungszentren gestört sind.

Was davon ist nun "denken", was ist "fühlen"?

Wachkomas gibt es sehr verschiedene, denke ich, solche wo die Menschen wahrnehmen, solche wo sie nicht wahrnehmen, solche wo sie denken, solche wo sie nicht denken...

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